Review Sigma 100-400mm F5-6.3 DG DN OS Contemporary

Testbericht zum Objektiv SIGMA 100-400mm F5-6.3 DG DN OS Contemporary für Sony E-Mount
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Bezahl- und tragbares Telezoom, das viel Freude bereitet​


Als das Objektiv vorgestellt wurde, schoss mir ein Gedanke in den Kopf: Warum nennen die das denn neues Objektiv? Es ist doch das altbekannte 100-400, nun halt auch mit FE und L-Mount. Auf den ersten Blick kann man die Objektive nämlich sehr leicht verwechseln. Schaut man etwas genauer hin fällt auf, dass sie sich zwar sehr ähnlich, aber nicht identisch sind. In den technischen Daten finden sich dann schon ein paar Unterschiede. So ist das neue Objektiv minimal länger und hat 22 statt 21 Linsen verbaut. Das einfachste Unterscheidungsmerkmal fällt am unteren Ende des Objektivs auf: Hier findet sich beim neuen Modell eine Gummiabdeckung

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Darunter befinden sich die Aufnahmen für eine Stativschelle. Diese ist nicht im Lieferumfang des Objektives enthalten, was ich im ersten Moment etwas seltsam fand, da sie einzeln gekauft nicht wirklich billig ist. Die minimale Enttäuschung legte sich während der Nutzung des Objektives allerdings recht schnell, da es ein hervorragendes "Freihandtele" ist. Ich besaß früher ein Sigma 150-500 und ein Sigma 120-300 2.8, die beide frei Hand nur sehr begrenzt nutzbar waren, so man kein Bodybuilder ist.

Möchte man das Objektiv überwiegend vom Stativ einsetzen, so würde ich allerdings zum Erwerb einer solchen Stativschelle raten. Mit 1160 g und fast 20 cm Länge entsteht schon ein gewisses Moment am Bajonett. Ist man meist mit 400 mm unterwegs, verstärkt sich der Effekt noch, da das Objektiv den Tubus dabei um nochmals etwa 8 cm ausfährt.


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Für den Freihandeinsatz benötigt man die Schelle aber nicht und dies trägt auch zur "Budgetfreundlichkeit" bei.

Dies gilt insbesondere, wenn man das "Wettbewerbsumfeld" vergleicht. Lange Zeit mussten wir bei Sony auf native E-Mount Teleobjektive warten. Nun gibt es auch von Sony ein 100-400 GM. Das GM steht für G-Master. Das heißt leider auch immer tolle Qualität zu einem nicht so tollen Preis und da ist auch das 100-400 GM keine Ausnahme. Es ist ein gutes Stück größer und schwerer als das Sigma, hat zwar ab Werk eine Stativschelle, kostet dafür aber auch fast das Dreifache. Darüber hinaus gibt es noch das Sony 200-600G, welches "nur" das doppelte des Sigma kostet, dafür aber auch ein sehr unhandliches und schweres Objektiv ist. Am ehesten vergleichbar hinsichtlich Größe, Gewicht und Preis ist mein Sony 70-300 F4.5-5.6 G, welches aber auch nur eine Maximalbrennweite von 300 mm hat. Diesem hat das Sigma -wie die beiden großen Sonys- die Konvertertauglichkeit voraus. Mit dem 1.4er Konverter wird es zu einem 560er Objektiv, mit dem 2.0 gar zu einem 800er bzw. an einer Crop-Kamera angesetzt zu einem 300-1200 F10-F12.7. Ich weiß, die Älteren unter uns werden nun wieder aufschreien, dass dies alles Blödsinn sei und eh nicht funktioniere. Stimmt aber nicht, so etwas geht an modernen Systemkameras, die nicht durch die lichtschwachen AF-Module einer D-SLR limitiert sind, durchaus. Canon geht mit dem RF800 F11 derzeit ja genau den gleichen Weg.

Nach den vielen hochöffnenden Super-Objektiven, die Sigma in letzter Zeit herausgebracht hat, stellt das 100-400 5-6.3 für mich so etwas wie ein „Back to the Roots“ dar. Ich habe Sigma immer sehr dafür geschätzt, dass sie gerade im Telebereich günstige, aber trotzdem gute Objektive im Angebot hatten, von denen ich auch selbst zu meinen Nikon-Zeiten diverse besaß.

Schauen wir uns das Objektiv doch mal etwas genauer an und arbeiten uns von der Stativschellenaufnahme weiter nach oben.

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Dort findet sich der Focusring, der wie bei den meisten Objektiven heutzutage als Focus by Wire, also rein elektronisch, funktioniert. Dieser kommuniziert mit den Kameras, d. h. bewegt man den Focusring im MF oder DMF-Modus, so wird die Sucherlupe aktiviert und man bekommt eine Anzeige zur eingestellten Entfernung. Ich muss allerdings gestehen, dass ich das nur rein zu Testzwecken ausprobiert habe. Objektive in dem Brennweitenbereich nutze ich ausschließlich mit Auto-Focus, dazu später aber mehr.

Oberhalb des Focusrings befindet sich dann ein Block mit Bedienelementen. Es handelt sich dabei tatsächlich um einen Block, da dieser auf den Tubus aufgeschraubt ist. Ich schätze mal, dieses Design wurde gewählt, um den Tubusdurchmesser möglichst klein zu halten, aber je nach Handhaltung drückt das untere Ende des Blockes etwas in die Handfläche. Mir gefällt da das Sony 70-300 besser, dort sind alle Bedienelemente fast komplett in den Tubus eingelassen und man hat ein komplett rundes Objektiv.

Bezüglich der Anzahl an Bedienelementen gibt es hingegen wieder nichts zu meckern; da ist alles vorhanden, was man brauchen könnte

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Ganz unten findet sich der Schalter für den Bildstabilisator, der -wie bei Sigma üblich- zwei unterschiedliche Betriebsmodi bietet. Zum einen kann in beiden Achsen (Hoch-Runter, Rechts-Links) stabilisiert werden, zum anderen gibt es einen "Mitziehermodus", bei dem nur Hoch und Runter Wackler heraus stabilisiert werden. Ich bin kein ausgewiesener Mitzieherspezialist, ich muss aber gestehen, dass mir bei meinen bisherigen Sigmas und diversen Stunden an der Nordschleife keine großen Unterschiede zwischen den beiden Modi aufgefallen waren. Bei dem Objektiv kam ich leider nicht dazu, aussagekräftige Versuche zu machen. Prinzipiell funktioniert der Stabi aber sehr gut. Ich habe mit der A7 R III und aktiven Stabis in Kamera und Objektiv bei 400mm bis herunter zu 1/50 oder teilweise 1/25 noch brauchbare Ergebnisse erzielen können. Positiv fiel mir dabei das nur geringe Arbeitsgeräusch des Stabilisators auf. Wer ein älteres 150-500 sein eigen nennt, wird wissen, was ich meine.

Darüber findet sich der AFL Taster. So lange man diesen drückt, wird der AF abgeschaltet und damit gelocked. Diese Funktion finde ich sehr praktisch. Man kann z. B. etwas mit dem mittleren Focusfeld focussieren, den Taster drücken, den Auslöser loslassen und das Bild komponieren. Betätigt man nun -bei immer noch gedrücktem AFL-Taster- den Auslöser, wird nur die Belichtung neu berechnet, der Focus bleibt aber dort, wo man ihn zuvor hingelegt hatte. Für meinen Geschmack hätte der AFL-Taster aber gern die Position mit dem darüber befindlichen Focusbereichlimiter tauschen können. Mit diesem kann man einstellen, ob das Objektiv im Naheinstellbereich (1,12-1,6 m) – 6 m, von 6 m- ∞ oder im gesamten Focusbereich scharfstellen soll. Ich habe diesen Limiter in Verbindung mit meinen "älteren" Kameras, also der A6500 und der A7R II genutzt. Deren AF-Systeme sind bei bewegten Objekten oft etwas zu langsam. Wenn sie einmal das Ziel verloren haben, z. B. wenn ein Flugzeug kurz in Wolken taucht, durchfahren sie dann den gesamten Focusbereich, was gern mal schlicht zu lang dauerte. Mit der A7 III war das kein Thema, deren Focus-System ist deutlich weiterentwickelt und schneller, sodass ich bei ihr den Schalter immer auf Full beließ.

Darüber findet sich noch ein AF-MF Schalter, den ich allerdings nicht genutzt habe.

Den Abschluss nach oben bildet ein sehr großer Zoomring, der bei umgedrehter Streulichtblende und auf 100mm gezoomt nur recht schwer zu bedienen ist.

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Besser als beim Sony 70-300 ist es allemal, denn dort wird der Zoomring komplett von der Streulichtblende abgedeckt.

Der Zoomring selbst hat für mich den optimalen Kompromiss aus genug Widerstand, um sich nicht selbst zu verstellen, und einer über den gesamten Zoombereich angenehmen Leichtgängigkeit. Der Zoom-Lock Schalter bei 100 mm macht bei diesem Objektiv durchaus Sinn, da ich es mehrfach geschafft habe, beim aus der Tasche nehmen komplett eingezoomt zu haben. Das ist aber kein Mangel, sondern sogar so gewollt. In der BDA wird explizit darauf hingewiesen, dass man auch einfach dadurch zoomen kann, dass man an der Gegenlichtblende herein und heraus schiebt, beinahe wie ein gutes altes Schiebezoom.

Das Filtergewinde hat mit 67 mm ein für mich recht erfreuliches Maß, da sich dieser Durchmesser bei mir als so etwas wie die goldene Mitte herauskristallisiert hat. Allerdings muss man zur Nutzung von Pol- oder variablen ND-Filtern die Streulichtblende herunternehmen, um die Filter drehen zu können, ohne nur die eigene Hand zu sehen.

Nun aber genug der Theorie, wie schlägt es sich denn nun an der Kamera? Ich habe das Objektiv an allen meinen größeren Sonys (A6500, A7 RII, A7 III) genutzt. Bei allen ergibt sich -bis auf die eben schon angesprochenen Punkte- eine sehr gute Ergonomie. Die A6500 wirkt dabei allerdings etwas verloren hinter dem Objektiv, aber selbst mit einer NEX, bei der es dann aussieht, als hielte das Objektiv die Kamera und nicht umgekehrt, lässt es sich arbeiten.

Das optimale Gespann ergibt sich hingegen, wenn das Objektiv an eine der 7er, optimalerweise der A7 III, montiert wird. In Verbindung mit dem großen Handgriff der Kamera lässt sich die schwere Kombination (das Objektiv wiegt allein gute 1100 g) sehr komfortabel tragen und handeln. Auch zum Fotografieren habe ich diese Kombination am liebsten genutzt, da alle Funktionen der Kamera auch vom Objektiv unterstützt werden. Vom sehr schnellen AF an der A7 III hatte ich bereits weiter oben berichtet, auch der Augen-AF funktioniert ganz hervorragend. Ich habe mehrere Versuche gemacht, bei denen ich erst eines unserer Pferde "anvisiert" habe und dann auf meine Frau schwenkte. Es war immer innerhalb kürzester Zeit das Auge meiner Gattin gefunden und im Focus gehalten. Bei den neueren Kameras sollte das auch mit Tieraugen klappen, diese Funktion hat meine "alte" A7 III leider noch nicht.

Kommen jetzt endlich mal Fotos mit und nicht von dem Objektiv?​

Ja gleich, versprochen ! Allerdings konnte ich nur ein sehr begrenztes Testprogramm absolvieren. Corona in Verbindung mit dem Wetter im Testzeitraum begrenzte die Einsatzmöglichkeiten für ein solches Objektiv doch sehr. Das Objektiv wird nicht als wassergeschützt beworben und ich konnte auch keine Dichtungen entdecken, woraus sich ein nur sehr kleines "Nutzungsfenster" ergab.

Da spielt natürlich auch die Lichtstärke, oder eigentlich eher Lichtschwäche eine Rolle. In letzter Zeit bin ich eigentlich "schlimmstenfalls" mit meinen Sony F4 Zooms unterwegs, meist jedoch mit 1.4er Festbrennweiten. Da ist ein solches "Dunkelzoom" schon eine gewisse Umstellung. Die Typenbezeichnung lautet ja F5-6.3. Jedoch gilt F5, wie so oft bei Zooms, nur in einem begrenzten Bereich, hier bis etwa 120mm. Danach hat man noch ein F5.6 Zoom und bereits bei 250mm ist man bei F6.3 angekommen. Dies führt natürlich bei grauem Herbstwetter und dem Wunsch nach einer Belichtungszeit von 1/Brennweite zu recht hohen ISOs. Dies bitte ich im Folgenden zu berücksichtigen. Immerhin unterstützt das Objektiv die ISO-Automatik insofern, dass es die Brennweite an die Kamera meldet und diese dann bei 100 mm mit etwa 1/125 belichtet und bei 400 mit 1/500. Trotz Stabilisator hatte ich meist die ISO-Automatik aktiv, schlicht um besser auf sich schnell verändernde Helligkeiten reagieren zu können.

Die Fotos sind -sofern nicht anders vermerkt- aus RAW-Aufnahmen mit Standardeinstellungen in Lightroom entwickelt. Ein Objektivprofil für LR gab es noch nicht, sodass etwaige Korrekturen höchstens von den Kameras selber vorgenommen worden sein können.

Wir beginnen am besten am einzigen halbwegs sonnigen Tag. Ja, ich weiß, dass mein Sensor an der A7 III ziemlich versifft war. Eröffnen wir die Szene einfach mit der weitesten Einstellung, also 100 mm.

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Sigma 100-400 Sony A7III F6.3 100 mm


Bei dem Foto hatte ich leicht auf F6.3 abgeblendet, das Objektiv ist bei den unteren Brennweiten aus meiner Sicht aber auch komplett offenblendentauglich. Ein wenig verschiebt sich das am oberen Ende. Wir schauen uns jetzt mal die gleiche Szene bei 400 mm an und vergleichen auch 100 % Crops bei F10 und F6.3.

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Sigma 100-400 Sony A7III F10 400 mm

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100 % Crop

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Sigma 100-400 Sony A7III F6.3 400 mm

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100% Crop

Hier sieht man schon, dass etwas Abblenden der Schärfeleistung guttut. Wenn man aber bedenkt, dass das Windrad > 1 km entfernt stand, kann man auch mit der Offenblende gut leben. Auch die Vignettierung ist -selbst an der Vollformat-Kamera- erfreulich gering und in normalen Aufnahmesituationen praktisch nicht sichtbar.

Ich zeige euch nochmal ein anderes Beispiel, wie spannend sich 400 mm in der Landschaftsfotografie einsetzen lassen. Die gesamte Szene mit 100 mm:

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Sigma 100-400 Sony A7III F5.0 100 mm

Nun mit 400 mm, in LR etwas gepusht, um die Kontraste zu erhöhen:

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Sigma 100-400 Sony A7III F6.3 400 mm

Der „IchKaufEinfachAlles“ Markt befindet sich gemäß Google Maps ziemlich exakt 10 km vom Aufnahmeort entfernt. Das fand ich schon recht beeindruckend. Deshalb gleich noch ein Beispiel hinterher. Diesmal ist der Abstand noch etwas größer:

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Sigma 100-400 Sony A7III F6.3 400 mm

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100% Crop

Natürlich wirken sich bei solchen Aufnahmeentfernungen Luftunruhen und Verschmutzungen schon recht heftig aus. Deshalb nehmen wir zur Beurteilung der Schärfe besser auch ein Foto aus dem Nahbereich zu Hilfe.

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Sigma 100-400 Sony A7III F6.3 305 mm

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100 % Crop

Da gibt es für mich definitiv nichts zu meckern.

Schauen wir uns auch noch mein Foto-Mobil aus einer mittleren Entfernung an:

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Sigma 100-400 Sony A7III F5.6 224 mm

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100 % Crop

Auch hier war das wieder Offenblende und für meinen Geschmack ohne Fehl und Tadel.

Leider habe ich es versäumt, direkte 1:1 Vergleichsbilder mit der A7 III (24 MP) und A7 R II (42 MP) zu machen. Ich würde aber sagen, dass es beim 100 % Pixel-Peeping an der R etwas an Schärfe verliert. Wer das Objektiv für eine R IV (61MP) plant, sollte es im Vorfeld auf jeden Fall ausprobieren.


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Sigma 100-400 Sony A7 RII F6.3 265 mm

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100 % Crop

Auch im Nahbereich gab das Objektiv eine gute Figur ab. Ein Makro-Objektiv kann es nicht ersetzen, aber es lassen sich Objekte schon recht gut heranholen.

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Sigma 100-400 Sony A7III F6.3 400 mm

Als nächstes wollte ich die Nachführ-Auto-Focus-Performance testen und fuhr zu einem Fotospot, der normalerweise voller Wasservögel ist. Leider hatten die sich aber bis auf ein paar weit entfernte Enten wohl alle auf den Weg in den sonnigen Süden gemacht. Auch die großen Aluvögel, die uns eigentlich ständig begleiten, da wir in einer Flughafeneinflugzone wohnen, machten sich Corona bedingt ziemlich rar. Ich habe in meiner Verzweiflung sogar schon meinen Rasenmähroboter als AF-Ziel benutzt.

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Sigma 100-400 Sony A7III F5.6 210 mm

Wirklich aussagefähig bin ich daher zum Thema AF-Performance nicht. Soweit ich das erfahren konnte, haben weder die A7RII noch die A6500 Probleme mit der Nachführung gehabt, die A7 III sowieso nicht. Der AF sprang immer hinreichend schnell ins Ziel und verfolgte selbiges auch sicher. Was mir bei den Versuchen aber positiv auffiel war, wie gut sich das Objektiv handeln lässt. Nachdem ich mich wieder daran gewöhnt hatte, den Sucher zu benutzen, ergab sich eine sehr sicher und ohne große Anstrengung zu haltende Kombination. Ich denke, auch längere Fotosessions ohne Stativ sollten kein großes Problem darstellen.

Auf Aufnahmereihen unserer Hauswand habe ich bei diesem Objektiv bewusst verzichtet, da man ein 100-400 mm wohl eher weniger in der Architekturfotografie einsetzen wird. Bei den "Realworld" - Aufnahmen sind mir keine Verzeichnungen im nennenswerten Ausmaß aufgefallen.

Fazit​

Auch wenn das Sigma 100-400mm F5-6.3 DG DN OS Contemporary für Sony E Mount kein komplett neues Objektiv ist, hat es mich doch positiv überrascht. Insbesondere, wenn man abschließend noch den Preis mit ins Kalkül zieht, denn es kostet mit einem Straßenpreis von ca. 1000,- ungefähr das Gleiche wie das Sony 70-300 F4.5-5.6 G. Dieses sowie das neue Tamron 70-300 würde ich derzeit auch als Hauptwettbewerber zum Sigma sehen. Die Sony 100-400 und 200-600 spielen in einer ganz anderen Preis- und vor allem Gewichtsklasse. Dem Tamron fehlt der eingebaute Stabilisator, der gerade bei so einer Teleoptik durchaus Sinn macht, auch wenn die Kameras selber auch stabilisieren können.

Wäre ich auf der Suche nach einem bezahl- und tragbaren Telezoom, würde ich wohl derzeit dem Sigma den Vorzug geben. Die beiden 70-300er sind zwar etwas kleiner und leichter, aber ich nehme in letzter Zeit ein Tele nur noch ganz bewusst mit, wenn ich auch weiß, dass ich eines brauchen werde. Dann finde ich (allen Crop-Reserven zum Trotz) die Endbrennweite 400 mm etwas wichtiger als das letzte Quäntchen Gewicht oder Größe.

Ich finde es gut, dass Sigma nach den tollen Festbrennweiten auch die budgetfreundlichen Zooms nicht vergessen hat und denke, dass die Käufer mit diesem Objektiv viel Freude haben werden.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder​


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Sigma 100-400 Sony A7III F5.0 100 mm

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Sigma 100-400 Sony A6500 F5.0 100 mm

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Sigma 100-400 Sony A6500 F6.3 333 mm

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Sigma 100-400 Sony A6500 F6.3 400 mm

Weitere Produktinformationen​

Auf der Webseite von SIGMA Deutschland
Technische Daten
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Bewertung​

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© Stefan Lenz und Netzwerk Fotografie. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Stefan Lenz, Fotos: Stefan Lenz

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