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Streetfototaugliches Mittelformat?​

Coverbild zum Review der Fuji GFX 50S II - streetfototaugliches Mittelformat?


Bei der Vorstellung der Fuji GFX 100 vor drei Monaten schrieb ich am Ende des Reviews:
Noch interessanter könnte eventuell die brandneue GFX 50s ll sein. Sie bietet auf der gleichen Sensorfläche zwar nur 50 MP, aber für einen fast unschlagbaren Preis von unter 4.000 Euro. Ich hoffe, dass ich Euch auch diese Kamera zeitnah vorstellen kann!

Tatsächlich ist es mir gelungen, eine GFX 50S ll zeitnah für einen Test zu bekommen. Fuji hatte nach dem Erfolg mit der GFX 100 zwei neue Kameras, die GFX 100s und die GFX 50s präsentiert. Beide Modelle schrumpften merklich und zielen ganz klar auf die Top-Klasse der KB-DSLM Systemkameras. Um das Mittelformat noch attraktiver zu machen, bietet Fuji die aktuelle GFX 50S ll im Bundle mit dem GF 35-70mm f/4.5-5.6 Zoom-Objektiv für knapp 4.500 EUR an. Und genau diese Kombination konnte nun beweisen, wie handlich die neuen Modelle des Fuji-Mittelformats tatsächlich sind.

Die Kamera​

3 Produktbilder der GFX 50S II nebeneinander. Von links nachs rechts: Frontansicht, Rückansicht, Draufsicht


Die Kamera kommt schlicht und aufgeräumt daher. Sehr interessant und gut gemacht ist das Schulterdisplay.

Grafik Fuji GFX 50S II Gehäuseabdichtung


Sehr viel Wert hat Fuji auch auf die Gehäuseabdichtung gelegt, so dass ein optimaler Spritzwasserschutz gewährleistet ist.

Die wesentlichen Merkmale der FUJIFILM GFX50S ll:
  • 51,4-Megapixel-Sensor mit einer großformatigen Diagonale von 55 mm
  • X-Prozessor 4
  • Integrierte Fünf-Achsen-Bildstabilisierung (IBIS) bis 6,5 EV-Stufen
  • Schnelles und präzises Kontrast-Autofokus-System, mit Gesichts- und Augenerkennung
  • Klappbares 8,1 cm (3,2 Zoll) Touchscreen-LCD mit 2,36 Millionen Pixeln
  • Zwei Zusatzdisplays zur Einblendung von Aufnahmeinformationen
  • Wi-Fi-Konnektivität und Fernsteuerung per Smartphone
  • 19 Filmsimulationsmodi (inkl. “Nostalgisches Negativ”)
  • „Pixel Shift Multi-Shot“-Funktion
  • Kompaktes Gehäuse
  • 900 Gramm leicht
Wer mehr zu den technischen Daten der GFX50ll S wissen möchte, findet alle Infos hier.

Der 51,4 MP-Sensor ist im Gegensatz zu den kleineren Formaten bei Fuji auch hier konventionell mit einem Bayer-Filter ausgestattet. Das Standard-Bildformat ist 4:3 und auf fast alle gängigen Bildformate umstellbar. Die ISO-Empfindlichkeit reicht im Standardmodus von 100 bis 12.800 und bietet im erweiterten Modus zusätzlich ISO 50, 25.600, 51.200 und 102.400 ISO. Die RAWs werden mit einer Farbtiefe von 16 Bit aufgezeichnet, die kameraeigenen JPGs dagegen wie üblich mit 8 Bit. Die 16 Bit Farbtiefe ermöglicht einen außergewöhnlichen Kontrastumfang und sehr detailreiche Aufzeichnung schon in einer Aufnahme. Die effektive Auflösung des RAWs beträgt 8.402 x 6.208 Pixel für ein Einzelbild. Bei einer Auflösung von 51,4 MP liegt die Größe der Dateien nur geringfügig über der von KB-Topmodellen. Ein Fuji-RAW-File der GFX50S ll hat eine Dateigröße von gut 100 MB, und erfordert in etwa eine gleich hohe Rechenleistung bei der Bildbearbeitung wie ein hochaufgelöstes Foto im KB-Vollformat.

Grafik Bildformate der Fuji GFX 50S II


Für die RAW-Konvertierung empfiehlt Fujifilm Capture One. Fujifilm und Phase One (die Entwickler von Capture One) praktizieren in jüngerer Zeit eine enge Zusammenarbeit. Daher wurde Capture One optimal auf die Daten und Eigenschaften der Fujifilm-RAW-Dateien (RAF) abgestimmt. Natürlich funktionieren Lightroom und DxO auch. Da ich persönlich erst über sehr kurze Erfahrung mit Capture One verfüge, vermag ich die Vorteile dieses RAW-Konverters (noch) nicht endgültig zu beurteilen.

Zu meinem Praxistest​

Alle meine persönlichen Aussagen und Anmerkungen in diesem Bericht beziehen sich ausschließlich auf die mir zum Test überlassene Kamera und Objektive. Da ich über Fotografie schreibe, lasse ich auch die Video-Funktionen der Kameras im Grunde weitgehend außen vor. Die technischen Daten der Kameras drucke ich hier nicht komplett ab, sondern verweise mit einem Link auf die entsprechende Herstellerseite. In meinem Review erwähne ich die reinen technischen Daten nur punktuell, hauptsächlich da, wo Neuerungen bzw. Herausstellungsmerkmale zur Sprache kommen. In diesem Zusammenhang möchte ich auch noch einmal darauf hinweisen, dass die kameraspezifischen Leistungsdaten in der Regel immer an optimale (Labor-)Bedingungen wie voller und neuer Akku, die schnellsten Speicherkarten und die Verwendung der Top-Objektive der jeweiligen Hersteller geknüpft sind. In der Praxis wird man daher meistens nur Ergebnisse erzielen, die knapp unter 100% der „Papierform“ liegen.

Leider war zu dem Zeitraum, in dem ich die GFX 50S lI und die Objektive zur Verfügung hatte, meine neue Test-Bench, die ich nach meinem Umzug neu bauen und einrichten musste, noch nicht fertig, so dass ich auf eine Vermessung der Objektive anhand von Test-Charts noch verzichten musste.

In meinem Praxistest geht es diesmal darum, herauszufinden, ob die neue Fuji GFX50S ll als Mittelformatkamera streetfototauglich ist, und ob und wann es sich eventuell lohnt, zum Mittel-Format zu wechseln.

Nach dem Auspacken ist klar: Die Kamera ist mit dem Kit-Objektiv tatsächlich nicht größer und schwerer als eine klassische DSLR. Da die Kamera nicht mit Einstellelementen überfrachtet sowie das Menü gut strukturiert ist, ließ sich die Kamera in kurzer Zeit grundeinstellen, so dass einem ersten Fotospaziergang nichts im Weg stand. Hierbei sollte sich erst einmal zeigen, wie intuitiv die Fuji GFX 50S ll ist.

Die GFX 50 S ll hat glücklicherweise eine überschaubare Menge an Einstellrädern, Knöpfen und Schaltern. Außen am Gehäuse befinden sich 17 Bedienelemente. Das ist nicht weit weg vom genialen Bedienkonzept der Leica SL2. Diese kommt gehäuseseitig mit nur 13 Bedienelementen aus, ohne dass man beim Fotografieren etwas vermisst. Für den ersten Tag habe ich mich im Wesentlichen mit One-Shot Aufnahmen und fester ISO begnügt. Das Kamera-Profil wurde auf PROVIA/Standard eingestellt. Aufgezeichnet habe ich wie immer sowohl RAWs als auch JPGs. Nach der Rückkehr schaue ich mir als erstes stets die Kamera-JPGs am 27“ großen 4K-Monitor an. Was die GFX 50S ll hier an Bildqualität zeigt, steht ihrer großen Schwester auf den ersten Blick kaum nach!

Wie üblich machte ich die ersten Fotos direkt an der ersten Straßenkreuzung im Kiez. Die Kamera-JPGs zeigen bei der Wintersonne und der Tageszeit den typischen steilen Kontrastverlauf. An der Kamera saß das Fuji GF 35-70mm f/4.5-5.6 Zoom-Objektiv.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II

35mm; f/7.1; 1/50s; ISO 200

Beispielbild roter Roller mit der Fuji GFX 50S II

Mein Lieblings-Roller, diesmal mit 70mm; f/5.6; 1/50s; ISO 200

Beispielbild drei Elektroroller mit der Fuji GFX 50S II

70mm; f/5.6; 1/50s; ISO 200

Da das Winterwetter es gut meinte, bin ich gleich weitergezogen und mit der U-Bahn raus zu Phönix-West, einem bekannten Industriedenkmal in Dortmund, gefahren.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: U-Bahn-Station

35mm; f/4.5; 1/16s; ISO 100 – Die Bildstabilisierung macht einen guten Job.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Phönix West in Dortmund

35mm; f/9.0; 1/180s; ISO 125

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Phönix West in Dortmund

70mm; f/9.0; 1/140s; ISO 125

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Phönix West in Dortmund

35mm; f/9.0; 1/140s; ISO 125

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Unterführung mit Graffiti

58mm; f/6.4; 1/27s; ISO 125

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Industriedenkmal Phönix West in Dortmund

35mm; f/7.1; 1/340s; ISO 200

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Phönix West im Gegenlicht

70mm; f/9.0; 1/200s; ISO 125

Alle Aufnahmen wurden ohne Stativ im „Streetfoto-Modus“ gemacht. Wenn man die Möglichkeiten nutzt, die die Kamera bietet, kommt man auch schon mit den kameraeigenen JPGs zu sehr guten Ergebnissen. Auch die „kleine“ GFX 50ll S vermittelt schon beim ersten Ausprobieren bei der Bildanmutung die Vorteile des Mittelformats (Tiefenwirkung), die man mit KB einfach nicht erreichen kann.

Die zweite und dritte Foto-Exkursion führten mich nach Duisburg in den Innenhafen und nach Münster in den alten Stadthafen. Diesmal waren sowohl das 120mm-Objektiv als auch in Münster ein Stativ mit dabei.

Aufgereihte Stative. Links Carbon Reisestativ von Rollei, rechts weitere Testkandidaten


Zum Einsatz kam dabei ein Carbon-Reisestativ von Rollei. Das Stativ konnte die GFX 50ll S sowohl mit dem Kit-Objektiv als auch mit dem deutlich schwereren 120mm Objektiv problemlos ruhig halten, obwohl in Münster ein kräftiger Wind blies. Mehr zu Carbon-Reisestativen gibt es demnächst in unserem Vergleichstest.

Auch in Duisburg war das Wetter trotz bescheidener Temperaturen gut, und im zweiten Teil des Spazierganges ließen auch die steilen Kontraste etwas nach.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Küppersmühle in Duisburg

70mm; f/20; 1/40s; ISO 400

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Innenhafen in Duisburg

35mm; f/26.0; 1/40s; ISO 400

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Innenhafen in Duisburg

120mm; f/8.0; 1/320s; ISO 400; aus der Hand.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Alte Stadtmauer mit Turm

120mm; f/6.4; 1/320s; ISO 400; aus der Hand.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Glasfassade

120mm; f/6.4; 1/320s; ISO 400; aus der Hand.

In Münster, ebenfalls bei gutem Wetter, allerdings mit einer steifen Brise, wurde dann konsequent nur mit Stativ fotografiert.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Alter Stadthafen in Münster

120mm; f/8.0; 1/100s; ISO 100

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Alter Stadthafen in Münster

35mm; f/9.0; 1/100s; ISO 100

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Alter Stadthafen in Münster, 250% Ausschnitt

Hier ein Ausschnitt mit 250 %. Das Fuji GF 35-70mm f/4.5-5.6 Kit-Objektiv macht auch bei der Auflösung eine gute Figur.

Unten ein Vergleichsbeispiel, aufgenommen mit der GFX 100S ll und dem GF 2.8/45mm.

Beispielbild mit der Fuji GFX 100S II: Alter Stadthafen in Münster

45mm; f/11; 1/100s; ISO 100

Beispielbild mit der Fuji GFX 100S II: Alter Stadthafen in Münster, 250% Ausschnitt

Und auch hier ein Ausschnitt mit 250 %. Die Unterschiede hinsichtlich der Auflösung sind, wie man sieht, marginal. Allerdings ist der Kontrast etwas besser. Dafür kostet das Kit-Objektiv dann auch nur 1/5 des Preises der Top-Festbrennweite.

Insgesamt betrachtet ist das mitgelieferte Kit-Objektiv schon klasse und es ist sehr leicht, was der Mobilität sehr förderlich ist – und darum geht es ja bei diesem Review eigentlich.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Alter Stadthafen in Münster

Hier das Foto wie aufgenommen (35mm; f/16; 1/100s; ISO 400) und unten das Bild beschnitten und korrigiert als Panorama. Diese Reserven beim Crop/Beschnitt bietet nur das Mittelformat.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Alter Stadthafen in Münster Panorama


Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Innenaufnahme Menschen am Restauranttisch

35mm; f/5.0; 1/50s; ISO 6.400 – auch bei dieser hohen ISO-Einstellung ist von Rauschen keine Spur zu sehen.

Zum Abschluss noch zwei Beispiel mit den kameraeigenen Fuji-Film-Profilen: Hier das Foto, welches ich oben schon einmal im Original gezeigt habe, nun unter Nutzung des kameraeigenen SW-Profil (Acros-R) und in Lightroom ausentwickelt. Unten ein Portrait mit dem Profil Eterna Cinema.

Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Unterführung in schwarzweiß


Beispielbild mit der Fuji GFX 50S II: Portrait eines Mannes

Fazit​

Schon einmal vorweg, die Fuji GFX 50S II und auch ihre große Schwester mit 100 MP, die ja das gleiche Gehäuse hat, sind „streetfototauglich“! Das Handling und die Ergonomie der Kamera ist gut. Glücklicherweise hat Fuji dem Drang nach möglichst viel Knöpfen und Schaltern am Gehäuse widerstanden. Die Haptik sowie die Ergonomie erinnern an eine gut ausgewogene DSLR im KB-Format. Da auch das Menü gut strukturiert ist, kommt man schon nach einer kurzen Eingewöhnungszeit damit sehr gut zurecht. Weniger gut gefällt mir, dass die Kamera ohne separates Ladegerät ausgeliefert wird, denn es ist umständlich, wenn man mehrere Akkus besitzt, diese immer nur nacheinander in der Kamera laden zu können. Da geht der Einsparzwang bei Fuji etwas zu weit.

Alle wichtigen Parameter werden, wenn man das will, außer im Sucher auch auf dem Monitor und auf dem Schulter-Display, teilweise auch im ausgeschalteten Zustand, angezeigt. Das Schulter-Display ist mit seinen verschiedenen Anzeigemodi wirklich klasse! Das Menü ist übersichtlich in Haupt- und Untermenüs unterteilt. Natürlich lassen sich bei der GFX 50S II auch Menüs individuell konfigurieren.

Schade, dass Fuji beim verwendeten Sucher auch gespart hat. Der 0,5 Zoll OLED Farbsucher mit ca. 3,69 Mio. Bildpunkten kann dem in der GFX100 leider nicht das Wasser reichen. Zwar lässt sich auch mit diesem Sucher arbeiten, aber da haben die KB-Topmodelle der Fuji in Sachen Sucherqualität einiges voraus. Der rückwärtige Monitor lässt sich um 90 Grad nach oben sowie um 45 Grad nach unten und zu einer Seite (für Hochformat-Aufnahmen) klappen und bietet hinsichtlich der Auflösung und der Helligkeit auch nur Durchschnitt.

Der 5-Achsen-Bildstabilisator (IBIS) mit Sensorverschiebung, der sich mit dem Bildstabilisator in den Fuji-Objektiven kombinieren lässt, funktioniert gut und schnell. Mit einem Zugewinn von 6 EV entspricht er dem aktuellen Standard. Die IBIS-Funktion wird auch für HR (High Resolution) -Aufnahmen mit einer Auflösung von 200 MP genutzt. Die Kamera macht dafür 16 Aufnahmen. Dabei wird der Sensor mehrfach minimal verschoben. Allerdings ist dieses Verfahren nur mit Stativ und auf statische Motive anwendbar. Die 16 Aufnahmen müssen dann in einem kostenlosen Zusatzprogramm kombiniert werden. Das kleine Programm macht das automatisch und gibt dann das hochauflösende 200 MP Bild als DNG aus. Das Ganze funktioniert aber nur mit viel Aufwand und Testerei einigermaßen zuverlässig. Da die GFX 50S ll schon standardmäßig 51 MP bietet und die Nutzung doch sehr eingeschränkt bleibt, ist das Ganze ein netter technischer Gimmick, den ich z.B. nicht unbedingt brauche.

Der Autofokus, bei dem auch gegenüber der GFX100 abgespeckt wurde, bietet Personen- und Augenerkennung. Der Augen-AF funktioniert in der Praxis ordentlich, was bei einer maximalen Bildrate von 3 B/s keine große Kunst ist. Auch das AF-Tracking funktionierte im Praxistest ausreichend gut. Da auch diese MF-Kamera eher nicht für schnelle Mannschaftssportarten und andere Actionfotografie gedacht ist, reicht die Performance völlig.

Der hochauflösende CMOS-Sensor kann mit einer sehr guten Bildqualität überzeugen. Die kameraeigenen JPGs lassen sich schon mit einigen Fuji-Filmprofilen aufhübschen. Das ist für mich zwar nicht wichtig, aber funktioniert tatsächlich ganz gut. Das Rauschverhalten der GFX 50S ll entspricht dem Stand der Technik und war auch bei der Einstellung von 6.400 ISO noch sehr gut.

Insgesamt hat mir die Fuji GFX 50S ll sehr gut gefallen. Außer der Performance liegen auch hier alle Qualitätsparameter deutlich über dem Niveau der KB-DLSM-Modelle. Dazu kommt, dass das neue, kleinere Gehäuse in Verbindung mit dem Kit-Objektiv die Kamera tatsächlich uneingeschränkt mobil macht. Für alle, die sich mit Landschafts-, Architektur oder People-Fotografie beschäftigen, bietet das Fuji-Mittelformat (auch mit 51 MP) alles, was der qualitätsbewusste Fotomensch sich wünscht. Wenn man dann noch die sehr guten Festbrennweiten der GF-Serie von Fuji dazu nimmt, werden die Unterschiede zur 100 MP-Version in der Praxis sehr klein, außer eventuell bei der Landschaftsfotografie oder wenn man permanent große Plakatvorlagen herstellen muss.

Die Kamera wäre auch vom Formfaktor her für mich eine gute Alternative zum bloßen Umstieg von einer 24 MP Vollformat-DSLR zur höher auflösenden KB-DSLM. Dazu kommt der relativ günstige Anschaffungspreis des neuen Modells von rund 4.000 Euro, wenn man die Preise der Sony Alpha 1 und der Nikon Z 9 als Maßstab heranzieht.

Natürlich gilt auch hier die alte Fotografenweisheit: ganz gleich wie gut die technische Qualität der Kamera auch sein mag, das „gute“ Bild muss immer noch der Fotograf oder die Fotografin selbst machen. Ich vergebe für die Fuji GFX 50S ll daher folgende Wertung:

Bewertung​

Bildqualität
5 von 5 Sternen


Handling
5 von 5 Sternen


Performance
4,5 von 5 Sternen


Preis/Leistung
5 von 5 Sternen

Weitere Informationen​

FUJIFILM GFX 50S II
FUJIFILM GFX 50S II – technische Daten
FUJIFILM GFX 50S II bei unserem Partner AC-Foto
FUJIFILM GFX 100 bei unserem Partner AC-Foto
FUJIFILM GFX 100S bei unserem Partner AC-Foto

© Dieter Doeblin. Jedwede Art der Veröffentlichung, auch auszugsweise, bedarf der Genehmigung. Text: Dieter Doeblin, Fotos: D. Doeblin, F. Iacovone, Fuji

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