Verblödet digitale Fotografie ?

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Moin, moin!

Es geht den meisten Analogfotografen in solchen Debatten überhaupt nicht um ein romantisches oder unreflektiertes Zurück in die 80er Jahre - mir jedenfalls nicht. Ich halte Film für ein Medium des 21. Jahrhunderts. Hightech, denn ohne grosse zivilsatorische Vorbedingungen erziehlt man mindestens das gleiche Ergebnis wie mit dem Computerchip. Wenn solche Debatten eskalieren, liegt es ganz häufig an der Eitelkeit einiger ganz weniger Eminenzen in der Runde und viel weniger am Thema selbst.
Ich habe sehr viel Spass am Umgang mit Analog, aber auch nicht wenig Spass an Digital. Allein deshalb gehöre ich schon nicht zu denjenigen, die unter der digitalen Bilderflut leiden. Was mich an Digital stört ist hinlänglich bekannt: ich zweifele an der Zuverlässigkeit digitaler Bildspeicher über eine für Fotografen relevante Zeitspanne hinweg.

Schönen Tag

Tim
 
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Thema: Verblödet digitale Fotografie?

...ganz im Gegenteil. Weniger Frust, mehr Erfolgserlebnisse. Diese Feststellung kann ich für mich - 20 Jahre analog, 4 Jahre digial - ohne Einschränkung feststellen.

Natürlich ist nicht mehr die Spannung nach Erhalt der Dias vorhanden, dafür habe ich die absolute Kontrolle über meine Arbeit, und vom ersten Blick durch den Sucher bis zum Ausdruck auf meinem eigenen Drucker den gesamten Workflow voll in meiner Hand.

Keine Kratzer mehr auf Dias, keine Ausdrucke in S/W, die, auch wenn nur in Nuancen nicht meinen Vorstellungen entsprechen.

Die Sorgfalt bzw. Zeitaufwand für meine Aufnahmen (Landschaften, Makro) sind identisch geblieben. Erspart bleiben mir lediglich aufwendige Belichtungsreihen.

Allerdings beschert mir "digital" hinterher mehr Arbeit und Beschäftigung am PC - die mich aber im nachhinein auch fotografisch deutlich weiter bringt und mir oft Dinge aufzeigt, die vor Ort übersehen wurden.

Der Lernfaktor ist also ungleich höher, und zudem hab ich auch noch meinen Spaß dabei.

Von daher möchte ich unter keinen Umständen zurück, wenn gleich ich mir im Urlaub immer wieder meine F100 packe und neben digital auch noch mal in S/W fotografiere.

Gruß
Ralf
 
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Hallo,

um nochmal zum Ausgangsposting zurückzukommen. Nein analog wie digital stelle ich bei meinen Fotografiesessions keinen Unterschied fest. Das mag auch daran liegen, dass ich beim analogen fotografieren, die digitale Kamera meistens als 'Polaroid' dabei habe um Belichtung festzulegen. Die "optimale" stelle ich dann an der analogen ein und mache dass Foto dann eben analog. Dieses Bild wird dann ge-Coolscanned und das Original Dia archiviert. Häufig sagt mir aber meine Erfahrung schon, welches die richtige Einstellung ist. Da brauch ich oft kein digitales Pola mehr.

Auf diese Weise bekomme ich den Elite/Ekta/Koda-Chrome look, den ich so liebe auch digital. Die Digitale nehm ich trotzdem gern als klein/leicht/immerdabei Kamera mit, da ich gerne Bilder schnell zur Verfügung stelle und das geht nun mal besser mit der digitalen.

Interressanterweise hat mich das digitale Knipsen jetzt mehr und mehr zum SW Fan gemacht. Es wird langsam wieder Zeit meine F4 mit SW Film zu beladen und das SW Labor zu reaktivieren. 24_TD hat mir mit seinen (perspektiv) Bildern den Mund wieder wässrig gemacht

Es geht bei mir also nicht ums "entweder/oder" sondern ums "sowohl als auch". C'est Ca. Best of both worlds.

LG Jürgen
 
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Das bei den Ergebnissen dieser Herangehensweise jene Kriterien mehr in den Hintergrud treten, die analog fotografierenden als Prioritäten gelten, liegt in der Natur der Sache.

durch die Gewöhnung an, durch Arbeiten mit Digital erst entstehenden Gewohnheiten

Hmmm. Das scheint mir weniger die Natur der Sache zu sein als die persönliche Arbeitsweise von dongil.
Ich fotografiere nun schon über 25 Jahre mit Nikon, und das digital nicht grundlegend anders und nicht minder sorgfältig als analog.
 
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... Ich fotografiere nun schon über 25 Jahre mit Nikon, und das digital nicht grundlegend anders und nicht minder sorgfältig als analog.
Genau, wer setzt sich schon gerne freiwillig an den Rechner, um das zu beheben, was bei der Aufnahme schon hätte vermieden werden können?

Ich gehe eigentlich davon aus, dass, wer bewusst analog fotografiert, auch bewusst digital fotografiert. Das Wissen, eine misslungene Aufnahme nach sofortiger Kontrolle noch einmal wiederholen zu können oder später am Rechner noch retten zu können, hat ja erst einmal überhaupt nichts mit bewusst oder unbewusst Fotografieren zu tun, denn wie oft passiert es denn, dass wirklich noch einmal nachgelangt werden muss?

Ich kann mir schon vorstellen, dass man mit einer Digitalkamera das eine oder andere Mal auf den Auslöser drückt, wo man mit Film vielleicht einmal mehr nachgedacht hätte. Und? Das ist doch auch ein Teil des Spasses.

Grüße
-- Rüdiger
 
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Hi Tim

Dich würde ich auch nicht zu den Analogromantikern zählen. Aber ich habe schon den Eindruck, dass es solche Fotografen gibt, die fest an ihren vor 30 Jahren erlernten Methoden festhalten. Was ok ist und auch sicherlich bereichernd sein kann, auch mal solche Bilder zu sehen. Nur nervt es dann schon, wenn man sie immer wieder pauschal über die digitale Fotografie und deren stümperhafte und schluderige Anwender meckern hört. Was mich aber genauso nervt ist eine digitale Euphorie mit ihren Ausblühungen in HDRs und Color Keys, dem Rahmenwahn und digitalen Signaturen. Panoramas mag ich komischerweise

Ich gebe Dir vollkommen recht, was den Sicherheitsaspekt anbelangt. Vor einem Supergau meiner Festplatten hab ich manchmal auch Respekt. Meist ist es aber so, dass die wirklichen einmaligen Bilder (z.B. aus der Familie) digital so oft reproduziert werden und auf allen möglichen Rechnern in der Familie kursieren. Aber gut, man weiß nie, wie sich die Dateiformate in Zukunft entwickeln. Auch da kann ja mal Sense mit JPG oder NEF oder TIFF sein. Ich glaube aber, dass man sowohl beim Archivieren von Negativen als auch von Digitalbildern schon sehr engagiert vorgehen muss, um wirklich alles zu erhalten und auch einen sinnvollen Zugriff auf die Massen von Bildern zu ermöglichen. Solche Sachen vernachlässige ich zugegebenermaßen auch etwas. Wird aber noch kommen.

Seit ich beruflich fotografiere, fotografiere ich viel weniger privat. Eigentlich nur noch die Entwicklung meines Sohns mit den ganzen schönen Momenten. (Manchmal verbraucht man sich, wenn man zuviel knipst.) Das selktiert den Bilderwust schonmal vor. Alle anderen Bilder verkaufe ich einmalig, ein paar pro Job kommen ins Portfolio und das wars dann.

Viele Grüße
Christoph
 
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Wenn man bloß eine Antwort auf die Frage im Threadtitel suchte, könnte man das einfach so stehen lassen und der Thread wäre erledigt.

Macht aber auch nichts. Für einen kleinen Analog-Digital-Flamewar muss immer Zeit sein. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Eben. Irgendwoher muß man ja die unterhaltsame Lektüre für die Mittagspause beziehen.

Maik
 
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Hmmm. Das scheint mir weniger die Natur der Sache zu sein als die persönliche Arbeitsweise von dongil.
Ich fotografiere nun schon über 25 Jahre mit Nikon, und das digital nicht grundlegend anders und nicht minder sorgfältig als analog.

Hallo Volker,

es freut mich für Dich, das die aus Deiner analogen Zeit gewohnte Sorgfalt auch bei Deinem digitalen Arbeiten weiterhin Bestand hat.
 
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als ich war bereits zu analogzeiten verblödet
ernsthaft: sicher habe ich zu analogzeiten weniger auf den auslöser gedrückt, dennoch ist der realtive ausschuss gesunken
 
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Lieber Rainer,

herzlichen Dank für deine Antwort. Wenn ich so fix im internet wäre wie meine Töchter wüsste ich wie man etwas kennzeichnet als "ironisch gemeint". Ich nehme schon für mich in Anspruch, dass eine gewisse Restintelligenz da ist. Im Gegensatz zu dir ist Fotografie mein Hobby und weil schon allein die Fotomenge (von Qualität und Erfolgsdruck will ich gar nicht reden) bei dir und mir sehr unterschiedlich sind, reden wir über unterschiedliche Welten. Aber ich nehme gerne dein Beispiel mit dem Leichtathletik Wettkampf von vorne auf. Vor 20 Jahren war ich für einen Amateur auch in so was nicht katastrophal und in meinem Bereich Landschaft wirklich nicht übel. Mir ist nur aufgefallen, dass mangelnde Übung sich rächt, ich verliere meine Fähigkeiten (Altersfrage???) , weil ich sie viel zu wenig automatisiere. Dann greife ich parallel zur D200 und habe quasi als Netz im Zirkus die wunderbaren Automatiken, Hilfen oder aber nachher meinen apple. Es geht mir also keinesfalls um Grabenkämpfe analog gegen digital, sondern um die Frage was man zunehmend verliert. Und ob ich ein Einzelfall bin. Mir geht es so, dass ich mit der F4 losziehe, mich wirklich freue, dann später, zu spät die Bilder sehe und dann sehr wohl gut weiß was ich alles falsch gemacht habe. Hätte ich doch und das wäre besser gewesen wenn und so weiter.

Ich hatte schon mal zweimal meine gesamte analoge Ausrüstung (KB und MF) verkauft und dann wieder angeschafft. Also gibt es durchaus eine alte Liebe und keine Missachtung.

Jo
 
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Hallo Jo,
ein Einzelfall bist Du ganz sicher nicht. Das mehrfache Hin und Her zwischen zwei grundsätzlich verschiedenen Ausrüstungen habe ich auch hinter mir.
Die von Dir angesprochenen Automatiken finden sich allerdings an modernen A-SLRs genauso wie an deren digitalen Pendants.
Aufgefallen ist mir durch das Wechseln zwischen den Welten aber, das jedes Modell nur dann sein "Bestes" gibt, wenn das Zusammenspiel durch ständige Übung auf hohem Niveau gehalten wird.
Vielleich würde ein Wechsel auf vergleichbare Geräte wie z.B. D200 und F6 mehr Sicherheit bringen, da D200 und F4 doch bei der Bedienung ziemlich weiter auseinander liegen.
 
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(von denen ich natürlich in analog nur 10% fotografiert hätte - dann wären mir aber auch einige Motive entgangen

Allerdings waren die 10 Prozent vielleicht von einer anderen gestalterischen Qualität. Mich beunruhigt, dass Bilder zur Wegwerfware verkommen. Jeder knipst rund um die Uhr, digital und vor allem auch mit Handys. Ist es schlecht, wird's gelöscht, also muss ich mich auch nicht wirklich konzentrieren; es gibt immer eine billige, zweite Chance.
Meine Schüler sind teilweise nicht mehr fähig, ein Blatt von Hand auch nur annähernd fehlerfrei zu schreiben. Sie suchen dann die Delete-Taste..... . Die meisten in diesem Forum sind sicher Freaks und frönen dem Perfektionismus auch weiter. Mit den Jungs war ich erst kürzlich im SchwarzWeiss Labor und habe ihnen gezeigt, wie früher Bilder gemacht wurden. Hat Spass gemacht. Gerade junge Leute machen keine Foto-Schule mehr durch, sondern knipsen um zu knipsen. Das ist schade, aber der Lauf der Zeit.

Gruss Koga
 
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Hallo,

was Rainer Martini da schreibt, sollte zu denken geben. Ich kenne das auch noch aus meiner Reporterzeit für eine Tageszeitung: Manuelle Kameras F2, F3, und F4 in der Tasche, vom WW 24er bis zum 2,8 300er für Sport alles dabei. Beim Handball in der Halle am Samstag das 1,4/85er auf die F4 und per Hand scharfgestellt, Film Ilford 400 auf 1600 gepusht, ohne Blitz. Ich war immer stolz am Montag, wenn meine Bilder besser waren als die von der Konkurenzzeitung, dessen Fotograf dort immer blitzte und die Sportler hatten bei dem Geblitze immer die bekannten "Totenaugen". Später kam dann noch Farbnegativfilm dazu für das Titelbild. Meine Filme musste ich am Abend unter argem Stress selbst entwickeln und SW-Abzüge herstellen. Später wurde gescannt.
1997 machte ich mich selbstständig; Werbung, Reise (Inland) und Reportage. Für die Qualität kaufte ich mir Sinar und Pentax 67. Im eigenen Labor alles selbst entwickelt, nur Farbe, Dia und Negativ. Später einen Mac und Scanner angeschafft, ab da nur noch Filme entwickelt. Wenn ich von einer Reise mit 50 Negativfilmen 6x7 zurückkam dauerte es ein paar Tage, bis ich die alle entwickelt und trocken hatte (und dann erst die Ausbeute begutachten konnte). 2002 hatte ich einen Reportageauftrag dazubekommen, wo ich einmal im Monat eine Beachparty Samstags Nacht um 12.00 Uhr fotografieren musste und am Montag früh die Ergebnisse für deren Website vorliegen mussten. Also am Wochenende immer Filme entwickeln, scannen usw. Dann kam die Fuji S2 Pro heraus und ich kaufte sie mir genau für diesen Job um Zeit; Entwickler und Film zu sparen. Als ich mich mit dem Gerät eingefuchst hatte und feststellte, was da für eine Qualität möglich ist, habe ich mein Labor zugemacht und nie wieder analog gearbeitet. Ich hatte immer das Kleinbild geliebt und es nie so richtig gemocht, mit den großen Filmformaten zu arbeiten, aber man gewöhnt sich an alles. Der Sucher der Fuji war eine Zumutung aber Bilder unmittelbar nach der Aufnahme auf dem Display zu sehen gaben mir eine Sicherheit, die ich nie mehr missen möchte. Als ich mir Anfang 2006 dann die D200 kaufte hatte ich dann endlich das Gefühl wieder "zu Hause" zu sein, Sprich, Kleinbild aber mit unvergleichlich höherer Qualität und guten Sucher, dazu schnell. Wenn ich es mir dann leisten kann, wird eine D3 mein Begleiter sein, denn ich will wieder den vollen Sucher und ohne Blitz fotografieren. Also ich stehe total auf digital und werde keinen Film mehr anfassen. Wichtig zu jeder Zeit war für mich, das Bild das ich im Kopf hatte festzuhalten und es darf der Spass dabei nicht auf der Strecke bleiben. Sofort nach der Aufnahme das Bild zu sehen gehört bei mir einfach dazu.
Das ist nun alles subjektiv und ich hab auch noch meine F2 und FM2. Die nehme ich manchmal zur Hand und denke daran, wie ich meine erste Nikon bekam. Und wer Zeit und Spaß an analog hat, nur zu, es hat schon seinen Reiz! Aber für mich ist die Entscheidung für Digital 2002 gefallen.

Mit besten Grüßen
Frank Liebke
 
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Der Unterschied zwischen beiden bildhaften Aufnahme- und Darstellungsmöglichkeiten ist auch im handwerklichen Aspekt begründet, evtl. auch im kunsthandwerklichen und künstlerischen Aspekt.
Für den Profi kann die Singularität der Ausarbeitung entscheidend sein, für den Amateur die Befriedigung am eigenen handwerklichen Können. Im ersteren, eher seltenen Fall gehört sicherlich die primär künstlerische Ausrichtung zum Profil. Im zweiten Fall kann es einfach schön sein, die Belichtung getroffen, die richtige Rodinal-Verdünnung gewählt und Papier und Gradation richtig gewählt zu haben.
Für mich heisst das:
Gebrauchsfotografie (Theater), durchaus mit Anspruch: Digital - D200 etc. (Habla wäre vielleicht auch nett...)
Handwerklichen Spaß im angesprochenen Sinne hab ich weiterhin eher analog - von Kunst wage ich nicht zu sprechen - Kontostand und Berühmheit stehen dem entgegen.
Gruß WolframO
 
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Ich fand die Beispiele von Rainer und Frank anschaulich.
Jede Generation macht ihre Bilder, aber nur sehr wenig bleibt im kollektiven Bewusstsein erhalten. Allzuoft wird das best-of dann der Prüfstein für Neues. Die besten Bilder hat man eh in der Erinnerung gemacht, den Schrott vergisst man lieber. Meinen ersten Titel würde ich heute sofort löschen und neu schiessen. Das Problem sehe ich eher in der Flut von höchst mittelmäßigen Bilderchen heute überall, da muss man schon an den richtigen Orten gucken.
Was ich nicht versteh: Wenn jemand analog zufrieden ist, ja wo liegt das Problem?

Bin noch nich' soooo alt, aber erinnere mich an ähnliche Sprüche:
- Ultraweitwinkel verzerren die Realität, sind nix
- Velvia ist ein fehlfarbenes Disaster, is' nix
- Tagsüber Blitzen, 2. Verschlussvorhang, Farbfolien etc. - igitt, welch Frevel!
- digitale Nachbearbeitung? Lügner, Betrüger, STEINIGUNG!


Dieses Wochenende habe ich nachts ein komplettes Industriegebäude belichtet, um die 20-80 s bei offenem Verschluss mit dem entfesselten Metz umhergewandert und alle Fassaden angeleuchtet.
Dazu noch ein paar Spielereien mit Lees und schrägen Weißabgleich, insgesamt fast 5 h Spaß/Aufwand.

Analog hätte mich das 5-10 Filme gekostet - mit höchst vagem Ausgang!

Wer mir sagt, wie er das ohne Monitorkontrolle hinbekommt, ohne TRial und Error und Korrektur, wo jeder Belichtungsmesser (AF sowieso) versagt, na dann echt HUt ab vor soviel Erfahrung...



Ich kann übrigens bis heute noch nicht Blitze richtig per Lei(d)zahl + Blende berechnen...

Gruß
ein Idiot

PS:
Gerade im Leichtsinn meine Sucher-Mamiya samt Optiken meinem Bruder geschenkt.
 
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...Wer mir sagt, wie er das ohne Monitorkontrolle hinbekommt, ohne TRial und Error und Korrektur, wo jeder Belichtungsmesser (AF sowieso) versagt, na dann echt HUt ab vor soviel Erfahrung...

bringt ja auch nichts, ´ne Extremsituation als Beispiel zu nehmen und dann so zu Tun, als hätte irgendjemand behauptet, das könne er so aus der Hand.
 
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