Verblödet digitale Fotografie ?

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@tengris:
wenn du schon so über den remastered-versionen von starwars lästerst solltest auch erwähnen wie das ausgangsmatreal davon war (das zeug hatte die farbpracht einer schwarzweis-kopie)
ich finds ne beachtliche leistung was da noch gerettet werden konnte
 
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...Aber analog bin ich immer unzufriedener mit meiner Leistung. Zu wenig Zeit genommen? Wichtiges vergessen? Schlampig geworden? Bestimmt richtig. Wie geht es euch dabei?
Jo

Genau so! Es wird zwar immer wieder gesagt, man MUSS digital nicht anders Fotografieren, aber das Material mit seinen Möglichkeiten wirkt sich letztendlich doch aus.
Tim hat letztens mal sehr schön die Entstehung eines anlogen Bildes beschrieben. von: >mit Thermoskanne unter ungünstigen Witterungsbedinungen auf den richtigen Moment warten< war da die Rede. Die für ein bestimmtes Foto aufzuwendende Sorgfalt und Geduld war durch den Umgang mit der digi-Technik zumindest bei mir schon weitgehend verloren.
Zu Erwarten, das man nach häufiger Nutzung dieses Mediums durch den bloßen griff zur Analogen umschalten kann, halte ich für unrealistisch.
Analog braucht mehr Aufmerksamkeit, da eben durch den kostenintensiven Verbrauch von Film eine "Best of Ten" Mentalität garnicht erst entsteht.
Nach dem Umstieg auf analog musste ich erst mal ganz schön auf die Bremse steigen. Erst da hab ich gemerkt, wie schnell der Finger mittlerweile immer zum Auslöser wollte.
Das dieser grundsätzliche Unterschied in der Art und Weise zu fotografieren auch den Ergebnissen anzusehen ist, kann ich zumindest von mir behaupten.
Meine derzeitige Zufriedenheit mit meinen analogen Fotos würde ich kaum erreichen können, wenn ich ständig hin und her switchen würde.
 
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Analog braucht mehr Aufmerksamkeit, da eben durch den kostenintensiven Verbrauch von Film eine "Best of Ten" Mentalität garnicht erst entsteht.

Sorry, das halte ich schlicht für falsch.

Wenn ich ein gutes Foto will, kann ich nicht an der Sorgfalt sparen, da hilft mir digital gar nichts. Als Diafotograf habe ich 3 unterschiedliche Aufnahmen gemacht, mit der Digi schaue ich mir das erste Ergebnis an und korrigiere dann eben. Die Arbeitsweise ist etwas anders geworden, aber ohne Sorgfalt wird es so oder so nix.
 
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Hi,


150 Jahre Fotografie haben offensichtlich schon ausgereicht, damit Technologie-Fehler als Qualitätskriterium ins kolletive Unterbewußte diffundieren. Warte noch mal 150 Jahre, dann wird man vielleicht sagen: "Poaa, wass´n gei*es Quantenrauschen. Wie hast Du den DAS denn hinbekommen"!

:fahne:
Ciao
HaPe

Bedingt.
Ich würde hier eher die Malerei und Kunst hinzuziehen. Natürlich bezogen auf Tönungen und Graduationen, nicht aufs R-Wort :) (=digitales 'Korn').
Wie oft hat man sich frühere gradliniegere Graduationen gewünscht, die nicht die Tiefen und Lichter abs(t)umpfen lassen. Und nun haben's wir es und die Bilder wirken zunächst tatsächlich flach und synthetisch - zumindest, bis wir selbst wieder Hand angelegt haben.

Rembrand-, William Turner-, Gogh-, Velvia- oder Kodakchrome-Look ist digital _nicht_ einfach, aber machbar.
Na ja, ich halte das für überwindbare Kinderkrankheiten. Film hat ja locker 140 Jahre Vorsprung. Früher hatte ich auch immer gedacht, ich würde scharfe Dias abliefern - haha. Früher haben mich aber auch immer Telegrafenmasten gestört. Oder der falsche Himmel.
Oder dass mich meine Kamera bitte daran erinnert, dass ich gestern -2 Korrektur eingestellt hatte!!!!
Oder all die Dias, die zerstört aus irgendwelchen Redaktionen zurück kamen?

Nee, ich will nicht zurück. 10-12 Millionen pi reichen für jede Doppelseite.
Das einzige, was ich vermisse, ist ein heller, großer Sucher (obwohl, das Livevview der d300... *gg*)

Und wenn Leute ihre d200 unbedingt loswerden wollen, so what?

Nette Diskussion,
meine 0,000002 €

Gruß
 
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Noch was: Meine besten analogen Aufnahmen geschahen, als ich knapp bei Kasse war und mir der Film auszugehen drohte. ... wenn jeder Klick zählt. Da musste jedes Detail sitzen. Material war höchstens für für 2-3 Belichtungsvarianten, Filtervarianten machbar.

Aber sind die alten Dias wirklich spektakulär? Hmmmm. Viel Raum für's Kreative blieb da nicht, eher 'Handwerk' und Beschränkung auf Erfahrungswerte. Heute sehe ich vor Ort, ob die Bilder wirken oder nicht - und kann sofort reagieren. Experimente wagen. Sensationell!
Trotzdem bin ich für diese Erfahrung sauberen Arbeitens dankbar - wie bei der Heimatzeitung damals: 1 Film, 1 Vormittag, 3 Themen. Im Ideallfall je 1 Aufnahme, die das Sujet verdichtet abbildet.

Insofern hat sich eigentlich nicht viel geändert, nichts schlägt die Idee und die Mühe bei der Aufnahme. Dass Velvia-Projektionen unschlagbaren wären oder dass RAW alle Belichtungsfehler heilen würde gehört für mich in den Bereich der Urban Legends... :fahne:

Gruß
Wulf
 
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Moin,

ich glaube, die Tatsache, dass einigen von uns die die alten Bilder schlechter vorkommen als die neuen hat nichts mit der schlechteren Qualtität von Analog zu tun, sondern zum grossen Teil damit, dass man sich als mit wachsender Erfahrung verbessert. Die neuen Aufnahmen sollten unbedingt besser sein, sonst macht man was verkehrt.

Besten Gruss

Tim
 
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Hallo Volker,
vielleicht reden wir auch ein wenig aneinander vorbei.

Nein, tun wir nicht.

Du sieht alles vor dem Hintergrund deiner speziellen Anwendung, der Street-Fotografie. In diesem speziellen Bereich hast du einige Erfahrung, unbestritten. Was du hier aber so zu verallgemeinern versuchst, auf der Basis eines kurzen und offenbar frustrierenden digitalen Intermezzos, das passt einfach nicht.
 
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ich glaube, die Tatsache, dass einigen von uns die die alten Bilder schlechter vorkommen als die neuen hat nichts mit der schlechteren Qualtität von Anlog zu tun, sondern zum grossen Teil damit, dass man sich als mit wachsender Erfahrung verbessert.

Bei meinem letzten gemischt analog + digitalen Fototouren waren die digitalen Ergebnisse den Kleinbilddias deutlich überlegen. Für mich ist das Thema Dia nun endgültig abgeschlossen.
 
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Bei meinem letzten gemischt analog + digitalen Fototouren waren die digitalen Ergebnisse den Kleinbilddias deutlich überlegen. Für mich ist das Thema Dia nun endgültig abgeschlossen.
Moin,

kann ja alles sein. Nur solltest Du Deine schlechten Analogerfahrungen nicht verallgemeinern. Was für die schlechten Erfahrungen von Werner gilt, gilt auch für Deine schlechten Erfahrungen.

Herzlichen Gruss

Tim
 
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Nein, tun wir nicht.

Du sieht alles vor dem Hintergrund deiner speziellen Anwendung, der Street-Fotografie. In diesem speziellen Bereich hast du einige Erfahrung, unbestritten. Was du hier aber so zu verallgemeinern versuchst, auf der Basis eines kurzen und offenbar frustrierenden digitalen Intermezzos, das passt einfach nicht.

Das war ja garnicht so frustrierend. Am Bildschirm war ich mit den Ergebnissen durchaus einverstanden. Nur als Prints mochte ich die analogen Resultate lieber anschauen.
Wenn ich vom "Plastik-Look" rede entspricht das meiner Wahrnehmung. Die Polemik schleicht sich manchmal ein, weil das ja alles schon an anderer Stelle unbefriedigend behandelt wurde. Dafür "Sorry"!
Die Ausgangsfrage war aber, ob die analoge Fotografie unter der Gewöhnung an digitales Ablichten leidet. Da bin ich allerdings der Meinung, das sie das tatsächlich tut, da der Faktor "Gewohnheit" m.E. unterschätzt wird, und die nötige Geduld am Ende dann doch fehlt. Auch wenn ich solch grundsätzliche Aussagen, das hier wie da zu einem guten Foto Sorgfalt Voraussetzung ist, teile.
Wenn dann aber die Ergebnisse digitaler Arbeit nur deshalb besser sind, weil analog nur noch "so nebenbei" mal ein Film belichtet wird, dann kann das ja wohl schwerlich als Beweis für die Überlegenheit von digital bewertet werden.
Umgekehrt würde es vermutlich genauso ausgehen.
 
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Die Ausgangsfrage war aber, ob die analoge Fotografie unter der Gewöhnung an digitales Ablichten leidet. Da bin ich allerdings der Meinung, das sie das tatsächlich tut, da der Faktor "Gewohnheit" m.E. unterschätzt wird, und die nötige Geduld am Ende dann doch fehlt.

Seitdem ich digital sofort kontrollieren konnte, welche Fehler oder Unsauberkeiten beim Arbeiten zu welchen Ergebnissen führen (z.B. Unschärfen durch fehlenden Einsatz der SVA oder Mup), nehme ich diese Tücken - die analog wie digital bestehen - wirklich ernst. Das hat dann auf die Arbeitsweise mit beiden Medien (Speicherkarte und Film) positive Auswirkungen.

Verallgemeinern kann man das meines Erachtens nicht ... fotografieren ist immer eine Sache des Einzelnen. Man kann analog wie digital pfuschen oder aber sehr sauber und penibel arbeiten.
 
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Seitdem ich digital sofort kontrollieren konnte, welche Fehler oder Unsauberkeiten beim Arbeiten zu welchen Ergebnissen führen (z.B. Unschärfen durch fehlenden Einsatz der SVA oder Mup), nehme ich diese Tücken - die analog wie digital bestehen - wirklich ernst. Das hat dann auf die Arbeitsweise mit beiden Medien (Speicherkarte und Film) positive Auswirkungen..

In der Lernphase sicher Hilfreich, aber irgendwann sollte man schon soweit sein, das man zum korrekten Belichten nicht mehr auf die Bildkontrolle angewiesen ist.
Das "im Griff" zu haben macht übrigens richtig Spass!
 
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In der Lernphase sicher Hilfreich, aber irgendwann sollte man schon soweit sein, das man zum korrekten Belichten nicht mehr auf die Bildkontrolle angewiesen ist.


also, ich lerne nun schon über 20 Jahre, was fotografieren anbelangt und habe da noch lange nicht ausgelernt.
Jedes neue Objektiv (z.B. das AF-S 4/300mm mit seiner nicht ganz stabilen Stativschelle) erfodert z.B. neues Einarbeiten und Lernen, um die Eigenheiten kennenzulernen (z.B. Bokeh bei Abblendung), und das geht durch die sofortige Kontrolle nun mal leichter.
Diejenigen, die fotografisch über alle Zweifel erhaben sind, brauchen ein solches Forum ja eigentlich nicht mehr. :D
 
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Was haben Starwars und die alten Meister mit der Fotografie zu tun?

Die Ausgangsfrage kann man getrost mit Nein beantworten. Ich benutze auch eine digitale Kamera und bin noch voll zurechnungsfähig.
Was soll 'Verblöden' überhaupt bedeuten?
Mache ich mir weniger Gedanken um den Bildausschnitt oder Belichtung?
Macht mich die Kamera zum Knipser?
Nein, mit ein bisschen Selbstdiziplin bleibt man Herr über den rechten Zeigefinger. Die Bildkomposition dauert bei beiden Medien genauso lange. Belichtungsreihen mache ich bei beiden Systemen. Hier habe ich Vorteil bei den Digis, daß ich gleich einen Blick auf's Histogramm werfen kann. Und das spart dann Geld, wenn ich danach meine Mittelformat-Kamera mit den Werten fütter und dann ein 'anständiges' Dia habe.
Jedes System hat seine Vor- und Nachteile, jeder muß sie für sich zu nutzen wissen.
Verblödet sind in meinen Augen nur die, die Ihre Kamera als Statussymbol begreifen. Oder die, die glauben, ihre Wahl des Mediums ist allgemein verbindlich. Aber die gibt's auch auf beiden Seiten......
 
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also, ich lerne nun schon über 20 Jahre, was fotografieren anbelangt und habe da noch lange nicht ausgelernt.
Jedes neue Objektiv (z.B. das AF-S 4/300mm mit seiner nicht ganz stabilen Stativschelle) erfodert z.B. neues Einarbeiten und Lernen, um die Eigenheiten kennenzulernen (z.B. Bokeh bei Abblendung), und das geht durch die sofortige Kontrolle nun mal leichter.
Diejenigen, die fotografisch über alle Zweifel erhaben sind, brauchen ein solches Forum ja eigentlich nicht mehr. :D

Stimmt, bin da von mir ausgegangen. Fotografiere schon seit Ewigkeiten mit den gleichen Linsen und der gleichen Kamera. :fahne:
 
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Stimmt, bin da von mir ausgegangen. Fotografiere schon seit Ewigkeiten mit den gleichen Linsen und der gleichen Kamera. :fahne:

na da könnte man dann aber ebenfalls ketzern! Dann kennst Du ja die Möglichkeiten moderner Optiken (und die machen nunmal das Bild, an der Digitalen wie auch Analogen) und Kameras offenbar nicht so aus dem effeff. Wie will man dann die Möglichkeiten digitaler Fotografie fundiert beurteilen? :fahne:
 
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Wenn dann aber die Ergebnisse digitaler Arbeit nur deshalb besser sind, weil analog nur noch "so nebenbei" mal ein Film belichtet wird, dann kann das ja wohl schwerlich als Beweis für die Überlegenheit von digital bewertet werden.

... und da kommt schon - nett verpackt - die nächste haltlose Unterstellung. Werner, so kann man nicht sinnvoll diskutieren.
 
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Die Frage ist mir zu Pauschal. Ob jemand verblödet oder nicht ist sicher eine Frage des Charakters eines jeden Einzelnen. Wer Analog gelernt hat wird das erlernte sicher auch im digitalen Bereich anwenden. Und er wird ebenbürtige Ergebnisse erzielen. Wenn ich die Dias, die ich mit meiner F90 gemacht habe, heute digitalisiere, kommen mitunter erschreckende Ergebnisse heraus.
Aber ich behaupte, dass digitale Fotografie, (Oder sollte ich sagen, knipsen) bei vielen Menschen den Charakter verdirbt. Wenn ich sehe, wie viele Menschen mit den gedankenlos erstellten Bildern hoch zufrieden sind, fällt mir nichts mehr ein.
Mitunter erstelle ich Powerpoint Präsentationen. Da bekomme ich 2 DC's mit 1000 Bildern. Was da so zusammenkommt, ist zum Heulen.
Gott sei Dank gibt es Foren wie dieses. Da treffen sich Menschen, die sich gedanklich mit Fotografie, auch mit der Eigenen, auseinander setzen. Und das für die eigene Entwicklung hilfreich.
Wenn ich merke, dass ich verblöde, werde ich mit meiner D200 Nägel in die Wand hauen.
 
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