Moin Albert,
Ich kenne mich mit diesen modernen Materialen überhaupt nicht aus. Goretex, Softshell, Hardshell ... keine Ahnung, was das ist.
Das klassische Goretex ist eine Teflonfolie, die gereckt wird. Durch das Recken wird sie porös und läßt Dampf durch, aber kein Wasser.
Als Hardshell wird im Outdoor-Bereich so ziemlich alles an Kleidungsstücken bezeichnet, was nicht irgendwie flausching und kuschelig ist.
Zum Beispiel ist eine Jacke aus Nylonstoff "Hardshell", eine Fleecejace ist "Softshell". Im engeren Sinne sind Softshell-Kleidungsstücke
solche, die aus mindestens zwei Schichten bestehen: Innen weich und flauschig, außen glatt und dicht. So etwas reicht bei einem leichten
Regen aus, ohne daß man einen Regenschirm bemühen muß.
Das alle Membranen oder Beschichtungen bei Nässe von außen nicht funktionieren, hat einen ganz einfachen Grund: sie halten dich trocken,
indem sie die verdampfte Feuchtigkeit nach außen entweichen lassen. Die Luft in der Jacke hat nach einiger Zeit der körperlichen Aktivität eben
eine hohe Luftfeuchtigkeit - eine höhere als außen. Ist aber auch außen die Luft sehr feucht (Regen oder Nebel oder schwüle Luft), kann sie nur
noch wenig oder nichts von der Feuchtigkeit aufnehmen, die gerne aus der Jacke heraus möchte. Und weil die synthetische Textilien eher wenig
Feuchtigkeit aufnehmen können, staut sich diese, es wird feucht und schließlich naß. Besonders schnell ist das der Fall, wenn außen so kalt
ist, daß die Feuchtigkeit auf der Innenseite der Jacke kondensiert.
Früher hieß "Softshell" übrigens anders, zum Beispiel Loden. Hat den Vorteil, daß Wolle eine Menge Feuchtigkeit aufnehmen kann, bevor sie anfängt,
naß zu werden. Loden ist nur einer von vielen Walkstoffen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Walkstoffe#Walkstoffarten
Grüße, Christian