Winterjackenerfahrung


häuschen

NF-F "proofed"
In diesem Forum tummeln sich doch einige, die von sowas Ahnung haben.

Seit Jahrzehnten kaufe ich Wintrjacken und sie sind immer irgendwie scheiße. Wäscht man sie, oder lässt sie reinigen, werden sie ganz platt und halten nicht mehr warm.

Ich benötige die Winterjacke, mit der ich am längsten im eiskalten Regen stehen kann. Keine Bergtouren, aber geruhsame Hundespaziergänge. Sie sollte pflegeleicht sein, weil ich damit auch mal ne Baustelle besichtige.

Ich kenne mich mit diesen modernen Materialen überhaupt nicht aus. Goretex, Softshell, Hardshell ... keine Ahnung, was das ist.

Preise sind erstmal egal, obwohl ich keinen Tausy ausgeben will, denn es passiert, dass sie mal einen Teerfleck, oder Riss bekommt und ich sie dann wegschmeißen muss. Also bis 500€, würde ich sagen.
 

Kay

NF-F Platin Mitglied
Nur mal als Idee :

Winterjacken (und auch Mäntel) habe ich, ziehe ich aber nicht gerne an.
Hab ich so ein Ding an und steige ins Auto, kann ich mich kaum bewegen.
Immer an- und aus- und wieder anziehen finde ich lästig.

Aus diesem Grund habe ich lieber Knautschjacken
und trage darunter Westen - im Winter wärmende, zur Not eine Daunenweste.
Hat zudem den Vorteil, dass ich Stauraum in allen Taschen habe - und nutze.
 
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mhensche

Sehr aktives Mitglied
Hi,

Ich empfehleWellensteyn, die gibt's bis hin zu richtig warm und robust. Haben dann noch interne Namen, die ans Segeln erinnern, sollen wohl auch als entsprechende Funktionskleidung Einsatz finden.
Wie sie auf Teerflecken reagieren, weiß ich nicht :)
Kosten um 250,- bis 350,-

Edit hat gerade mal nachgeschaut, meine heißt "Cape Horne", Kapuze, lang über'n Po, warm.
 
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häuschen

NF-F "proofed"
Hi,

Ich empfehleWellensteyn, die gibt's bis hin zu richtig warm und robust. Haben dann noch interne Namen, die ans Segeln erinnern, sollen wohl auch als entsprechende Funktionskleidung Einsatz finden.
Wie sie auf Teerflecken reagieren, weiß ich nicht :)
Kosten um 250,- bis 350,-

Edit hat gerade mal nachgeschaut, meine heißt "Cape Horne", Kapuze, lang über'n Po, warm.
Genau so eine hab ich grad und sie ist in der Reinigung geschrumpft.
 
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sam25

Nikon-Community VIP Member
Hallo Albert

Du bist ja auch ein "Hündeler" wie ich, gehst bei jedem Wetter nach draussen ...

Ich habe die beste Erfahrung mit "Mehrschichtigkeit" gemacht. Iso-Unterwäsche, ein Flees darüber und eine Gorotexjacke, welche man aber auch ohne Flees und Iso-Unterwäsche tragen kann.

Die Mehrschichtigkeit hat den Vorteil, dass man sich die einzelnen Materialien aussuchen und kombinieren kann.

Bei der Gorotexjacke ist es wichtig, dass sie die höchste "Wasserdichte" bei gleichzeitiger "Durchlässigkeit" aufweist. Es gibt da verschiedene Abstufungen. Skijacken sind anders aufgebaut und sind nach langjähriger Erfahrung oft nicht "regentauglich"...

Ich habe gerade für diesen Winter wieder eine relativ teure Gorotex-Jacke gekauft. Absolut regentauglich, angenehm zum tragen und trotzdem pflegeleicht. :)
 
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PeterTaylor

NF-F Platin Mitglied
Hi Albert,

ich habe gute Erfahrung mit Jack Wolfskin Jacken gemacht. Die hier scheint mir einen Blick wert:


VG,
Peter
 
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juergen63

Sehr aktives Mitglied
Hallo,
Ich bin Anhänger des Zwiebelsprinzips. Das fängt mit ordentlicher Unterwäsche an, verschiedenen Fleecejacken und einer winddichten Jacke zum Abschluss. Dicke Winterjacke sind sehr teuer, aber eben nur selten nutzbar. Es sei denn du hälst dich häufiger in richtiger Kälte auf.

grüße,
Jürgen
 
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W

Werner Gilliam

Guest
Schau mal bei Detlev Louis nach "Vanucci Tifoso City Mantel"! Fürs Motorrad konzipiert, sieht man aber nicht. Wasser und Winddicht, rausnehmbares Futter mit eigenem Reißverschluss, abnehmbare Kapuze, und für schlanke 250 zu bekommen. Trage ich schon 2 Jahre täglich in der Stadt, fahre damit auch im Winter Motorrad!

 
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shovelhead

Sehr aktives Mitglied
Ich bin auch beruflich andauernd draussen zwischen Tornio und Sevilla, zwischen Athen und Kiruna – und auf Verschiebebahnhöfen oder in Werkstatthöfen wird es im Winter schattig. Es geht nur mehrschichtig, denn kalt in Slavonski Brod ist ganz anders als kalt in Lappland, daher von innen nach aussen:

Softshell Pullover/Jacke

Sowas kann schnell dein Lieblingsstück werden. Leicht, warm, einigermassen winddicht und ebenso dicht gegen leichten Nieselregen. Sowas gibt es sogar in ultra-warm mit Teddy am Körper und/Armen oder nur als Weste ….

Funktionsmembranen gibt es von verschiedenen Herstellern. Gore ist eine US-Marke, Sympatex kommt aus Wuppertal – es handelt sich dabei immer um hauchdünne Membranen, die elektrisch auf das Trägermaterial aufgebracht und innen nochmal mit einem Gewebe armiert werden. Diese Membranen funktionieren am besten, wenn ein grosses Temperaturgefälle herrscht und das Gewebe aussen trocken und sauber ist. Bei Regen findet kein Feuchtigkeitsaustausch aus, und wenn auf der Membran aussen Dreck sitzt, diffundiert da auch nix durch.
Idealerweise solltest du schwitzend durch eine eiskalte Wüstennacht laufen, dann hast du richtig was von deiner Membran. Im Regen (oder gar auf einem Segelboot mit Salzwasser-Sprühnebel) nutzen Membranen genau null.

Such dir die Jacke aus, die dir passt und genug Platz lässt. DARÜBER habe ich eine Signal/Warnweste, und die saue ich andauernd voll. Im Jahr verbrauche ich etwa drei Warnwesten (in 5XL, weil sie locker aussen über der Winterjacke hängen sollten). Egal, wo ich hingehe – ich muss sie sowieso überall tragen, und die Dinger sind meine „Schutzschicht“, also nehme ich sie eigentlich nur von der Jacke ab, wenn ich sie zur Wäsche gebe und/oder auswechsle. Fashiontechnisch mag das fraglich sein, aber es klappt hervorragend.
 
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adventure

Sehr aktives Mitglied
Ich bin normalerweise auch ein Anhänger des Zwiebelprinzips. Joggen, Wandern, Forstarbeiten, Skifahren usw. weil ich mich da auch bewege, ist «reine» Wärme nicht das Hauptkriterium.

Nur, wenn ich rumstehe wie beim fotografieren im Winter, dann muss es für mich eine Parka sein.
Preislich interessant ist Workwear-Bekleidung. Da gibt es viele Anbieter auf dem Markt. Die Kleidung unterliegt Normen für alles mögliche, ist robust und zweckmässig.

Ich habe mir die Boden Down Parka von Hally Hansen gegönnt, damit kannst du mit T-Shirt eine ganze Weile draussen in der Kälte stehen :D
 
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of51

Nikon-Clubmitglied
Das was du eigentlich suchst wirst du bei Outdoor und Funktionsjacken nicht finden. Diese Klamotten sind für starke Körperbewegung ausgelegt und das Zwiebelschalenprinzip ist angesagt.
Die robusten Drei-Lagen-Hardshell sind zwar absolut Wind- und Wasserdicht aber nicht sehr warm. Da muß man eben bei Kälte eine 200er Fliesjacke darunter anziehen und entsprechende Funktionsunterwäsche.
Und auch mit den Doppeljacken, also wo man eine Unterjacke einziehen kann, wirst du auf dem Bau nicht glücklich werden, so robust sind die nicht.
 
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Bettina

Administrator
Teammitglied
Für richtig ungemütliche Tage leistet mir seit vielen Jahren der Wellensteyn Brandungsparka sehr gute Dienste. Mollig warm, winddicht, durchgeregnet hat´s auch noch nicht. Eine Textilreinigung haben meine Jacken noch nie gesehen, einfach in die Waschmaschine und gut ist es. Von Einlaufen keine Spur. Es ist vielleicht nicht die eleganteste aller Jacken, aber das ist mir wenn´s ums Frieren geht ziemlich egal, zudem ist sie äußerst robust (meine erste hat 10 Jahre gehalten) und im Vergleich zu den meisten Winterjacken zielich lang, was mir sehr wichtig ist. Meine letzte hab ich vor 3 Jahren gekauft (189 Euro), inzwischen sind die Preise natürlich nach oben gegangen und ich hoffe, es gibt beim Material und der Verarbeitung keine gravierenden Verschlechterungen, denn irgendwann in ein paar Jahren möchte ich diese supertolle Winterjacke wieder kaufen. Zum Einsatz kommt sie in aller Regel ab Temperaturen unter 5 Grad, darüber nur wenn´s sehr windig ist, sonst schwitzt man sich einen ab.
 
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shovelhead

Sehr aktives Mitglied
Deswegen sind auch viele Regenjacken aus Gore-Tex....
Mach dich schlau, bevor du wichtig mit den Augen rollst!

Keine (!) Membran lässt Feuchtigkeit durch, wenn aussen eine Wasserschicht drauf sitzt. Das klappt nur, wenn das Temperatur-Delta etwa 20 K (oder mehr) beträgt und Feuchtigkeit ungehindert nach aussen dringen kann.

Regenjacken werden ja auch an Tagen getragen, an denen es "gleich regnen könnte". Wenn die Jacke geschlossen ist (Temperatur-Delta) und es noch trocken ist, kann Feuchtigkeit durch die Membran nach aussen entkommen. Damit ist allerdings Schluss, wenn der Regen fällt. Ausserdem ist das Alles Unsinn, wenn man darunter durchgeschwitzte Baumwolle trägt; am besten funktionieren Membranen, wenn ihnen die Feuchtigkeit gleich von Funktionskleidung durchgeschoben wird. Ein nasses T-Shirt bekommst du unter Gore- oder Sympatex nie wieder trocken. Einen verschwitzten Softshell Pullover/Jacke hingegen schon (sofern ... siehe oben).

Gore Tex ist übrigens bekannt empfindlich gegenüber Salzwasser - wer also mit seiner Gore-Tex Membran im Winter an Strand spatzieren geht, tut dem Material keinen gefallen. Es gibt zwar von Gore auch eine Salzwasser-unempfindlichere Membran, die wird aber nur selten verarbeitet (Trockenanzüge, Hochsee Segelklamotten), weil sie nicht so dünn und flexibel, sondern deutlich steifer (und teurer) ist. Hier wird viel öfter Sympatex verarbeitet, weil das mit Salzwasser kein Drama hat.
 
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häuschen

NF-F "proofed"
Wie also ... wenns draußen regnet und kalt ist, muss ich ganz trocken und warm sein, oder wie? Ist ja auch eher selten, dass es draußen warm ist und ich dann ne Winterjacke anziehe.

Auf den Zwiebelscheiß hab ich jedenfalls keine Lust. Fürs ständige Aus- und Anziehen bin ich eindeutig zu faul.

Und Bettina: Die Jacken laufen nicht ein. Wenn man sie kauft, sind sie aufgeplustert, wie ein Schlauchboot und wenn man sie dann wäscht, sind sie dünn, wie ne Windjacke.
 
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Engagi

Sehr aktives Mitglied
Mach dich schlau, bevor du wichtig mit den Augen rollst!

Keine (!) Membran lässt Feuchtigkeit durch, wenn aussen eine Wasserschicht drauf sitzt. Das klappt nur, wenn das Temperatur-Delta etwa 20 K (oder mehr) beträgt und Feuchtigkeit ungehindert nach aussen dringen kann.

Regenjacken werden ja auch an Tagen getragen, an denen es "gleich regnen könnte". Wenn die Jacke geschlossen ist (Temperatur-Delta) und es noch trocken ist, kann Feuchtigkeit durch die Membran nach aussen entkommen. Damit ist allerdings Schluss, wenn der Regen fällt. Ausserdem ist das Alles Unsinn, wenn man darunter durchgeschwitzte Baumwolle trägt; am besten funktionieren Membranen, wenn ihnen die Feuchtigkeit gleich von Funktionskleidung durchgeschoben wird. Ein nasses T-Shirt bekommst du unter Gore- oder Sympatex nie wieder trocken. Einen verschwitzten Softshell Pullover/Jacke hingegen schon (sofern ... siehe oben).

Gore Tex ist übrigens bekannt empfindlich gegenüber Salzwasser - wer also mit seiner Gore-Tex Membran im Winter an Strand spatzieren geht, tut dem Material keinen gefallen. Es gibt zwar von Gore auch eine Salzwasser-unempfindlichere Membran, die wird aber nur selten verarbeitet (Trockenanzüge, Hochsee Segelklamotten), weil sie nicht so dünn und flexibel, sondern deutlich steifer (und teurer) ist. Hier wird viel öfter Sympatex verarbeitet, weil das mit Salzwasser kein Drama hat.
Nun halt mal schön den Ball flach. Du hast geschrieben, dass Membranen im Regen nichts nutzen, und das ist einfach falsch.
 
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