Mitmachthema Nicht perfekte Schnappschüsse, die ich nicht weggeworfen habe und sogar zur Diskussion stelle

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Das nenn' ich mal eine Aufforderung, Albert .... :LOL:

Nun gut: wie gesagt, bin ich ja nicht der "Schnappschüssler", meine Fotografie ist in der Regel eine andere. Dank diesem Thread ist mir aber doch diese Szene wieder in den Sinn gekommen ...

Wir sassen gemütlich in einem Grotto in Sonogno, im Valle Verzasca ... vermutlich hatten wir schon den ersten Merlot (bianco oder rosso weiss ich nicht mehr....), als ich diese Szene sah ...

Mehr sage ich zu Beginn nicht, aber es musste schnell gehen ....



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Diese Schweizer mit ihren gruseligen Begriffen ... zuerst also muss ich mal fragen, was ein Grotto ist.

Gemäss Wikipedia kurz und bündig:

"Als Grotto bezeichnet man in der italienischen Schweiz (Kanton Tessin und Italienischbünden) ein rustikales Lokal mit überwiegend im Freien stattfindenden Restaurationsbetrieb und mit regionaler Küche. Unter der Bezeichnung crotto gibt es diesen Typus auch im Kanton Graubünden und in Norditalien, ohne dass er diese Form haben muss."
 
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Könnte sein, dass die rechte der Damen blind / sehbehindert ist und geführt wird.

Starker Eindruck, der durch die Schattenlinie in Gehrichtung gestört wird - ist eben ein Schnappschuß.

Nur mal so : Geistliche gehen oft zu zweit (mindestens) und strahlen oft eine Ruhe aus, die bei der sonstigen Hektik schon fast befremdlich wirkt.

// : Erster Eindruck
 
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Hugo :D meint : Wenn ich ´ne Nonne in High Heels gesehen habe, war sie nicht echt !

Anmerkung zum Schuhwerk : Typisch für Kirche und Sozialarbeiter ... - aber das gehört nicht zu den Anmerkungen über Fotografie - fiel mir nur gerade mal wieder auf ...
 
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Hugo :D meint : Das ist eine Beiz mit Freigehege .

Was eine Beiz ist, weiß ich auch nicht ...

Eine "Beiz" ist eine Kneipe ... woher der Begriff stammt, weiss ich nicht ....
Grüsse an Hugo mit dem Vermerk, dass man zwar in einem Grotto oft draussen sitzt, aber nicht eingezäunt ( :) )... ansonsten haben die "Grotti" (Mehrzahl) meistens einen gemütlichen Innenraum und in der Regel einen Ofen oder eine Cheminée....
 
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Hugo :D meint : Wenn ich ´ne Nonne in High Heels gesehen habe, war sie nicht echt !

Anmerkung zum Schuhwerk : Typisch für Kirche und Sozialarbeiter ... - aber das gehört nicht zu den Anmerkungen über Fotografie - fiel mir nur gerade mal wieder auf ...

....das ist ein "lernender Thread" Kay, in Wort und Bild .... :)
Ich habe tatsächlich auch noch nie eine Nonne mit High Heels gesehen ... diese beiden haben einfach eine "schattierte Verlängerung" ihres Daseins ...:)
 
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Ein typischer Sam

Sofort merkt man, dass Du es raus hast mit einem nicht aktuellen Objektiv umzugehen. Dennoch ist das das eigentlich Unperfekte an diesem Bild, weil Du es sehr oft noch besser machst. Das Bokeh ist leicht krisselig und die Schärfeebene ein wenig undefiniert.

Zu meinem Lieblingsthema: Es ist klar, dass Du zuerst fokussiert und dann verschwenkt hast. In diesem Fall interessiert mich aus rein technischer Sicht, ob noch beschnitten wurde. Für ich ist aber diese Technik gerade das Wunderbare an einem manuellen Objektiv. Man stellt zuerst scharf und danach, beim Verschwenken, alle Ruhe zur Bildgestaltung. Diese Messfeldverschieberei bei AF-Objektiven geht mir eher auf den Nerv, denn am Ende ist der gewählte Bildausschnitt immer ein Kompromiss, weil die Schärfe halt auf den Messfeldbereich beschränkt ist.

Auch typisch Sam: Das Hauptmotiv liegt außerhalb der Mitte, oft ist das ja noch weitaus extremer bei Dir. Daran sieht man die Freude am Spielen mit den manuellen Linsen. Was wir hier haben und was mein Auge immer ablenkt ... eine Linie endet in einer Bildecke (unten rechts) Da hätte ich sogar was abgeschnitten und zwar ganz unten ein klein wenig.

Die beiden Damen erfreuen mich. Sie halten sich an den Händen (darauf, dass eine von beiden blind sein könnte, bin ich überhaupt nicht gekommen). Man fragt sich, worüber sie sich unterhalten. Womöglich stimmen sie sich darüber ab ob sie es wagen sollen, die Einbahnstraße in engegengesetzter Richtung zu beschreiten :)

Sehr gute Wahl, das Bild. Technisch unperfekt, zu 100% aufbewahrens- und auch zeigenswert.
 
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Mein erster Eindruck:
Das Bild ist perfekt unperfekt, ungewöhnlich im besten Sinne und deshalb unbedingt aufhebens - und zeigenswert!

Mein zweiter Eindruck:
Beim Runterscrollen des Bildes dachte ich aufgrund der Unschärfe und der abgsoffenen Tiefen im oberen Bereich zuerst ein wenig an eine Lomographie oder ein Bild mit einem Holga-Objektiv (damit hab ich mal rumexperimentiert), war dann aber wirklich erstaunt über die Schärfe im Bereich des Hauptmotives, der beiden Damen.
Wobei zumindest mein Blick eigentlich mehr vom Schild als von den Nonnen festgehalten wird, und ich die Schärfe nur wahrnehme, wenn ich sie wirklich fixiere.
Die Nonnen selbst als Hauptmotiv wirken auf mich "eigentümlich" - fast wie aus der Zeit gefallen oder an einen anderen Platz gehörend (eine städtische Umgebung vielleicht?) und im Vergleich zum Schild etwas zu klein - sind aber auch der Grund, sich Gedanken zu dem Bild zu machen:
  • Was machen die da?
  • Wo wollen sie hin?
  • Worüber reden sie?
  • geht es der Rechten gut?
  • benötigt sie ( die auf mich so so hilflos wirkt wie ein kleines Kind) die Hilfe der Linken?
  • Warum redet die Linke so resolut auf sie ein?
    (Bei dieser Frage kommt auch gleich wieder mein "beruflicher Blick" als Krankenpfleger in Spiel und mir die Diagnose "Demenz" in den Kopf.
    Die Körpersprache und - Haltung der beiden zeigt etwas, was ich bei meiner Arbeit mit Demenzkranken sicher ein paar tausend mal gesehen habe. Und ich "höre" förmlich, was die Linke zur Rechten sagt: "Nun komm doch Bertha. Es ist nicht mehr weit.. Wir schaffen das noch bis nach Hause!")
  • Was ist in der Einkaufstasche?
  • ......
Mein dritter Eindruck:
Stelle ich mir den Wald und die Wiese am Strassenrand in Grüntönen vor und das Schild in seinem knalligen rot, dann würde der Blick noch mehr von den beiden Damen abgelenkt und das Motiv wäre vermutlich nur eine nichtssagende Strassenszene.
So aber ist es etwas Besonderes und genau richtig, so wie es ist.
Handwerklich gefällt mir das Bild gerade wegen seiner offensichlichen Unperfektheit und der Umsetzung ohne Farbe.
Der Wald als Hintergrund erahnbar, das Schild als Blickfang, wenn euch eigentlich nicht zum Hauptmotiv gehörig, die beiden Damen, die man erst auf den zweiten und dritten Blick richtig wahrnimmt.
Was mich etwas stört sind die starken Schatten, insbesondere der links aus dem Bildrand kommende.
Den würde ich vielleicht wegstempeln.
 
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Nun, den besten Dank schon mal an Albert und Martin. Ich warte noch eine Weile bis ich ausführlicher darauf eingehe ... In diesem Sinne hoffe ich natürlich noch auf den einen oder anderen Beitrag ... :)
 
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Warten die Zwei an einer Bushaltestelle (wegen der breiten Straßenlinie)?
Mein Blick wechselt immer zwischen den Gesichtern und den Schatten!??
Ein guter Schnappschuss mit viel Interpretationsspielraum über die Szene (y)
 
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Nun gut: wie gesagt, bin ich ja nicht der "Schnappschüssler", meine Fotografie ist in der Regel eine andere.

Gibt es Schweizer, die Schnappschüsse können?
Man sagt doch auch, dass Schweizer keine Weinbergschnecken fangen können.:biggrin:

Sorry Sam, aber nun zurück zum Thema und zum Foto.

Sam, ich sehe Fotos wahrscheinlich anders als Du. Deine Kritiken in diesem Thread zeigen,
wie analytisch Du an die Fotos heran gehst.

Bei mir ist es so: Ich sehe ein Bild und es lässt mich von Anfang an kalt, oder es berührt mich,
es interessiert mich oder ich assoziiere es mit irgendwelchen Songs (kommt oft vor) oder Erinnerungen.

Beim fliegenden Hund von WRUD war mein erster Gedanke … lustig, ein fotografierter Comic.
Das Foto hat mich zum Schmunzeln gebracht.

Deine beiden Nonnen fand ich auf den ersten Blick auch sehr amüsant. Hab’s auch sofort als Comic gesehen.
Im echten Comic wäre natürlich noch eine Sprechblase über dem Kopf der linken Nonne: 'Schau wehrte Schwester,
die bösen Schatten und das seltsame Schild … wir sollten lieber umkehren.'.

Auf Fehlersuche in Deinem Bild gehe ich evtl., wenn ich heute Nachmittag mehr Zeit habe.
Wenn man den will, findet man immer was.


Grüße aus HB

Heiner
 
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Auf Fehlersuche in Deinem Bild gehe ich evtl., wenn ich heute Nachmittag mehr Zeit habe.

Auf Fehlersuche in den Fotos, die in diesem Thread eingestellt werden, zu gehen, halte ich für unangebracht.
Der Fotograf weiß doch selber, dass er ein technisch nicht perfektes Bild präsentiert. Das steht ja auch im Threadtitel: "Unperfekte Schnappschüsse..."

Die Kommentatoren sollten sich meiner Meinung nach vielmehr darüber Gedanken machen, weshalb das Foto dennoch bewahrenswert ist.

Gruß
Hans
 
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Ein toller Schnappschuss und für mich auch ein ganz typischer Sam. Nach den bisherigen Anmerkungen zu Haltung der beiden Nonnen, zu Schnitt und zu Schatten, habe ich noch einmal eine Sekunde länger hingeschaut. Da Sam selbst nicht zu seinem eigenen Bild eine Kritik schreiben kann, nehme ich mir mal seine Struktur zu Herzen und versuche das an Seiner statt:

1. Bildbeschreibung
- Farben: weiss / schwarz, monochrom
- Zwei Nonnen auf einer Straße in offenbar ländlicher Umgebung, die miteinander kommunizieren und sich dabei an der Hand halten.
- Ein Straßenschild als zweites Bildelement, Hintergrund: Wald, Wiese, Geländer - alles in moderater Unschärfe. Ein Bild mit wenigen Elementen.
- Hauptmotiv (Nonnen) ist in der Schärfeebene und sticht durch die weißen Töne sofort ins Auge. Hellster Punkt im Bild, außermittig im linken unteren Bildteil platziert
- Die Straße bildet eine Diagonale im unteren Bilddrittel

2. Persönlicher Eindruck, Gestaltung, Technik, Persönliche Wertung
- Persönlicher Eindruck: eine auf den ersten Blick amüsante Szene, die auf den zweiten Blick zum Nachdenken anregt. Was besprechen die beiden, vielmehr: was sagt die linke zur rechten Nonne? Es scheint, dass die linke Nonne in einer Vorwärtsbewegung ist, während die rechte, ältere Nonne sehr still und verharrend steht (beide Füße parallel, während die linke Nonne versetzt steht). Ist es ein Dialog oder doch eher ein Einreden?
- Gestaltung: Bewußt gestaltete Bildelemente. Stimmig von der Aufteilung. Die Schärfe legt die Aufmerksamkeit nochmal stärker auf das Hauptmotiv, das sich aber auch schon durch den Kontrast zur Umgebung abhebt. Ich habe mal ein Lineal durch den Kopf der linken Nonne und das Straßenschild gelegt. Man könnte das Bild so schneiden, dass es eine Diagonale von der linken unteren Ecke durch den Kopf, das Schild bis zur oberen rechte Ecke ergibt. Ob das sinnvoll ist, weiß ich allerdings nicht :)
- Technik: ein Motiv mit sehr starken Kontrasten und einer guten Schärfe-/Unschärfeverteilung. Wie Albert schon sagte, wirkt das Bokeh nicht sonderlich angenehm auf mich. Ich denke, dass es eine leichte Telebrennweite mit recht offener Blende ist.

4. Positive und negative konstruktive Kritik
Positiv: ein tolles Motiv, gut gesehen und umgesetzt. Ein Bild, das zum Nachdenken anregt. Ein Motiv, das eher selten zu sehen ist.
Negativ: Für mich sind die Kontraste etwas zu hoch - nur minimal. Es sieht so aus, als ob das Weiß der Kleidung schon ausgefressen ist. Kann auch am Monitor liegen. Das Bokeh ist zu wuselig.
 
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Die Kommentatoren sollten sich meiner Meinung nach vielmehr darüber Gedanken machen, weshalb das Foto dennoch bewahrenswert ist.

Ein Zeitdokument, deshalb aufbewahrenswert. - Der Berufsstand der Nonne, dazu noch in der blütenweißen Sommer"uniform", wird zukünftig eher seltener in Mitteleuropa abzulichten sein, die sterben aus "extinction".

Worüber reden die beiden Gottesdienerinnen? Wenn nicht über Gott, Maria, oder den Satan, dann wohl über den neuen, feschen Gemeindepfarrer.....

Nonnen mit High Heels habe ich nur ein Mal, in einem Film ab 18, gesehen. Ansonsten liegt Kai richtig, eine Nonne mit High Heels ist genau so unecht, wie eine russische Oligarchin mit ungepflegten Fußnägeln. :oops:

Ja und wenn man das Straßenschild in die Szenerie einbezieht, dann könnte die tiefer Bildaussage auch Blasphemie beinhalten: Die beiden Damen befinden sich mit ihrer religiösen Mission auf dem Weg in die Einbahnstraße.
 
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2. Eindruck :

Komposition mit schwarz und weiß - hier verstärkt :
Nonnen (?) weiß, Schatten schwart V-förmig (Hugo :D meint : In der Form fast wie Zylinder der Guzzi).

Nonnen sind fast eingerahmt - Eckschatten, Schatten der Damen, Schatten oben + Schild - Strassenlinien : Alles passt in der Linienführung.

Hugo :D fragt, was in dem Beutel ist - könnte ein Regenschirm sein, wird im 3. Alter gern mitgenommen und gern diskret verwahrt.
 
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