Jahresausklang mit Bildern, Musik und Poesie ...

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Eigentlich wäre noch eine Woche Ferien in den Vogesen vorgesehen. Das Jahr liess uns aber wenig Zeit für uns, meine Frau und mir.

So packte ich die Gelegenheiten halt in der näheren Umgebung. Mit dem Balgen die Feen-, Zwerge- und Elfenwelt zu fotografieren, zusammen mit dem Magnificat von Karl Philip Emanuel Bach war ein wundervolles Erlebnis.

Ich musste musste mich nach dieser Stunde fotografieren wieder richtig aus dieser schönen und zauberhaften Welt lösen ...


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So langsam wurde es klar, dass meine Frau und ich eine Woche in die Einsamkeit gingen würden. Ich habe mich langsam darauf vorbereitet und habe es mir zum Wochenthema gemacht, fotografisch, literarisch und musikalisch.

Dass im September auch gleich die "Saison des Sterbens" beginnen würde, welche sich leider bis vor kurzem fortsetzen würde, wusste ich zum Glück nicht.

Und so entstand das erste Bild nach einer herzergreifenden Beerdigung einer ehemaligen Freundin, welche nicht mal Mitte fünfzig gegangen ist.

Es gehört wohl zu meiner Fotografie, dass ich auch solche Ereignisse fotografisch sichtbar mache. Und ich denke mir fast, dass wenn ich nicht fotografieren würde, ich mich malerisch oder musikalisch betätigen müsste ...

Wenn ich mich entscheiden müsste für eines von meinen schönsten Bildern des Jahres, dann würde wohl das dazu gehören. An die Wand hängen mag ich es aber (vorerst) nicht. Zu sehr ist es noch mit dem Ereignis verhangen.


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Und so komme ich zum Thema, welches mich mehr begleitet hat in diesem Jahr als alles andere. Die Einsamkeit.

Nicht nur im Schlechten. Auch im Guten. Einsamkeit ist auch Stille, oder sich herausnehmen aus dem Alltag. Jenes abgelegen Haus aber im Tessin, am Hang oberhalb der Magadinoebene war schon an sich einsam. Und dann noch Indemini. Jenes Dorf, das eigentlich so gar nicht zur Schweiz gehört.


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Mehr denn je habe ich erkannt, dass Fotografie ein Stück weit eine Beschäftigung mit sich selbst ist.

Nach dem langen Spaziergang jeden Tag verbrachte ich die restlichen Stunden mit lesen und fotografieren. Fast wie eine Meditation, aber stundenlang.


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Selbst Wochen später bin ich noch nicht ganz weg von diesem Thema. Noch immer gehe durch diese Gassen. Irgendwie. Noch immer beschäftige ich mich mit Vivaldi, mit seinem Leben, mit seiner Person, mit seiner Musik.

Fotografie ist Einsteigen in eine Welt. In eine Welt mit mir und dem Aussen. Nicht mehr und nicht weniger. Und in dieser Welt kommuniziere ich. Höre ich Bilder und sehe Töne.


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Die Musik ist geblieben. Und sollte ich je einmal eine Ausstellung machen, dann lade ich Herrn Vivaldi dazu ein.

"Nehmen Sie Platz, Don Antonio und geniessen Sie den Abend mit mir meinen Gästen und meinen Bildern.
So viel anders sind wir nicht. Ihre Unruhe und ihre unerschöpfliche Fantasie sind mir geläufig. Ihrer Musik soviel Raum zu lassen haben nur fast Sie geschafft. Das wäre als Pendant mein Minimalismus in den Bildern. Und dann haben Sie, wie ich, ein Hang zur Schönheit, zur bildnerischen im meinem Fall und in ihrem Fall zur musikalischen.

Wir passen ein wenig zusammen, Herr Vivaldi und sollte es dann soweit sein, dass werden Sie mein Gast sein. "


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Bild 93 wurde uns zum Bild der Woche vorgeschlagen, diesem Wunsch komme ich natürlich sehr gerne nach, aber nach meinem Empfinden gehört dein Thema unbedingt auch in unsere Highlights und ich hoffe, dass sich noch viele Mitglieder auf dein wunderbares Thema (trotz der überwiegend hektischen Vorweihnachtszeit) in Wort und Bild einlassen und es genießen können :up:
 
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Bild 93 wurde uns zum Bild der Woche vorgeschlagen, diesem Wunsch komme ich natürlich sehr gerne nach, aber nach meinem Empfinden gehört dein Thema unbedingt auch in unsere Highlights und ich hoffe, dass sich noch viele Mitglieder auf dein wunderbares Thema (trotz der überwiegend hektischen Vorweihnachtszeit) in Wort und Bild einlassen und es genießen können :up:

Oh, ich danke Dir/Euch sehr ... es freut mich und es freut mich, wenn Ihr mich auch noch bis am 31. Dezember begleitet. Ich bin erst im Oktober angelangt und freue mich auf das letzte "Bilder-und Geschichtenquartal" ... :)
 
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Mitte Oktober gingen wir nach langer Zeit wieder einmal zu Suri. Sie erkannte uns sofort wieder, wir sassen zu ihr ins grosse Gehege in dem sie sich immer noch - getrennt von den andern - an die wirklichen Nasenbären gewöhnt.

Sie ist wie sie ist ....


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Ich brauche keinen "Auftrag" zu fotografieren. Der Gang zum Briefkasten kann reichen, dass daraus eine Serie entsteht oder ein Bild...

Das habe ich gerade dieses Jahr sehr gemocht an der Fotografie. Irgendwie jucken mich die Motive an....:)

Manchmal mache ich mir einen Spass daraus, in dem ich die Kamera umhänge - was ich ohnehin immer tue wenn ich irgendwo hingehe, rsp. mit den Hunden spazieren gehe - und sage mir: Sam, jetzt siehst Du kein Motiv .... :D


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Es ist November geworden. Meine geplanten Ferien mit einem Freund in den Vogesen vielen ins Wasser.

So beschäftigte ich mich mit dem was ich vorfand. Oder eben auch mit dem, was mich einholte ... Tränen war der Titel für dieses Bild.


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Eine Reihe von Konzerten hat in unserem Konzertlokal stattgefunden. Für mich immer ein Ausbrechen aus einer Welt und ein Eintauchen in eine andere ...
Und dennoch: auch hier widerspiegelt sich immer mein Inneres. Minuten verharre ich vor solchen Motiven. Bis ich mit ihnen einig bin ...


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Ja, Jürgen (Lilien) hat zu diesem Bild gemeint, "ein Meister des Bildrandes und der Ecken"....

Vielleicht hat mein Minimalismus darin einen Grund, dass meine Tage emotional so geladen sind, dass ich mir im "Bild" den Freiraum nehme. Dass ich das "Grosse" weglasse, jenes, was sich mir aufdrängt. Und vielleicht ist mein Minimalismus auch einfach die Entspannung. In der Entspannung gibt man sich selbst Raum, und lässt das Aussen Aussen sein ...


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Freudige und weniger freudige Ereignisse hat uns dieses Jahr überrascht. Das Valle Bavona im Schnee gehörte - wie ich es am Anfang dieses Jahresrückblickes gezeigt habe, zu den schönsten Ereignissen von diesem Jahr.

Ebenso dieses Bild, welche unsere Gemeinde für ihre Weihnachtskarten hat drucken lassen ...


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Dennoch habe ich mich längst daran gewöhnt, dass meine Fotografie nicht nur verarbeitet. Hie da werden Dinge vorweggenommen, von welchen ich keine Ahnung hatte.

Dass ich diese Bild in der Todesstunde einer alten Freundin fotografiert habe, ohne dass ich gewusst habe dass sie geht, das hat mich sehr lange beschäftigt.


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