Als "Vielfotografierer" bearbeite ich meine Bilder meistens unmittelbar. Kaum ein oder zwei Tage liegen dazwischen. Am Liebsten fotografiere ich, gehe nach Hause und setzte mich an den PC.
Dennoch kann ich auch Bilder anschauen welche Jahre zurück liegen. Und oft rieche ich dann auch die Umgebung oder ich reproduziere ein Gefühl, welches ich bei den Aufnahmen hatte....
Die Verbindung von Musik und Fotografie erscheint mir wie ein Wunder zu sein. Immer und immer wieder bewundere ich, wie Töne Bilder erzeugen können, wie klar mir die Motive erscheinen. Dieses Jahr viel mir das besonders auf. Nebst dem, dass ich mich einigen Komponisten sehr intensiv gewidmet habe ...
Und immer wieder Johnny. Er, die Katzenpersönlichkeit, der weise, alte Mann.
Ja, Wünsche hätte ich noch viele auf Lager. Nebst dem, dass ich eigentlich viele von Euch auf irgend welche Art und Weise treffen möchte, habe ich doch noch das eine oder andere "Wünschchen", was die Fotografie betrifft:
- eine Leica M
- eine Mittelformatkamera
- eine zweite D4
- und oder eine Df
- ein 180mm Nikkor MF
- ein 105mm Nikkor MF
- ein 135 mm Nikkor MF
- ein 85 mm Nikkor MF
... das wär's dann etwa ...
Nun, vielleicht schafft's ja Johnny mit seinem meditativen Blick eine paar Schätzchen herbei zu zaubern ...
Ein aktuelles Bild von vorhin. Auf dem Spaziergang mit unseren Hunden. Und mit Vivaldi.
Musik hat mich wie kein anderes Jahr fotografisch begleitet. Und es hat mich sensibler gemacht. Musik hat mein Inneres und meine Wahrnehmung beeinflusst. Ich meine nicht, dass ich dadurch ein besserer Fotograf geworden bin. Aber ich habe mein Gehör sensibilisiert. Und das schlägt sich auf das Sehen nieder. Und auf die Konversation mit dem Motiv.
Physikalisch und mathematisch wohl unkorrekt. Aber manchmal denke ich, dass ich den Motiven zuhöre. Und sie mir. Und so wird aus einem Bild ein Dialog zwischen dem Innen und dem Aussen. Was für ein schöner Gedanke ...
Ja Musik. Die Konzertsaison in unserem Konzertlokal bot einiges an Menschen welche Musik machten. Und ich war immer wieder gleichermassen fasziniert ....
Und dann dies. Die F3/T mit viel Zubehör. Leider bin ich nicht so oft dazu gekommen sie zu nutzen. Aber ich hoffe, das wird nächstes Jahr anders. Eine Kamera, welche so gut in meinen Händen liegt wie die D4.
Welche Themen und Motive mich jeweils erwarten, dass weiss ich nie im Voraus. Höchstens dann, wenn wir etwas planen. So wie beim Besuch auf Schloss Wildegg. Aber was ich dann jeweils fotografisch daraus mache, dass weiss ich in der Regel nicht.
Ich mag diesen Thread sehr. Es so, als ob ich mich mit den eigenen Themen und Bildern noch einmal in diese Momente versetze. Aber etwas mit Abstand. Hie und da ein Schmunzeln, hie und da etwas Wehmut ...
Und an diese Geschichte der alten Frau und ihren Pflegekinder. Und sie hat mir auch erzählt, wie Kinder verdingt wurden. Und das ist eine Geschichte, welche mich immer und immer wieder einholt. Und es gibt es immer wieder, wenn ich im Tessin in den Tälern umherwandere, dann kommen mir die Spazzocamini in den Sinn: die Kaminfegerjungen.
Aber die Gedanken können eben auch mit einer Geschichte ausgelöst werden. Und dann mache ich Bilder.
Aber es war auch die Zeit, wo ich mein Labor in Zürich holte. Meine Frau half mir dabei und eigentlich ist es eingerichtet. Nur eben, die Zeit und Muse fehlt mir noch.
Dennoch genoss ich die schönen Tage und die Spaziergänge.
Ich mochte heute nicht fotografieren. Immer noch bin ich geschockt von der Todesnachricht meines alten Jugendfreundes.
Und immer und immer wieder höre ich Vivaldi. Es ist Trost und Freude zugleich. Der Schlusschor "Juditha triumphans", des einzig erhaltenen Oratorium von Vivaldi ist unglaublich schön und Herz zerreissend.
Musik und Fotografie hat für speziell in diesem Jahr eine ungeheure Intimität erhalten. Eine Intimität zwischen meinem Innern und dem Äussern...
Vieles wollte ich dieses Jahr, aber konnte nicht. Oder es hat nicht gereicht. Aus irgend welchen Gründen.
Auch der Besuch meines Cousins zweiten Grades, welcher schwer krank ist habe ich nicht geschafft. Und trotzdem hat es mich nicht nur fotografisch beschäftigt ...
Ich kann auf Festtage nicht nach Kommando reagieren. Ob Ostern oder Weihnachten oder Pfingsten oder sonst ein Feiertag. Oft sind Tage davor entscheidend, welchen Bezug ich zu den Feiertagen entwickle. Aber ein Motiv finde ich immer, unabhängig von Feiertagen .... auch dieses Jahr....
"Anninas Beichte", dieses wundervolle Buch, welches die Geschichte zwischen der Meisterschülerin von Vivaldi und ihr in Romanform umschreibt berührt mich...
Fast wie etwas Weihnachten. Eine Beziehung, welche nie geboren wurde ...
Mittlerweile bin ich fast in der Mitte des Jahres angekommen. Die Morgen wurden wärmer, aber auch farbiger ...
Ich gehe jeden Morgen mit unseren Hunden spazieren. Das ist mein Tagesbeginn. Meine Vorbereitung auf den Tag. Auch wenn es dieses Jahr oft der Fall war, dass ich schon am Morgen dachte, ich harre der Dinge die da kommen.
Um so mehr habe ich mich dann ob solchen Stimmungen gefreut ...