Farbraum der Kamera

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Harbachoed Karl

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Guten Morgen, heute Freitag!
Nach meiner gestrigen Frage interessiert mich: Nikon-Kameras haben doch je nach Generation verschiedene interne Farbräume?
Sind die noch im exportierten RAW greifbar oder schon nach RGB oder sRGB verloren?

~ k.
 
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Jörg. Daumen runter habe ich nicht gesehen gegeben zu haben, wie auch? Durch eine Formulierung?

Ich sagte (mit anderen Worten), gelernt zu haben.
 
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Jörg. Daumen runter habe ich nicht gesehen gegeben zu haben, wie auch? Durch eine Formulierung?

Ich sagte (mit anderen Worten), gelernt zu haben.

Dann ist das wohl unabsichtlich geschehen:
ayp5a5n4.jpg


Kann passieren... Schwamm drüber.
 
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Guten Morgen, heute Freitag!
Nikon-Kameras haben doch je nach Generation verschiedene interne Farbräume?

Was leicht verwechselt werden kann: Ich habe nicht nach Farbmodellen und Profilen gefragt. Raum ist für mich das, was äusserstenfalls möglich ist - sichtbar, größer oder kleiner.


Und „was möglich ist, zumindest ein ganz kleiner“, hat eine Kamera natürlich. Die meisten Kameras haben einen wesentlich grösseren Farbraum als der Drucker zuhause mit beliebigem Papier darstellen kann. Dafür werden Profile angelegt, um eine standardisierte Behandlung (Austausch und Bearbeitung) durchführen zu können.

Nur meine Meinung.
 
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Das ist in so vielerlei Hinsicht schwachsinnig, dass jede qualifizierte Antwort darauf hier gegen die Regeln verstossen würde. Aber es sichert dir einen Platz auf der ewigen Bestenliste.

Srgb wurde als allerkleinster gemeinsamer Nenner zu einer Zeit für das Web definiert, als gerade Netscape 6 herauskam und hardwaremässig wirklich jeder Monitor etwas anderes zeigte. Microsoft hatte nicht einmal Ansätze eines Farbmanagements. Das war Basis und Beweggrund für sRGB. Inzwischen sind wir - und sogar Microsoft - einen Schritt weiter und für hochwertigen Druck sRGB eine Qualitätsfalle.

Sollte es nicht so sein, lasse ich mich gerne belehren.
 
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Ich habe nicht nach Farbmodellen und Profilen gefragt.
Doch, Du weißt es nur nicht ;)

Also nochmal von vorne: Eine Kamera hat keinen Farbraum. Eine Kamera sammelt einfach alles ein, was vorne zum Objektiv reinkommt und zwar ohne Vorurteile, Bewertungen oder Maßstäbe (meine hat sogar mal eine Fliege gefressen, aber das ist eine andere Geschichte).

Mit diesem eingesammelten Zeug willst Du nun irgendwas anfangen, zB. ein Bild ausdrucken. Da kommt der Farbraum ins Spiel. Diesen ganzen Kram, den Du bei einer Fotosession eingesammelt hast, musst Du dazu in eine sinnvolle Ordnung bringen, damit Dein Drucker überhaupt weiß, worüber Du redest, wenn Du da irgendwelche Zahlen aufsagst.
Als erstes benötigst Du dazu ein Farbmodell, bspw. RGB, CMY, HSL, CIELAB und so weiter, idealerweise eines, das mit Deinem Ausgabegerät korrespondiert, bei einem Drucker also CMY.
Dieses Modell wird nun in ein dreidimensionales Koordinatensystem abgebildet – den Farbraum. Nun gibt es natürlich Koordinaten, die sich technisch gar nicht darstellen lassen. Also wird in diesem Farbraum ein Bereich (in 3D also ein Körper) der darstellbaren Farben definiert, der Gammut.
Bei der Kalibrierung und Profilierung wird der Gammut ausgemessen und die tatsächlich gemessenen Werte mit den errechneten in Übereinstimmung gebracht.

Das alles kann man natürlich auch noch strecken, verbiegen, verformen, zB. sRGB, AdobeRGB, ProPhotoRGB, so dass es besonders gut zu einem bestimmten Ausgabegerät passt. Es gibt da also keinen Farbraum der per se besser ist als ein anderer, sondern nur welche die besser zu einem bestimmten Ausgabegerät passen als andere.

Ob sich der Computer zur Berechnung der Koordinaten dabei im gleichen Kästchen wie die Kamera befindet oder unter Deinem Schreibtisch steht, ist dazu völlig egal.
 
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… Das alles kann man natürlich auch noch strecken, verbiegen, verformen, zB. sRGB, AdobeRGB, ProPhotoRGB, so dass es besonders gut zu einem bestimmten Ausgabegerät passt. Es gibt da also keinen Farbraum der per se besser ist als ein anderer, sondern nur welche die besser zu einem bestimmten Ausgabegerät passen als andere. ….



Jupp, so isset. Ich liefer grundsätzlich mit AdobeRGB
und wunderte mich ganz aktuell, warum ein Bild online
heller war als mein Original:


picture.php



Simple Antwort: Die Kollegen haben das Farbprofil auf
Apple RGB geändert (und eingebettet). Das machen sie
wohl immer, ist mir bislang aber noch nicht so deutlich
aufgefallen. Spürbar geringere Sättigung … :lupe:



.
 
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Wie bist du drauf gekommen?
(Apple RGB war in der Anfangszeit der Farbmonitore für Apple Monitore wichtig, seit etwa 20Jahren nicht mehr so).
~lg
 
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Wie bist du drauf gekommen? …


Die Unterschiede sehe ich sofort.

Aber – und hier ist eine Korrektur
erforderlich – o.g. Bilder enthalten
doch kein Apple RGB-Farbprofil.

Es sind RGB-Bilder ohne Profil. :heul:

Und solche Bilder werden bei mir
mit Apple RGB geöffnet. Logo,
daß ich auch "Allgemeines RGB"
hätte zuweisen können.

An dem gezeigten Unterschied
ändert das alles aber nichts.



.
 
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Die Unterschiede merke sogar ich, Apple RGB entstand zur Zeit der Röhren-Monitore, weiß nicht, ob das etwas bewirkte.
 
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Das wird doch schon seit einigen Seiten in diesem Thread versucht, mit überschaubarem Erfolg...
l
ISBN:


Primär geht's um die Farbtüchtigkeit von Kameras,
auf sRGB kamen nur Leute zu sprechen, denen es genügt und mir genügte halt nicht…


Srgb wurde als allerkleinster gemeinsamer Nenner zu einer Zeit für das Web definiert, als gerade Netscape 6 herauskam und hardwaremässig wirklich jeder Monitor etwas anderes zeigte. Microsoft hatte nicht einmal Ansätze eines Farbmanagements. Das war Basis und Beweggrund für sRGB. Inzwischen sind wir - und sogar Microsoft - einen Schritt weiter und für hochwertigen Druck sRGB eine Qualitätsfalle.

Da (hiervon entnahmst du das Zitat) warte ich gespannt auf eine Widerlegung (außer dass NS6 später kam als sRGB definiert wurde; breiter bekannt wurden sie etwa gleichzeitig).

~ lg Karl
 
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Ich fürchte, Karl, daß wir uns im Kreis drehen.

Um das Thema mal ganz anders zu beleuchten:
Es gibt am Amazonas Menschen, die können
mehrere Hundert (!) Grüntöne unterscheiden und
auch namentlich benennen – sie sind aber nicht
in der Lage, Rottöne zu erkennen aus dem ganz
einfachen Grund, weil diese in ihrer Lebenswelt
nicht vorkommen.

Um Vorgenanntes ins Fotografische zu wenden:
Ich scanne meine sw-Negative als RGB, wobei
im Ergebnis rd. 350.000 Farbtöne stehen. Nach
EBV wandle ich den Modus zu Graustufen, was
zu exakt 256 Grautönen führt. Selbst bei Prints
im Format 50 x 75 wird man keine Mängel bei
den Grauwerten feststellen können …

Kurzum – ich bleibe dabei:
Ein optimierter Work-flow ist für das Endergebnis
wichtiger als die Frage des jeweiligen Farbraums.
Und zwar ungeachtet der Tatsache, daß manche
besser sind als andere. Aber was hilft Dir z.B.
ProPhoto RGB, wenn kaum jemand damit etwas
anfangen kann?

Das gezeigte Chris de Burgh-Foto wurde übrigens
bis auf leichten Beschnitt nicht bearbeitet, weil es
Dank absolut exakter Belichtung nicht nötig war.
Ok, habe ich nicht immer, ist aber stets mein Ziel.



 
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Vollkommen richtig, Sven, kann jedem Punkt zustimmen. Was ich nicht mehr will: ein kleines Bild mit verrückter Auflösung scannen und diesem Schrott dann Stunden opfern (damals, vor 22 Jahren, noch mit aus heutiger Sicht schwacher Hardware).

Was ich auch nicht will: *was ich brauche* einfach wegwerfen. Gut, ich kann mit den heutigen Mitteln, die sich ohne weiteres verbessern lassen, große Helligkeitsunterschiede durch bereichsweise Bearbeitung bewältigen.

Doch warum zuerst Teile wegwerfen und dann wieder irgendwie von wo anders herholen, zu einer Collage vereinen, mit dem Risiko einer Unstimmigkeit? Soll ja auch nicht der normale Ablauf sein, wenn er zuviel kostet (Zeit oder Ressourcen). Bei einem Bild brauche ich es, bei den nächsten 83 oder 84 oder 184 wieder nicht.

In meiner aktiven Zeit wars noch ein gewaltiger Unterschied, ob ich bei einem internen Auftrag ein Bild nur fürs Web aufbereitete oder auch als Buchillustration. Damals wars noch wesentlich teurer, den schweren Scan aufzubewahren, heute ist es ein Klacks, heute speichere ich das drucktauglich 19cm breit ab und lege dem Genossen Kollegen ein Mail-/Webtaugliches Exemplar dazu. Die Mühen und die Erfahrungen und die Fehler der Vergangenheit waren ein guter Lehrmeister, manches lernt man nur mit Schmerzen, und aus eigenen Fehlern, wieviel schöner sind die von anderen.

Um auf dein Beispiel mit deinen Hunderten Farbschattierungen zurückzukommen, es kommt selten oder nie die Notwendigkeit vor, alle zugleich in einem Bild zu haben (dann, in Folge, ist es eine Unmöglichkeit, das vor die Augen eines potentiellen Betrachters zu bringen), doch vielleicht zwei oder eine Handvoll nebeneinander im Verhältnis zueinander. Die Information ist der Unterschied, der einen Unterschied macht.

[Einschub: Warum sollen die sa. Urwaldbewohner auf ihre Grüntöne verzichten müssen, nur weil *ich* sie nicht erkenne? So ist es mit vielem.]

Die mit dem Auslösen grundsätzlich fertigen Bilder waren und sind auch mein Ziel, inzwischen achte ich auch zusätzlich darauf, dass ich die Bilder gerade bekomme, nicht mehr geringfügig drehen muss, obwohls mit einem Fingerschnippen ginge. In der Fotografie gibt's Puritaner mit Polfilter und Technikfreaks mit Lightroom-Kenntnissen, und Kreuzungen daraus ;)

~ Allen einen schönen Tag,
und: nicht ärgern, nur wundern,
Karl
 
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Erst bei dieser Ausgabe (ob nun als Projektion an die Wand oder als Bitmap-Bild-Ausgabe, d.h. JPG, TIFF, etc.) entsteht Farbe

Farbe … ist eine Sinneswahrnehmung.

Für mich hat alles einen Farbraum, was bei der Kamera hinten herauskommt. Obs nun einen Namen hat oder nicht. Dafür sorgt die Empfindlichkeit der Sensoren für Licht allgemein und für bestimmte Wellenlängen speziell und die zielgerichtete Bearbeitung der Signale, speziell auch die Filterung. Hätte es keinen Farbraum, könnte es nie zu einem bunten Bild zusammengesetzt werden.

ProPhoto, RGB, sRGB sind definierte, standardisierte und genormte Farbräume. Ein solcher wird der JPEG-Datei auferlegt, der RAW-Datei erst bei der Konvertierung bzw bei der Speicherung als TIFF oder JPEG.

HTH, Karl
 
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....interessiert mich: Nikon-Kameras haben doch je nach Generation verschiedene interne Farbräume?
Sind die noch im exportierten RAW greifbar oder schon nach RGB oder sRGB verloren?

Farbe … ist eine Sinneswahrnehmung.

Was ich an diesem Thread nicht verstehe:

Du beginnst mit einer technischen Fragestellung.
Dann kriegst Du alle richtigen Antworten (mehrfach).
Und dann gleitet das Ganze in geradezu philosophische Begriffsdeutung ab.

Geht es da nur um's letzte Wort oder um's Recht haben?
 
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Farbe … ist eine Sinneswahrnehmung.

Für mich hat alles einen Farbraum, was bei der Kamera hinten herauskommt. Obs nun einen Namen hat oder nicht.

du stimmst aber sicherlich zu, dass ohne definierte begriffe bzw. mit beliebigen individuellen begriffsbestimmungen eine sinnvolle betrachtung der zusammenhänge und fachliche diskussion nicht möglich ist und jede unterhaltung zu bloßem geschwafel verkommt?
 
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