volkerm schrieb:Absolut einverstanden.
Aber genau um diese feine Stufung derselben Farben geht es mir, wenn ich eine Tonwertkorrektur ohne Tonwertabrisse durchführen möchte.
Genau die beiden Diagramme hatte ich mir vor ein paar Stunden auch einmal angeschaut. Dabei fiel mir auf, dass sie sich widersprechen, zumindest nach meinem Verständnis: Der AdobeRGB-Raum ist in beiden Bildern unterschiedlich dargestellt und nach meinem bisherigen Kenntnisstand auf dem oberen Bild falsch. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass sich AdobeRGB von sRGB nur im Grün-Stimulus unterscheidet. Insofern kann ich auch die Aussage anfangs der Seite, die Volker hier zur weiteren Lektüre empfohlen hat nicht nachvollziehen, da der AdobeRGB-Stimulus für Rot der gleiche ist wie bei sRGB.smallfreak schrieb:Die "Eckpunkte" der jeweiligen Farbräume definieren die QUALITÄT der Primärfarben.
Hast Du ´mal die Kamera mittels eines Monochromators vermessen, oder wie kommst Du zu der Aussage? Diese Messung würde ich nur zu gerne machen... wenn ich wüsste, wer so ein Ding hat...smallfreak schrieb:Das Grünfilter in der Kamera geht großzügig von Gelb bis Cyan mit einem flachen Gipfel irgendwo zwischen 520 und 560nm - also eben im Grünen. Der Rest ist Definitionssache, wie wir "Reingrün" beschreiben. In sRGB eben bei ~550nm und bei Adobe-RGB bei ~535nm.
afx schrieb:Was heißt für Dich, daß Du in der Regel den sRGB Raum nicht verlässt? Das is doch genau der Knackpunkt. Wann rauscht Du bei welchen Operationen raus?
afx> you reading?lemonstre schrieb:Der Farbraum spielt dabei keine Rolle, da jeder Farbraum theoretisch unendlich viele (Farb)Abstufungen zulässt. In beiden Fällen erhält man bei 16 bit pro Kanl mehr Abstufungen.
Sterbenswoertchen schrieb:Ich bin alles andere als ein Profi - daher sah meine "Kalibrierung" wie folgt aus: Photos bearbeiten, zum Ausbelichten geben, neben den Bildschirm halten und den Bildschirm so einstellen, dass beides ungefähr gleich aussieht. Probleme gab es bislang kaum, allenfalls bei SW und Sepia hatte ich mal Probleme mit Farbstichigkeit. Das war allerdings nicht auf mangelnde Kalibrierung zurückzuführen.
Soweit komme ich damit klar, für den Profi natürlich nicht zu machen.
Grüße!
Frank
Nö.volkerm schrieb:Das ist in dem Link in meinem Beitrag #10 ganz anschaulich dargestellt.
Dem widerspreche ich doch gar nicht.lxlx schrieb:afx> you reading?
So verstehe ich das auch. Wenn du das widerlegen kannst, bitte.
volkerm schrieb:Zum Beispiel hier:
http://www.fc-prints.de/color-training/monitorkallibration/via-testprint.html
Das ersetzt keine Kalibrierung, aber es vermeidet zumindest grobe Fehleinstellungen.
Retina schrieb:Hast Du ´mal die Kamera mittels eines Monochromators vermessen, oder wie kommst Du zu der Aussage? Diese Messung würde ich nur zu gerne machen... wenn ich wüsste, wer so ein Ding hat...
OK... langsam komme ich dorthin denke ich.afx schrieb:Dem widerspreche ich doch gar nicht.
Wie ich oben schon schrieb bekommst Du bei Verwendung von sRGB in 16bit feinere Abstufungen. Aber Du hast noch die gleichen out of Gamut Grenzen wie in 8bit, verschwendest damit also nen Riesenraum für Feinheiten die schwer darzustellen sind und hast immer noch das out of gamut clipping des schmalen Farbraumes.
cheers
afx
Aber um den Bogen etwas zu entspannen:Heng-Sten Berg schrieb:Wie macht man das minimal erforderliche Farbmanagement?
Der Unterschied Adobe is minimal, siehe die geposteten Kurven.lxlx schrieb:Also du meinst, dass sRGB schlichtweg zu klein ist. Gut.
Und AdobeRGB kommt da nicht hin?
Für JPG shooter is das nix. Wenn Du NEFs machst, bestimmst Du den Farbraum bei der Konvertierung, nur dann macht das mit Prophoto sinn.Bringt doch nichts über ProPhoto (den ich übrigens eingestellt habe - dies ist aber auf Lightroom+Windows zurückzuführen *sigh*) zu diskutieren, wenn die Kamera nur Farben im AdobeRGB Gamut aufnehmen kann right?
lxlx schrieb:Also mir macht's oft richtig Spaß hier.
Danke den Damen und Herren für DIESE Diskussionen!
Aber um den Bogen etwas zu entspannen:
Die Idee mit Ausdruck gegen Monitorbild vergleichen ist voll OK wenn du nachher zufrieden bist.
Wie du wahrscheinlich mitgelesen hast ist das FM so eine Sache für sich
Und da dein favorisierter Viewer das sowieso nicht kann ... einfach Finger weg und selig Bilder machen!
lG alex
Heng-Sten Berg schrieb:Ich geh zurück auf analog
Is ja langweilig, da kann man sich ja nur über Filme und Chemie streiten. ;-)Heng-Sten Berg schrieb:Ich geh zurück auf analog
Äh, ja, aber eine gewisse Abweichung zwischen D70 und 10D gibt es schon. Die blaue Kurve der D70 liegt näher an der Empfindlichkeitskurve des S-Zapfens. Interessant auch der rote Hügel der D70 im Blauen, den man ja auch bei verschiedenen "color matching functions" beobachten kann, allerdings bei deutlich kleineren Wellenlängen. Könnte mir schon vorstellen, dass die D70 einen geringfügig besseren Metamerieindex hat...smallfreak schrieb:Die Kurve unterscheidet sich qualitativ nicht von anderen Sensoren. Jedes andere Ergebnis hätte mich auch sehr überrascht, da die spektrale Empfindlichkeit der Filter im Idealfall ja mit der spektralen Empfindlichkeit der Farbrezeptoren im Auge übereinstimmen sollen.
Meinst Du damit das potentielle Abschneiden von aufgenommenen Farbwerten außerhalb des sRGB (oder AdobeRGB) Dreiecks? Das hängt übrigens stark von der gewählten Farbtemperatur bei der Konversion von RAW in einen "linearen Darstellungsraum" ab, wie ich es hier ´mal (auf Basis der DNG Daten) dargestellt habe. Wenn ich eine Umgebung, die mit Wolframlicht beleuchtet wird, nehme und dort eine blaue LED placiere, dann wird deren Blauwert ganz sicher auf die Dreiecksgrenze gelegt werden (=> Clipping).smallfreak schrieb:Die höchste Empfindlichkeit des Grün Filters liegt also etwa bei 530nm, das "reinste" Grün bei etwas über 550 nm. Irgendwo in dem Bereich wird die Software den Sättigungspunkt ansiedeln.
Die Empfindlichkeiten in Tristimuli umrechnen? Hm, sollte doch nur eine Wichtung der entsprechenden Kurve xyz(lambda) mit der jeweiligen Empfindlichkeitskurve sein, oder?smallfreak schrieb:Ich könnte das vermutlich nicht in ein Farbprofil umrechnen, aber machbar wäre es schon. Damit ist der absolut abbildbare Farbraum der Kamera festgelegt, ob der nun innerhalb von Adobe-RGB liegt, oder außerhalb, oder teils dies, teils das.
Ob L*ab oder XYZ ist ja egal. Aber prizipiell können sich bei der linearen Transformation des Kamerabezugssystems in den XYZ-Raum schon zunächst völlig unphysikalische Farben ergeben (Blaue LED bei 2850K). Die Reduktion auf sRGB ändert diese Werte dann. (siehe auch nochmal hier)smallfreak schrieb:Mit dem Geräteprofil steht fest, an welchen Koordinaten des L*ab-Farbraums (das ist das rechtwinkelige Koordinatengitter auf dem die CIE-Farbtafel hufeisenförmig aufgemalt ist) die möglichen Farben liegen. Die Umrechnung dieser Werte in das sRGB oder Adobe-RGB Rechenschema ist dann nur noch Koordinatentransformation und ändert an den Farben vorerst gar nichts.
Hm, ist "tiefgesättigtes Braun" nicht ein Widerspruch in sich? :gruebel: Aber Abweichungen sind ja unausweichlich, wenn ich nicht genau die gleichen spektralen Empfindlichkeiten bei Sensor und Zapfen auf der Retina habe, oder?smallfreak schrieb:Auf dem Target waren jedoch (einige wenige) Farben, die auf dem Foto beträchtlich vom Sollwert abweichen und auch in Adobe-RGB nicht darstellbar waren. Es waren speziell die tief gesättigten Brauntöne, möglicherweise einfach nur ein Problem der zu geringen Signalinformation bei den sehr dunklen Farben. Die Fehlstellen waren in sRGB und Adobe-RGB auch unterschiedlich. Ob das an den Aufnahmebedingungen, am Target oder tatsächlich am Farbraum liegt, kann ich nicht sagen. Solche Farben sieht man aber natürlicherweise nie, bloß wenn man in einem Farbengeschäft die offenen Lackdosen abfotografiert. Das bekommt man aber ohne Schmuckfarben-Druck sowieso nie auf Papier.
Kai Licht schrieb:1. Digitale Fotografie ohne kalibrierte Ausgabe (Monitor, Drucker...) ist absoluter nonsens. Wer Augen im Kopf hat, sieht schnell, dass es nicht geht, außer er ist Knipser und läßt im Drogeriemarkt printen. Das ist dann was anderes, dann soll er aber nichts zu Farbmanagement posten.
2. Viele Anfänger hier sollten nicht verunsichert werden: JPEGs aus der D40 sehen auch nett aus, wenn man vielleicht noch ein bißchen 'rumschraubt am Druckerprofil und am Schirm. Der Weihnachtskalender geht dann schon – aber mehr eben n i c h t .
3. Für professionelle Belange muss zwingend die ganze Kette kalibriert sein. Das mag bei einem Sportfoto in der Tagespresse noch hingebogen werden können aber für nahezu alles andere lacht sich jede Agentur halbtot.
Ob Du für die Bundestagsverwaltung Abgeordnete portätierst oder für einen Geschäftsbericht eines Konzerns die Vorstände oder für ein Modemagazin eine Strecke mit Models: unkalibrierte Prints führen dazu, dass Du zwei Jobs hast: den ersten und den letzten.
Last not least: Aus den teils bizarren Meinungen mancher Teilnehmer zu diesem Thema kann ich nur schließen, dass die Printausgabe offenbar mit dem Fetisch Fotografie nicht notwendigerweise als letzter Arbeitsschritt verbunden zu sein scheint, um das jetzt mal nur anzudeuten und ausdrücklich ohne einen Streit anzetteln zu wollen.
Kai Licht schrieb:außer er ist Knipser und läßt im Drogeriemarkt printen.
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