AF-S NIKKOR 70–200mm f/2.8E FL ED VR

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Wenn der Schritt in der BQ wie beim VR I auf VR II ist dann wäre das schon gut.
Auf welchen Kameras seid ihr denn zufrieden mit dem VR I, spätestens mit der D4 war das nix mehr.
 
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Ich nutze das VR I - bereits seit meiner D70, D200, D2x, D3 und jetzt D4. Mit der Schärfe bin ich zufrieden, Vignettierung ist allerdings elendig und muss zwingend kamerintern korrigiert werden, Gegenlichtempfindlichkeit ist hoch. Ansonsten ein solides Objektiv. Das VR II ist nen Ticken besser, bekanntlich am langen Ende, war für mich aber kein Grund zum Upgrade. Ich werde meines behalten, da der wohl mickrige Verkaufswert in keinem Verhältnis zum Qualitätsgewinn bei einem sauteuren VR III steht.
 
Kommentar
Ich bin Nutzer der Version II. Ich hatte die Cashback-Aktion vor knapp zwei Jahren genutzt und konnte das gute Stück zu einem sehr räsonablem Preis erwerben.
Um das erste VR-Objektiv ("I") machte ich einen großen Bogen, nachdem ich etliche Tests sehr genau studiert hatte; man merkt, dass es aus einer Zeit stammt, als Nikon noch kein FX-Kameragehäuse am Markt hatte. Das Objektiv ist weiterhin interessant für Nutzer des DX-Formats, bei FX ist die Performance unzureichend wegen übermäßigen Schärfeabfalls zu den Ecken, auch ist die Vignettierung höchst unangenehm. Beides zusammen ist bei flächeigen Motiven wie z. B. Gemälden nicht hinnehmbar.

Die Version II ist insgesamt hervorragend, mit der Nikon D4s kann ich das Potential der optischen Leistung vermutlich nicht einmal ganz ausnutzen. Besonders zu loben ist die sehr gute Wiedergabe am "längeren Ende". Ich verwende das Objektiv zumeist abgeblendet im Bereich 1:7,1 bis 1:16, um die Tiefenschärfe über den gesamten bzw. möglichst großen Bildbereich zu behalten.
Die Verzeichnung ist akzeptabel, aber wahrnehmbar, da meistens über ein Prozent. Lediglich in einem Zwischenbereich im Bereich 85 bis 120 mm (grob geschätzt) ist sie nicht wahrnehmbar.
Sehr zufrieden bin ich mit dem Verhalten bei Gegenlicht.

Im Nahbereich ist das Objektiv nicht sehr optimiert, weil mich hier Bildfeldkrümmung und Brennweitenverkürzung zu einem stärkeren Abblenden zwingen, als ich es bisher gewohnt war. Sehr häufig komme ich bei dreidimensionalen Objekten nicht mit Blende 11 aus und muss in kritische Bereiche ausweichen, sowohl was die Belichtungszeit als auch was die Schärfeleistung bei einsetzenden Beugungseffekten betrifft. Das hat sich stärker ausgewirkt, als ich erwartet habe.
Der zweite Punkt, wo eine Weiterentwicklung zu wünschen war, ist der VR: der wirkt keine großen Wunder; hier schätzte ich, dass er bei 200 mm zwei Blendenstufen "bringt", bei 70 mm etwa drei. Der Unterschied zum "moderneren" 1:5,6 / 200–500 mm ist*signifikant.

Genau in den beiden letzten Punkten hat Nikon jetzt "nachgelegt". Hinzu kommt eine behutsame Gewichtsverringerung, die sicherlich angenehm ist – 100 g sind in der Praxis nicht wenig!
Was die ebenfalls von Nikon angeführten Verbesserungen beim Autofokus anbetrifft, kann ich dies nicht beurteilen, weil ich keine Action-Fotografie mache.

Ingesamt finde ich das Konzept mit den gezielten Verbesserungen in den bisherigen "Schwachpunkten" sehr schlüssig, die "Allround"-Fähigkeiten schätze ich mit der neuen Version als superb ein.

Der Geldbeutel gewinnt freilich am meisten an Leichtigkeit. Die Preise werden zwar mit der Zeit mehr fallen als bei PC-E-Objektiven, aber hier ist trotzdem reichlich Geduld angesagt, wenn man sparen möchte. Das VR II ist aber m. E. keineswegs veraltet, und die superbe Verarbeitung sollte es zu einem "Langläufer" werden lassen.

Grüße, Uwe
 
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Ich bin Nutzer der Version II. Ich hatte die Cashback-Aktion vor knapp zwei Jahren genutzt und konnte das gute Stück zu einem sehr räsonablem Preis erwerben.
Um das erste VR-Objektiv ("I") machte ich einen großen Bogen, nachdem ich etliche Tests sehr genau studiert hatte; man merkt, dass es aus einer Zeit stammt, als Nikon noch kein FX-Kameragehäuse am Markt hatte. Das Objektiv ist weiterhin interessant für Nutzer des DX-Formats, bei FX ist die Performance unzureichend wegen übermäßigen Schärfeabfalls zu den Ecken, auch ist die Vignettierung höchst unangenehm. Beides zusammen ist bei flächeigen Motiven wie z. B. Gemälden nicht hinnehmbar.

Interessant, wo her weißt du das so genau, wenn du einen so großen Bogen um das VR I gemacht hast?
Denn auch an der D5 ist es immer noch eine klasse Optik und macht Laune. Bei f/2.8 vielleicht nicht das schärfste Objektiv, doch bereist ab f/3.2 ist es klasse. Dazu hat es keine so dermaßen krasse Brennweitenverkürzung im Nahbereich, wie das VR II, weswegen dieses für mich nicht in Betracht kam.
Das neue E FL könnte daher nun eine interessante Optik werden.
 
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Interessant, wo her weißt du das so genau, wenn du einen so großen Bogen um das VR I gemacht hast?

Tests gründlich lesen, Kurven auswerten, bei Photozone, dpreview und anderen Plattformen. Foreneinträge lesen sowie Fotozeitschriften – des mit der gebotenen Vorsicht. Das Ganze dann nochmal, als die Tests für die Version II vorlagen. Danach wusste ich, dass ich mit der "Zwischenlösung" von Tamron recht gut gefahren bin (Zwischenlösung, weil in der Zwischenzeit Linsen locker geworden waren, vermutlich wirschaftlicher Totalschaden), und tatsächlich, das Nikon VR II legte gegenüber dem Tamron (ältere Version noch ohne VR) noch eine Schippe drauf, was die Optik betrifft. Was die miserable AF-Performance dieses Tamron-Modellls betrifft, hatten die Kritiker übrigens recht. Und das ungünstige Verhalten des Nikon VR II im Nahbereich würde ich heute auch stärker gewichten. Dennoch bin ich sehr zufrieden.

Ich brauch' mit meinen speziellen Anwendungen halt Schärfe auch in den Ecken – und die bekommt man beim VR I nicht einmal beim Abblenden. Dafür gibt's noch reichlich Vignettierung dazu, kann ich auch nicht gebrauchen.

Dass die Version III jetzt kaum noch Schwächen zeigt und daher wirklich interessant für Allround-Anwendungen ist, da sind wir uns einig.

Grüße, Uwe
 
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Danke für die präzise Analyse.

Bin aber auch sehr gespannt auf die ersten real world Erfahrungen bezüglich vertauschter Position von Zoom- und Fokusring!
 
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Dafür gibt es schon "real world" Erfahrungen, da Tamron den Tausch der Ringe beim Wechsel vom 70-200/2,8 macro zu VC ebenfalls vollzogen hat.

Da ich den Wechsel bei mir (mit den Tamrons) gemacht habe, meine Erfahrung:
Die normale Position wie beim alten Tamron oder VRII ziehe ich vor, weil man dann auch mal schnell ein Photo schießen kann, ohne eine Sonnenblende in Transportstellung abnehmen zu müssen. Beim neuen Tamron mit VC und vermutlich auch beim neuen Nikkor kann man den Zoomring mit Sonnenblende in Transportstellung nicht bedienen.
Davon abgesehen ist es einfach nur Gewöhnungssache ohne dass ich einer Anordnung der Ringe den Vorzug gebe.

Also mMn. ist die normale (alte) Anordnung etwas günstiger, aber das ist wirklich nur eine Kleinigkeit und nebensächlich.
 
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aber man muß auch dort wie schon zuvor erwähnt die Sonnenblende abmachen um den Zoomring zu erreichen , also nichts mit schnellem Schuß !

Wenn ich die Kamera schussbereit habe, dann ist die Sonnenblende selbstverständlich auf dem Objektiv - und zwar nicht in Ruhestellung ... :fahne:
 
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Ich nehme die auch nur ab, wenn es mit oder ohne Kamera in die Tasche kommt.

Wenn ich schnell schussbereit sein will, kommen die Objektive mit richtig aufgesetzter GeLi und ohne Objektivdeckel in die Tasche ...

Ansonsten muss man eben damit rechnen, dass man sich mit einem neuen Objektiv beim Handling eingewöhnen muss.
Dass mein Sigma 150-600 S auch als Schiebezoom nutzbar ist, musste ich auch erst lernen - mittlerweile bevorzuge ich das. Geht einfach schneller: mit dem Handballen unter der Stativschelle abstützen und mit den Fingern schieben.
 
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Ich hab es heute in Lünen in der Hand gehabt. Ich finde den Zoomring vorne beim Fotografieren ergonomischer. Es war noch ein Vorserienmodell.

Grüße
Bernd
 
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Die Relation max. Abbildungsmaßstab & Naheinstellgrenze deuten darauf hin, dass das neue im Nahbereich dicht an die 200mm herankommt oder gar erreicht.

Hier würde ich bitten, dass Du mir das noch einmal näher erläuterst, wie Du zu dieser Aussage kommt. Ich fürchte, die Brennweitenverkürzung im Nahbereich wird noch stärker sein.

Festbrennweiten, die ihren Nahbereich allein durch die Auszugsverlängerung (und nicht durch Brennweitenverkürzung) erzielen, baut Nikon meist so, dass die Naheinstellgrenze dem Zehnfachen der Brennweite entspricht. Der Abbildungsmasstab ist dann ca. 1:8. (Beispiel: 105mm Brennweite, 0,1m Naheinstellgrenze, größter Abbildungsmaßstab 1:8.)

Das AF-S 2.8/70-200 VR hat eine Naheinstellgrenze von 1,5m, einen Abbildungsmaßstab von 1:6 und ist 215mm lang. Bei diesem Objektiv ist in Portraitentfernung keine signifikante Brennweitenvekürzung festzustellen. Im Nahbereich gehe ich aber aufgrund des obigen Vergleiches aber davon aus, dass die Technik der Brennweitenverkürzung - auch - angewandt wird.

Das AF-S 2.8/70-200 VR II hat eine Naheinstellgrenze von 1,4, einen Abbildungsmaßstab von 1:8 und ist 205,5mm lang - hier war schon in Portraitentfernung eine signifikante Brennweitenverkürzung auf ca.135mm beobachtet worden. Das verwundert nicht, wenn man sieht, dass das Objektiv 1cm kürzer geworden ist - diese 1cm fehlen für eine Auszugsverlängerung im Nahbereich, also muss die Brennweite stärker verkürzt werden, wenn die Naheinstellgrenze bei weniger Auszug kürzer sein soll.

Das AF-S 2.8/70-200 FL E hat eine noch gesteigerte Naheinstellgrenze von nur noch 1,1m, einen Abbildungsmaßstab von 1:4,8 und ist noch ein wenig kürzer, nämlich 202mm. Ich nehme mal an, dass die obige Aussage, hieraus lasse sich die Erhaltung der bei unendlich bestehenden Brennweite auch im Nahbereich ablesen, aus dem sehr großen Abbildungsmaßstab von 1:4,8 herrührt. Trotzdem frage ich mich, wie das zusammen gehen kann, wenn man sich überlegt, dass bei einer normalen Festbrennweite von 200mm mit Auszugsverlängerung die Naheinstellgrenze bei 2m und der Abbildungsmaßstab bei 1.8 liegen würde und die für eine Auszugsverlängerung zur Verfügung stehende Baulänge nochmal verkürzt wurde.

Die klassische Objekivbauart ist ja, dass sich das Objektiv beim Fokussieren um den Auszug zwischen hinterer Linsengruppe und Film/Sensor verlängert. Bei den innenfokussierten Zooms (wie hier) steht diese Möglichkeit nicht zur Verfügung und muss innerhalb des Tubus oder durch Verschiebung der Linsen zueinander geschehen. Wenn dann zusätzlich auch das Zoomen - wie hier - nicht zu einer Verlängerung des Objektives führt (anders z.B. als bei den Superzooms 18-300 etc.), muss es eigentlich fast zwangsläufig zu Brennweitenveränderungen im Nahbereich kommen - aber das sind die Geheimnisse und Wunder des modernden Objektivdesigns, die wir hier bewundern dürfen.

Ich möchte also der oben zitierten These nicht a priori widersprechen, wäre schön, wenn sie stimmen würde - aber ich bin angesichts der Fakten und der vielen Unbekannten nicht so zuversichtlich wie ihr Urheber. Vielleicht kann eine nähere Begründung helfen?

(Was dann stimmt, sehen wir, wenn das Objektiv zu kaufen ist...:))
 
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4,8 / 8,3 = 1,73 (gerundet)

Bei gleicher Naheinstellgrenze läge der Faktor bei den 1,73.

Da die Naheinstellgrenze sich verbessert hat, muss man den Faktor reduzierend berücksichtigen. Der ist:

1,1 / 1.4 = 0,79 (gerundet)

0,79 * 1,73 = 1,36 (gerundet)

Beim alten lag die max. Brennweite im Nahbereich meines Wissens nach bei rund 135mm.

135mm * 1,36 = 183mm

Stimmen die Überlegungen oder mache ich hier einen Denkfehler?
 
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Ich komme auf folgende Werte:

AF-S 70-200/2.8 G VR: 184mm bei 1,5m und 1:6,0
AF-S 70-200/2.8 G VR II: 135mm bei 1,4m und 1:8,3
AF-S 70-200/2.8 E VR FL: 157mm bei 1,1m und 1:4,8
 
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