Z6 - Meine ersten Bilder

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Es ist im Artikel von Mikrometer die Rede, das sind 1/1000 Millimeter.
Im Artikel ist von 10 μm die Rede, das sind 1/100 mm. Ich hatte mir was dabei gedacht ...

Ein Fehlfokus ab 10 μm ist messbar (bei großer Blende), also wird ein Missalignment (Schieflage) von 10 μm das auch sein. Und ja, es ist praxisrelevant. Denn in der Praxis sind Bilder eigentlich nie knackscharf, wenn man die MTF mal nachmisst. Aus vielen Gründen, die sich alle addieren. Adapter sind halt potentiell einer davon. Ich hab das quantitativ untersucht und erlaube mir daher mal diese Behauptungen ...

P.S.
Das ist nicht das, was man sich wünscht. Aber das ist der Physik egal. Zu Zeiten von Film war das weniger kritisch, da war die Auflösung geringer (ausser bei S/W) und die Filmemulsion war dick genug, um kleine Abweichungen auszugleichen. Sensoren aber haben eine extrem dünne lichtempfindliche Eintrittsschicht. In der Praxis erreiche ich daher mit analogem Dokumentenfilm immer noch höhere Auflösungen als mit der D850, was ich aber nur unter dem Mikroskop sehen kann ...
 
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Da oft immer angezweifelt wird, die Z6 könne mit dem Autofokus fliegende Vögel nicht einfangen habe ich es mit einer fliegenden Kanadagans probiert. Hatte keine große Zeit mich auf was einzustellen, habe nur ihr Geschrei gehört, Kamera hoch und die Gans verfolgt, Auslöser gedrückt-fertig.


Ich hatte den dynamischen Fokus aktiviert und manuelle Belichtungsmessung mit Spot.
Der Autofokus meiner D500 ist allerdings für solche Bilder doch noch um einiges besser.
 
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Noch ein paar Bilder unter schwierigen Verhältnissen wegen des Lichtes ( Heckenbraunelle volles Gegenlicht und durch Äste durch )












Die Bilder sind mit manueller Belichtungseinstellung gemacht und Spot. Als Objektiv hatte ich am FTZ das 300/4 PF mit dem TC1,4 III Konverter. ISO 2000 1/500sec, BL 5,6​
 
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Noch ein paar Bilder unter schwierigen Verhältnissen wegen des Lichtes ( Heckenbraunelle volles Gegenlicht und durch Äste durch )

Den Begriff "Gegenlicht" und "voll" halte ich jetzt hier fuer etwas uebertrieben.
Das ist diffuses Licht ohne Sonne - also keine wirkliche Herausforderung fuer den Fokus.

Die Bilder sind dennoch klasse.
 
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Sehr schöne Vögelchen!!

Zum Teil pflichte ich Bernd bei. So richtiges Gegenlicht ist das nicht, aber es ist schon ein starker Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund.
Vor allem bei der Heckenbraunelle. Das kann, meiner Erfahrung nach, den Autofokus der Z6 schon aus dem Konzept bringen.

Deshalb eine Frage an Guido: Ging mit dem AF in dieser Situation alles glatt, oder hat er öfter Schwierigkeiten gehabt, die Schärfe zu finden?

Grüße,
Christian
,
 
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Bei allen AF, die ich bisher verwenden dürfte, hat ein hoher Kontrast zwischen Motiv und HIntergrund das Fokussieren eigentlich deutlich erleichtert. Ist das bei der Z6 tatsächlich andersrum?
 
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Bei allen AF, die ich bisher verwenden dürfte, hat ein hoher Kontrast zwischen Motiv und HIntergrund das Fokussieren eigentlich deutlich erleichtert. Ist das bei der Z6 tatsächlich andersrum?

Ja, wenn Du Zweige oder einen Zaun vor Himmel hast, stellt die Kamera mit Leichtigkeit auf die Zweige scharf.

Anders sieht es aus, wenn zum Beispiel jemand auf der Bühne steht und von hinten Scheinwerfer ihren Schein werfen. Da bricht
sich die Kamera bei dem Versuch, die exakte Schärfe zu finden, evtl. ganz schön einen ab. Und wärend es mit einer DSLR noch
recht gut geht, hat nach meiner Beobachtung der AF der Z6 in so einer Situation ganz erhebliche Schwierigkeiten.

Das Problem in einer solchen Situation also nicht, daß ein Kontrast zwischen Vorder- und Hintergrund besteht, sondern, daß der
Hintergrund den Vordergrund überstrahlt. Und dazu bedarf es auch keiner Scheinwerfer. Mir hat schon ein sehr weißer Hintergund
Probleme bereitet, der nur von der Raumbeleuchtung Licht bekam. Die Person davor war im Vergleich dazu erheblich dunkler.

Grüße,
Christian
.
 
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Den Begriff "Gegenlicht" und "voll" halte ich jetzt hier fuer etwas uebertrieben.
Das ist diffuses Licht ohne Sonne - also keine wirkliche Herausforderung fuer den Fokus.

Die Bilder sind dennoch klasse.

Danke für das Lob, aber bez Gegenlicht muss ich doch etwas widersprechen, die Sonne kam schon durch und stand etwas rechts vom Vogel wenn ich mich recht entsinne. Was aber für mich und das Pro für die Z6 in diesem Fall war, ist die Belichtungsmessung mit einer Spiegellosen, du kannst sofort korrigierend eingreifen bevor du das Bild machst. Da ist die Fehlerquote einer DSLR wesentlich höher, und der Vogel ist dann vermutlich weg.
 
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Hallo Christian, ja ich beziehe mich nur auf die Bilder der Heckenbraunelle, mit dem AF der saß beim zweiten Anvisieren, vielmehr musste ich schnell korrigierend bei der Belichtungsmessung eingreifen, das Bild wäre mir bei der D500 zu 100% unterbelichtet gewesen. Und da kommt dann der Riesen Vorteil einer Spiegellosen, du siehst sofort das fertige Bild und kannst korrigierend eingreifen bevor du auslöst. Bei einer DSLR schaust du dir kurz das Bild an, siehst das es unterbelichtet ist, korrigierst- und schwups ist der Vogel weg !
 
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Vor allem ist es bei den eigentlichen ISOless Sensoren der neuen Nikon Modelle egal ob man ein Belichtungskorrektur bei der Aufnahme oder in der EBV macht. Ich bevorzuge sogar das selektive Hochziehen der Schatten am PC weil ich damit eine kurze Verschlußzeit retten und gleichzeitig ein Ausfressen der Lichter verhindern kann.
 
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Ich habe das jetzt mal bewusst nachgestellt (AF-S single center point).
Ich kann bestätigen, dass der AF in solchen Situationen in Schwierigkeiten geraten kann, die man aber schnell im Griff hat, wenn man die Z6 eine Weile benutzt hat.

Schwierigkeiten bedeutet hier, dass man etwas länger braucht, oder erneut versuchen muss, oder die Kamera etwas bewegen muss. Ich finde es aber immer noch brauchbar.

Vor allem waren dies stets Scenarien, wo ich auch mit blossem Auge Probleme hatte ... ich war vom Scheinwerfer geblendet oder der Hintergrund hat überstrahlt. Eigentlich hatte mich der AF insofern sogar positiv überrascht.

Konkret fokussiert man in so einem Fall oft in einem Bereich sehr verringerten Kontrastes aufgrund der Objektivreflexionen / Flares, auch mit dem neuen 24-70/4S, bei gleichzeitiger Belichtung auf die Lichter. Nikon könnte diese Situation in der Firmware vielleicht konkret erkennen und den Sensor während des AF anders belichten (bei Video natürlich nicht ...). Bzw. die Kontraste im Flare-Bereich für den AF erhöhen. Aber auch jetzt schon ... wie gesagt ... brauchbar.

Ich finde das Verhalten unter dem Strich gut genug, Schulnote 3, im Vergleich zu einer D850, Schulnote 2+. Schulnoten 1 gibt es bis dato nicht, keine Kamera fokussiert absolut perfekt.

Mehr stört mich da fast, dass der Z6-PhasenAF keine exakt horizontalen Strukturen "sieht" (sie pumpt dann 1s statt der üblichen 0.2s knack).

Übrigens: der Pinpoint-AF Mode scheint mir immer gleich langsam zu sein, also immun unter Gegenlicht
 
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Eine gewagte These, jedenfalls in dieser Verallgemeinerung!
Gruß Axel

Hallo Axel,
OK. verallgemeinern kann man das natürlich nicht. Bei der Z6/7 habe ich die Möglichkeit im Sucher mir mein Histogramm direkt anzuschauen und sehe wohin ich korrigierend eingreifen muß obwohl die Belichtungswaage eine saubere Belichtung anzeigt. Diese Möglichkeit habe ich bei DSLR nicht. Ich für meinen Bereich kann behaupten, das ich im Winter in den schneebedeckten Bergen Bayerns noch nie soviel 100% korrekt belichtete Aufnahmen mit nach Hause gebracht habe wie dieses Mal mit der Z6, und zwar beim erstenAuslösen. In der Vergangenheit habe ich zwar auch richtig belichtete Bilder gemacht, aber wesentlich öfters einen zweiten oder dritten Versuch gebraucht bis es 100% passte, also keine Lichter ( Schnee ) ausgefressen waren, weder Schatten noch abgesoffen sind. Das kann aber auch an mir liegen, vielleicht sind die Vollprofis unter uns auf Grund vieler Erfahrungswerte dort wesentlich versierter als ich es als Amateur bin. Ich arbeitet übrigens überwiegend sowohl mit der D800; der D500 und nun auch mit der Z6 im manuellen Belichtungsmodus.
 
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Bei der Z6 gebe ich dir da 100% recht, da die im ISO Bereich gegenüber meiner D500 und D800 um eine ganze Menge besser ist, bevor man in nicht richtig belichteten Stellen beim Hochziehen der Schatten in der EBV Rauschen sieht. Und deshalb ist es mein Bestreben schon bei der Aufnahme keine Reserven zu verschenken die ich in der EBV gut gebrauchen kann.
 
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Ich arbeitet übrigens überwiegend sowohl mit der D800; der D500 und nun auch mit der Z6 im manuellen Belichtungsmodus.

Wir befinden uns im Jahr 2019. Manuellen Modus verwende ich gerne wenn geblitzt werden muss.
Und ja, Erfahrung spielt eine Rolle bei Gegenlicht, Schatten. Deswegen gibt es immer noch Belichtungsspeicherung mit AE-L Taste oder Auslöser, obwohl die Matrixmessung bei modernen Kameras schon ordentlich verbessert wurde.
Die Entwicklung geht aber schon zum rundum sorglos Paket, d.h. Kamera ans Auge, Ausschnitt wählen, den Auslöser betätigen und fertig.
Vielleicht erlebe ich die 100% Kamera noch.
Was ich eigentlich sagen wollte, es ist nicht mehr notwendig im manuellen Modus zu fotografieren, zumindest ist es so wenig amateurhaft in P, S, A zu fotografieren, wie es profihaft ist nur in M zu fotografieren.
 
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Das kann auch an meinem Gewohnheitsmodus liegen. Weil nur in diesem Modus habe ich die volle Kontrolle in meiner Hand. Ich bestimme Zeit und Blende mit ISO Automatic und kann jederzeit durch einen Dreh mit dem Daumen am hinteren Einstellrad, sowie mit dem Zeigefinger am vorderen Einstellrad Zeit und Blende nach meinem Gusto verändern.
Das mit dem Kamera hoch ans Auge,Ausschnitt und fertig ist nicht mein Ding zu fotografieren. Ich möchte mir schon noch Gedanken machen dürfen, meine Einstellungen von Blende bez. der Schärfentiefe und bei fliegenden Vögeln die entsprechende Zeit einzustellen, und mir das nicht durch eine Automatic aufzwingen zu lassen. Diese Art bezeichne ich als Knipsen, dann kann ich mir auch eine P900 oderP1000 kaufen, auf Motivprogramm Vögel stellen, und dann irgenwo jenseits jeder Fluchtdistanz hinstellen und Bilder knipsen z.B. vom Eisvogel und anschließend den Leuten durch den engen Bildausschnitt vorgaukeln, ich wäre 5m vom Vogel entfernt gewesen.
Aber wie gesagt, selbst im Jahre 2019 wertfrei, jeder wie er mag und es für seine Art des fotografierens gut findet.
PS.
Ich bin fest überzeugt, die Bilder die ich in #85 gezeigt habe, ( wobei mir da auch noch ein Fehler beim Hochladen hier in mein Album unterlaufen ist, JPG Qualit.75% ) zumindest die ersten 3 wären mit einer Automatik beim ersten Versuch belichtungstechnisch schlechter geworden als diese, und wie gesagt nur 1x ausgelöst und nix in EBV hochgezogen!!!
 
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