Technische Perfektion oder Fotos?

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Da ist wohl eher was mit Deinem Monitor oder Deinem Farbsehen nicht ganz im Lot.
Eizo CG 279X, aber die haben wahrscheinlich die Farbe Grün erwürgt. Du löscht prima Motive, wenn sie nicht scharf sind. Schön, ich tue das nicht. Es gibt ein paar sehr viel bessere Fotografen als wir beide, die tun es auch nicht. Du hättest wahrscheinlich auch die "Migrant Mother" gelöscht, zumal ein deftiger Retuschefehler im Foto ist. Aber lassen wir das.
 
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So ist es. Und den Schatten eines grünen Baumes gibt es hier auch nicht. Wenn man solchen Quatsch angesichts eines Schnappschusses diskutieren muss ...

Die Bank ist in Wirklichkeit auch grün?

So großer Quatsch ist es ja nicht, wenn das Foto so auf mich wirkt. Ich bin doch nicht blind und habe nicht sooo wenig Erfahrung beim Betrachten von Bildern. Und ja, in Sachen Belichtung habe ich mich etwas täuschen lassen.

Aber ich versuche dennoch, das Thema einzukreisen. Mir gefällt zu viel an dem Foto nicht und das Geringste, was mir missfällt, ist die Schärfe auf den Augen. Als Portrait ist es mir zu schnappschussig, für einen witzigen Schnappschuss ist es der falsche Bildausschnitt.

In Sachen "am Thema vorbei": Das ist jetzt ein zeigenswertes Charakterportrait von einem Yorkshire Terrier?
 
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...warum ich dieses aktuelle Bild im Jahr 2019 als gelungen beurteilen sollte.
Erstens hat das niemand verlangt, zweitens ist das ja gerade die Frage: Was ist "gelungen"?
Ist ein Foto nur dann gelungen (für den Autoren und/oder für Dritte), wenn es absolut farbneutral,
scharf und rechtwinklig ist?
Antwort für mich - eindeutig: Nein.

Grüße, Christian
 
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Erstens hat das niemand verlangt, zweitens ist das ja gerade die Frage: Was ist "gelungen"?
Ist ein Foto nur dann gelungen (für den Autoren und/oder für Dritte), wenn es absolut farbneutral,
scharf und rechtwinklig ist?
Antwort für mich - eindeutig: Nein.

Grüße, Christian

Ich würde dieselbe Antwort geben, nur würde ich das Beispielfoto halt auch nicht für gelungen halten.

Und dann kommt ja noch dazu, dass man schon zuerst guckt, wer es gemacht hat. Und wenn derjenige sonst viel bessere Bilder macht, dann traut man sich auch schon eher mal Kritik zu äußern.
 
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In Sachen "am Thema vorbei": Das ist jetzt ein zeigenswertes Charakterportrait von einem Yorkshire Terrier?

Das ist offensichtlich eine Szene: Hund vor Kuchen. Ich werde dir jetzt kein Foto nahelegen, dass du nun nicht mehr mögen kannst. Lass fallen.
 
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Anders rum ....

Gehen wir von einem biologischen Grundsatz aus: unumstösslich ... einfach so wie es ist: das Hirn orientiert sich an der Gegebenheit, welches es vorfindet!

Das heisst: Mozart 1920? Keine Chance ... Johann Sebastian Bach .... keine Chance. Da Vinci ..... 1920? Keine Chance ....Oder eben anders.

Die Musik, die Literatur, die Malerei, die Fotografie hat das immer erkannt: technisch ja, so weit wie möglich perfekt. Mozart hat, verbrieft, an seine geliebte Frau währende der Komposition der Zauberflöte geschrieben: "ich muss immer wieder eine Pause machen, weil ich weine ....weil es mich berührt ....

Alle grossen Künstler wussten, wenn es mich als "Produzent" beim "Produzieren" nicht berührt, dann kann ich die Berühmtheit nicht von den Hörenden oder den Betrachtenden einfordern ....

Und der grösste Trugschluss heute ist eigentlich nur einer: dass die Schärfe alle anderen Sinne versucht zu übertölpeln ....

Johann Sebastian Bach: H-moll Messe .... ein wunderbares Lehrstück: Bob Marley "Exodus", ebenfalls ein wunderbares Lehrstück ... und Aretha Franklins Live Album dasselbe ....

"Nur meine 2 Rappen" ....
Du hast es auf die dir eigene Art mal wieder sehr zutreffend formuliert, herzlichen Dank dafür. Ich mag nicht alle deiner Bilder, manche verstehe ich auch trotz der immer sehr ausführlichen Beiworte nicht, aber berühren tun sie mich immer. Mehr kann nicht gehen.
 
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Mich interessieren Hundefotos genau so wie dich meine Katzenfotos. Null. Deshalb kriegt die niemand zu sehen.
 
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Du löscht prima Motive, wenn sie nicht scharf sind.
Genau, weil sie meinem Anspruch nicht entsprechen, wenn das Hauptmotiv verwackel-unscharf oder nicht ansprechend bewegungsunscharf ist. Da bin ich hart zu mir. Deswegen erleben ich auch nie, dass jemand meine Bilder aufgrund solcher Mängel kritisiert. Wenn ich Unschärfe in Bildern akzeptiere, dann weil sie zur Bildwirkung für mein Empfinden (!) positiv beiträgt.

Es gibt ein paar sehr viel bessere Fotografen als wir beide, die tun es auch nicht.
Ich glaube kaum, dass z.B. ein Rainer Martini im Jahr 2019 dieses Hundebild nicht ebenfalls sofort gelöscht hätte, und der Mann ist vom Niveau WEIT über dem, was fast alle Amateure hier im Forum produzieren.

Du hättest wahrscheinlich auch die "Migrant Mother" gelöscht, zumal ein deftiger Retuschefehler im Foto ist.
Das Bild ist von 1936, warum hätte ich es als Fotograf damals löschen bzw. genauer gesagt wegwerfen sollen? Für die damaligen Möglichkeiten der Aufnahmetechnik hat es eine bemerkenswert gute Qualität. Das Bild im Jahr 2019 gemacht wäre eher minderklassig, weil die Situation keine ist, in der ein heutiger AF nicht punktgenau hätte scharfstellen können, weil keine unmittelbare Fluchtbewegung vorliegt.
Das gezeigte Hundebild hat für die Möglichkeiten der Z-Nikons im Jahr 2019 aber eine bemerkenswert schlechte Qualität, und das ist der Ausgangspunkt für den Dissens. So what?
 
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Ist ein Foto nur dann gelungen (für den Autoren und/oder für Dritte), wenn es absolut farbneutral,
scharf und rechtwinklig ist?
Klassisches "Thema verfehlt". Das hat niemand behauptet. Es stört sich aber ein Bildautor daran, dass Betrachter sein Bild so gar nicht gut finden und mag nicht akzeptieren, warum diese Betrachter das so sehen. Er kann es ja weiterhin anders sehen, das bleibt ihm unbenommen. Es gab viele verkannte Kunstgenies in der Geschichte. ;-)
 
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So Du warst das??
Ich glaube, Du hast seither bei mir auch keine schiefen Horizonte mehr gesehen oder ?

Ich habe die Bilder von Frau Momo gemeint. Bei dir wüßte ich jetzt nicht.
Aber es ging ja, zumindest am Anfang, um den schiefen Horizont. Bei wem ist eigentlich auch egal.

Und es geht auch nicht nur um den "Horizont" sondern um die Qualität der Bilder.
Aus vielen hier eingestellten Bildern könnte man mehr machen. Gerade die Bildgestaltung, Ausrichtung und Beschnitt
sind manchmal furchtbar.
 
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Ich habe die Bilder von Frau Momo gemeint. Bei dir wüßte ich jetzt nicht.
Aber es ging ja, zumindest am Anfang, um den schiefen Horizont. Bei wem ist eigentlich auch egal.

Und es geht auch nicht nur um den "Horizont" sondern um die Qualität der Bilder.
Aus vielen hier eingestellten Bildern könnte man mehr machen. Gerade die Bildgestaltung, Ausrichtung und Beschnitt
sind manchmal furchtbar.
Lassen wir mal den Horizont beiseite - um den geht es jetzt hier ja auch nicht mehr.
Wenn es dazu noch Klärungsbedarf gibt (von meiner Seite aus nicht), sollten wir das per PN machen....

Was die Qualität einiger Bilder angeht, bin ich ganz Deiner Meniung...
Manches tut echt weh.
 
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Dann guck dir mal andere Bilder von Dorothea Lange an, sogar aus der gleichen Serie. Selbstredend konnte man in den 30-er Jahren scharfe Fotos schießen.
Klar konnte man. Das ist allerdings ein Bild, bei dem der Audruck der Frau Vorrang vor dem unter den gegebenen Umständen eher mäßigen möglichen Mehr an technischer Qualität hat, mithin also die Bildwirkung immer noch gegeben ist. Robert Capas berühmter Schlachtfeld-Schnappschuss (von dem ja nicht mehr ganz so sicher ist, ob er wirklich authentisch ist) ist aufnahmetechnisch gesehen aus heutiger Sicht gruselig, aber eben ein dramatisches Zeitdokument und zieht daraus seinen Wert als Reportagebild.

Was auch immer Du allerdings jetzt noch anführst: Du wirst mich damit nicht davon überzeugen können, das Hundebild doch gut und gelungen zu finden. Dafür habe ich hier und in ähnlichen Umgebungen schon zu viele ähnliche, aber eben nicht mit den objektiv beschreibbaren Mängeln (nenn es von mir aus "Eigenschaften") behaftete Bilder der Art "niedlicher Hund mit rausgestreckter Zunge" gesehen. Es handelt sich ja nun wahrlich nicht um ein einzigartiges oder eine ganz spezielle Situation darstellendes Lichtbildwerk...
 
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Klassisches "Thema verfehlt". Das hat niemand behauptet. Es stört sich aber ein Bildautor daran, dass Betrachter sein Bild so gar nicht gut finden und mag nicht akzeptieren, warum diese Betrachter das so sehen. Er kann es ja weiterhin anders sehen, das bleibt ihm unbenommen. Es gab viele verkannte Kunstgenies in der Geschichte. ;-)

Falsch. Mich stört es nicht, wenn jemand meine Bilder schlecht findet. Mich stört, wenn jemand herablassend kritisiert (Handybild eines Zehnjährigen vielleicht ...) oder Gründe anführt, die keine sind, weil falsch (Foto vergrößert, Baumschatten usw.). Ich bin es gewesen, der auf den Schnappschusscharakter des Bildes hingewiesen hat und darauf, dass es unscharf ist. Dieser technisch schlechte Schnappschuss erzählt eine Geschichte (was man von manchen technisch perfekten Bildern manches Diskutanten hier nicht behaupten kann), und das ist ja immerhin etwas. In meinen Augen ist die Bildaussage so witzig, dass es eine Publikation in diesem Forum unter "Hundefotos" verträgt. Man muss das Foto nicht witzig finden. Wenn ich zu jedem Foto, das ich langweilig und daher überflüssig finde, etwas sagen würde, mein Gott, ich habe noch einen Beruf.
Dass du mich hier als verkanntes Kunstgenie bezeichnest (ich weiß, ich weiß, das hast du so nicht gesagt ;-)), sagt ja doch mehr über dich aus als über mich. Du kennst dich ein bisschen in Geschichte aus?
Es wundert mich nicht, dass du den besagten Podcast nicht hören willst. Aber zumindest meine Fotos werden nicht besser, wenn ich nicht lerne. Zumal von richtigen Profis wie Schestag. Von mir selbst lerne ich eher wenig. Das ist gewissermaßen "systembedingt".

Zum Thema im Allgemeinen äußere ich mich weiter gerne, aber zum Schnappschuss habe ich alles gesagt. Wer keine Anregungen braucht, muss ja nicht weiter mitdiskutieren.
 
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Dieser technisch schlechte Schnappschuss erzählt eine Geschichte [...], und das ist ja immerhin etwas. In meinen Augen ist die Bildaussage so witzig, dass es eine Publikation in diesem Forum unter "Hundefotos" verträgt.
Langsam nähern wir uns des Pudels Kern: Für DICH erzählt das Bild eine Geschichte, weil DU Dich an die Situation positiv erinnerst. Für viele andere ist es nur ein nicht übermäßig origineller, technisch erheblich ausbaufähiger Schnappschuss, der in der Tat Handykameragüte hat. Viele Hobbyfotografen erliegen dem Irrtum, dass Betrachter des Bildes die gleichen Emotionen empfinden wie sie selbst und sind dann enttäuscht, wenn die Betrachter das aber nicht tun, sondern das Bild "as is" beurteilen. Gerne ist das Phänomen auch bei nüchtern betrachtet belanglosen Urlaubsbildchen zu beobachten, von denen man bisweilen in Fotoclubs ein paar dutzend bis dreistellige Zahlen en bloc über sich ergehen lassen muss, obwohl "Reisebericht xy von Clubkamerad Müller-Lüdenscheid" potentiell etwas Interessantes verhieß, die aber zu 80% für das gegebene Betrachterumfeld belangloses Zeug sind, weil dieses Umfeld im Clubraum halt nicht das schöne Licht, die Düfte der Umgebung und den glücklich stimmenden seidigen Wind selbst erlebt hat.

Dass du mich hier als verkanntes Kunstgenie bezeichnest (ich weiß, ich weiß, das hast du so nicht gesagt ;-)), sagt ja doch mehr über dich aus als über mich.
Ironie ist nicht so Deins oder?

Es wundert mich nicht, dass du den besagten Podcast nicht hören willst. [...] Wer keine Anregungen braucht, muss ja nicht weiter mitdiskutieren.
Du wirfst anderen Diskussionsteilnehmern Arroganz vor und sprühst sie selbst hier recht giftig aus. Lustig, oder? ;)
 
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Falsch: Es ist korrekt belichtet, (...)

Sagen wir mal: Du empfindest es als korrekt belichtet.
Ich empfinde es auch als zu hell.

Und sehr deutlich zu blaugrün.

Gestalterisch ist es ein prima Schnappschuss, (...)

Der Hund ist einigermaßen mittig. Das würde ich persönlich
nicht als Gestaltung bezeichnen. Du hast im Hintergrund den
hellen Bereich übersehen (und im Nachhinein nicht angeglichen),
und die Kamera leicht höher zu halten und etwas mehr zu neigen
um das wegzukriegen und wenn schon nicht den Teller, dann
wenigstens den Muffin nicht so unglücklich anzuschneiden ist
Dir auch nicht eingefallen.

Die Schärfe liegt auf der Randleiste des Tisches. Kann es sein,
daß das mittige AF-Feld aktiv war und folgerichtig auch genau
da getroffen hat?

Bei "Schnappschuss" gehe ich mit, bei "prima" streike ich.

Das Foto entstand mittags, wo sich also die Frage stellt: Bitte ich
meinen Hund, genau so noch einmal in der blauen Stunde zu
posieren?

Genau das (neu machen) habe ich weiter oben ja vorgeschlagen,
und auch eine Anleitung geschrieben, wie Du die Zunge zu
sehen kriegst.

Du warst auf die Situation nicht vorbereitet und hast einfach
draufgehalten und abgedrückt. Gestaltung kann ich das nicht
nennen. Aber Du hättest natürlich die Chance das Bild zu
wiederholen und Dich diesmal besser vorzubereiten.

Niemand wird Dir widersprechen wenn Du sagst daß Dir das
Bild aus sentimentalen Gründen gefällt. Aber das viele Lob, das
Du über diesem Bild ausschüttest hat es für meinen Geschmack
nicht ansatzweise verdient.
 
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Aber das viele Lob, das
Du über diesem Bild ausschüttest hat es für meinen Geschmack
nicht ansatzweise verdient.
[/QUOTE]

Wo??? Ich finde es witzig und halte es für einen prima Schnappschuss. Ich, wohlgemerkt. Schnappschuss, wenn ich das wiederholen darf. Es ist unscharf und bei hartem Licht fotografiert. Ich habe es im Hundeforum veröffentlicht und unter "Fotodiskussionen" nur jetzt, weil ich dazu aufgefordert wurde. Habe ich sonst was Positives darüber gesagt?
 
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