Mitmachthema Nicht perfekte Schnappschüsse, die ich nicht weggeworfen habe und sogar zur Diskussion stelle

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Betrachtungswinkel ändern? Wie ist das denn gemeint?

Und Du meinst, wenn ich einen Köter mit einem kleinen Ton dazu bewege mich anzusehen, dann mach ich schon keinen Schnappschuss mehr? Na ich weiß ja nicht ...

Für Schnappschuss schrieb ich "Ein Schnappschuss ist die Darstellung von Motiven ohne gesondertes vorheriges Arrangement."
Das finde ich immer noch treffend.

Für Inszenierte Fotografie schrieb ich - "dazu zähle ich Betrachtungswinkel ändern, Personen oder/und Gegenstände ändern, Gesten der Subjekte, ->„bitte lächeln“

Hab mir beim Schreiben ja auch gedacht - wie ist das, wenn ich was sehe und rasch fünf Schritte in eine Richtung gehe und dann das Foto mache...
Diese Trennlinie ist wohl nicht immer so scharf - und doch - ein Schnappschuss zeichnet ja gerade aus, dass man diesen raschen, überraschenden Moment festhält - und mit etwas Glück gelingts.

Kenne mich mit Hundefotografie nicht aus ;-)) - bei Katzen hilft dieser kleine Ton meist wenig...
 
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So, 24 Stunden sind rum!
Der "mit Y Angetrunkene" hat fertig

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Und damit möchte ich zu einem kurzen Fazit der Besprechung des von mir vorgestellten Bildes kommen:

Zunächst einmal zu Euren Meinungen zu dem Bild, die ja sehr weit gespannt waren und von „Fall für die Rundablage“ bis hin zu „gefällt mir gut“ eine breite Bandbreite repräsentierten. Wobei ich selbst das Bild für sich alleine auch nicht für eins meiner gelungensten halte, es aber (wie oben schon geschrieben) als Teil eine Serie behalten habe, in deren Kontext sich auch erschliesst, warum der Fotograf da auf der Erde liegt.

Zum Bild selbst wurde am meissten bemängelt, dass der Ausschnitt zu klein ist - eine Sache, die ich inzwischen auch so sehe, nachdem ich einige Erfahrung mehr zum Thema „Street“ gesammelt habe und mein Blick - auch durch meine Aktivitäten hier im Forum – diesbezüglich um einiges geschulter ist als in der Enstehungszeit des Bildes vor mehr als sechs Jahren, wo ich gerade meine ersten Gehversuche in diesem Metier gemacht habe.
Dank Eurer Kommentare bin ich inzwischen auch überzeugt, dass die Fototasche eine wichtige Rolle spielt – sie dürfte also bleiben.
Erfreulich auch, dass ich mit meiner Entscheidung das Bild in Schwarzweiss umzuwandeln wohl ziemlich richtig lag.

Was die „technische Perfektion“ angeht würde ich ein Bild dieser Qualität allerdings trotzdem behalten, weil das in meinen Augen auch ein Stück weit die Authentität solcher Bilder ausmacht. Motive dieser Art bieten ja z.B aufgrund der Lichtsituation nicht immer perfekte Voraussetzungen (was ja auch bei Alberts Bild zu sehen war, der auch keine komplette Studiobeleuchtung aus der Tasche zaubern konnte).
Auch kleine Unschärfen halte ich bei Schnappschüssen dieser Art für hinnehmbar, wenn das Bild als Ganzes trotzdem einen stimmigen Eindruck macht.
Also gilt: lieber ein nicht ganz perfektes Bild als gar kein Bild

Interessant fand ich die verschiedenen Sichtweisen auf mein Motiv - Kopfkino (Up-Skirting - darauf wäre ich nie im Leben gekommen!) auf der einen und beinahe Ratlosigkeit auf der anderen Seite, die mir selbst auch nochmal einen anderen Blick darauf ermöglichen. Danke an @kumuliert05, der das sehr treffend auf den Punkt gebracht hat.
Danke auch an Sam für diesen Satz:
Zur Offenbarung: die vermeintliche Offenbarung ergibt sich für mich aus der ungewöhnlichen Fotografenposition....
Auf den Boden werfen würde ich mich für ein gutes Bild allerdings trotzdem nicht (mehr), schon weil ich es nicht mehr könnte und ähnlich wie @ernst.w kaum wieder hochkäme. (Was früher kein Problem war - und ich glaube, die beste aller Ehefrauen hat sogar ein Bild, dass mich in genau dieser Position zeigt - aber von mir keine Freigabe fürs Forum bekommen würde)

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Bleibt für mich als Fazit, dass ich solch ein Bild sicher nochmal machen würde, wenn auch mit der oben schon angedeuteten Änderung eines deutlich grössere Ausschnittes, der mir bei der EBV mehr Spielraum zu Bearbeitung lässt - wobei der Fotograf sich am Ende eher im linken unteren Viertel des Fotos wiederfinden würde als im Zentrum wie bei dem hier vorgestellten Bild.
Und ja, ich bin ein Freund der Schere und schneide gerne auch mal grosszügig

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Bevor ich zum Ende komme und den Staffelstab an Werner @WRUD weitergebe, erlaubt mir noch eine kurze Anmerkung zu diesem Thread:

Ich persönlich finde Bildbesprechungen dieser Art als sehr interessant und lehrreich - nicht nur für den, der sein Bild vorstellt, sondern auch für mich, der so die Gelegenheit bekommt, aus den "Fehlern" anderer zu lernen. Deshalb würde es mich sehr freuen, wenn dieser Thread ein langes Leben hat, sich vielleicht sogar zum Dauerbrenner entwickelt - zumal ich auch den Umgangston (bezogen auf meine Bildbesprechung) als sehr angenehm und wohltuend sachlich empfunden habe.

Dafür meinen Dank Euch allen, die Ihr Euch daran beteiligt und Eure Zeit an mein Bild investiert habt!

Und nun: Werner, Du bist dran!
 
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Ich persönlich finde Bildbesprechungen dieser Art als sehr interessant und
lehrreich - nicht nur für den, der sein Bild vorstellt, sondern auch für mich,
der so die Gelegenheit bekommt, aus den "Fehlern" anderer zu lernen.

Auch für diejenigen, die Wissen weitergeben ist das nützlich.
Man muss das was man selbst tut bzw dazu zu sagen hat auf
die Essenz des Funktionsprinzips eindampfen, und begründen
warum man das so macht.

Bei einem Zauberer wäre das der hohle Plastikfinger, in den
man das Seidentuch stopft, um es verschwinden zu lassen.
Das ganze Gefuchtel mit den Armen dient nur der Ablenkung.

Wenn man das so eindampft, dann wird einem dabei oft sogar
klar wie man das noch besser machen kann, weil man sich ja
vorher schon überlegt welche Fragen aufkommen könnten
und dazu Antworten vorbereitet.
 
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Zwei Mal gelesen und noch immer nicht verstanden.
Ich brauch noch nen Kaffee

Von Dir hätt ich auch gern einen echten Schnappschuss gesehen.
 
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... ? Und wird Kay wirklich erst in 2 Jahren reagieren?

Aber jetzt frag ich mal direkt: Gibt es jemanden, der bereits mit seinem Foto in der Faust auf Veröffentlichung wartet?

Keine Angst, das wird schon.
Jetzt bin ich aber wieder mal nicht dran und mein Foto, das ich parat hatte, habe ich erst einmal wegsortiert, weil es doch nicht zum Thema passt.

So, zum Bild noch zwei Worte :
Hingelegt habe ich mich bewußt zuletzt bei einer Kampfsport-Tanzgruppe, kam aber tatsächlich ( @ernst.w ) schlecht hoch.

Bei der Szene ging mir dann fotografisch auch nichts anderes durch den Kopf als die Beine und die etwas wirre Aufnahme.
Als Lösung hätte ich, wenn ich hätte, wäre und Anette hätte vielleicht auf Dauerfeuer gestellt, um aus den Zufälligkeiten des Schnappschusses aus einer Serie einen besseren Fund zu erlangen.

Vom Anblick des Fotografen und seiner Tasche ging mir etwas ganz anderes durchs Gemüt, nämlich der Gedanke :
" Sowas darf dir (mir) nicht passieren ! " - Was ist aus der Tasche geworden ? // Mal " ohne jedes Vorurteil " ... aber z.B. in Rom ...

bis danne - und schön, dass hier ein wenig mehr gedacht wird - hatte ich vermisst - bei street sowieso - manche Fotos erschienen mir
präsentiert nach dem Motto " erst mal rein ! "
 
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Ich hatte den Auftrag, in einer relativ dunklen Werkstatt zu fotografieren. Auf dem Heimweg ist mir dann dieser spielende Hund vor die Linse gekommen.

Gruß Werner
Bin nicht sauer, wenn das Bild kritisiert wird.

Ich finde das Bild an sich sehr gelungen. Zwei Dinge finde ich verbesserungswürdig:
1. Mich stören auch die fehlenden Hinterbeine
2. Meiner Meinung nach hätte das Bild mehr Raum um den Hund vertragen
 
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Danke für die Weitergabe. Bild und Text sind ja vorhanden.

Gruß Werner
 
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Die Idee finde ich bisher am besten :
Wenn viel gesagt und geschrieben wurde und gefühlte 24 Stunden um sind,
gibt der Bildeinsteller den Staffelstab weiter.
 
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Ich hatte den Auftrag, in einer relativ dunklen Werkstatt zu fotografieren. Auf dem Heimweg ist mir dann dieser spielende Hund vor die Linse gekommen. Meine Kamera war noch den vorherigen Begebenheiten eingestellt. Da blieb mir keine 3 sec. Zeit eine andere Einstellung vor zu nehmen.
Also in die Hocke und draufhalten. Für mich ist das ein gelungener, wenn auch leicht unscharfer Schnappschuss. Eingestellt war noch ,Iso Automatik, Spotmessung, AF-S. Brennweite 200 mm
 
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Ich finde das Bild an sich sehr gelungen. Zwei Dinge finde ich verbesserungswürdig:
1. Mich stören auch die fehlenden Hinterbeine
2. Meiner Meinung nach hätte das Bild mehr Raum um den Hund vertragen

Achja: und das Spielzeug sieht irgendwie einkopiert aus für mich. Ob es an der Farbe liegt?
 
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Mir gefällt es. Der fehlende Hinterbeine sind für mich keine Werbung für den Behindertensport, sondern Ausweis der Schnelligkeit dieser Terrier Wadenbeißer. Großer Kitsch die Farbe des Wurfgeschosses.
 
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Mein Senf dazu:

  • Auf den ersten Blick ist das Bild ein "Hingucker" . Fliegende Hunde sieht man ja nicht alle Tage
  • Auch das Spielzeug wirkt in dem Zusammenhang überzeugend - ohne dieses Element würde das Bild sehr skurril wirken - wobei auch ich seine Farbe als etwas zu grell empfinde
  • Was mich ein wenig stört sind die fehlenden Hinterbeine. Die Schenkel sehen etwas abgeschnitten aus.
    Aber aus deinem Text dazu weiss ich ja, dass du wirklich aus der Hüfte geschossen hast, das Gesamtmotiv im Blick - und es eher ein Zufall gewesen wäre, den Auslösser zum perfekten Zeitpunkt zu drücken.
  • mehr Raum um Hund und Spielzeug herum wären wünschenswert - eine etwas kürzere Brennweite hätte dem Bild also gutgetan
    (ich nehme an, Du hattest ein Zoom an der Kamera)
  • Schärfe und Bokeh finde ich völlig OK .
    Man sieht, dass das ein Schnappschuss ist, dem keine gestellte Szene zugrunde liegt. Und das soll man auch.
  • Belichtungstechnisch könnte man mMn durchaus noch 1/3-2/3 Stufen nach unten korrigieren und den Kontrast ein wenig anheben. Damit würden Hund und Spielzeug noch etwas mehr vom Gras abgehoben.
Ich würde das Bild deshalb auch (nach der Belichtungsanpassung) zeigen so wie es ist.
Eine Papiertüte über dem Kopf ist deswegen nicht nötig
 
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Ich überlegte die ganze Zeit, was ist an dem Bild so eigenartig!?
Sind es die fehlenden Beine - oder was?
Dann kam ich drauf - die "Achtform" spiegelt sich irgendwie bei dem Hund wieder (denke wegen der fehlenden Hinterbeine und dem "Knick" im Rücken)
Ein zeigenswertes Bild
 
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Von mir im Grunde eine ganz andere Meinung und ich finde das Beispiel super gewählt.

Zuerst einmal zur Technik, bzw. Kameraeinstellung:

Weißes Hundefell frisst derartig gern aus, dass man die Belichtung fast ebenso weit runterfahren muss, wie bei einem Schwanenfoto, um dies zu verhindern. Das hätte dazu geführt, dass das Spielzeug auch geretten und der Rasen dustergrün geworden wäre.
Die Belichtungszeit bei scharfer und formatffüllender Abbildung eines solchen Minihundes liegt bei etwas 1/2000sec.

Diese technischen Voraussetzungen zu bringen funktioniert wirklich nicht mal eben schnell und für die geschilderten Umstände ist das Ergebnis akzeptabel.

Nun ist das Fell ausgefressen und das Spielzeug leuchtet kräftig. Du hattest Glück, dass sich Hund und Spielzeug beinahe in der Schärfeebene liegen und das Ergebnis finde ich für einen solchen Schnappschuss richtig super.

Ich finde es gut, dass man die Beine des Hundes nicht sieht, das gibt dem Foto seine witzige Note. Ich finde es gut, dass das Spielzeug zu bunt ist und sie aufgeklebt aussieht, aus genau denselben Gründen. Bei der Betrachtung stelle ich meine Augen auf unscharf, versuche die Rasenfläche als rein grünen Hintrgrund zu sehen, ohne Struktur. Ich abstahiere somit das Ganze so weit runter, dass man das Bild auch als Aufkleber für einen Hundesportverein verwenden könnte.

Die ganzen technischen Mängel sind mir bei diesem Foto vollkommen Schnuppe, weil es witzig genug ist um auch als eine Art naive Malerei seine Wirkung nicht zu verfehlen.

Niemals hätte ich den Schnappschuss entsorgt. Ich hätte evtl. sogar versucht heftige Reduktionen auf vier Farben und reine Formen vorzunehmen. Ein sehr schönes Beispiel
 
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Also zum Bild von Werner. Ich hänge mich wieder an der Struktur, welche ich mir gewohnt bin, da mein Geist doch oft sprunghaft und wenig strukturiert ist bei solchen Dingen...


1. Bildbeschreibung
- Farben: weiss, rosa, grüntöne, brauntöne
- Hund in der Luft, von rechts einem Spielzeug nachjuckend. Strukturen im Fell sind bis auf wenige Ausnahmen ersichtlich
- Schärfe- (Kopf, Pfoten, Teile des Vorderkörpers) wie Unschärfebreiche (Grünbereiche, Hinterkörper des Hundes) sind ersichtlich

2. Persönlicher Eindruck, Gestaltung, Technik, Persönliche Wertung
- Persönlicher Eindruck: für einen Schnappschuss doch scharf, ebenfalls gelungen von der Bildaufteilung. Die wenigen ausgefressenen Lichter stören nicht.
- Gestaltung: Stimmig von der Aufteilung. Gerade für einen Schnappschuss mit dieser schnellen Bewegung des Hundes doch sehr gelungen.
- Technik: ohne die Exifs zu wissen, Ich gehe von einer höheren Brennweite mit einem schnellen AF und einer tiefen ISO aus.
Persönliche Wertung: Als Gesamteindruck wie bereits erwähnt, stimmig. Es hat eine tolle Dynamik und man sieht die Konzentration des Hundes.

4. Positive und negative konstruktive Kritik
Positiv: es muss doch ein einigermassen geübter Fotograf sein, wenn er so schnell ein Tier ins Bild setzen kann.
Negativ: Für mich bräuchte es hier keine Farben, da die Farben nichts zum Bildinhalt und der Bildaussage beitragen. Aber das ist meine sehr persönliche Meinung und ich weiss, dass ich da oft sehr radikal bin.

Und einmal mehr .... ein sehr spannender Thread ....
 
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Negativ: Für mich bräuchte es hier keine Farben, da die Farben nichts zum Bildinhalt und der Bildaussage beitragen.
Das habe ich gerade mal ausprobiert (als ebenfalls grosser Schwarzweiss-Fan.)

Damit verliert das Bild komplett, weil sich das Spielzeug kaum noch vom Rasen abhebt.
Ich werfe aber mal ganz vorsichtig das Stichwort "ColorKey" in den Raum
 
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