Mitmachthema Nicht perfekte Schnappschüsse, die ich nicht weggeworfen habe und sogar zur Diskussion stelle

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Oh, lommi ist ein Mädchen … hatte ich nie drauf geachtet … wozu auch.

OK, zum Foto:

Wieso unperfekter Schnappschuss?

Herbstliche Melancholie auch ohne s/w.
Quadratisch finde ich auch mal ganz gut.
Interessant ist die Öffnung nach links und rechts die Begrenzung durch den Baum.

Und in dem Bild ist eine angenehme Ruhe und Stille eingefangen.
Wer Stress hatte, sollte sich lieber dieses Bild fünf Minuten ansehen, statt sich 'ne Kippe anzuzünden.


Grüße aus HB
Heiner
 
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Das erste Bild in diesem Thread, zu dem ich spontan nichts schreiben kann, obwohl es mich wirklich fesselt.

Deshalb erstmal nur so viel:
Wenn meine gelungenen Schnappschüsse so aussehen würden wie Deine misslungenen, Lommi - dann wäre ich wirklich froh!
 
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... Und in dem Bild ist eine angenehme Ruhe und Stille eingefangen.
Wer Stress hatte, sollte sich lieber dieses Bild fünf Minuten ansehen, statt sich 'ne Kippe anzuzünden. ...

So unterschiedlich sind wir :

Himmel - fast ohne Zeichnung

Wasser - fast ohne Zeichnung

Person - nicht gemütlich angelehnt - vermutlich Frau - vermutlich Blick ins Wasser

wenn ich mich daneben setzen würde, würde ich versuchen, still zu bleiben ... jedenfalls erst einmal ...

Hugo meint : So wie die da sitzt, schlepptse was mit rum ..

Soviel zur Stimmung

Zur Aufnahme :

Person fast in einem Kasten (optisch)

würde man unten wenig und oben viel schneiden, wäre die Situation für mich noch spannungsgeladener

Bei dieser Aufnahme würde mich interessieren, ob die Fotografin Kontakt zu dieser Person hatte.
 
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Mal alle Filter aussen vorgelassen:

Das Bild wirkt vor allem durch die Ruhe, die es ausstrahlt.
Dazu trägt der zeichnungslose Himmel genau so seinen Teil bei wie das Wasser mit den schemenhaften Reflektionen.
Dabei ist es eher belanglos, ob man das Bild mit Farbe oder ohne betrachtet. Die Wirkung bleibt dieselbe

Auch der Ausschnitt tut seinen Teil dazu:
Der Baum rechts, der untere Ast oben, der Baumkrüppel links und der Rasen unten bilden einen Rahmen, der den Blick gleichzeitig auf die Szene auf der Bank und auf die Weite des Wassers lenkt. Ein Rahmen, der offen bleibt sowohl nach links als auch nach oben, wo der zweite Ast viel dominanter ist und den Blick nach oben und zum Himmel lenkt

Würde man das Bild so schneiden, dass der obere Ast wegfällt, würde es stark an Wirkung verlieren.
Deshalb ist der quadratische Beschnitt völlig richtig und ein wesentliches Gestaltungselement.
Beschnitt oben und unten würde - wie Albert richtig schreibt - die Bildwirkung und -Aussage sehr verändern, allerdings nach meinem Geschmack eher ins Negative.

Komischerweise sehe ich die eher am Rande sitzende Frau auf der Bank nur als Teil der Szenerie, nicht aber als Teil des Bildes, der mich emotional besonders anspricht. Sie ist eine Betrachterin der Szene, genau wie ich - steht also nicht im Zentrum des Interesses.
Sie ist einfach da, und es ist gut dass sie da ist - aber ich muss nicht wissen warum.
Ihre Körpersprache und Haltung wirken auf mich neutral - nicht übermässig angespannt, aber auch nicht entspannt - also eher wie bei jemanden, der einfach am Wasser sitzt und seinen Gedanken nachhängt.
Vermutlich würde ich genau so da sitzen.....
Damit weckt sie meine Empathie und trägt eher unterbewusst doch zur Stimmung des Bildes bei: Ohne sie würde dem Bild etwas fehlen.

Unperfektheiten kann ich in dem Bild auf den ersten Blick nicht wirklich erkennen und mag ich auch nicht suchen.
Das Bild wirkt so wie es ist und es gefällt mir so wie es ist - basta!

Was mich allenfalls noch interessieren würde wäre das zugrundeliegende Original - weil ich gerne wüsste, welche Bearbeitungen ausser dem Beschnitt diese Wirkung aus dem Bild herausgeholt haben
 
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Hugo murmelt was - kann wieder keiner verstehen ... klingt nach Rohr ... Rohrschacht ... wer soll das verstehen ???

Damit hat Hugo das gleiche Problem mit mir wie ich manchmal mit ihm: Ich verstehe ihn auch nicht
Vielleicht sollten wir mal 'ne Mediation machen, wir beide - Hugo und ich ?
 
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Nur nochmal zur Klarheit: Das hier eingestellte Foto ist die Version ohne Filter-Bearbeitung!
Die Version mit Filter-Bearbeitung ("Hudson River", ein Lightroom-Preset) zeige ich in einem anderen Thread, meinem 365-Tage-Projekt.

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Edith meint, ich sollte noch ergänzen, dass ich hier das Foto ohne Filter zur Diskussion stelle, weil ich es mit Filter nicht mehr für einen reinen Schnappschuss halte.
Ich stimme Edith zu - und überlege nun aber, ab welchem "Grad" der Bildbearbeitung ein Schnappschuss für mich kein Schnappschuss mehr ist.

Dieser Thread artet ja noch in Arbeit aus.
 
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Edith meint, ich sollte noch ergänzen, dass ich hier das Foto ohne Filter zur Diskussion stelle, weil ich es mit Filter nicht mehr für einen reinen Schnappschuss halte.

Ich war jetzt auch nicht davon ausgegangen, dass Du bei dieser Version des Bildes einen Filter eingesetzt hättest..
Bei meinem Interesse am Original ging es mir eher um den Beschnitt und eventuelle Belichtungs"korrekturen", die Du eingesetzt haben könntest.

Ich stimme Edith zu - und überlege nun aber, ab welchem "Grad" der Bildbearbeitung ein Schnappschuss für mich kein Schnappschuss mehr ist.

Das ist wirklich eine spannende Frage!

Dieser Thread artet ja noch in Arbeit aus.

Tja
 
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Das Bild gefällt, es strahlt eine Ruhe aus und man möchte die Gedanken der Frau gerne lesen.
Eben diese Ruhe veranlasst mich es auf keinen Fall als Schnappschuss zu bewerten. Es fehlt einfach
die nötige Dynamik oder eine Geste welche nur kurzzeitig anhält.
Faszit: Bild gelungen jedoch kein Schnappschuss

Gruß Werner
 
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Ah, o.k., ein Filter-Missverständnis. Kein Problem.

Zur nachträglichen Bearbeitung am PC:
Aus dem ursprünglichen 4:3-Format habe ich ein 1:1 ausgeschnitten, dabei lediglich links und rechts etwas weggenommen.
Anschließend habe ich das Quadrat (mit Nik Collection) bearbeitet: Helligkeit +10%, Kontrast +20% und Sättigung +20%.
Das ganze in einer Photoshop-Ebene, der ich 50% Deckkraft gegeben habe.
Dann noch verkleinern, Rahmen drum, fertig.

Ach so, das Foto kommt als RAW, wird von mir in DNG umgewandelt, damit ich es in meiner uralten PS-Version öffnen kann.
Bitte zu Sinn oder Unsinn von DNG jetzt keine Diskussion.
Also, RAW bzw. DNG: Daher hebe ich ganz am Anfang der Bearbeitung auch noch die Klarheit an (mit Camera Raw).


Eben diese Ruhe veranlasst mich es auf keinen Fall als Schnappschuss zu bewerten.
Es fehlt einfach die nötige Dynamik oder eine Geste welche nur kurzzeitig anhält.

Das hatte ich so bisher nicht auf dem Schirm als Definition für einen Schnappschuss. Muss ich noch drüber nachdenken.
 
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Hugo meint, das reicht : https://de.wikipedia.org/wiki/Rorschachtest

Der Gedanke, wer was in einem Bild sieht, ist nicht so neu ...
Siehste - jetzt hab ichs auch verstanden
Was zwei Buchstaben ausmachen.....

( Den Test kenn ich übrigens gut... der wird gerne etwas abgewandelt als Teil der erweiterten Demenzdiagnostik eingesetzt, um kognitive Störungen als Teil der Symptomatik verifizieren zu können)
 
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Mmh, man könnte das Bild noch drastischer beschneiden.
Das würde die Herbststimmung und Loneliness betonen;
gleichzeitig ginge das Haus (das mich latent stört) und der
Himmel (der mir schnuppe ist) verloren.

So oder so halte ich das Bild für wohlkomponiert …


Auf Wunsch könnte ich ein Motiv beisteuern, das zumindest
in einem Aspekt dem Thema hier näherkommt.


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