Neueinstieg Nikon analog


arno_nyhm

Unterstützendes Mitglied
hm. was man erwartet, wenn man von Digital auf Analog umsteigen möchte weiss ich auch nicht.

ich kann dir nichtmal genau sagen, was mir am Digitalen fehlt und weswegen ich immer wieder zum Analogen zurückkomme. egal, wie fest ich es mir vornehme. manchmal halte ich eine Woche oder einen Monat durch. länger als zwei Monate habe ich noch nie geschafft. und schwupp habe ich wieder eine analoge Kamera in der Hand.

bei schwarzweiss habe ich jedenfalls noch kein digitales setup gefunden, das mich völlig überzeugen würde und dessen Grauwertumsetzungen mir ähnlich gut gefallen würde wie analoger film.

vielleicht ist es auch Einbildung. vielleicht ist es wirklich nur der Spaß an der Bedienung archaischer Technik und das Gefühl, chemische und physikalische Elemente mit kaum mehr als den bloßen Händen zu bändigen.

ich kanns nicht sagen.

es macht mir einfach nur Spaß.
 
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Werner Gilliam

Guest
hm. was man erwartet, wenn man von Digital auf Analog umsteigen möchte weiss ich auch nicht...
Na, ist doch ganz einfach. Wieder gescheite Fotos mit natürlicher Atmosphäre und Charisma!

..bei schwarzweiss habe ich jedenfalls noch kein digitales setup gefunden, das mich völlig überzeugen würde und dessen Grauwertumsetzungen mir ähnlich gut gefallen würde wie analoger film..
Eben!
 

arno_nyhm

Unterstützendes Mitglied
Außerdem, muß man sich dafür rechtfertigen wenn man einen Film einlegt?
nö. aber es besteht durchaus eine berechtigte Neugier die ich einerseits sogar teile, auf die ich aber auch gerne reagiere:

Generell bleibt aber die Frage warum ein analoger "Neueinstieg" ?
Was erwartet sich der TO davon was er bei einer Veränderung
seiner Vorgehensweise nicht auch einfacher Digital erreichen könnte ?
 

laola

Unterstützendes Mitglied
Der Punkt mit dem Mittelformat als sinnvolle Ergänzung zu meiner bestehenden, umfangreichen Minolta KB Ausrüstung hätte natürlich auch seinen Reiz!
Vielleicht schnuppere ich ja tatsächlich in Richtung Mamiya 645, C330 und Konsorten... :cool:
Abgesehen davon, dass eine Nikon Kleinbild keine schlechte Wahl ist, hast Du mit einer Mittelformat natürlich eine ganz andere Qualitätsstufe.

Eine 645er Mamiya mit einem 80er und 110er Sekor kann man auch noch gut mitnehmen und kosten gerade nicht die Welt. Aber dann solltest Du den Weg weitergehen und Dich nicht mit dem Scannen zufriedengeben, sondern auch selbst vergrößern. Um sich nicht alles selbst anzuschaffen, kann man sich zum Beispiel auch Anfangs zu einer Volkshochschule begeben, wo solche Gelegenheiten geboten werden. Ich zum Beispiel teile mir ein Labor in einer Gemeinschaft. Mittel und Wege gibt es viele.

Ich habe festgestellt, dass ich viele meiner guten Bilder mit einer Kombination aus ME Super und SMC-M 35/2.8 gemacht habe. War inzwischen verkauft, also habe ich erneut ein Exemplar geholt. Es gibt aber beim Gebrauchtkauf Enttäuschungen gerade bei E-Bay. Die eine ME Super hatte eine zerkratzte Mattscheibe (habe ich zurückgegeben), die andere hatte einen hängenden Verschluss (nur manchmal, habe ich zurückgegeben), die dritte war es dann.

Natürlich fasziniert der Umgang mit einer Kamera. Mich aber fasziniert das Ergebnis noch viel mehr, und das Ergebnis ist - abgesehen von Dias - der Print.

Bei der Wahl der Kamera würde ich sehr auf das Einsatzgebiet gehen. Willst Du sie ständig dabei haben, ist das mit der Mamiya 645 schwieriger, mit einer Fujifilm G645 wäre dies indes gut möglich. Soll es eine Nikon sein, dann würde ich eher auf kompakte, aber besser gebaute Gehäuse achten. Also eher FA statt EM oder FG. Ein 35/2.8 Ai-S gibt's günstig, ein 50/1.8 Ai-S ebenfalls. Auch habe ich schon ein 200/4 und ein 105/2.5 sehr günstig bekommen. Minolta hat aber schöne Rokkore und auch von Olympus gibt es gut beleumundete Modelle.

Bei der digitalen Fotografie hat man wenig Probleme mit den Schatten, aber die Lichter sind empfindlich, beim Umgang mit Film ist es andersherum und die Unterbelichtung sieht tendenziell grottig aus, Überbelichtung der Lichter ist aber weitaus seltener ein Problem. Daher sehen auch Himmel und Abendsonnen analog auch häufig anders aus.

Was mir an analogem Material gerade gut gefällt: Porträts mit Studiolicht. Hauttöne mit leicht überbelichtetem Tri-X 400 in Rodinal entwickelt finde ich gerade schwer zu toppen. Im Sommer hatte ich eine Hasselblad mit 25er Film im Garten und hatte ein Blitzgerät am Kabel bei Portraits. An solchen Ergebnissen kann ich mich nicht sattsehen.
 

robert_m

Unterstützendes Mitglied
die F301 ist sicher eine der am meisten unterbewerteten Nikons überhaupt (wenn man mal von der f50 absieht). Sie bietet neben zwei Programmautomatikprogrammen, einem manuellen Modus und einer Belichtungsautomatik nach Blendenvorwahl zusätzlich die Möglichkeit, auch mit non-AIs-Optiken im A und P-Modus zu arbeiten und wer ein bisschen Köpfchen anwendet, kann durch Begrenzen der eingestellten kleinsten Blende die Programmautomatik sogar von allzu kleinen Blendenwerten abhalten ohne Fehlbelichtungen zu riskieren. Denn die F301 misst die Belichtung in allen Automatikprogrammen (P und A) erst nach dem Abblenden bei Arbeitsblende. Man kann sogar mit non-AI-Optiken einwandfrei mit der F301 belichten. Dabei gibt es Batterien für die gute F301 bei ALDI und die Belichtungszeitenanzeige ist perfekt auch bei Dämmerung oder Dunkelheit abzulesen, und sogar im manuellen Modus zeigt die F301 an, welche Belichtungszeit sie dem Nutzer gerade empfehlen würde, welche er eingestellt hat und ob er über- oder unterbelichtet. die F301 ist schon ein Klasseteil.

und das Beste: man kriegt sie heutzutage fürn Zehner.
Eine Sache hast du vergessen: Für das Geld bekommt man mindestens bei Nikon keinen besseren Sucher. Der der F 301 ist wirklich erstaunlich gut: groß und sehr hell. Mal abgesehen davon, dass er keine 100 Prozent bietet.
 
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Randle P. McMurphy

Unterstützendes Mitglied
Außerdem, muß man sich dafür rechtfertigen wenn man einen Film einlegt?
Sicher nicht - nur sollte man(n) nicht jedesmal dabei
das "Glaubensbekenntnis" aufsagen.

Wenn ich die "F" durchlade habe ich ebenfalls ein Lächeln
im Gesicht das ich bei der D800 nicht habe, trotzdem und
bei Lichte betrachtet liefert die "Digitale" ein Resultat bei
dem selbst analoges Mittel/Grossformat nicht mitkommen.

Auch die sogenannte "Anmutung" von Grauwerten läßt
sich digital wohl unbestreitbat besser/feiner/genauer
festlegen als es je ein panchromatischer Schwarzweisser
hingekriegt hätte......
 

SvenL81

Aktives und bekanntes NF-Mitglied
Hallo zusammen!

Also ich habe diesen Wiedereinsteig bereits vor über einem Jahr gewagt und es nicht bereut!

Ich bin günstig an eine Nikon F3 HP mit MD-4 und ein paar Objektiven gekommen. Es dauerte nicht lang, da war die zweite F3 mit MD-4 da und das ein oder andere Objektiv gesellte sich auch dazu.

Irgendwann dieses Jahres habe ich dann eine Nikon FG in kaum benutztem Zustand für sehr kleines Geld erworben. Es ist die verchromte Variante und Haptik und Optik lassen nicht auf ein Kunststoffgehäuse schließen, was sie aber nun einmal hat (Verbundwerkstoff). Die verchromte Außenhülle ist aber sehr widerstandsfähig und auch optisch sehr schick. Gut, neue Dichtungen und Batterien hat sie benötigt, aber das war es auch schon.

Ich denke die FG ist eine viel zu sehr unterschätzte Kamera. Der Sucher ist hell und groß und mit der Standardmattscheibe Typ K findet man sich sofort zurecht. Die Belichtung ist 60/40 gewichtet und im Gegensatz zur F3 muss man etwas mehr bei Gegenlicht kompensieren.

Toll finde ich die "Gegenlichttaste", welche die Belichtung um +2EV verschiebt sowie die äußerst kompakten Abmaße und die Darstellung der Belichtungsmessung mittels LEDs.

Etwas störend ist die fehlende Blendeneinspiegelung und die 1/1000s als kürzeste manuelle Verschlusszeit. Sie kann auch schneller verschließen, man muss dazu aber die Zeitautomatik benutzen. Eine Blende ist da auf jeden Fall drinnen, wenn nicht sogar noch mehr. Ebenfalls ist der Spiegelschlag trotz neuem SPiegeldämpfer nicht von schlechten Eltern, was Verschlusszeiten um 1 Sekunde quasi fast verbietet. Längere Zeiten sind wiederum im Zeitautomatikprogramm oder mittels Drahtauslöser realisierbar.

Die fehlende Abblendtaste hat mich nie gestört, da das ein Feature ist, welches ich an kaum einer Kamera nutze. Irgendwann hat man es im Gefühl wie viel Tiefenschärfe bei welcher Blende und welcher Brennweite vorhanden ist. Manche Objektive haben sogar die Tiefenschärfenbereich auf der Skala mit bunten Markierungen versehen.

Ansonsten ist die FG die Kamera, welche ich am meisten mitnehme, weil sie so unheimlich kompakt und leicht ist. Die beiden F3 nehme ich, wenn die Objektive größer werden, denn ein 80-200/2.8 sieht an der FG einfach lächerlich aus und lässt sich bescheiden bedienen, da die Balance nicht stimmt. Ich habe fast ausschließlich ein 35mm/2.8 an der Kamera und man kann sie damit sehr universell einsetzen und sie passt in die Jackentasche!

Also, die kleine FG ist eine echte Empfehlung von mir!

Viele Grüße!

Sven
 
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Werner Gilliam

Guest
..nur sollte man(n) nicht jedesmal dabei das "Glaubensbekenntnis" aufsagen.

..trotzdem und bei Lichte betrachtet liefert die "Digitale" ein Resultat bei
dem selbst analoges Mittel/Grossformat nicht mitkommen.

Auch die sogenannte "Anmutung" von Grauwerten läßt
sich digital wohl unbestreitbat besser/feiner/genauer
festlegen als es je ein panchromatischer Schwarzweisser
hingekriegt hätte......
Lieber Randle, ..was Du hier aufsagst ist auch ein "Glaubensbekenntnis", nur eben dass zu "Deiner Religion".

Wenn man die Vergleiche allerdings auf bestimmte Parameter reduzieren muss, um am Ende als (vermeintlicher) Sieger dazustehen, kann es mit dem Vertrauen ins eigene Weltbild auch nicht allzu weit her sein!

:)
 

Randle P. McMurphy

Unterstützendes Mitglied
Wenn man die Vergleiche allerdings auf bestimmte Parameter reduzieren muss, um am Ende als (vermeintlicher) Sieger dazustehen, kann es mit dem Vertrauen ins eigene Weltbild auch nicht allzu weit her sein!
Welche Parameter ?
Vergleiche doch einfach mal das Ergebnis eines KB 100 ASA Filmes
bei einem Print 50x70cm mit der D800.
Betrachte eine SW-Konvertierung eines RGB Bildes über Photoshop
mit der Grauwertumsetzung eines panchromatischen SW Filmes.

Was gibt es das zu glauben - man(n) sieht doch den Unterschied.
 
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