Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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In UK nahm man das anfangs an und hat zurückgerudert. In DK, teilweise auch Österreich, greift diese Sicht gerade ein wenig um sich.
Ähhh? Kannst erklären, was du damit meinst?

Ganz abgesehen von allem anderen: Bei der "Durchseuchungslösung" geht man doch davon aus, dass nach der Krankheit Immunität besteht. Juhu! Alles bestens!

Andererseits weiß man angeblich weder, wie lange diese Immunität währt, noch welche Mutationen damit überhaupt abgedeckt werden können. Grippeimpfung schpützt für etwa ein Jahr - wenn du das Glück hast, dass der Impfstoff die aktuelle Grippeviren-Variante auf den Kopf trifft. Was bei der Impfung im Regelfall noch gar nicht bekannt ist.
 
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Wir möchten einmal unseren Dank und unseren Respekt all denen ausdrücken, die uns seit vielen Wochen teilweise bis zur völligen Erschöpfung zur Seite stehen - seht es nach, wenn ich jemanden vergessen habe, es war keine Absicht:

dem Pflegepersonal in den Kliniken, Altenheimen und in der ambulanten Pflege
den Ärzten und Arzthelfer*innen in Arztpraxen und den Ärzten in Kliniken
dem Personal in Supermärkten
den Lkw-Fahrern, Lieferdiensten und Paketzustellern
den Mitarbeiter*innen in den Apotheken
den Mitarbeiter*innen im ÖPNV
der Polizei, der Feuerwehr und den Rettungsdiensten
der Bundeswehr
und nicht zuletzt allen freiwilligen Helfern, die unentgeltlich persönliche Hilfe leisten

Ihr alle seid die Größten!
 
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Das kann nicht sein. Unsere Atemluft besteht üblicherweise aus ca. 21% Sauerstoff. Bei 10 bar/atü hätten wir 2,1 bar Sauerstoffpartialdruck. Dies führt unweigerlich zu Sauerstofftoxidose. Ich vermute dass es sich bei dir um 13 Millibar Überdruck handelt. Diese Quelle nennt 15 bis 20 mbar als üblichen Beatmungsdruck.
Die Maschine baut selbstständig Druck auf, regelmäßig zwischen 8 und 13 sind auf dem Display angezeigt, in der Regel mit normaler Atemlüft, die natürlich 20-21 Prozent Sauerstoff enthält. Zusätzlich kann Sauerstoff hinzugesetzt werden aus der Gasflasche. Das brauche ich zurzeit nicht und nehme ich nicht in Anspruch. Sorry , habe atü statt mbar genannt, Freudsche Fehlleistung.
 
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Man kann also auch sagen: Letalität ist die Mortalität bezogen auf die Gesamtzahl der an einer Krankheit Erkrankten.

Die Letalität (CFR) wurde eben in der Pressekonferenz des RKI mit 1,6 % angegeben. Könnt Ihr selber nachrechnen: nach den Zahlen des RKI heute um Mitternacht (wie immer nur die elektronisch gemeldeten Fälle) haben wir 99.225 Erkrankte und 1.607 Todesfälle. Einfacher Dreisatz:
99.225 entsprechen 100%
1.607 entsprechen 100*1607/99225 = 1,6 % (gerundet)
Mein Einwand war, dass wir die Zahl der Erkrankten nicht kennen, da wir zumindest am Anfang nur Risikopatienten mit Bezug zu einem positiv Getesteten oder einem Aufenthalt in einem Risikogebiet getestet haben.
Man braucht den Durchseuchungsgrad durch repräsentative in zeitlichem Abstand wiederholte Stichproben, damit man anhand der hoffentlich quantitativ ermittelten Todesfälle sagen kann, wie viel Prozent derer, die an Corona erkranken (also Grippesymptome zumindest zeigen), letztlich daran sterben.
Das hat ja Herr Wieland mittlerweile auch eingeräumt.
Dann kann man sehen, wie viele sterben auf der Intensivstation an Lungenversagen und wie viele Beatmungstage brauchen wir, wenn wir die durchschnittliche Beatmungszeit grob schätzen können.
Das kann man dann in Relation zur vorhandenen Beatmungskapazität etwa pro Monat setzen, und da sieht es eher düster aus.
Das ist nicht einfach trockene Statistik, sondern Berechnung ob wir es und wenn ja mit welchen Kapazitäten schaffen können, dass jeder einen Beatmungsplatz bekommen kann, der ihn braucht, damit niemand mangels Beatmungskapazität sterben muß.
Ich schätze in ca. 2 Wochen werden wir wissen, ob wir auch Verhältnisse wie in Italien oder Spanien bekommen werden.
Bis dahin drücke ich allen Gesunden die Daumen, dass sie es auch bleiben mögen.
Martin
 
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Was bedeutet das konkret?

Die deutsche Wirtschaft schafft ein BIP von gut 60 Mrd. € pro Woche. Durch den mittelstrengen Lockdown werden rund 50% der deutschen Wirtschaftsleistung "ausgebremst", das entspricht etwa 30 Mrd. € pro Woche, die demnach staatlich ausgeglichen werden müssten und zwar nicht als Kredite, sondern als direkte Ausgleichszahlungen.

Um diese Summe mal einzuordnen. Der Bundeshaushalt für Forschung und Bildung betrug 2019 (lächerliche) 18,3 Mrd. €. :oops:
Die Schätzungen gehen auseinander, vielfach wird angenommen, dass pro Monat derzeit etwa 5 % des BIP verloren gehen (Bofinger hat das glaube ich gesagt). Damit nach dem lock down auch wieder eine Erholung einsetzen kann, müssen sofort an Arbeitnehmer und Arbeitgeber unbürokratische Überbrückungsgelder ausbezahlt werden. Das sehe ich auch so.
Das Kurzarbeitergeld sollte bei Finanzschwachen noch deutlicher aufgestockt werden, damit Mietzahlungen und -einahmen weiter fließen.
Kredite, deren Bedienbarkeit der betroffene Unternehmer nicht abschätzen kann, reichen nicht. Sofortige Rückzahlung der im letzten Jahr gezahlten Steuern und Neuverrechnung bei positiver Umsatzentwicklung in 2021 wäre eine Variante, die soweit ich weiss bislang noch nicht umgesetzt aber etwa von Herrn Bofinger angesprochen wurde.
Wenn ich jetzt noch das Thema monetäre Staatsfinanzierung und Modern Money Theory anspreche, führt das hier zu weit, aber das wäre mein Lösungsvorschlag als längerfrisitige Behebung der Eurokrise, welche durch Corona wieder "virulent" wurde.
Aber da gehen die Meinungen bekanntlich weit auseinander.
 
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Thomas, diese Sichtweise ist leider recht verbreitet. Kekulé z.B. denkt ähnlich.

Das ist zwar überholtes Denken, aber ich erkläre trotzdem mal, wie es dazu kommt ...

.........

Das Problem: die Protagonisten können sich nicht vorstellen, wie man mittelfristig R0 ohne Lockdown unter 1 halten kann und aus der Verzweiflung heraus sehen sie hier einen Weg. Aber man kann R0 auch ohne Lockdown unter 1 halten, sobald die fallzahlen wieder klein sind. Daher ist das Argument nicht valide.

Das möchte ich nicht unkommentiert lassen.

Kekule beschäfftigt sich seit Jahrzehnten mit Virologie UND Epidemilologie. Hat an Pandemieplänen gearbeitet, ist international hoch angesehen und hat keine Scheu von erfolgreichen Ländern, wie Singapore, Südkorea, etc. zu lernen. (Damit scheinen andere größere Probleme zu haben.)

Grundsätzlich sei hier noch mal erwähnt, dass Epidemiologie eben keine Mathematik ist, sondern Mathe ist da nur eine Hilfswissenschaft. Und die Mathematik hinter der Epidemiologie ist vergleichsweise simple, die wurde im Grundstudium, "Mathe für Biologen und Chemiker" abgehandelt. Das beherrscht auch Kekule locker. Die Biologie hinter einem speziellen Virus ist Potenzen komplexer und nur wenn man diese richtig einordnet, kann man sinnvolle Annahmen machen. Irgendwas runterrechnen kann jeder, ob das dann sinnvoll ist, zeigt sich hinterher. Will heißen, ein Virologe kann Epidemiologie, eine Mathematiker eher nicht.

Mit zunehmender Durchseuchung einer Population nimmt der R0 zwangsläufig und automatisch ab, das ist trivial, das hat Kekule im ersten Semester gelernt. Die Frage ist doch, wie manage ich die Phase zwischen 5-40% Durchseuchung und was sind meine Prioritäten, oder welche Schäden bin ich bereit zu akzeptieren.

Bei der Beurteilung der Maßnahmen gegen eine zu schnelle Ausbreitung des Wuhan Virus geht es eben nicht nur um Bettenkapazität und Tote, es geht auch im gesellschaftliche Spannung und ökonomische Schäden, da muss man die Balance finden.

Nach jetzigen Wissensstand (incl. Erfahrungen aus Fernost) würde ich mir die Kombination aus milder Infektion (geringe Virenlast), frühes Identifizieren von Infizierten und frühzeitige Medikation mit Chloroquin, oder Favipiravir, etc. genauer Anschauen. Gesunde Menschen, bis 40 Jahre alt, schwach infizieren und die Virenreproduktion medikamentös verzögern, so dass das Immunsystem reagieren kann, bevor Covid in den unteren Lungenbereich absteigen kann. So sollte es möglich sein, eine schnelle Durchseuchung der Bevölkerung zu erreichen, ohne dass kritische Fälle zu stark ansteigen. (Masken tragen verringert die Virenlast, die man inhalieren kann, und würde so den Anteil milder Infektion unterstützen).

Nur für die Risikogruppen würde dann in dieser Phase ein strenger Lockdown empfohlen, der jedoch nicht angeordnet wird, sondern freiwillig wäre. Wer sich selbst gefährden möchte, darf das natürlich in einem freien Land tun (Rauchen und anderes gesundheitsschädliches Verhalten wird ja auch nicht verboten. - Deutschland akzeptiert rund 120.000 Rauchertote jährlich. Wie viele Pandemie-Tote können wir da alle 10-20 Jahre akzeptieren?)
 
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Wenn Vernunft auf Religion trifft, hat Vernunft meist keine Chance.....


Vielleicht lassen sich ja die religiösen Aktivitäten während des Ramadans in Deutschland etwas einschränken, in streng gläubigen muslimischen Ländern in Asien, Middle East und Afrika wird das wohl schwieriger. Dort könnte es dann zu stark steigenden Infektionszahlen im Mai kommen.
 
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Guten Morgen zusammen :)

Ich wünsche euch einen sonnigen Tag und hoffe, Ihr habt Eure Ostereinkäufe schon erledigt oder macht das heute. Da keine großen Familienfeste anstehen, muss man eigentlich weniger bevorraten als sonst. Dennoch bittet der Handel zu Recht darum, Einkäufe nicht alle am Donnerstag oder Samstag zu planen. Da ist dann der Ansturm zu groß. Es ist genug für alle da, darum geht es nicht. Es geht eher darum, dass in den engen Gängen Abstand halten bei vielen Kunden gleichzeitig so gut wie unmöglich ist.

Beim morgendlichen Durchlesen habe ich wieder einige Zitate gesammelt, zu denen ich meinen Senf noch dazugeben möchte:
Sofortige Rückzahlung der im letzten Jahr gezahlten Steuern und Neuverrechnung bei positiver Umsatzentwicklung in 2021 wäre eine Variante, die soweit ich weiss bislang noch nicht umgesetzt aber etwa von Herrn Bofinger angesprochen wurde.

Finanzminister Scholz hatte kürzlich bestätigt, dass genau das kommen soll und die Finanzverwaltungen entsprechend angewiesen werden.

Gesunde Menschen, bis 40 Jahre alt, schwach infizieren und die Virenreproduktion medikamentös verzögern, so dass das Immunsystem reagieren kann, bevor Covid in den unteren Lungenbereich absteigen kann. So sollte es möglich sein, eine schnelle Durchseuchung der Bevölkerung zu erreichen, ohne dass kritische Fälle zu stark ansteigen. (Masken tragen verringert die Virenlast, die man inhalieren kann, und würde so den Anteil milder Infektion unterstützen).

Ich halte das derzeit für eine sehr gefährliche Strategie! Wir wissen noch viel zu wenig über SARS-Cov-2, um so ein Vorgehen empfehlen zu können. Zudem zeigen die traurigen Fälle aus Belgien und England, dass auch kerngesunde 9- bis 14-jährige Kinder sehr schnell an COVID-19 versterben können. Ich möchte auch nicht wissen, wer alles sog. Vorerkrankungen hat, ohne es zu wissen. Das ist meiner Meinung nach russisches Roulette und ich würde meine Kinder nicht dafür hergeben.

Vielleicht lassen sich ja die religiösen Aktivitäten während des Ramadans in Deutschland etwas einschränken, in streng gläubigen muslimischen Ländern in Asien, Middle East und Afrika wird das wohl schwieriger. Dort könnte es dann zu stark steigenden Infektionszahlen im Mai kommen.

Fasten kann jeder gesunde Mensch und nur solche sollen das auch während des Ramadan tun, auch in Nicht-Corona-Zeiten. Versammlungen, gemeinsame Gebete und Gottesdienste sind untersagt, egal für welche Glaubensrichtung. Unverständlicherweise müssen sich z.B. derzeit Gerichte in mehreren Bundesländer mit Klagen christlicher Bürger gegen die Gottesdienstverbote beschäftigen. So die Situation in Deutschland. Aus den USA kommen noch mehr für mich abstruse Meldungen über Prediger, die gerade jetzt zu Großversammlungen aufrufen und sich weigern, ihre Kirchen zu schließen.

Was andere Kontinente angeht, so kann ich nur hoffen, dass die Regierungen zum Schutz ihrer Bürger handeln.
 
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Ich halte das derzeit für eine sehr gefährliche Strategie! Wir wissen noch viel zu wenig über SARS-Cov-2, um so ein Vorgehen empfehlen zu können.

Nicht flächendeckend empfehlen, aber diese Möglichkeit kurzfristig in Betracht ziehen und untersuchen. Dann kann man eine Schaden-Nutzen-Abwägung treffen.

Zudem sollten wir nicht die Augen davor verschließen, dass Maßnahmen zur Verringerung der Covid-Toten dann in anderen Ländern und in anderen Bevölkerungsgruppen zu mehr Toten führen wird. Covid bleibt immer ein lose-lose-Ereignis global betrachtet.

 
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Das möchte ich nicht unkommentiert lassen.
Deshalb schrieb ich etwas von „intuitiv erfassen“.
Kekulé selbst erkennt es in jüngsten Beiträgen und sagt, er „fürchte“, die stattgefundene Durchseuchung sei zu gering für seine Ideen.
 
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Bei dünner Datenlage muss man Annahmen treffen, die natürlich fehlerbehaftet sind.

Wir wissen zwar wo wir hin wollen, aber wir wissen derzeit nicht, wo wir stehen... das wird sich hoffentlich durch die Antikörpertests ändern. Dann kann man sehr schnell abschätzen, wie viel Prozent der Bevölkerung schon infiziert ist. Dann hört der Blindflug auf.
 
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Leider lässt sich so ein Antikörpertest nicht speziell für das SARS-CoV-2 herstellen. Der ist Kreuzreaktiv auf die Gruppe der Corona Viren. Wenn man in den letzten Monaten eine Erkältung hatte aufgrund eines der älteren Corona Virus wird der Test positiv, obwohl man SARS CoV - 2 nicht hatte. Die Ausagefähigkeit steigt erst in ein paar Monaten, wenn das Immunsystem die Erkältung "vergessen" hat.

Ich hoffe ich habe es richtig wiedergegeben :rolleyes: , nach zu hören beim Podcast von Herrn Drosten vom 7.4.
 
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Guten Morgen zusammen :)

Ich wünsche euch einen sonnigen Tag und hoffe, Ihr habt Eure Ostereinkäufe schon erledigt oder macht das heute. Da keine großen Familienfeste anstehen, muss man eigentlich weniger bevorraten als sonst. Dennoch bittet der Handel zu Recht darum, Einkäufe nicht alle am Donnerstag oder Samstag zu planen. Da ist dann der Ansturm zu groß. Es ist genug für alle da, darum geht es nicht. Es geht eher darum, dass in den engen Gängen Abstand halten bei vielen Kunden gleichzeitig so gut wie unmöglich ist.

....

Besser ist noch: gar nicht oder nur das Allernötigste einzukaufen und das kulinarische Schwelgen auf nach Ostern verschieben. So mache ich das und futtere zu Ostern aus dem Tiefkühlschrank. Der bei uns traditionelle Rinderbraten mit Leipziger Allerlei wird um 1 bis 2 Wochen verschoben.
 
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Ich habe soeben von einem Amateurfunkkollegen erfahren, dass der Postweg in bestimmte Länder unterbrochen ist. Zum Beispiel von Deutschland in die Mongolei. Davon hatte ich bisher noch nicht gehört.
 
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Leider lässt sich so ein Antikörpertest nicht speziell für das SARS-CoV-2 herstellen. Der ist Kreuzreaktiv auf die Gruppe der Corona Viren.

(Ich glaube nicht, dass Drosten das so absolut gesagt hat.)

Das Problem von eventuellen Kreuzreaktionen gibt es bei vielen Immunotests. Es geht darum möglichst spezifische SARS-CoV-2 Epitope zu finden und diese dann als Antigene zu präsentieren, um Kreuzreaktionen zu reduzieren. Weiter kann man auch noch mit der Reduzierung der Sensitivität des Test die Kreuzreaktionen vermindern. Quasi das Hintergrundrauschen geringer halten.

 
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Christian Drosten:

Meine Erkältung, die war in der zweiten Hälfte der letzten Woche. Wenn das ein normales Erkältungs-Coronavirus gewesen wäre, dann hätte ich jetzt inzwischen schon so Antikörper, die würden stark ansteigen, und ich würde mit einiger Wahrscheinlichkeit kreuzreagieren in einem SARS-2-Antikörpertest, obwohl ich kein SARS-2 hatte, sondern nur ein Erkältungs-Coronavirus hatte. So etwas ist möglich..........

........vor einem Monat waren wir noch mitten in der Influenzasaison und Erkältungssaison. Viele Personen haben jetzt noch solche nachlaufenden IgM-Antikörper gegen Erkältungs-Coronaviren. Darum kommen zu diesem Zeitpunkt zwei Dinge zusammen. Wir haben diesen nachlaufenden Effekt und wir haben gleichzeitig eine sehr geringe Infektionsdichte von echten SARS-2-Infektionen........

...............Und es ist schon so, dass im Moment hier und da die Vorstellung kommuniziert wird – ich sehe das auch in den Medien – dass gesagt wird: Wenn wir jetzt erst mal anfangen, Antikörperteste in großer Breite zu machen, vielleicht stellt sich dann raus, es ist ja alles halb so schlimm.......

Genau, die Vorstellung ist: Wenn man einmal anfängt, Antikörpertests zu machen, stellt sich heraus, ganz viele haben schon Antikörper, haben sich längst infiziert und sind schon längst immun, ohne das überhaupt gemerkt zu haben. Und das ist leider nicht so. Das wird sich nicht so rausstellen. Ich kann das unter anderem deswegen sagen, weil wir natürlich schon angefangen haben zu testen, weil ich aber auch höre von Kollegen in anderen Ländern, wo die Epidemien ähnlich weit fortgeschritten sind, dass das einfach nicht so ist. Also man findet nicht eine überraschend große Zahl von unerkannten echt positiven Antikörperergebnissen.....


Zum selberlesen: https://www.ndr.de/nachrichten/info/coronaskript170.pdf
 
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