Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

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Lieber Kay,
danke für Dein Lob :sunflower: Der Thread liegt mir am Herzen und ich kämpfe dafür, ihn offen halten zu können.

Aber sonst wird auch moderiert. Nicht jeder Thread braucht so viel Aufmerksamkeit wie dieser. (Das diskutieren wir jetzt nicht, wär ja wieder off-topic ;) )

Tut mir gut, Dein Beitrag :6874:
 
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Gibt es eigentlich einen Update zu dem Thema dass man sich mehr als einmal anstecken kann?
 
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Bernhard, sorry, Du kennst die entsprechenden Fakten dazu offenbar nicht. Wir diskutieren hier aber auch nicht über die Grippe oder warum man bei Grippe, Krankheit X oder Virus Y damals nicht auch dies und das.... Das ist off-topic, bitte unterlassen.

Ist das tatsächlich off-topic?

Es wird sehr viele Menschen geben, die sich durch diesen Grippevergleich beruhigen lassen und das tatsächliche Risiko damit runterspielen. Sie werden Andere davon überzeugen, dass übertrieben wird und zu Ende gedacht bringen diese Leute die Allgemeinheit schlicht in Gefahr. Nicht jeder hat ein Vorstellungsvermögen für exponentielles Wachstum.
 
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Ist das tatsächlich off-topic?

Es wird sehr viele Menschen geben, die sich durch diesen Grippevergleich beruhigen lassen und das tatsächliche Risiko damit runterspielen. Sie werden Andere davon überzeugen, dass übertrieben wird und zu Ende gedacht bringen diese Leute die Allgemeinheit schlicht in Gefahr. Nicht jeder hat ein Vorstellungsvermögen für exponentielles Wachstum.

Ich weiß schon, was Du meinst und stimme Dir auch zu. Aber ja, das ist off-topic, insbesondere in der hier zuletzt vorgebrachten Art und Weise, wenn kein Bezug mehr zu Covid-19 hergestellt wird. Die entsprechenden Infos zur Grippe gab es hier im Thread alle schon und ich habe deswegen auch extra nochmal eine Infoquelle dazu gepostet.

Diskussionen, was als off-topic eingestuft wird oder nicht sind übrigens auch off-topic ;)
 
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@frankolas
Man wird sehen, ob der Verlauf der Epidemie in Deutschland, zeitlich verzögert, mit dem Verlauf in Italien zu vergleichen ist,
zumal in Italien (insbesondere in Südtirol und der Toskana) erheblich mehr Chinesen als in Deutschland leben.
Was soll das denn? Kann sein, dass das Mehr an Chinesen geholfen hat, einen früheren Ausbruch zu verursachen. Eher aber ein unentdeckt gebliebener Webasto-artiger Vorfall im Großraum Mailand. Aber erst mal in Gang gesetzt, verbreitet sich die Epidemie überall nach den gleichen Gesetzen, gesteuert von staatlichen Gegenmaßnahmen und der Einsicht der Bevölkerung.

Übrigens sind die oben genannten 0.5% illusorisch. Erstens ist unsere Bevölkerung älter, zweitens wird unser Gesundheitssystem zusammenbrechen.
 
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Und jetzt ist die Grippe und ihre Bekämpfung in diesem Thread kein Thema mehr.
Vielleicht doch noch ein Detail:
Als Grippetote zählt man den „Überhang“ an Toten in der Winterhalbzeit gegenüber der Sommerhalbzeit. Diese Zahl ist automatisch recht hoch, da in jeder Halbzeit ca. 500.000 Menschen „am Alter“ sterben. Die Gefährlichkeit der Grippe wird dadurch eher überschätzt. Bei Covid liegt die Sache ganz anders, da sprechen wir von echter Fallsterblichkeit.
 
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Vielleicht doch noch ein Detail:
Danke für diese wichtige Info. Du hast völlig recht, zumal zu den Grippetoten grundsätzlich alle zählen, die während der Influenza-Saison im Zusammenhang mit Lungenentzündungen oder Atembeschwerden verstorben sind - und zwar ohne, dass man sie alle auf das Grippevirus getestet hätte.
Das mag dann aber auch genug der Influenza-Details sein :)
 
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Hallo Anja!
zumal zu den Grippetoten grundsätzlich alle zählen, die während der Influenza-Saison im Zusammenhang mit Lungenentzündungen oder Atembeschwerden verstorben sind - und zwar ohne, dass man sie alle auf das Grippevirus getestet hätte.
Ich hörte davon, dass das auch bei unerkannterweise am Covid19 verstorbenen so sei, und vor allem nicht post mortem.
Weißt du da etwas darüber?
 
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Was nur 0,5 % Letalität betrifft, so muss man da derzeit ein großes Fragezeichen machen. Solange man noch den Infektionsketten hinterherläuft und nicht die etwa von Prof. Kukulé geforderten Screeninguntersuchungen macht, um den aktuellen Durchseuchungsgrad zumindest in Risikogebieten zu erfassen, kann man keine verlässliche Zahl nennen.
Es gibt mit Sicherheit entweder jetzt schon oder recht bald Tote, bei denen man den Virus nicht gesucht hatte, weil sie in keiner bekannten Infektionskette waren und die als Pneumonieopfer und nicht als Coronatote erfasst werden.
Schlimmer finde ich das logistisch-praktische Problem:
Die meisten Praxen haben weder das Inventar (Schutzkleidung, Masken, getrennte Räumlichkeiten, welche den Hygieneanforderungen genügen (gefließte Wände, welche per Flächendesinfektion dekontaminiert werden können), was ja Voraussetzung wäre, wenn dort Abstriche entnommen werden sollten. Das Ergebnis dürfte erst am nächsten Tag bekannt sein. Dieser Raum darf also nur von potentiell Erkrankten und entsprechend geschütztem Personal betreten werden..............
Dort wo die Räumlichkeiten passen, fehlt es an den Schutzartikeln für das Personal.
Etliche Praxen mussten ja schon wegen stattgehabten "Coronabesuchern" geschlossen werden.
Bei den Gesundheitsämtern, die sich bislang ja mit Diagnostik von fraglich Infizierten kaum beschäftigen mußten, wird es eher noch schlechter aussehen.
Bleiben noch die Krankenhäuser mit bereits jetzt zu 80% durch anderweitig Erkrankte ausgelasteten Beatmungskapazitäten und chronischem Pflegenotstand.
Auch dort fehlt es an den spezifischen Schutzmasken, welche nicht mit dem üblichen Mundschutz verwechselt werden dürfen.
Warum fängt man erst jetzt an, Planungsstäbe einzurichten, mit dem Ziel , die Behandler mit den notwendigen Schutzvorkehrungen zu versorgen?
Wer erteilt denn nun an wen die Aufträge, entsprechende Produkte in Deutschland herzustellen und übernimmt die Bezahlung?
Warum wird nicht jeder in einem Krankenhaus aufgenommene Grippepatient auf Corona getestet? Zu teuer, zu wenig Testansätze verfügbar....
Das wird sich rächen, leider.
Es gibt ja - dank unseres veralteten föderalen Systems - noch nicht einmal bundeseinheitliche Vorschriften zum Umgang mit der Epidemie, die heute zur Pandemie erklärt wurde.
Die WHO hat klar darauf hingewiesen, dass neben der erschreckend raschen Ausbreitung die erschreckend hohe Untätigkeit in den betroffenen Ländern als Hauptproblem gesehen wird.
Ich bin eigentlich ein sehr optimistischer und positiv denkender Mensch, aber der Dilettantismus und die offensichtlich fehlenden Kompetenzen der Länder und des Bundes machen mir langsam Sorgen.
Es wirkt wie ein Rumgeeiere, man hofft, dass hinter den beschwichtigenden Fassaden fieberhaft an den von mir angesprochenen Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungsmöglichkeiten gearbeitet wird, damit unser Gesundheitssystem nicht kollabiert.
Erschreckend finde ich auch die Fehleinschätzung von Virologen (RKI, habe leider den Namen vergessen, Drosten war es nicht), die einfach mal lustig behaupten, das deutsche Gesundheitssystem sei bestens vorbereitet, Arztpraxen könnten ja Coronaverdachtsfälle nach 16:00 einbestellen, als ob damit die von mir genannten Hygieneprobleme der Praxis gelöst seien.
Krankenhäuser könnten ja Elektivpatienten abbestellen und dafür Infizierte behandeln....
Auch dann braucht man geschultes Personal, Infektionsschutz, Räumlichkeiten und Beatmungsbetten, die auf üblichen peripheren Stationen nicht vorhanden sind.
Und so manchem Virologen vom Robert Koch Institut kann man nur sagen:
Schuster, bleib bei deinen Leisten.
Sorry das ist jetzt wieder viel zu lang geworden.
Ich habe mal länger in Köln gelebt:
Dort heisst es so schön
et is doch noch immer jut jejange..........

Das baut mich jetzt wieder auf, prost!
 
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Nachdem sich jetzt auch die Kanzlerin zur bevorstehenden Corona-Virus-Epidemie geäußert hat, gewinne ich den Eindruck, dass die Regierung die Tragweite des Problems erkannt hat - zwar etwas spät, aber immerhin.

Die noch vor Wochen vom Gesundheitsminister Spahn propagierte Haltung der "Gelassenheit" in Bezug auf die Viruserkrankung und ihre Folgen ist nicht mehr zu hören, und es werden vielfältige Maßnahmen empfohlen und ergriffen, die dem Ernst der Lage gerecht zu werden versuchen.

Ich denke auch, dass die Mehrzahl der Bundesbürger jenseits von irrationaler Panik oder dümmlicher Verharmlosung die täglich von den Medien verbreiteten Informationen zur Kenntnis nimmt und die Situation einigermaßen realistisch einschätzt.

Was nun auch meine geplante Foto-Reise im Mai nach Südfrankreich anbetrifft, so bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, ob ich sie noch antreten werde, nachdem jetzt schon der Ostteil Frankreichs zum Krisengebiet erklärt wurde und eine Ausweitung wahrscheinlich sein dürfte. Die Lage ändert sich ja von Tag zu Tag, und eine Wende zum Besseren liegt wohl noch in weiter Ferne.

Gruß
Hans
 
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Was nun auch meine geplante Foto-Reise im Mai nach Südfrankreich anbetrifft, so bin ich mir jetzt nicht mehr sicher, ....

Hans, da bist Du nicht allein. Meine Reise im April nach Hong Kong (da wollte ich eigentlich eine Z7 kaufen) habe ich gestrichen. Und die Reise im Juni nach Europa/Deutschland steht derzeit auch auf "hold". Thailand wird strenger, reise ich ins "belastete" Ausland, muss ich nach der Rückkehr 14 Tage in Heim-Quarantäne.

Mein Sohn plant ab September 2020 für ein Jahr an der London School of Hygine & Tropical Medicine einen Master-Studiengang in "public health" zu machen, Papa hat die Tuition Fee von 24,200 GBP schon überweisen müssen. (Nun auch nicht gearde ein Taschengeld). Hoffentlich hat sich die Lage bis September in Europa wieder normalisiert und das Studienjahr in England findet statt.
 
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Ob ich eine geplante Foto-Reise antreten kann, ist nicht so wichtig. Dann bleibe ich halt zu Hause.
Ich habe auf Fotoreisen nur deshalb hingewiesen, weil wir uns ja hier in einem Fotoforum befinden.

Meine Sorge gilt vielmehr meinen Verwandten.

So muss meine jüngste Tochter, die als Lehrerin in München arbeitet, jetzt zu Hause bleiben, weil die Schule infolge von Corona-Fällen geschlossen wurde.

Mein Sohn, der als Diplom-Ingenieur bei einem Großunternehmen in der Schweiz arbeitet, muß seine Arbeit jetzt zu Hause am Computer ("Home Office") erledigen, weil die Angestellten sich nicht mehr im Firmengebäude aufhalten dürfen, in welchem sich viele Großraumbüros befinden.

Und mein Enkel, der vor einigen Wochen die erste juristische Staatsprüfung abgelegt hat und im Rahmen der Anfertigung seiner Doktorarbeit ab Herbst einen einjährigen Studienaufenthalt in England geplant hat, ist nicht mehr sicher, ob er den überhaupt noch antreten kann.

So, und jetzt ziehe ich meine Plastik-Einwege-Schutzhandschuhe an und schaue mal, ob ich in einem Drogerie- oder Supermarkt noch eine Packung Klopapier auftreiben kann... :)

Gruß
Hans
 
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Hier überschlagen sich auch gerade die Nachrichten aller Familienmitglieder, was sich ändert und was abgesagt ist. Teilweise waren das wichtige Termine und Reisen für die berufliche Zukunft (Auswahlcamps für Leistungssportler), die über den persönlichen Weg der nächsten zwei Jahre entschieden hätten. Wir alle werden jetzt in den nächsten Tagen eine deutliche Änderung unseres Alltags erleben.
 
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Hallo Michael,

Ich hörte davon, dass das auch bei unerkannterweise am Covid19 verstorbenen so sei, und vor allem nicht post mortem.
Weißt du da etwas darüber?

gehört habe ich das auch, aber ich habe derzeit keine seriöse Quelle, die das belegt oder widerlegt. Das gilt auch für die Frage von Wuxi:

Gibt es eigentlich einen Update zu dem Thema dass man sich mehr als einmal anstecken kann?
 
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Gibt es eigentlich einen Update zu dem Thema dass man sich mehr als einmal anstecken kann?

"Drosten möchte eine zweite Ansteckung desselben Menschen biologisch nicht komplett ausschließen. "Aber ich halte es für extrem selten." Vielleicht sind das auch Menschen die einfach nie ganz frei von den Viren gewesen seien."

 
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... Wir sehen in Italien gerade wie das Gesundheitssystem zusammenbricht. In etwa drei Wochen dürfte die Situation bei uns ähnliche Ausmaße annehmen ...

Die Zahlen - siehe Link - sagen eher, dass wir Italien nur 8-10 Tage hinterherhinken
Die Daten lassen keinen anderen Schluss zu: Ganz Westeuropa ist nur kurze Zeit entfernt von dem Zusammenbruch des Gesundheitssystems, der in Italien bereits stattfindet.

Nur gut, dass ich ausschließlich im Home-Office arbeiten darf ...
 
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So muss meine jüngste Tochter, die als Lehrerin in München arbeitet, jetzt zu Hause bleiben, weil die Schule infolge von Corona-Fällen geschlossen wurde.

Mein Sohn, der als Diplom-Ingenieur bei einem Großunternehmen in der Schweiz arbeitet, muß seine Arbeit jetzt zu Hause am Computer erledigen, weil die Angestellten sich nicht mehr im Firmengebäude aufhalten dürfen.
Das würde ich eher als positiv einschätzen. Leider ist nicht jeder in so einer glücklichen Lage.

Darüber hinaus, ein System in dem man um seinen Arbeitsplatz bangen muss, wenn man krank zu Hause bleibt, ist für eine unkontrollierte Ausbreitung von ansteckenden Krankheiten nahezu prädestiniert.

Grüße - Bernhard
 
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Darüber hinaus, ein System in dem man um seinen Arbeitsplatz bangen muss, wenn man krank zu Hause bleibt
Das ist ja eher in USA so, und da kriegt man auch kein Geld wenn man krank ist.
(Aber dank Donald ist in USA ja alles paletti.)


Ich denke allerdings wir können generell um Arbeitsplätze bangen.
Ich mache mal eine pessimistisch Prognose:
Wenn die großen Konzerne mit Ihren Quartalsberichten kommen wird die Bombe platzen. Die werden alle Gewinnwarnungen ausgeben und direkt danach ans Sparen gehen. Abwärtsspirale von Quartal zu Quartal zu erwarten.
 
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Das ist ja eher in USA so...
Leider stimmt das zunehmend auch für Deutschland. Kündigungen wegen krankheitsbedingter Fehltage sind vor allem bei den schlechter bezahlten Jobs an der Tagesordnung. Oft gibt es dort nicht einmal Arbeitsverträge...

Was die großen "börsengestützten" Konzerne betrifft, so werden nur die Börsengewinne der Aktionäre eingedämmt (nicht die reale Masse und Kraft der Unternehmen selbst), was ich persönlich für nichtmal besonders schlimm halte. Dass Spielgeldblasen nicht ins Unendliche wachsen können, sollte eigentlich jedem klar sein.

Grüße - Bernhard
 
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