Coronavirus (war: CP+ 2020 wegen Coronavirus abgesagt)

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
2 Kommentare
falconeye
falconeye kommentierte
Ich empfehle den Podcast, der Artikel gibt den Tenor muMn nicht korrekt wieder.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Hier der zusammenfassende Artikel des NDR

Hier geht es zum Podcast

Ein schriftliches Transkript der Folge 109 gibt es noch nicht.
 
Anzeigen
Gerade aus dem Nachbarforum:

Die Gesundheitsämter kommen der zeitnahen (datentechnisch wohl recht umfänglichen
und komplexen) Meldung ja schon länger nicht mehr nach. Da das RKI durch diesen
Meldeverzug ständig zu niedrige Zahlen veröffentlicht, weist das Gesundheitsamt der
Stadt Osnabrück seit geraumer Zeit zusätzlich die echten Inzidenzzahlen für die Region aus.
Hier ein besonders krasses Beispiel:

Inzidenz Stadt Osnabrück lt. RKI am 31.01.2022 - 257,0

Die vom Gesundheitsamt selbst berechnete Inzidenz an diesem Tag - 1.295,6

https://corona-os.de/sites/def…ard_corona_presse_0_0.pdf
 
gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte

Nochmal: Dass wir mit einer höheren Impfquote weiter wären, bestreitet hier niemand. Ich kenne privat niemanden (über 18J.), wirklich niemanden, der nicht geimpft ist. Und ich wohne in Sachsen.

Eine Antwort auf die Frage nach der Abwägung der Kosten (Was ist teurer: Long Covid oder die Einschränkungen?) lieferst Du aber nicht. Du wiederholst ausschließlich mantraartig Deine Parolen ohne klare Belege oder Quellen.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Es gibt auch noch andere Themen in der Welt, ich arbeite also an einer Relativierung des Thema Corona für mich. Vielleicht auch eine Idee für dich?
Ich entschuldige mich wenn es den Eindruck macht keine anderen Themen zu haben.
Dem ist aber keineswegs so. Die anderen Themen werden hier nur nicht so intensiv
diskutiert. Mehrere Projekte streben gerade parallel auf eine Vollendung zu. Die wurden
alle in einigem zeitlichen Abstand voneinander begonnen, scheinen aber durch
pandemiebedingte Verzögerungen jetzt mehr oder weniger gleichzeitig fertig zu werden.
Ich lebe gerade in sehr aufregenden Zeiten.

Corona ist (und bleibt) für mich immer nur ein Thema von vielen gewesen.
Ein gewisses Maß an Fatalismus ist durchaus hilfreich um eben nicht panikgeschüttelt
in Isolation zu enden. Wäre ich jetzt kein Agnostiker, läge mir der Buddhismus noch
am Nächsten. Wer die eigene Endllichkeit ohne jede Wiederkehr als Fakt akzeptiert,
kann das Leben jeden Tag weit entspannter geniessen als viele andere.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Was ist teurer: Long Covid oder die Einschränkungen?
Das ist egal, weil wir mit einer voll durchgeimpften Bevölkerung beide Kosten nicht tragen müssten.
Es geht nicht um entweder/oder dieser beiden Faktoren.
Es geht darum beide durch vollständige Impfung zu beseitigen.

Drücke ich mich wirklich so undeutlich aus?
 
gelenkpfanne
gelenkpfanne kommentierte


Ja, Du drückst Dich hier so undeutlich aus, weil die Impfpflicht gar nicht das Thema ist. Ich finde impfen sinnvoll, sogar die Impfpflicht hätte ich begrüßt.

Hier stellte sich aber die Frage nach der Verhältnismäßigkeit der Einschränkungen in der derzeitigen Lage. Ich sage, dass ich sie nicht mehr verhältnismäßig finde, da sich jeder schützen kann, der das tun möchte und die Einschränkungen anderes Leid und Kosten hervorrufen. Bei Dir wird der Eindruck erweckt, Du möchtest jegliche Maßnahmen erst beenden, wenn wirklich jeder geimpft ist. Solange hat hier jeder gefälligst sein Teil beizutragen. Wir stellen den Straßenverkehr doch auch nicht ein, nur weil einige zu schnell fahren. Beischlaf ist auch nicht verboten, nur weil es noch diverse Geschlechtskrankheiten gibt und die Allgemeinheit bei beidem die Behandlungskosten zu zahlen hat. Mir geht es hier um die Verhältnismäßigkeit und da liegst Du aus meiner Sicht falsch.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Du drückst Dich hier so undeutlich aus, weil die Impfpflicht gar nicht das Thema ist.
Mit Blick auf den nächsten Herbst/Winter bleibt das aber brandaktuell.
Wer jetzt die Impfpflicht vergeigt, kauft Aktien für die sechste Welle.
Und wer ungeimpft durchseucht kauft ein Los auf deutliche Beeinträchtigung
der durchschnittlichen Bevölkerungsgesundheit.

In der Omikronwelle haben sich 32% der Dänen infiziert. Klar, da kann
man aufmachen, man hat es erfolgreich vergeigt, und jetzt wird eben
komplett durchseucht. Long Covid und Co wird den Politikbetrieb in
naher Zukunft genau so überraschen wie die Erkenntnis daß den
Gesundheitsämtern nach 5 Wellen gerade das Faxpapier ausgeht.

Sicher, es trifft vorwiegend die Impfverweigerer jetzt und in Zukunft
besonders hart, und die haben es sich ja selbst ausgesucht, richtig?

Niemand wird es öffentlich eingestehen, aber de facto wird gerade
kapituliert und bewusst durchseucht.

Es bringt nichts zwei Löcher in einem Faß zu halten zu wollen, wenn
vier andere Leute acht weitere Löcher bohren. Das Fass hat mittlerweile
so viele Löcher, daß der Kampf mutwillig verloren ist.

Die WHO hat gestern gesagt Europa befände sich im Krieg gegen
Corona in einer Feuerpause. Für den Krieg Corona gegen Europa gilt
das allerdings nicht. Banzai!

Meine Empfehlung lautet nun noch einmal rund vier Wochen persönlich
sehr gut aufzupassen, danach ist das Ding durch, weil komplett
durchseucht - mit Omikron. Dann ernten wir für eine ganze Weile
die Toten, Long Covid und Co die aus der Durchseuchung resultieren.
Leider nicht nur bei denjenigen die es sich selbst ausgesucht haben.

Und im nächsten Winter sehen wir uns ohne Impfpflicht bei der
sechsten Welle wieder. Vermutlich werden die Gesundheitsämter
dann wieder überrascht daß das Faxpapier wieder so schnell alle ist.

Fazit: Die Maßnahmen sind so löchrig, und werden von so vielen Leuten
sabotiert, daß man sie tatsächlich komplett fallen lassen kann.
Man kann nicht mit dem Florett gegen Mistgabeln kämpfen.

Also noch einmal 4 Wochen den Hintern an der Wand halten.
Bei aktuell knapp einer Viertelmillion Infektionen täglich dauert
es nicht mehr lang bis Omikron durch ist.

Alle geimpft, genesen oder langzeitkrank, oder tot.

Aber jammert dann nicht. Ihr habt es so gewollt.

Ist der Kanzler eigentlich inzwischen vom Zigaretten holen zurück?
 
Stiko befürwortet zweiten Booster für bestimmte Gruppen und empfiehlt Novavax ab 18
 
falconeye
falconeye kommentierte
Kay

Die Formulierung #2 fällt einem aber auch erst nach 5 Jahren Jurakerker ein ;)
 
Kay
Kay kommentierte

Für die Juristen ist es eine bezahlte Berufsausübung und damit eine artgerechte Haltung.
Für das Kind ist es sicher nicht förderlich, wenn die Eltern ihren Zwist vor Gericht austragen und das Kind einbeziehen.
Leider werden immer mehr Dinge vor den Kadi gebracht, die früher interfamiliär geregelt wurden.
Christian wird Dir (vermutlich) erzählen können, warum das gut ist. Für mich ist das nichts.
Irgendwie bin ich froh, mit der steigenden Rechthaberei beruflich nichts mehr zu tun zu haben.
(Da lagen mir diese ehrlichen Ganoven noch mehr.)
 
frimp
frimp kommentierte
Und auch Blasorchester dürfen wieder ohne Maske proben. Ich frage mich, wie sie es vorher gemacht haben…
 
C
Christian B. kommentierte
gar nicht. (Richtig) singen mit Maske geht auch nicht.
 
C
Christian B. kommentierte
Liebe Sabine, das ist sehr nett, dass Du da für uns recherchiert hast. Aber die Situation ist eben die, dass weder meine Schwester noch wir anderen in der Familie wegen dieser Frage irgendeinen Streit verursachen möchten. Das wäre nämlich noch belastender. Deshalb gehen wir so gut es geht damit um und diskutieren es nicht. Beste Grüße Christian
 
Das RKI hat eben den 9. Report der COVIMO-Studie veröffentlicht, diesmal erstmals mit Befragung in mehreren Sprachen und besonderer Betrachtung des Themas " COVID-19-Impfquotenmonitoring in Deutschland als Einwanderungsgesellschaft". Ich zitiere unten die Zusammenfassung der Ergebnisse (Zitat bitte aufklappen).
Zum kompletten Bericht geht es hier (PDF):

Zusammenfassung des 9. Reports​

In dieser Fokuserhebung „COVID-19-Impfquotenmonitoring in Deutschland als Einwanderungsgesellschaft“ wurde die deutschsprachige Erhebung durch Interviews in weiteren fünf Sprachen ergänzt. Damit wurden in dieser Erhebung auch Personengruppen erreicht, die in vorherigen Erhebungen aufgrund einer Sprachbarriere nicht erreicht werden konnten. Insgesamt liefert diese Befragung daher Ergebnisse, die die Bevölkerung in Deutschland besser abbilden können.

Impflücken gibt es zurzeit in verschiedenen Bevölkerungsgruppen. Ein Beispiel ist die Bevölkerung der östlichen Bundesländer, die im Vergleich zum Rest Deutschlands deutlich geringere Impfquoten aufweisen (Digitale Impfquotenmonitoring (DIM)). Aber auch die Impfquote der älteren Bevölkerung ist im Verhältnis zu dessen Erkrankungsrisiko nicht ausreichend. Um Handlungsbedarfe identifizieren zu können, müssen Bevölkerungsgruppen miteinander verglichen werden. Diese Fokuserhebung konzentriert sich auf die Bevölkerungsgruppe Eingewanderte und ihre direkten Nachkommen, also Personen mit Migrationsgeschichte, und vergleicht diese mit Personen ohne Migrationsgeschichte.

  • Im Erhebungszeitraum (04.11.2021 – 18.12.2021) wurden n = 1017 Personen ohne Migrationsgeschichte und n = 1015 Personen mit Migrationsgeschichte zur COVID-19-Impfung befragt.
  • Bestehen Unterschiede in Impfverhalten und -intention zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte?
    • Personen ohne Migrationsgeschichte haben eine etwas höhere Impfquote als Personen mit Migrationsgeschichte.
    • Die Impfbereitschaft unter den aktuell noch Ungeimpften ist bei Personen mit Migrationsgeschichte höher.
  • Wie können die unterschiedlichen Impfquoten erklärt werden?
    • Sozioökonomische Merkmale (Bildung und Einkommen) und das Alter können zum Teil die geringere Impfquote unter den Menschen mit Migrationsgeschichte erklären.
    • Diskriminierungserfahrungen im Gesundheits- und Pflegebereich tragen zu einem kleinen Teil weiter zur Erklärung des Unterschieds bei.
    • Sprachbarrieren können einen Großteil der Impfquotenunterschiede zwischen Personen mit und ohne Migrationsgeschichte erklären.
    • Tatsächlich zeigt sich nach Sprache ein größerer Unterschied in den Impfquoten als nach Migrationsgeschichte: Je besser die Deutschkenntnisse eingeschätzt werden, umso höher ist die Impfquote.
  • Was beeinflusst außerdem das Impfverhalten?
    • Für alle Befragten gilt: Mit zunehmendem Vertrauen in die Sicherheit der Impfung und in das deutsche Gesundheitssystem steigt die Chance geimpft zu sein.
    • Umso größer die Überzeugung ist, mit der Impfung Freiheiten zurück zu gewinnen, desto größer ist die Chance, geimpft zu sein.
    • Je eher eine Person mit Migrationsgeschichte Impfen als eine gemeinschaftliche Maßnahme ansieht, um die Verbreitung von COVID-19 zu verhindern, desto eher ist diese Person geimpft.
    • Wissen: Falschwissen und besonders Unsicherheiten zu der COVID-19-Impfung sind weit verbreitet. Unter Personen mit Migrationsgeschichte findet sich signifikant mehr Unsicherheit und Falschwissen als bei Personen ohne Migrationsgeschichte.
 
Kommentar
Wenn ich befürchtete, dass im Herbst die megatödliche Sigma-Variante kommt, oder ich in 5 Jahren eine schwere Autoimmunerkrankung bekomme, würde ich umgehend auf den Wegfall sämtlicher Maßnahmen pochen, mir jeden Abend ein Rudel brasilianischer Tänzerinnen und blutjunger Nutten nach Hause bestellen, anstatt verängstigt und maskiert vor dem PC zu sitzen um Enthaltsamkeit zu propagieren.

„Was ist wenn, was ist wenn …“ - und das soll keine Freudlosigkeit sein?
Wenn du sicher wärst - das ist ein Unterschied. ;)

Und es heißt nicht "Was ist wenn" sondern "Was ist wann". Das ist nicht erfreulich, aber die Prognose, die schon lange vor COVID feststand. Die wollte damals niemand hören, die will heute niemand hören. Wir sind auch alle unsterblich. Gott sei Dank.

Menschen, die nicht ebenso viel Angst haben und ähnlich übertriebene Vorsichtsmaßnahmen treffen, wie Du selbst, sind in Deinen Augen unverantwortliche und dämliche Covidioten, oder gehören zwangsgeimpft.
Okay, das hat sich nicht an mich gerichtet, dürfte bei mir aber ähnlich wie @VisualPursuit sein. Ich habe keine Angst vor COVID, aber gehörigen Respekt. Ich bin (nicht wie VisualPursuit) jenseits der Siebzig und mit Vorerkrankungen, das was andere einen Risikopatienten nennen. Ich treffe Vorsichtsmaßnahmen für mich und meine Liebste (ähnlicher Status), und lasse andere leben. Aber ich hoffe, ich muss nicht verstehen, wieso einige meiner Mitmenschen Maßnahmen verweigern und dabei laut nach ihrer "persönlichen Freiheit" schreien, die weit in meine Freiheit eingreift.

Angst oder gar Panik vor der Impfung? Ich selbst habe eine "Nadelphopie", aber der Mutige überwindet seine Angst. In diesem Fall für mich, aber auch für meine Familie, für meine Freunde. Damals schützte mich die Impfung auch vor Ansteckung, heute - wen mich Omicron erwischt - "nur" mehr gegen schweren Verlauf und Tod. Soll sein. Aber sie schützt mich noch immer - deutlich besser als keine Impfung.

Es ist schon erstaunlich, dass Du immer und ausnahmslos persönlich Fälle kennst, die Deine maximal pessimistische Einstellung und Prognosen belegen sollen, aber solche Sprüche sind wirklich weit jenseits der roten Sachlichkeitslinie (und ich vermisse dabei die von @häuschen gerne praktizierte Ironie).
Ah ja, jetzt mal ohne irgendwelche Ironie, weil die ist mir in Sachen COVID schon lange vergangen:

Gestern hatten wir die Meldung des 13. (dreizehnten) COVID-Falles in unserer Familie; einen (Stief)Enkel hat es ziemlich arg erwischt. Mal sehen, ob er ins Spital muss. Er ist derzeit 11 Jahre aalt und ungeimpft. In einer Familie, in der COVID grassiert hat (und noch grassiert). Ungeimpft? Ja, ungeimpft. Warum? "Er hätte eh nächste Woche impfen gehen sollen..." Ah ja, das hilft jetzt ungemein, Zeit wäre bisher genug gewesen.

Die dreizehn Fälle sind "ausnahmslos persönliche". Und zur Ergänzung: Drei Fälle in der Intensivstation und überlebt, zwei weitere Fälle an COVID verstorben, zwei Fälle von Long COVID (laut ärztlicher Befunde). Anderer Winkel: Schwester, Cousine, Kinder und Schwiegerkinder fast alle bis auf einen, einige Enkel (bis auf den letzten eher leichte Verläufe) etc. etc. Ich brauche nicht weit zu gehen mit meinen "persönlichen Fällen". Ich brauche auch keine Studien, um die Situation in meiner Umgebung beurteilen zu können. Und zwar wirklich, nicht virtuell.

In meinem Sport gibt es auch einige Kollegen, der letzte wurde vorige Woche begraben: Impfgegner, Maßnahmenverweigerer, erstickt auf der Intensivstation. Vorigen Freitag habe ich noch vernommen, dass seine Frau, ebenfalls ungeimpft, noch auf der Intensivstation um ihr Leben ringt. Wahrscheinlich erfahre ich morgen (Training) mehr.

Ja, wir schließen uns nicht ab, achten aber auf die (üblichen) Vorsichtsmaßnahmen. Wir testen uns, bevor wir einen Besuch machen. Keine 100%ige Sicherheit, aber immerhin als "gelindes Übel" machbar. Und trotz aller Vorsicht spielen wir einen Mannschaftssport. Nein, keine Angst, sonst täten wir das nicht. Freudlos fühlen wir uns nicht, aber schon zeitweilig genervt. Würden wir uns ohne Maßnahmen wohler fühlen? Derzeit kaum, ansonsten aber natürlich. Nur: Maske (korrekt) tragen und ein bisserl aufpassen ist ein geringer Preis für recht viel Sicherheit. Nicht 100%, klar, aber doch.

Wir wollten vor zwei Jahren nach Teneriffa reisen, um ein Buch fertigzustellen. Hat bis heute nicht geklappt bzw. sich nicht mit unserer Einstellung vereinbaren lassen. Werden wir aber hoffentlich demnächst noch hinbekommen.

Was mich aber echt nervt, ist dieses "Justament" und der Egoismus, der seit Jahrzehnten immer mehr um sich greift.
 
3 Kommentare
häuschen
häuschen kommentierte
Okay, das hat sich nicht an mich gerichtet, dürfte bei mir aber ähnlich wie @VisualPursuit sein.

NEIN, das hat sich Alles nicht an Dich gerichtet. Du wirfst nicht mit hanebüchenen Studien um Dich, trittst mir gegenüber nicht derart unangenehm auf und lässt mir gegenüber auch nicht den Hobbypsychologen raushängen. Auch nehme ich an, dass Du im Freien nicht ganz automatisch auf die Windrichtung achtest, wenn Du an Menschen vorbeigehst und Du hast auch nicht diese eiskalte und unsensible Art an Dir.

Deine Familie trifft es hart, das tut mir wirklich Leid. Grundsätzlich aber - und das beweisen viele Statistiken fraglos - ist eine schwere Covid-Erkrankung bei Kindern sehr selten und bei Menschen bis 50 auch selten. Dass Jede schwere Erkrankung eine zu viel ist, ist die eine Sache und oft ein Argument mit für die Strenge der Maßnahmen. Tatsächlich ist es eine rein politische Entscheidung, wieviel Leid durch das Virus zugelassen wird, um das Leid durch die Maßnahmen zu minimieren.

Dass diese Entscheidungen Streitpotential bergen, ist sicher unbestritten. Dass es nicht nur die eine Seite sein kann, die grundsätzlich im Recht ist, hoffentlich ebenso. Unsere Argumente haben unterschiedliche Hintergründe. Die einen haben mehr Angst vor der Krankheit und um ihre Gesundheit, Andere vor dem Verlust ihrer Existenz, Ihres Lebenswerkes, wieder Andere um das Wohl ihrer Kinder und Menschen aus der ehemaligen DDR eventuell auch am meisten Angst vor Übergriffen des Staates.
Sämtliche Ängste haben ihre Berechtigung und sollten ernst genommen werden. Niemand sollte sich für so schlau halten, dass er über die Berechtigung der Ängste des Anderen urteilen darf. Den Schuh ziehe ich mir gern auch selbst an, wenn ich mich über Andere aufrege, oder lustig mache. Meine provokante und ironische Art ist für Viele auch fehl am Platze, weil das Thema so ernst ist.

Ich finde es übrigens befremdlich, dass Manche hier so fest davon überzeugt sind keine Angst zu haben. Sie bezeichnen das anders, wie eine Ex von mir, die wenn ich sie fragte, ob sie sauer ist, immer antwortete: „Ich bin nicht sauer, ich bin enttäuscht.“
 
falconeye
falconeye kommentierte
Ich habe keine Angst vor COVID, aber gehörigen Respekt
Das ist muMn genau der schmale Grat, auf dem wir uns derzeit bewegen: Respekt ja, Angst nein.
Zu Zeiten vor der Impfung war für gewisse Gruppen auch Angst durchaus noch angemessen, für hochaltrige Geimpfte war Delta ein Grenzfall, jetzt mit Omikron halte ich persönlich Respekt in allen Gruppen für angemessener. Respekt auch, weil die Zukunft uns noch überraschen kann.

P.S.
Glückwunsch zur grossen Familie :)
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Grundsätzlich aber - und das beweisen viele Statistiken fraglos - ist eine schwere Covid-Erkrankung bei Kindern sehr selten und bei Menschen bis 50 auch selten.
Corona ist ungefährlich, weil allgemein nur wenige ernsthaft erkranken. Gegen eine Impfung ist man aber aus allein individuellen Gründen.

Wie denn nun? Das passt einfach nicht zusammen.
 
Ich finde es übrigens befremdlich, dass Manche hier so fest davon überzeugt sind keine Angst zu haben.
Ich bezeichne das nicht anders, es ist etwas anderes. Angst habe ich vor Nadeln, fast schon panische. Respekt habe ich vor COVID, das ist aber ein Gegner, dem ich aber (mit Vorsicht und Planung) gegenübertreten kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

Andere Länder heben alle Maßnahmen auf und diskutieren auch nicht über eine Impfpflicht. Warum
ist es bei uns anders?
auch ist das so
nur ein paare Beispiele
Österreich,Frankreich, Italien
 
ernst.w
ernst.w kommentierte

Das tun Frührentner, Flüchtlinge, verunglückte Skateboarder und Harz4-Empfänger auch, ohne dass
wir es wagen uns darüber zu mokieren.
Das war aber jetzt eine Steilvorlage. Ich glaube, du hast einfach nur Glück, dass diese Themen - weder Fotografie noch Corona - hier nichts verloren haben.

Andere Länder heben alle Maßnahmen auf und diskutieren auch nicht über eine Impfpflicht
Und wieder andere Länder haben bereits seit einiger Zeit eine Impfpflicht. wenn auch in einigen Ländern auf Berufsgruppen oder Altersklassen beschränkt.

Es ist müßig, darüber zu sinnieren, warum nicht alle Länder der Welt dieselben Parteien an der Regierung haben, warum nicht alle Politiker und/oder Experten dieselben Maßnahmen - gegen egal was - empfehlen, denselben Wirtschaftskurs fahren etc. Menschen sind verschieden. Punkt. Schließlich hast auch du eine andere Meinung und andere Vorgehensweisen als andere Menschen, oder?
 
Kay
Kay kommentierte

Du bekommst jetzt den goldenen framing-Orden: Jetzt sind wir endlich wieder bei Frührentnern und Flüchtlingen(!)

Bleib doch einmal bei der Sache.
 
markusm1000
markusm1000 kommentierte
Das tun Frührentner, Flüchtlinge, verunglückte Skateboarder und Harz4-Empfänger auch, ohne dass
wir es wagen uns darüber zu mokieren.
Und da kommen die Ungeimpften oben drauf. Das ist wie auch bei den unsäglichen Grippevergleichen kein Entweder - Oder, das ist keine Auswahlmöglichkeit.

Zu Frührentnern, Flüchtlingen, verunglückten Skateboardern und Harz4-Empfängern gibt es einen jahrtausende alten gesellschaftlichen Konsens, dass sie in ihrem Unglück von der Allgemeinheit versorgt werden.
Die Ungeimpften dagegen haben einfach mal für sich beschlossen, dass die Gesellschaft die von ihnen ausgehende Gefahr akzeptieren muss und ihnen Tests und andere Sonderwünsche zu finanzieren hat.
 
Metalhead
Metalhead kommentierte
Andere Länder müssen nicht über eine Impfpflichtige diskutieren, weil es dort eine viel höhere Anzahl an Vernünftigen gibt die sich bereits geimpft haben. In Dänemark sind beispielsweise 98% der vulnerablen Gruppe der über 60-jährigen geimpft. In Deutschland sind es 82%. Ist halt ein Problem in dieser Pandemie, dass wir hier mehr Idioten haben als andere Länder.
 
Gestern haben wir intern noch darüber spekuliert, heute ist es definitiv: Nach dem Mobile World Congress in Barcelona wurde nun auch die große Fotomesse CP+ 2020 in Yokohama, Japan, abgesagt.
Hier weiterlesen:

Hier mal mal ON-TOPIC im Thread!!! :D

Die CP+ 2022 findet ON-SITE vom 24.-27.2.2022 in Yokohama statt -> https://www.cpplus.jp/en/

Damit schliesst sich der Zirkel dieses Threads und On-Topic-mäßig wäre das der Anlass, hier im Thread jetzt die Pandemie für beendet zu erklären. Oder am 24. Februar ...

Wer belebt jetzt die Photokina wieder? ... ;)
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
falconeye
falconeye kommentierte

Ich bin absolut für ein Forentreffen auf der Photo+Adventure im Juni in Duisburg.
Die Idee verdient ihren eigenen Thread. Ernsthaft jetzt :)
Bei 2 Tagen wäre ein Datum auch gut - ich bin für den 11., mit Treffen am Sa Abend, vielleicht am Rhein. Ich bin aber nicht aus Duisburg und weiss auch noch nicht, ob ich kommen kann. Ich überlege es mir aber!
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC
AnjaC kommentierte
Der Thread kommt noch - ich bin aber dankbar, wenn mir das jemand abnimmt, kann gerne jeder von euch auch schon aufmachen, in diesem Unterforum. Und in die Ferne schweifen muss man da nicht: Der LaPaDu ist öffentlich und kostenlos zugänglich, bietet jede Menge Platz und Fotomotive und vor der Messehalle gibt es Foodtrucks mit allem, was das Herz begehrt. Ist schön da :)
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Statusupdate 5. Februar 2022

JSON:
Corona situation report for Germany at 2022-02-05:
Incidence:   1523.41
Today x7:    1791.16
Death Incid.:   1.207
Undetect/CFR:   0.17 x/%
Rt:             1.14 (1.14 7-day avg)
Alert level:    2.18 out of control
Trend Incid: 2537.13  (x1.7)
Trend Deaths:   4.422 (x3.7)

Alert-Germany.png

Zur Lage letzte Woche -> https://www.nikon-fotografie.de/com...egen-coronavirus-abgesagt.295040/post-2842182

Wir befinden uns weiterhin im ansteigenden Ast der 5. oder "Omikron"-Welle. Der Alertlevel ist 'out of control' und gegenüber letzter Woche leicht gesunken. Deutschland ist ein 'Rebounce'-Land (vgl. Diskussion von vorletzter Woche) und daher ist die mittelfristige Entwicklung für D schwierig einzuschätzen. Kurzfristig scheint sich die Dynamik abzuflachen, Rt ist auf 1.14 gefallen (das RKI meldet sogar schon (zu niedrige) Werte um 1). Rt könnte binnen einer Woche auf 1 fallen und damit der Peak erreicht sein. Allerdings ist der Rückgang im Alertlevel letzte Woche aktuell gestoppt - die ersten Stimmen der Entwarnung (bzgl. der epidemiologischen Dynamik) erscheinen mir verfrüht.

Überhaupt ein Wort zur Inzidenz: Aktuell wird diese in vermutlich keinem Land inmitten der Omikron-Welle auch nur halbwegs realistisch erfasst. In Deutschland stagniert die Zahl der PCR-Tests nun bei 2.5 Millionen, da hier der Anschlag erreicht wurde. Die Positivenquote jedoch ist auf atemberaubende 41% gestiegen. Selbst bei 100% würde die Inzidenz also unter 4000 bleiben - selbst, wenn jeder in D infiziert wäre ... ;) Das wäre dann die Dunkelziffer 25. Die tatsächliche Dunkelziffer liegt also zwischen 1 und 25. Meine extrem krude Faustformel schätzt die Dunkelziffer zu SQRT(Positivenquote[%]) ab, aktuell also 6.5. Was eine tatsächliche Inzidenz von aktuell ~10.000 ergibt - jeder zehnte in D ist zur Zeit mit Omikron infiziert!

In UK erfasst die ZOE-Studie per App Zusatzdaten. Danach haben während der Deltawelle 70% der Schnelltestpositiven einen PCR-Test gemacht, und diese Zahl fällt seitdem kontinuierlich auf aktuell nur noch 10%! Und die Positivenquote in UK ist niedrig, weil immer noch viel getestet wird. Kurzum ... mit Omikron lassen sich immer weniger überhaupt testen. Laut ZOE hat UK inzwischen wieder einen deutlichen Anstieg der Fälle, der alte Peak ist fast erreicht. Die offiziellen Zahlen für UK sehen das aber nicht, Rt in UK ist 1. In abgeschwächter Form wird dies auch für D gelten: Wir streben einem Scheitelpunkt der Welle in vielleicht 1-2 Wochen zu, der aber vermutlich ein Artefakt ist.

Daher betrachte ich zukünftig in den einzelnen Ländern und D nun auch die absolute Sterblichkeit (mit positivem Test). Pro Woche sterben in einem Land (mit 83J Lebenserwartung) ca. 23/100.000. Das ist meine "Referenzinzidenz der Sterblichkeit". D hat eine tatsächliche Corona-PCR-positive Sterblichkeit von z.Zt. '1.2', oder 5% der Referenzinzidenz. D.h., in der Gruppe der Verstorbenen ist die tatsächliche Inzidenz 5% (5000) oder niedriger (wenn nämlich Corona signifikant ursächlich am Tod beteiligt war). Das deckt sich mit der niedrigeren Inzidenz (mindestens 3x unter Durchschnitt) in der Gruppe Ü60. Übrigens: in früheren Wellen stieg die Sterbeinzidenz in anderen Ländern bis auf ca. 28/100k (z.B. Portugal), das sind 120% meiner Referenzsterbeinzidenz.

Die CFR in Deutschland ist weiter rückläufig (aktuell 0.17% - letzte Woche 0.27%) - damit nähert sich D seinen Nachbarn an. Betrachtet man die vermutlich sehr hohe Dunkelziffer, ist die IFR in D z.Zt. ~0.03% bzw. nahezu unmessbar.

Ein Abschätzen der zukünftigen Belastung der Intensivmedizin ist mir aktuell für D nicht möglich. Z.Zt. gibt es hier keinen Anstieg. Bevor wir Omikron jedoch zur "Grippewelle" erklären, müssen wir weiter unseren Blick auf Länder wie UK gerichtet halten, wo sich die Welle langsam durch die Demographie arbeitet, also weg von den Schulkindern. Hier ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, aber ich bleibe optimistisch.

Bzgl. der Maßnahmen ... wenn tatsächlich schon jeder zehnte infiziert ist, benötigen wir eigentlich Maßnahmen nur noch dafür, das Vordringen in die ältere Demographie zu moderieren. Für die eigentliche epidemische Ausbreitung (die zunehmend unter dem Radar zu erfolgen scheint) macht es jetzt vermutlich schon keinen großen Unterschied mehr ...

Ein letztes Wort zu Delta: Delta ist nicht weg, war vor 2 Wochen noch zu 5% beteiligt. Das ist in absoluten Zahlen nicht wirklich wenig.
 
Zuletzt bearbeitet:
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Kay
Delta ist zurückgegangen weil die "NPI"-Maßnahmen
(NPI = Non Pharmaceutical Interventions = Kontaktbeschränkungen, Lockdowns, Luftfilter, Plexiwände)
im Verbindung mit der Impfkampagne den RT unter 1 gedrückt haben.

Die Viren boxen sich nicht gegenseitig weg.

Omikron ist infektiöser als Delta, schafft es also mehr NPI zu umgehen
und dennoch Treffer zu landen.

Omikron wird sich absehbar totlaufen weil es irgendwann in sehr naher
Zukunft jeder gehabt haben wird. Und dann fallen die Maßnahmen.
Das macht dann wieder den Weg für Delta bei ungeimpften frei.

Also ja - es gibt zwei Varianten, die beide unabhängig voneinander wirken.
 
  • Like
Reaktionen: Kay
falconeye
falconeye kommentierte
Kay

Das würde ich besser verstehen, wenn Delta weiter gestiegen wäre
Guck dir mal meine Grafik an. Delta hatte um Weihnachten eine Inzidenz von ca. 200. Aktuell hat Delta eine Inzidenz von ca. 80, wenn ich mal von einem 5% Anteil ausgehe (*). Das ist etwas mehr, als bei einem weiteren Rückgang mit dem Rt von Mitte Dezember zu erwarten gewesen wäre und vor allem auch nach der Boosterung. Rt für Delta liegt z.Zt. unter 1, aber nur knapp. Das bleibt im Sommer sicher so. Für den Herbst wird es dann halt spannend ...
___
(*) Die 5% sind sowohl überschätzt (Zahl ist 2 Wochen alt) als auch unterschätzt (Dunkelziffer ist gestiegen). Daher nehme ich sie einfach unkorrigiert.
 
falconeye
falconeye kommentierte

Omikron ist infektiöser als Delta
Nur für Geimpfte und Genesene.
Was Du sagst, stimmt aber vielleicht jetzt für den neuen BA2 Subtyp von Omikron (vor 2 Wochen 5% Anteil in D).
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Nur für Geimpfte und Genesene.
Das heisst ohne Impfungen wären Delta und Omikron gleich infektiös?
Delta ist nur wegen der Impfungen nicht so abgegangen wie jetzt Omikron?
 
  • Like
Reaktionen: Kay
falconeye
falconeye kommentierte

Und ohne Genesungen.
Man hat Omikron auf einen intrinsischen Fitnessvorteil untersucht und keinen gefunden. Wohl aber Immune Escape. Link dazu hab ich leider keinen parat.

Was heisst abgegangen? Geimpft heisst 3-fach größere Zielpopulation, die zudem viel mehr Kontakte hat (2G ...). Sonst hätte ein Mäusevirus vermutlich auch gar keine Chance gegen den auf Menschen optimierten Platzhirschen Delta gehabt ...
 
Sehen wir es positiv: Bei dieser Infektionsrate hat in den nächsten 4 Wochen
wirklich fast jeder Kontakt mit Omikron gehabt, und die Impfverweigerer sind
danach wenigstens ein bißchen immunisiert, falls sie es überleben.
Omikrongenesen erreichen sie bei der nächsten Omikron-Infektion wahrscheinlich
nicht mehr die gleiche Virenlast wie mit naivem Immunsystem, sind also auch nicht
mehr ein so hohes Risiko für Durchbruchsinfektionen.

Dann kann man tatsächlich wieder aufmachen, für alle vorherigen Varianten
funktioniert der Impfschutz ja recht brauchbar. Ohne Maßnahmen kommt
dann auch der letzte Impfverweigerer wie gewünscht in den Genuß einer
Infektionsmöglichkeit.

Wer nicht hören will, muss eben fühlen.
 
Kommentar
Modellrechnung des RKI, AG Dirk Brockmann

Es ist am Donnerstag eine neue Modellrechnung des RKI veröffentlicht worden
-> https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Modellierung_Omikronwelle.html

Das Modell erwartet um den ~20. Februar das Maximum mit täglich 300k neuen Fällen (180k bis 450k, möglich bis 800k). Es wird auch betont, dass weniger Fälle gemeldet werden werden, aufgrund limitierter Kapazitäten.

Das Modell wurde mit Daten bis zum 1.1. kalibriert und wäre im Grunde daher bereits überholt. Immerhin folgen die Zahlen aktuell aber dem wahrscheinlichsten Szenario, das Modell ist daher weiterhin nützlich.

300k neue Fälle täglich entsprechen einer Inzidenz '2500'. Gemeint ist diese Inzidenz, die täglichen Meldungen zu Neuinfektionen schwanken ja stark.

Das Gute an diesem Modell ist, dass es eine Überlastung der Intensivmedizin nur mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit voraussieht. Wahrscheinlich wären 3000 Intensivbetten (aktuell belegt 2300), ≤ 4000 Betten mit 50% Konfidenz, ≤6000 Betten mit 95% Konfidenz, was dem Peak vor einem Jahr entspräche. Das Modell scheint mir auch hinreichend komplex, die aktuelle Situation abzubilden.


Politisch interessant, wenn nicht brisant, ist Abb.4.: Eine zusätzliche Kontaktreduktion 1.-15. Januar hätte den Peak nicht nur nach hinten verschoben, sondern sogar in der Höhe vergrößert. Wie wir wissen, kam es zu keinen solchen zusätzlichen Kontaktreduktionen. Brisant deshalb, weil das Modell jetzt veröffentlicht wird, wo eine öffentliche Diskussion darüber nicht mehr nötig ist, aber sicher Grundlage politischer Entscheidungen war. Das ist schlechter demokratischer Stil.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Postvirales Entzündungssyndrom bei Kindern:
 
häuschen
häuschen kommentierte


Das „mal eben so“ war sicher auf die Zeitschiene bezogen und da war ja sogar der Gesundheitsminister überrascht.
Hinzu kam ja noch gleichzeitig diese Johnson&Johnson Fristverkürzung. Dass danach ne Menge Leute zum Arzt
gerannt sind, weil sie von der Regelung überrascht wurden, kann ich mir schon gut vorstellen, denn ohne Status
dürfen die Tags zuvor noch Geimpftgenesenen ja plötzlich nirgendwo mehr hin, nicht einmal mehr ohne Test zur Arbeit.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
ich sehe da "nur" ein grundsätzliches Kommunikationsproblem,
bzw. ein zu kurzes Zeitfenster wann es umgesetzt wird.
Wenn es aus medizinischer Sicht sinnvoll ist dann ist es so.
Was mich persönlich immer wieder überrascht das es einige Richter
besser wissen als Mediziner da soweit mir bekannt diese Regelung in Hessen vom einem Gericht gekippt wurde.
 
AnjaC
AnjaC kommentierte
Hast du dafür mal eine Quelle, Kurt? Das ist mir neu. Ich weiß, dass die 2G-Regelungen gekippt wurden, aber der Genesenenstatus?
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

ich werde mal suchen, hatte es vor ein paar Tagen irgendwo online gelesen
sorry war nicht Hessen sondern Niedersachsen
 
Kay
Kay kommentierte
Puh, früher war doch alles besser: Es gab Menschen, die eilten, andere lebten in Ruhe; sie sagten dann, sie hätten Zeit.
Über den Begriff der Zeit, der Lebenszeit, der Zeit bis zur Abfahrt des Zuges, oder bis zum Mittagessen, kann man denken.
Man kann auch darüber "nachdenken" und damit zum Vordenker werden ... - wenn man dafür Zeit hat.
Eine Zeitschiene braucht mensch genauso wenig wie ein Zeitfenster ...
 


Kannst du als Arzt in deiner Praxis nicht durchsetzen, dass sich die Menschen vollständig an alle Vorschriften halten?
......................
Geht nicht mehr, kein Personal. Ich habe nur noch eine MFA, oft bin ich auch allein. Müsste ich Ordnung schaffen, könnte ich nicht mehr behandeln. Du hast nicht genau meinen Beitrag gelesen, die Leute stehen in 2er Reihen und drücken durch die Tür, ignorieren die Schilder. Es mehren sich die Tage, wo ich ans Hinschmeißen denke.
 
4 Kommentare
Beuteltier
Beuteltier kommentierte
Ich habe deinen Beitrag genau gelesen, da stand aber nichts davon, dass du nur noch eine MFA hast und die auch nur manchmal.
Um Gottes willen, was sind das bei euch für Zustände?
Mein Hausarzt hat seine Ehefrau fürs Praxismanagement, zwei fest angestellte Arzthelferinnen mit Abschluss und eine in Ausbildung.
 
frankolas
frankolas kommentierte
Und es wird nicht besser, das Personal, was derzeit am Markt ist , ist oft einfach unfähig.
Und die guten Leute, die jetzt "freigesetzt" werden sind impfunwillig, leider.
 
falconeye
falconeye kommentierte
@frankolas es steht mir nicht zu, dir gute Ratschläge zu geben, was weiss ich schon ... Aber deine Schilderung berührt mich, irgendetwas muss man doch tun können. Könntest Du nicht eine ungelernte, aber intelligente Hilfskraft ("Ex-Bedienung" etc.) auf Minijob-Basis finden, für das Gröbste? MFAs sind vermutlich eher Mangelware.
 
frankolas
frankolas kommentierte
@falconeye danke für Deine Anteilnahme, ja klar, bin ich schon am rotieren. Aber das ist sehr schwierig. Meinetwegen Vollzeit und MFA Tarif. Man muss aber auch delegieren können, sonst machen die Juristen Dir das Leben mit Haftungsfragen irgendwann zur Hölle. Belassen wir es nun dabei. Ich habe kurz auf Nachfrage meine aktuelle Situation geschildert. Ich hoffe, dass es sich irgendwie bessern wird. :cool:
 
Es geht schon wieder los...

Ich wollte am Samstag meine Mutter aus dem Heim, wie jedes WE, für einen Nachmittag, abholen. War dann nix. Gesundheitsamt und Heimaufsicht haben das Heim "gesperrt". Ca. 30 Bewohner sind infiziert, Symtome von schwer bis leichte Erkältung. Das Personal, eh schon sehr knapp, ist auch deutlich reduziert. Bewohner werden auf ihre Zimmer reduziert, um weitere Ansteckungen möglichst zu verhindern. Pflegepersonal läuft wie "Marsmenschen" rum.

Wir schützen unsere Alten, indem wir sie einsperren, wie im Knast. Wie sollen die das noch verstehen?
 
Kommentar
Und auch 2022 heisst es wieder:
 
Kommentar
Edit: verzögert sich wohl etwas.
Jetzt live: Bundespressekonferenz mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, Prof. Lothar H. Wieler, Präsident Robert Koch-Institut (RKI) und Rolf Apweiler, Direktor European Bioinformatics Institute des European Molecular Biology Laboratory

 
5 Kommentare
Kay
Kay kommentierte
Dem Herrn Lauterbach könnte mal jemand sagen, dass "also" in einem Satz zwei- bis dreimal reicht!

(Ich versuche weiter, den Inhalt zu verstehen.)

Danke für Deinen Hinweis. (Hatte mehr erwartet, aber :D dafür kannst Du nichts.)
 
Zuletzt bearbeitet:
AnjaC
AnjaC kommentierte
Kay
Ich find "also" als Füllwort deutlich einfacher zu ignorieren als "ähm" oder "eben(t)" :ROFLMAO:
 
Kay
Kay kommentierte

Da kann ich nur jedem/jeder, der also, öffentlich, also redet, also empfehlen, mal, also eine Rednerschule zu besuchen.
Das machste dreimal hintereinander; beim vierten spricht die gasamte Hörer:innenschaft mit (eigene Erfahrung).
 
kommentierte
Respekt vor Jürgen Dusel. Eine Kommunikationsgabe mit Beispiel für alle anderen.
Soeben zuhören können. Es war ein Genuss. Flüssig und kompetent.
 
VisualPursuit
VisualPursuit kommentierte
Interessanterweise war in dieser PK der Begriff "Rebounce" zu hören.
@falconeye haben bestimmt die Ohren geklimgelt.
 
Kay
Kay kommentierte

Mensch, Häuschen:
" außer eben im Amt zu bleiben und möglichst wenig verantwortlich zu sein. "
Da kann ich Dir endlich voll zustimmen. - Es gibt Ausnahmen, also Politiker, die also auch noch zu dem stehen, was sie also früher mal meinten. Aber das dann durchzusetzen ...
 
Kay
Kay kommentierte

Im Prinzip ja - und das ist auch gut so, dass wir trotzdem noch (relativ) gut miteinander kommunizieren.
Die Tendenzen liegen aber recht fest und es bringt doch wenig, wenn jemand zitiert wird, der nach 2 Jahren jetzt auch mal wichtig ist.
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte

Die Politiker hängen fest zwischen „möglichst die Mehrheit auf ihrer Seite wissen“ und „bloß keinen Fehler machen“.
Ein echtes Ziel wird da mEn nicht mehr verfolgt, außer eben im Amt zu bleiben und möglichst wenig verantwortlich zu sein.
nur hat dieses Verhalten der alten Regierung auch nix genutzt
da sie ja abgewählt wurde;)
 
Kurt Raabe
Kurt Raabe kommentierte
falconeye
falconeye kommentierte
Ich habe es hier schon einmal gesagt: Jede Virusinfektion kann Langzeitfolgen haben. Bisher ist der Begriff "Long Covid" viel zu schwammig definiert, und quantitativ unzureichend untersucht, um damit seriös in irgendeine Richtung argumentieren zu können.

Daher meine Devise: Man halte den Begriff "Long Covid" aus jeder Diskussion einfach komplett heraus. Zumindest bis handfeste Daten vorliegen, die zeigen, dass SARS-CoV-2 sich hier irgendwie signifikant von anderen Viren unterscheidet.

Hier, quasi als "Null-Linie", ein Link zu "Long-Flu" -> https://www.bbc.com/news/health-58726775
 
 
1 Kommentar
falconeye
falconeye kommentierte
Ich hatte diagnostisch gesehen mit diesen Symptomen bereits ein Burnout, eine Nervengeschichte und eine depressive Episode hinter mir. Ich hatte schon vor Covid Long-Covid, es waren auch mal die Eppstein-Barr-Werte (ich hab vergessen wie die hiessen) sehr hoch, ich hatte das was man mangels besserer Diagnostik CFS nennt, es kann auch Weichteilrheuma sein, nun ist es Long Covid…
Ich glaube fest daran, dass es nicht nur dem Virus, sondern auch der Psyche geschuldet ist. Viele um mich herum leiden ebenfalls unter der Pandemie, die mental stärksten unter ihnen fallen um wie morsche Bäume, und ob es nun Long Covid, CFS oder sonstwas ist interessiert doch keinen mehr.
 
Kommentar
-Anzeige-
Zurück
Oben Unten