Wenn ich befürchtete, dass im Herbst die megatödliche
Sigma-Variante kommt, oder ich in 5 Jahren eine schwere Autoimmunerkrankung bekomme, würde ich umgehend auf den Wegfall sämtlicher Maßnahmen pochen, mir jeden Abend ein Rudel brasilianischer Tänzerinnen und blutjunger Nutten nach Hause bestellen, anstatt verängstigt und maskiert vor dem PC zu sitzen um Enthaltsamkeit zu propagieren.
„Was ist wenn, was ist wenn …“ - und das soll keine Freudlosigkeit sein?
Wenn du sicher wärst - das ist ein Unterschied.
Und es heißt nicht "Was ist wenn" sondern "Was ist wann". Das ist nicht erfreulich, aber die Prognose, die schon lange vor COVID feststand. Die wollte damals niemand hören, die will heute niemand hören. Wir sind auch alle unsterblich. Gott sei Dank.
Menschen, die nicht ebenso viel Angst haben und ähnlich übertriebene Vorsichtsmaßnahmen treffen, wie Du selbst, sind in Deinen Augen unverantwortliche und dämliche Covidioten, oder gehören zwangsgeimpft.
Okay, das hat sich nicht an mich gerichtet, dürfte bei mir aber ähnlich wie
@VisualPursuit sein. Ich habe keine Angst vor COVID, aber gehörigen Respekt. Ich bin (nicht wie VisualPursuit) jenseits der Siebzig und mit Vorerkrankungen, das was andere einen Risikopatienten nennen. Ich treffe Vorsichtsmaßnahmen für mich und meine Liebste (ähnlicher Status), und lasse andere leben. Aber ich hoffe, ich muss nicht verstehen, wieso einige meiner Mitmenschen Maßnahmen verweigern und dabei laut nach ihrer "persönlichen Freiheit" schreien, die weit in meine Freiheit eingreift.
Angst oder gar Panik vor der Impfung? Ich selbst habe eine "Nadelphopie", aber der Mutige überwindet seine Angst. In diesem Fall für mich, aber auch für meine Familie, für meine Freunde. Damals schützte mich die Impfung auch vor Ansteckung, heute - wen mich Omicron erwischt - "nur" mehr gegen schweren Verlauf und Tod. Soll sein. Aber sie schützt mich noch immer - deutlich besser als keine Impfung.
Es ist schon erstaunlich, dass Du immer und ausnahmslos persönlich Fälle kennst, die Deine maximal pessimistische Einstellung und Prognosen belegen sollen, aber solche Sprüche sind wirklich weit jenseits der roten Sachlichkeitslinie (und ich vermisse dabei die von @häuschen gerne praktizierte Ironie).
Ah ja, jetzt mal ohne irgendwelche Ironie, weil die ist mir in Sachen COVID schon lange vergangen:
Gestern hatten wir die Meldung des 13. (dreizehnten) COVID-Falles in unserer Familie; einen (Stief)Enkel hat es ziemlich arg erwischt. Mal sehen, ob er ins Spital muss. Er ist derzeit 11 Jahre aalt und ungeimpft. In einer Familie, in der COVID grassiert hat (und noch grassiert). Ungeimpft? Ja, ungeimpft. Warum? "Er hätte eh nächste Woche impfen gehen sollen..." Ah ja, das hilft jetzt ungemein, Zeit wäre bisher genug gewesen.
Die dreizehn Fälle sind "ausnahmslos persönliche". Und zur Ergänzung: Drei Fälle in der Intensivstation und überlebt, zwei weitere Fälle an COVID verstorben, zwei Fälle von Long COVID (laut ärztlicher Befunde). Anderer Winkel: Schwester, Cousine, Kinder und Schwiegerkinder fast alle bis auf einen, einige Enkel (bis auf den letzten eher leichte Verläufe) etc. etc. Ich brauche nicht weit zu gehen mit meinen "persönlichen Fällen". Ich brauche auch keine Studien, um die Situation in meiner Umgebung beurteilen zu können. Und zwar wirklich, nicht virtuell.
In meinem Sport gibt es auch einige Kollegen, der letzte wurde vorige Woche begraben: Impfgegner, Maßnahmenverweigerer, erstickt auf der Intensivstation. Vorigen Freitag habe ich noch vernommen, dass seine Frau, ebenfalls ungeimpft, noch auf der Intensivstation um ihr Leben ringt. Wahrscheinlich erfahre ich morgen (Training) mehr.
Ja, wir schließen uns nicht ab, achten aber auf die (üblichen) Vorsichtsmaßnahmen. Wir testen uns, bevor wir einen Besuch machen. Keine 100%ige Sicherheit, aber immerhin als "gelindes Übel" machbar. Und trotz aller Vorsicht spielen wir einen Mannschaftssport. Nein, keine Angst, sonst täten wir das nicht. Freudlos fühlen wir uns nicht, aber schon zeitweilig genervt. Würden wir uns ohne Maßnahmen wohler fühlen? Derzeit kaum, ansonsten aber natürlich. Nur: Maske (korrekt) tragen und ein bisserl aufpassen ist ein geringer Preis für recht viel Sicherheit. Nicht 100%, klar, aber doch.
Wir wollten vor zwei Jahren nach Teneriffa reisen, um ein Buch fertigzustellen. Hat bis heute nicht geklappt bzw. sich nicht mit unserer Einstellung vereinbaren lassen. Werden wir aber hoffentlich demnächst noch hinbekommen.
Was mich aber echt nervt, ist dieses "Justament" und der Egoismus, der seit Jahrzehnten immer mehr um sich greift.