Zweimal Gabun

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Hallo Bernd!

Ich finde Deinen Reisebericht großartig, auch wenn Du Dir spektakulärere Fotos gewünscht hast. Wie Sylivia schon schrieb, es ist das "Normale", was diesen Bericht so lesenswert macht, es ist mal was anderes! Ich hätte Dir gerne viele Däumchen verpaßt, leider sind die nicht aktiv, warum, weiß ich nicht!

Drum hole ich es hier nach: :up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up::up:

Gruß
Molly
 
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Hallo Bernd,

Eine Superreisereportage.

Bei Deinem Bericht mit dem Schlauchboot habe ich herzlich lachen müssen.:hehe:
Die Fotos zu diesem Beitrag passen wunderbar dazu!

Es macht richtig Spaß nach Feierabend Deinem Bericht zu Folgen.:up::up:
 
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Unser "Guide" holt uns vom Yachthafen ab und bringt uns direkt zum Bahnhof.
Er heuert zwei Gepäckträger an, die uns betreuen sollen.
Dann macht er sich aus dem Staub.

Die Gepäckträger wickeln unsere Rucksäcke in Frischhaltefolie ein.
Dann geht es zur Gepäckaufgabe.
Das Gepäck darf in Libreville nicht mit in den Eisenbahnwagen genommen werden.
Es sind 2400 CFA für den Gepäcktransport und nochmal 2000 CFA für die Gepäckträgerdienste fällig.
Dann machen sich auch die Gepäckträger aus dem Staub.
Wir hängen mit mehreren hundert Leuten am Bahnhof herum.
Der Bahnsteig ist vergittert und wir dürfen ihn nicht betreten.
Nach mehreren Stunden Warterei wird die Menschmasse unruhig.
Es bildet sich eine Schlange, die bis weit vor das Bahnhofsgebäude reicht.
Wir stellen uns brav an.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kommen wir an die Reihe.
Fahrkarte, Pass und Visum werden geprüft!
Es öffnet sich eine Tür im Gitterzaun und wir dürfen den Bahnsteig und den Wagen erster Klasse besteigen.

Ich steige gleich wieder aus und mache ein paar Bilder auf dem Bahnsteig.
Dabei errege ich schon die Aufmerksamkeit vom Sicherheitspersonal
#177
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Am Ende des Bahnsteigs ist es finster, wie im "Bärenarsch".
Leider erlaubt mir das Sicherheitspersonal nicht bis vor die Lok gehen.
Gerne hätte ich den ganzen Zug fotografiert.
Nach einiger Diskussion mit Händen und Füßen, Dummstellen und "Frechheit-Siegt" :frech:
gelingt mir wenigstens ein Foto der Lok von hinten.
Das Sicherheitspersonal hat wohl nicht gegklaubt, dass man bei der Dunkelheit fotografieren kann.
D700, f1/2.8, ISO 3200, 1/6s, -2,5 Belichtungsstufen, freihand. :cam:

Die Zuglok hört auf den Namen CC405.
#178
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Der Zug ist sehr komfortabel.
Die Klimaanlage zeigte ihr ganzes Können. :frier:
So rollen wir in einer erstklassigen Tiefkühltruhe durch das nächtliche Gabun.
#179
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Einschlafen dürfen wir nicht.
Wir müssen auf halber Strecke in Lopé aussteigen.
Die Fahrzeiten und Haltestationen habe ich in Libreville vom Fahrplan abfotografiert.
Dummerweise hält der Zug auch an Stationen, an denen kein Halt vorgesehen ist.
Haltestellenzählen liefert das falsche Resultat.
Bei einem Halt steht die Lok am beleuchteten Bahnhofsgebäude.
Dann folgen der Generator- und die Gepäckwagen.
Der Wagen erster Klasse steht bereits in der Dunkelheit.
Die Bahnhofsnamen sind erst zu sehen, wenn der Zug bereits wieder fährt.
Gegenüber dem Fahrplan hat der Zug auch schon über eine Stunde Verspätung.
Die Fahrzeiten auf dem Fahrplan passen also auch nicht mehr.
Bei jedem Halt springen wir auf und wollen aussteigen.
Aber nette Mitreisende halten uns zurück.
Das ist noch nicht Lopé. :nein:
Erstaunlich woher die das wissen, sieht man doch draußen nur schwarze Nacht.

Um 2 Uhr morgens kommen wir in Lopé an.
Am Gepäckwagen erhalten wir unser Gepäck, dass Dank Frischhaltefolie auch nicht verdorben ist.
Wir besteigen einen offenen Geländewagen.
Vier weitere Touristen - es gibt sie tatsächlich in Gabun - steigen zu.
Siw werden auf andere Hotels verteilt, bis wir gegen 3 Uhr im Hotel Lopé sind.

Den Hotelmanager holen wir aus dem Schlaf. :schlaf:
Die Reception ist mit vielen Tieren bemalt.
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Das weckt Erwartungen und macht Lust auf den tierreichsten Park in Gabun.
Der Park hat eine Mischung aus Berge, Flüsse, große Savannengebiete und Regenwald.
Die Grenze zwischen Regenwald und Savanne ist besonders tierreich.
Es leben 45 große Säugetierarten im Park.
Vom Waldelefant, Waldbüffel, Leopard über viele Ducker bis hin zum Flachlandgorilla und Mandrill.
Natürlich wollen wir um Sechs auf die erste Pirschfahrt gehen!
 
Zuletzt bearbeitet:
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Hallo Bernd,
irgendwie scheint dein Fotogeraffel in Afrika ein Problem zu haben. Erst wird es tagelang konfisziert (ich sage bloß Zambia) und es muss um Freigabe verhandelt werden und jetzt soll es in Salzwasser ertränkt, im Urwald zerdeppert und im Sumpf versenkt werden.
Da verstehe ich, dass der hohe Norden - nicht der von Afrika - es dir angetan hat.
Aber trotzdem sind die Bilder klasse und außerdem ist der Bericht sehr unterhaltsam.
:hallo:
Viele Grüße,
Nenette
 
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Tag 7:
Pirschfahrt um 6 Uhr? :schock:
Der Hotelmanager schaut uns an, als hätten wir den Wunsch geäußert zum Mars zu fliegen.
Für morgen Vormittag ist keine Pirschfahrt gebucht!
Nach einiger Diskussion können wir ihn dazu überreden für uns eine Pirschfahrt um 07:30 in die Savanne zu organisieren.

Pünktlich um 07:30 stehen wir bereit.
Kein Auto, kein Guide, kein Manager.
Um 07:45 kommt ein Safari Auto.
Wir sitzen auf und los geht's.

Blick vom Hotel Lopé in Richtung Nationalpark.
Tatsächlich gibt es hier Berge und Savanne mit Regenwaldinseln.
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Schon auf dem Zufahrtsweg zur Lodge sehen wir den ersten Vogel,
ein Elstertoko (African Pied Hornbill)
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Wir machen eine "Stadtrundfahrt" durch Lopé und sammeln einen Guide für den Nationalpark auf.
Ab jetzt schnattern Fahrer und Guide lautstark und ununterbrochen in einer unverständlichen Sprache.

Wir überqueren die Hauptstraße.
Hier wird vor 40 Waldelefanten gewarnt. :D
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Wir fahren zum Gate des Nationalparks.
Nach lauten Hupen vor einer Hütte, kommt nach einer kleinen Ewigkeit,
eine dicke Frau mit einem noch dickeren Buch.
Hier werden wir registriert.
Während der Wartezeit entdecke ich eine Maidschwalbe (Lesser Striped Swallow) auf einer Stromleitung.
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Inzwischen ist es 08:30!
Hurra wir sind im Lopè Nationalpark.:yahoo:
Wir fahren die große Runde durch den Park.
Unser Guides sind so intensiv mit Schnattern beschäftig, dass sie nicht nach Tieren Ausschau halten.
Wir sehen auch Keine.
In einer Regenwaldinsel machen wir eine kleine Pause
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Irgendwann zeigen unsere Guides in die Savanne.
Dort hinten ist ein Waldbüffel.
Ich sehe nix,
Axel sieht auch nix.
Nach intensiver Suche mit dem Tele erkennen wir in mehreren hundert Metern Entfernung an einem Schlammtümpel einen grauen Stein aus dem Gras herausschauen.
Mit maximaler Brennweite und 400% Vergrößerung auf dem Display,
wird der Stein aus ein paar dunklen Pixel tatsächlich zum Waldbüffel.
Trotz Luftflimmern und der extremen Entfernung drücken wir immer wieder auf den Auslöser.
Das erste Säugetier der Pirschfahrt!
Es sollte auch das letzte sein. :heul:
Die Bilder sind alle so grottig, dass ich nicht einmal versucht habe sie nachzubearbeiten.
Das einzige Bild, dass ich von der Pirschfahrt aus dem Nationalpark bearbeitet habe ist das obige Autobild.
Total enttäuscht fahren wir in die Lodge zurück.
Mittagspause!
 
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Wir schauen uns im Lopé Hotel um.
Es ist eine weitläufige Anlage mit gepflegtem Rasen und Blumenbeeten.

Das Restaurant.
Im Restaurant ist es weniger gemütlich, weil da unentwegt der Fernseher dröhnt
und die ganze Mannschaft vom Hotel-Manager über Koch bis zur Beidenung den ganzen Tag vor dem Fernseher abhängt.
Dabei wird fleißig der Kühlschrank geleert - den Getränkeschwund muss man dann anderwertig wieder reinkriegen (dazu kommen wir später).
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Es gibt ein gutes Dutzend kleiner Häuschen.
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So sieht mein Häuschen von innen aus.
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Es gibt auch eine verwaiste Bar mit großem Swimmingpool.
Dazu einen herrlichen Blick auf dem Ogooué Fluss.
Ein schöner Ort zum Genießen und Entspannen.
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Auf dem Dach sitzt eine Witwenstelze (African Pied Wagtail)
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Wir schauen uns im Lopé Hotel um.
Es ist eine weitläufige Anlage mit gepflegtem Rasen und Blumenbeeten.

Das Restaurant.
Im Restaurant ist es weniger gemütlich, weil da unentwegt der Fernseher dröhnt
und die ganze Mannschaft vom Hotel-Manager über Koch bis zur Beidenung den ganzen Tag vor dem Fernseher abhängt.
Dabei wird fleißit der Kühlschrank leert - den Getränkeschwund muss man dann anderwertig wieder reinkriegen (dazu kommen wir später).

Da muss man wohl wieder den alten Spruch über Schein und Sein bemühen :dizzy:.

Schade, dass das für Euch nicht besser abgelaufen ist. Dennoch schon jetzt
und auch weiterhin danke für's Mitnehmen, Deine Reportage ist ein absolutes
Highlight!
 
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irgendwie scheint dein Fotogeraffel in Afrika ein Problem zu haben ...
... Da verstehe ich, dass der hohe Norden - nicht der von Afrika - es dir angetan hat.
Auch im hohen Norden ist das Fotogeraffel schon Schlauchboot gefahren,
und das frische Vogel-AA wurde gleich mit der nächsten Salzwasserdusche abgespritzt. :rolleyes:

Für mich ist das Fotogeraffel ein Werkzeug um Bilder zu machen.
Dabei setze ich es auch Risiken aus.

Anderer Leute kaufen sich für den Preis einer Afrikareise eine D4,
stellen sie in die Vitrine, damit bloß nix dran kommt.
Zwei Jahre später wird sie mit wenigen Auslösungen gegen eine D4S getauscht. :fahne:

... und ich muss/darf 3 Tage wech - soon Schiet aber auch !
Sorry, ich werde daruaf keine Rücksicht nehmen ...
... und werde einfach weiterschreiben. :p

Wir nutzen die Mittagspause für einen Erkundungsgang auf dem Gelände vom Lopé Hotel.
Wir gehen an den Ogooué Fluss.
Auf einer Sandbank sehen wir Vögel.
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Wir holen uns die Vögel mit dem Tele
(D300+TC14+500+starker Crop)
Afrikanischer Scherenschnabel (African Skimmer)
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und Weißscheitelkiebitze (White headed Lapwing)
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Beim Rundgang durch den weitläufigen Garten treffen wir auf Libellen
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und eine Agame
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Wie so oft, sieht man in der Lodge mehr Tiere als im Nationalpark.
Die Vogelwelt im Lopé Hotel:
Bülbül
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Schwarzkinn Wachtelastrild
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Stelzenweber
#199
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Dorfweber
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Viellot's Black Weaver
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Dominikanerwitwe
#202
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Orangebäckchen
#203
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Es gibt noch ein paar weitere Vogelarten, die ich leider noch nicht identifizieren konnte.
 
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Die Nachmittagspirschfahrt soll um 16 Uhr beginnen.
Mit dem Reisebüro hatten wir vereinbart, dass wir die jeweiligen Fahrzeuge alleine nutzen können und nicht
mit Otto-Normal-Touristen teilen müssen.
Wir machen uns im Auto breit.
Jeder eine Bank, damit wir in alle Richtungen ungehindert fotografieren können.
Dann kommen zwei Französinnen und wir müssen unter Protzest aufeiner Bank zusammenrutchen. :motz:
Dazu kommen noch 3 Chinesen mit ihren Privatguide.
Um 16:15 geht die Fahrt in der vollgestopften Sardinenbüchse endlich los.
Wir machen wieder die Tour durch den Ort.
Der Fahrer holt wieder seinen Guidekumpel ab.
Jetzt können sie wieder schnattern. :rolleyes:
Dann geht es zum Gate des Lope Nationalparks.
Dort müssen sich die neuen Besucher in das dicke Buch eintragen.
Der Privatguide der Chinesen übersetzt und es dauert ...
Um 16:40 geht es endlich in den Park.
Durch die dicken Wolken ist das Licht schon fast weg.

Nahe des Parkeingangs sehen wir in einem Schlammloch eine Gruppe Waldbüffel.
Sofort verziehen sie sich in den Schutz eines Dickichts.
Ein Büffel kann ich noch erwischen, bevor er sich ebenfalls darin versteckt.
#204
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In großer Entfernung sehen wir ein paar Waldelefanten.
Das "Elefantengras" ist so hoch, dass nur die grauen Elefantenrücken rausschauen.
Die Fluchtdistanz liegt bei über 300m.
Sofort rennen die Elefanten in die nächste Regenwaldinsel.
Auf die Bilder verzichte ich hier lieber ...

Wir sehen sogar zwei Affen auf sehr großer Entfernung
Blaumaulmeekatze
#205
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und der erste Mandrill.
#206
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Dann bemerkt einer der Chinesen, dass er seinen Objektivdeckel verloren hat.
Wir fahren kilometerweit im Schneckentempo rückwärts. :dizzy:
Zehn Augenpaare suchen die Straße ab.
Nachdem wir so einen Kilometer rückwärts gefahren sind,
finden wir tatsächlich den Objektivdeckel auf der Straße.
Jetzt ist der Chinese wieder glücklich, weil er seinen blöden Objketivdeckel im Wert für 99 Cent wieder hat.
Zwei langnasige Fotografen sind unglücklich, weil so wenigze nutzbare Zeit im Nationalpark im Wert von mehreren hundert Euro verplempert haben. :motz:

Schon wird es dunkel.
#207
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Mit einsetzender Dunkelheit sehen wir weitere Waldbüffel.
Das Gras steht so hoch, dass die Büffel kaum zu sehen sind.
Lange Brennweite, bei einsetzender Dunkelheit mit einer Horde von Leuten im Auto
mit jede Menge Geschaukel machen das Fotografieren zum Roulettespiel.
D300+500/4, f1/4, ISO 1250, 1/125s, -2 Blenden und nachträglich wieder aufgehellt,
#208
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Aber immerhin haben wir auf dieser Pirschfahrt ein paar Tiere und einen Objektivdeckel gesehen! :lachen:
 
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Eine wirklich tolle Reportage, die einem das Land und die Menschen nahe bringt - aufgenommen in unsere Highlights :up:
 
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...endlich kann ich mich da wieder reinhängen...und wie ich gesagt habe: mit Jochen zusammen ein Reisebüro aufmachen wäre ja der Hammer, und Erfolg garantiert ... :):up::up::up:

Danke für die tolle Berichterstattung in Wort und Bild...:up::up::up:
 
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Eine wirklich tolle Reportage, die einem das Land und die Menschen nahe bringt - aufgenommen in unsere Highlights :up:
Vielen Dank Bettina, für diese Ehrung. :4you:

Vielen Dank für Euren netten Kommentare, Daumen und Thanks.:up:

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Tag 8
Schon am Vorabend haben wir uns beim Hotelmanager versichert, dass alles klappt.
Denn heute ist der Höhepunkt der Reise.
Wir wollen zum Mikongo Conservation Centre.
Das liegt in einen etwa abgeschiedenen Teil des Lopé Nationalparks.
Mikongo ist ein wissenschaftliches Camp.
Hier gibt es habituierte Schimpansen und Flachlandgorillas.
Um 07:30 soll es dann losgehen.

Pünktlich um 07:25 sind wir bereit.
Um 07:40 kommt wieder unser Fahrer mit dem Safarifahrzeug.
Wie ihr wollt nicht in die Savanne fahren? :confused:
Nach Mikongo ist es weit :eek:, das macht ein anderer Guide. :eek:
Schon fährt er wieder weg. :schock:

Wir haben beim Hotel-Manager nachgehakt.
Der sagt uns, dass wir das Auto nach Mikongo selbst organisieren müssen.
Damit hat er nix zu tun. :mad:
Daraufhin haben wir die Agentur in Libreville angerufen.
Die haben dann das Auto nach Mikongo organisiert.
Nach über einer Stunde Warten kommt ein Pick-Up angeschraddelt.
Nach einer Stadtrundfahrt durch Lope, mit Besuch bei diversen Läden und Werkstätten,
mit wechselnden Mitfahrern auf der Ladefläche sammeln wir noch einen Guide und seinen Helfer ein.
Dann geht es tatsächlich nach Mikongo. :huepf:

Dabei gibt es wieder etwas Drive-By-Shooting.
Hier tagt der Familienclan
#210
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Kinder
#211
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und ein Farbtupfer im braun-grauen Hütteneinerlei
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Wir werden an der Straße mit unseren Guides ausgesetzt.
Hier beginnt ein Waldweg nach Mikongo.
Wir müssen laufen.

#213
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Der Weg aus der Froschperspektive
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Kommentar
Erwartungsvoll laufen wir auf den Weg immer tiefer in den Regenwald.
Ein paarmal sehen wir in einer Baumkrone in mehreren hundert Metern Entfernung einen schwarzen Punkt.
Sobald wir die Kameras auf diesen schwarzen Punkt richten,
fällt der schwarze Punkt vom Baum. :eek:
Etwa 10m tiefer wird der schwarze Punkt vom Blätterwerk eines kleineren Baumes verschluckt.
Dann sehen wir noch ein paar Äste wackeln.
Wir hören ein Rascheln.
Dann ist es still.
Der schwarze Punkt wird nicht mehr gesehen.

Einmal haben wir etwas mehr Glück.
Der schwarze Punkt ist ein schwarzer Stummelaffe (Colobus Satanus).
Schwarzer Affe vor hellgrauen Wolkenhimmel in dunkler Baumkrone.
Die Kontraste sind unglaublich.
Beim Fotografieren kann ich nicht erkennen, ob der Affe mich anschaut oder wegschaut.
Ich knipse eine ganze Serie mit unterschiedliche über-Belichtungen.
Bei einem Bild, kann man mit starkem Crop und starkem Aufhellen ein Gesicht erahnen.
Wenig später lässt sich dieser Affe fallen und verwchwindet in den Weiten des Urwaldes.
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Immerhin lassen die Blümchen sich nicht so schnell fallen.
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Die Libelle fällt auch nicht runter.
#217
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Wir laufen, laufen, laufen.
Ein Schimpanse hangelt sich hoch oben über uns durch die Baumkronen und springt über den Weg.
Der ist so schnell unterwegs, dass wir keine Chance haben ihn mit der Kamera zu folgen.
Außerdem regnet es leicht, da ist es ungeschickt senkrecht nach oben zu fotografieren.
Das Bild wäre aber bestenfalls genauso mies, wie das vom Colobusaffen geworden.
Somit ist das kein wirklicher Verlust.

Als wir am mentalen Tiefpunkt angelangt sind,
sehen wir einen frischen Haufen Leopardenkacke auf dem Weg liegen.
Darauf sitzt ein gelber Schmetterling!
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#219
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Ich habe mich noch nie so über einen Haufen Scheisse gefreut. :eek:
 
Kommentar
Hallo Bernd,
auch wenn deine Fotoausbeute nicht so toll war, liest sich dein Bericht sehr gut und lässt mich öfters schmunzeln. Ich hoffe, das Du heute auch etwas vergnügter über diese Reise denkst. Vielen Dank fürs Zeigen!
Gruß
Berno
 
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Wir können unser Glück kaum fassen.
Vor uns auf dem Weg taucht ein Tier auf.
Es ist ein Petersducker!
Wir wagen uns nicht zu bewegen.
Gaaaaanz langsam heben wir die Kameras hoch ...
... und der Ducker ist auf dem Chip. :yahoo:
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Gaaaaanz Vorsichtig nähern wir uns.
Aber da läuft er weg.
Aber nur ein paar Meter.
Er schaut wieder zu uns rüber.
#221
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Das wiederholt sich noch einmal.
Der Ducker hat schon ein interessantes Äußeres.
Der Kopf ist relativ groß, ähnlich einem Wasserbock,
während der Körper sehr gedrungen ist und die Größe einer Ziege hat.
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Aber dann hat der Ducker von uns genug und verschwindet
im undurchdringbaren Grün des Regenwaldes.

Inzwischen sind wir über 3 Stunden unterwegs.
Wir machen eine kurze Mittagspause mit ein paar Stullen.
Dann setzen wir unseren Weg fort.
Weit kommen wir nicht.

Nach wenigen hundert Metern höre ich ein Rauschen.
Dass kenne ich aus Guyana!
Ganz schnell wird der wasserdichte Beutel rausgeholt und über die Kameras gestülpt.
Das Rauschen kommt näher und entwickelt sich zum prasselnden Inferno.
Während ich versuche, den Poncho überzustreifen kommen bereits die ersten Tropfen vom Himmel.
Drei Sekunden später habe ich das Gefühl, das der ganze Atlantik über mich ausgeschüttet wird. :blitz: :blitz: :blitz: :rain: :rain: :blitz: :blitz: :blitz:
#223
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Das Wasser fällt vom Himmel.
Der Waldweg wird zum Fluss.
Die Schuhe sind sofort durchnässt.
Zwar hält der Poncho das Wasser von außen ab, jedoch schwitzt man darunter so dolle,
dass man ebenfalls durchnässt ist.
Wir suchen Schutz unter eine Baumstamm.
#224
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#225
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Dann treten wir den Rückweg an.
Nach einer Stunde hört der Regen auf.
Es gibt dann nur noch den Sekundärregen von den Bäumen.

Nach weiteren dreieinhalb Stunden sind wir wieder an der Straße angekommen.
Das Mikongo Camp oder gar Gorillas haben wir nicht gesehen. :heul:

Da die morgendliche Savannen-Tour am Vortag wenig ergiebig war,
wollen wir am nächsten Tag mit der Piroge auf dem Ogoué Fluss fahren.
Vielleicht sehen wir Vögel oder gar Krokodile.
Mit dem Hotel-Manager :rolleyes: haben wir wieder alles klar gemacht.
 
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Tag 9:
Am nächsten Morgen kommt mit der obligatorischen 10 minütiger Verspätung wieder der Fahrer mit dem Safari-Auto.
Er will mit uns in die Savanne fahren. :eek:
Nein, wir haben doch ausgemacht mit dem Boot zu fahren. :nein:
Da fährt der Fahrer mit dem Auto wieder weg. :beleidigt:
Jetzt muss erst der Kapitän geweckt werden.
Dann wird das Boot betankt und seeklar gemacht.
Nach über eine Stunde Warterei – wir sind ja in Afrika - geht es endlich los.
Mit hoher Geschwindigkeit jagt der Kapitän das Boot über den Fluss,
also wollte er die verlorene Zeit wieder reinholen.
#4 (vom ersten Beitrag)
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Der Ogoué ist der größte Fluss Gabuns.
Er ist naturbelassen mit zahlreichen Schleifen und Biegungen.
Es geht vorbei unzähligen Felsen, Stromschnellen und Untiefen.
#226
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Auf einen Felsen sitzen sogar ein paar Vögel,
die aber vor dem heranrasenden Boot die Flucht ergreifen.
#227
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Der Regenwald reicht bis an den Fluss heran.
#228
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Wir landen an.
Wenig später kommt "Verleihnix" und verkauft unserem Kapitän ein paar Fische. :fisch:
Ob er die hier gefangen hat oder sie frisch aus Lutetia sind? :D
#229
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Kommentar
Der Ogoué war schon in der Steinzeit eine wichtige Verkehrsader durch den Regenwald.
Die früheren Bewohner haben Felsgravuren interlassen.
Ob die wirklich so alt sind, wage ich mal zu bezweifeln.
Oder kannten die vor einigen Tausen Jahren schon Smilys?:)
Aber immerhin ist es eine UNESCO World Heritage Site!
#230
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Dann geht es wieder mit dem Boot zurück.
Geschickt umschifft unser Kapitän alle Felsen und Stromschnellen.
#231
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#232
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#233
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Außer einem grausigen Bild vom Vorbeiflug zweier Hagedasch-Ibisse ist mir kein Tierbild gelungen.
Weitere Vögel oder gar Krokodile haben wir nicht gesehen.

Wir erreichen wieder das Hotel Lopé
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Das Beste an der Tour ist, dass sie schnell wieder vorbei ist. :rolleyes:
So haben wir noch eine ausgedehnte Mittagspause.
 
Kommentar
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