Warum sollten wir uns über die Rückkehr (das Wort ist schon blöd, weil die die kommen, ja vorher noch nie hier waren) jetzt freuen?
Die Antwort liegt eigentlich auf dem Tisch: sollen gar nicht. Man kann sich freuen, wenn man will. Und wenn der Wolf hier ohne Stress mit Rotkäppchen klarkommt, dann sollte sich niemand über seine Existenz aufregen, sondern es als Fügung der Natur betrachten.
Besten Gruss!
Da möchte ich mal einhaken, weil der dazugehörige Link im Themenstart steht.Was ist mit dem Wolf , der in Wingst ausgebüchst ist? Ist das ein Wildfang, der dort im Gehege gehalten wurde, oder ist er die X-te Generation eines Gehegewolfes. Kann man Gehegewölfe mit wilden Wölfen gleichsetzen.
Haustiere kann man sicherlich gegen Wolfsangriffe schützen. Wer aber bezahlt den Landwirten, die ohnehin diejenigen sind, die mit dem Vieh die meiste Arbeit haben, aber daran am wenigsten verdienen, die aufwändigen Maßnahmen? Ich frage mich, ob diejenigen, die hier großkotzig darüber empfinden, dass es ja egal sei, wenn Wölfe hin und wieder mal ein paar Schafe reißen, nicht, wenn Wölfe Spaß daran hätten, Autos anzuspringen und den Lack zu verkratzen, die ersten wären, die rigurosen Abschuss forderten.
Das finde ich auch etwas polemisch, ich brauche das geschossene Wild zwar nicht, aber ich esse es recht gerne und mit besserem Gewissen als das Fleisch aus der Massentierhaltung. Aber das ist schon wieder ein ganz anderes Thema.Äh, ich glaube nicht, dass man das so rechnen kann, aber selbst dann wären immer noch Millionen Beutetiere da, die -außer den Jägern- keiner braucht. Und dann dürften Wölfe bestimmt auch wieder bejagt werden, was den Jägern sicher mehr Spass macht, als das "Wild" zu schiesssen, das sie bisher abknallen.
Wikipedia schrieb:In Mitteleuropa dominieren Wildschweine, Hirschartige und Haustiere im Nahrungsspektrum. So wurden in der Slowakei Wildschweine in 45,5 % aller Wolfsexkremente gefunden, zweitwichtigste Beute war dort der Rothirsch (23,3 %), danach folgten Rotfuchs (10,4 %), Haushund (7,9 %) und Reh (5,5 %). Im polnischen Bialowieza konnten Hirschartige (Rothirsch und Reh) im Sommer in 93,1 %, im Winter in 97,0 % aller Exkremente nachgewiesen werden; dort war das Wildschwein im Sommer in 47,7 % aller Exkremente und im Winter in 29,0 % der Exkremente nachweisbar und damit das zweitwichtigste Beutetier.
Wenn ich mir das durchlese, dann müssten sich viele Jäger eigentlich über den Jagdgehilfen Wolf freuen: Wildschweine, Füchse und wildernde Haustiere.
Grüße
Roland
......Wölfe kommen in unserer Kulturlandschaft gut zurecht. Das beweisen sie seit mehr als 12 Jahren. Sie meiden den Menschen. Es gab bisher keine Attacken auf Jogger und andere Freiluftaktivisten. Und unsere Wälder fressen sie auch nicht leer.....
Nimmt man die Welt wie sie ist, als Werden und Vergehen im steten Wechsel, dann kann ich Dir folgen. Du vertrittst eine eher deskriptive Position, die, will man die Welt verstehen, ungeheuer wichtig ist. Du darfst dabei nur nicht übersehen, dass der Mensch nicht nur beschreiben und verstehen muss, sondern, dass er liebt und Leidenschaften hat. Vielfalt in "unberührter" Natur ist so eine Leidenschaft oder Sehnsucht und so lange diese Bedürfnisse zur Natur des Menschen gehören, sind eben auch die Objekte, die diese Sehnsüchte verkörpern, schützenswert. Diese Erkenntnis erleichtert dann auch die normative Begründung für den aktiven Artenschutz.Ein, wie ich finde, guter Beitrag zur Dynamik des Lebens, Biodiversität und schützenswerter Arten, der auch diese Diskussion bereichern sollte:
Wirklich schützenswert halte ich nur die 4 Menschenaffenarten.
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