Das ist irgendwie trivial, oder?Bei den langen Brennweiten gilt das aber nur sehr bedingt, wie man hier deutlich sieht.
Das sollte 'wundere' sein, vermute ich. Dazu muss ich etwas ausholen: Ich habe mehr als 20 Jahre lang nur mit Nikon fotografiert, war von der Z7 im Vergleich zu meiner D500 und D850 AF-mäßig sehr enttäuscht, fand die Z7ii kaum besser und fand die auch nur am Horizont sich abzeichnende Z9 viel zu schwer. Somit bin ich für die Vogelfotografie auf dem Umweg über Canon bei MFT gelandet und damit, seit ich das Olympus 150-400 habe, auch sehr zufrieden.Das wird interessant. Ich bin ja nun wirklich jemand, der gerne für sich immer wieder Vollformat als Ideal erkennt. Allerdings muss man sagen - ohne graue Theorie übermässig anzustrengen - dass die Olys hier einfach in ihrem natürlichen Habitat unterwegs sind. Ich freue mich daher auf die bestimmt imposanten Ergebnisse, egal aus welcher Kamera. Allerdings wurde ich mich, dass hier zwei Systeme parallel betrieben werden.
In dem Punkt bin ich nicht deiner Meinung, wenn wir auch bei Sport und Presse beeinander sind. Ich fotografiere sehr oft Vögel und habe mittlerweile weltweit 1250 verschiedene Arten fotografiert, darunter sehr viele kleine und sehr kleine. Ich bin sicher, dass ich bei weit mehr als der Hälfte davon beschneiden musste, und das oft deutlich. Da wird die MFT-Auflösung immer wieder mal zu einer Begrenzung, da bei starkem Beschneiden nicht viel mehr als eine Web-Auflösung überbleibt. Mit den 46 MP der Z8 habe ich da eine ganze Menge mehr Luft.Die Glaubenskriege dürften sich um die Frage drehen, ob man für diese Bilder die hohe Auflösung der Nikons braucht. Ich bezweifele das, zumal in vielen Fällen sowieso Dunst in der Luft die Schärfe und Auflösung verhageln. Generell sehe ich wenig Sinn in höchsten Auflösung bei einer Kamera, die eher für Sport- und Pressefotografen ausgelegt ist.
Aus dem oben Gesagten heraus ist für mich die Z6iii nicht so interessant, weil sie keinen nennenswerten Auflösungsvorteil bietet. Unter Vogelspezialisten sind bei Canon die R5ii und bei Sony die A1 übrigens aus den gleichen Gründen beliebter. Die R1/R3 und A9/A9ii sind eher etwas für die Sport-Profis.Das handhabt Canon anders, und soweit ich weiß Sony auch. Daher holt die Oly viel Reserve durch einen praxistaugliche moderate Auflösung heraus. Gepaart mit mit ca. 1 Blende höherer Lichtstärke bei gleichem Bildwinkel hätten wir dann grob Gleichstand in Sachen High-ISO. Anders könnte es noch ausfallen, wenn man statt Z8 mit einer Z6 III auskommt, die ja in Sachen AF auch verdammt leistungsfähig sein soll.
Sehe ich alles exakt genauso. Oly hat halt nicht die Stückzahlen, insofern haben die zwangsläufig Apothekenpreise.Übrigens fallen die Größenunterschiede noch deutlicher ins Auge, wenn man die Streulichtblenden weglässt. Diese haben ja jeweils fast dieselbe Länge. Klar bleiben sie im Einsatz drauf, aber für das Packmaß ist das schon ein Kriterium. Zumal es auch einen Eindruck von den Gewichtsverhältnissen verschafft. Dass das Oly 150-400 ein Zoom ist, sehe ich als klaren Vorteil. Wobei Oly hinsichtlich der Preise auch nicht zaghaft ist ;-)
Ich bin da ziemlicher Agnostiker. Ob MFT oder VF spielt für mich an sich überhaupt keine Rolle. Entscheidend ist, wie von Helmut Kohl so gern kolportiert wird, was hinten rauskommt.Fakt ist jedenfalls: Ich habe immer noch ein Herz für Olympus (egal wie die heute heißen!), und wenn ich in diesem Genre unterwegs wäre, würde es mir in den Fingern jucken.
Ich finde sehr überraschend dass bei den beiden x-400-Zooms mit Gehäusen das OM-System größer ist! (Auch sonnenblenden-bereinigt.)Das ist irgendwie trivial, oder?
Vorschlag: Einfach Bilder machen und vergleichen aber keine Mitternachtsprosa schreiben.Was ich mir zugelegt habe und vergleichen werde…
Das ist hier im Forum ja oft der Fall und wurde oft diskutiert. Wahrscheinlich, weil heute, viele solche Kameras besitzen und damals jeder sie haben wollte. Vergessen wird dann aber irgendwie oft, dass es noch "vollere Formate" gibt. Sind die dann noch besser? An sich wäre die Diskussion dann ja beendet.Vollformat als Ideal
Ja.Sind die dann noch besser?
Das war ja jetzt einfach.An sich wäre die Diskussion dann ja beendet.
Oh, wenn du doch recht hättest.Ich hätte den Thread im Bereich Naturfotografie Anfänger eröffnet. Unter den Fortgeschrittenen weiß eigentlich jeder, was es in Sachen Belichtung und Bildqualität bedeutet, wenn ich offen Blende 6,3/8/9,1/11 etc. zur Verfügung habe.
Oh, wenn du doch recht hättest.
Das kann so sein, muss aber nicht. Ist einfach von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Die AF-Funktionalität eines bestimmten Kamera-Modells ist im Wesentlichen von der Lichtstärke des angesetzten Objektivs mit abhängig - also von der Lichtmenge die die Sensoren bekommen. Und da die Objektive für die Systeme sehr unterschiedlich sein können, müsste hier JEDE Kamera-Objektiv-Kombi einzeln getestet und verglichen werden, was schier unmöglich ist. Ich wette, dass hier nicht gerade selten zu beobachten wäre, dass sich kleinere Formate beim AF nicht unbedingt vor den größeren Formaten verstecken müssten. Ein eindeutiges Ergebnis und/oder eine Pauschalisierung halte ich deswegen für mühsam....dass ich dem AF einer Vollformat bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich mehr zutraue, als dem AF von Kameras mit kleineren Bildformaten.
Sag mal, wozu liest du eigentlich dieses Thema und beteiligst dich sogar daran, wenn du dich nur für Kleinbildäquivalenz interessierst und sonst gar nichts?Die obige Polemik zeigt jedenfalls ein weiteres Mal, dass vom Verfasser nicht verstanden wurde, was die Thematik „Kleinbildäquivalenz“ allein betrachtet und was der Sinn der dahinter stehenden, keineswegs nur theoretischen Überlegungen ist. Die meisten Fragen, um der der Verfasser des obigen postings kreist, haben damit nichts zu tun. Insbesondere geht es nicht darum festzustellen, welches System zu welchem Zweck besser geeignet ist.
Mir wurde am Anfang versichert, das sei hier -trotz des Webseitennamens- keine Nikon-, sondern eine systemoffene Platform.
Sonnenblenden-bereinigt ist der Größenunterschied schon gar nicht mehr so groß. Auch gewichtsmäßig liegen sie recht dicht beieinander. Das Olympus ist aber durchgehend bei Offenblende 4,5.
Der TK ist 1,25-fach, macht es also zu einem 187,5-500mm f/5.6 (MFT). Somit vergleicht sich hier ein 100-400 VF-Objektiv mit einem MFT-Objektiv, das vom Bildwinkel her 300-1000mm VF entspricht. Das sind für mich vollkommen unterschiedliche Baustellen...
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Darüber hinaus sehe ich ganz besonders bei den langen Brennweiten eine gewisse Vergleichbarkeit. Die habe ich bei kurzen Objektiven nicht, weshalb mich 4/3 da nicht weiterbringt. Im Gegenteil. Warum ich das beim Supertele anders sehe, habe ich weiter unten bereits geschrieben.
Ich habe nur keine Vorstellung, wie gut sich sich AF und Stabi vergleichen lassen. Dass OM-Sytems alleine durch den Stabi viel rausholt, mag ja nicht frei erfunden sein, aber wenn sich das Objekt oder Subjekt sich bewegen, bringt das auch herzlich wenig.
Der Glaubenskrieg bzgl. Vergleichbarkeit geht immer sofort los, das ist nunmal leider nicht zu ändern. Mich interessiert dagegen einfach nur, inwieweit ich mit beiden Systemen gute oder nicht so gute Ergebnisse erziele, und unter welchen Bedingungen. Da erlebe ich mit schöner Regelmäßigkeit, dass die Dinge nicht so simpel sind, wie die Äquivalenzfanatiker gern behaupten, weil viel zu viele Variablen eine Rolle spielen, von der Lichtstärke über die Objektivgüte bis zur AF-Leistung bei schlechtem Licht, der AF-Geschwindigkeit, und Vielem mehr. Nicht zuletzt spielen die immer besser werdenden Rauschunterdrückungsalgorithmen MFT ein Stück weit in die Hände, weil sie den Rauschunterschied zwischen den Systemen kleiner machen und sich insoweit einfach nicht an die Äquivalenztheorie halten wollen.
Der Stabi wird meiner Meinung nach BEI DER VOGELFOTOGRAFIE regelmäßig überschätzt. In Vietnam habe ich gerade bei sauschlechten Lichtbedingungen mit Verschlußgeschwindigkeiten bis runter zu 1/60s fotografiert, was ich normalerweise nie tun würde, weil da nur noch ein Bruchteil der Bilder wirklich scharf wird (normal ist bei sitzenden Vögeln eher so 1/250s-1/500s, je nach Bedarf auch mehr). Sagen wir mal, ich hatte den TK eingeschaltet und war somit bei einem Bildwinkel, der 1000mm VF entspricht. Da entsprechen 1/60s mal gerade einer Stabilisierung von 4 Stufen. Das sollte praktisch jedes Stabi-System schaffen, wenn es nicht gerade aus der Steinzeit stammt. Mit anderen Worten: Das Risiko von Bewegungsunschärfen ist so hoch, dass herausragende Stabilisierung bei dieser Art der Fotografie einfach nicht sehr relevant ist.
Ich warte allerdings immer noch sehnsüchtig darauf, dass ein Kamerahersteller endlich mal IBOS oder ILOS anbietet (In-Body oder In-Lens Object Stabilization), also ein System, das dafür sorgt, dass der Vogel ruhig sitzenbleibt, bis das Bild im Kasten ist.