Wer von euch fotografiert nur Analog?

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Seit einigen Monaten bin ich von der D 300 auf eine F 100 (Objektive blieben gleich) umgestiegen. Der Grund erstmal finanzieller Art: wollte Vollformat und diesen großen Sucher, wäre in meinem Fall die D 700 für damals 2.600 Euro gewesen + 100 Euro für das Update der neuen Capture NX 2 Variante, weil ja die vorherige, welche ich noch habe, nicht mehr paßte.
Ein Coolscan V kam noch dazu und ein gebr. Kindermann-Projektor mit einem neuen hochwertigen zugekauften Objektiv.
Nun habe ich nicht nur erstklassige Dias, sondern auch den Dias sehr ähnliche digit. Bilder und alles zum Bruchteil des Preises D 700.

Bin nun eigentlich rundum zufrieden, einziger Wermutstropfen: die Farben, die Scans haben generell einen Blaustich, den ich zwar etwas aufwändig durch Drehen aller Farbparameter gut im Griff habe bzw. eliminieren kann, aber das Problem kannte ich vonseiten der digit. Bilder (RAW) nicht. Mußte nie an irgendwelchen Farbparametern drehen, war nicht erforderlich.

Sollte ich also mal in der finanz. Situation sein mir eine D 700 (wird ja billiger)
leisten zu können, werde ich sie zusätzlich für den digit. Bereich anschaffen und den Scanner wieder verkaufen.

Servus
Inge
 
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Ernst meint:

Mal abgesehen vom Threadtitel "Wer von euch fotografiert nur Analog?" - welcher vermutlich mehr als 90% der hier Beteiligten von der Diskussion ausschließen sollte, mich als Allerersten - sind viele der vorgebrachten Argumentationslinien auch aus anderen Gründen nicht schlüssig.

Erstens kann jeder tun was er will. Man muss sich nicht ständig dafür rechtfertigen, warum man es eben nicht so macht wie es alle machen. Es ist ein freies Land mit freien Bürgern.

Zum zweiten ist es widersprüchlich, die kurzen Innovationszyklen der Digitaltechnik zu beklagen und gleichzeitig proaktiv umzusteigen. Wenn ich mir jetzt eine Kamera für Film kaufe, dann kann ich mir heute nicht sicher sein, ob ich in 10 Jahren noch auf die volle Auswahl an Filmen zurück greifen kann. Oh je. Wie isses mit Speicherkarten? Hat jemand eine Bezugsquelle für die 15 Megabyte PCMCIA Karten der Nikon E-2? Das wäre gerade 10 Jahre her. Und die gab es schon vor 5 Jahren nicht mehr. Würde ja heute immerhin noch ein ganzes NEF drauf passen.

Wenn ich heute eine Kamera kaufe, welche mit Film zu laden ist, dann habe ich in 10 Jahren noch Auswahl genug an aktuellen Filmen. Oder ich muss mit einem lückenhaften Angebot leben. 4 GB Compact Flash Karten werde ich in 10 Jahren weder kaufen können, noch kaufen wollen. Sie werden dann in keine aktuelle Kamera passen und die Kamera, die ich mir dieser Tage neu gekauft habe, werden dann meine Enkelkinder im Werkunterrricht in Salzteig einmodellieren.

Es will sich mir also nicht erschließen, welchen Vorteil jemand davon haben sollte, mit einem überhasteten Digitalumstieg ein "wahrscheinlich, aber nicht absolut sicher" gegen ein "sicher nicht" einzutauschen.
 
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Ausschließlich hybrid, mit Filmscannern und MF-Kameras (jedenfalls überwiegend MF-Objektiven), da da nur noch die Kosten für das Verbrauchsmaterial (= Filme) anfallen - sowie die Reparaturen der Filmscanner, die als Computerzubehör im Vergleich zu den Kameras sehr rasch zu Veteranen werden. Filme habe ich preisgünstig eingelagert und so einen Vorrat für die nächsten Jahre zur Verfügung.

Eine D700 kann und will ich mir zur Zeit nicht leisten.
 
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Wer von euch (ausser mir) fotografiert auch nur analog (Ausnahme: eine kleine Digicam für Internetauktionsfotos)??
Mich würden eure Gründe interessieren, warum ihr noch nicht zur DSLR gegriffen habt.

Obwohl mich Digital immer mal wieder reizt, bin ich bislang bei Film geblieben.

Gründe? Ich schaue mir gerne meine Dias an. Und ich habe einfach keine Lust auf digitale Bildbearbeitung.
Wenn ich mir dazu den notwendigen finanziellen Aufwand überlege...
Im Moment kaufe ich mir da lieber richtig gute Objektive. Bei Digital weiß man bei Objektiven ja auch immer nicht, ob sie an der nächsten Kamera noch so toll sind.
Für die Industrie ist das sicher schön. Na ja, und belebt wenigstens den Gebrauchtmarkt:winkgrin:

Gruß
TG
 
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..nun, dann gebe ich auch meinen Senf dazu ab.

Analog fotografiere ich hauptsächlich weil in den Formatsektor der für mich interessant ist die Kosten für die digitale „Schiene“ einfach zu hoch sind.

Die analoge Fotografie in dem Kleinbildbereich sehe ich als qualitativ überholt.

Außer aus Nostalgie sehe ich hier keine Vorteile mehr.

Anders sieht es noch ( nur noch eine sehr kurze Zeit ) in dem Mittelformatsektor aus, und da ab 6x6. Da sind noch gewisse Vorteile nur gegenüber der DX Sensoren zu erkennen.

Bei FX sind sie nicht mehr vorhanden.

Anders sind es bei GF aus, dort sind die vorhandenen Möglichkeiten noch unschlagbar.

Gruß

Peter
 
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Vorab ich habe grosse Sympahtien für die filmbasierte Fotografie. Dort wo man zeit hat, wie Landschaftsaufnahmen, Architektur ist sie eine feine Sache. Dias sind eine Klasse für sich, nur haben Diaschauen bei den meisten Menschen so ein schlechtes Image, dass ich niemanden mehr in meinem Freundes- Familienkries motivieren kann. Eigentlich seltsam, dass man sehr leicht Leute um einen kleinen Laptopbildschirm quetschen kann, aber nicht vor eine grosszügige Leinwand bringt.
Ein typisches Beispiel für die Vorteile der digitalen Fotografie bei Personen: wenn ich einen 36 Bilderfilm guter Qualität, der 5€ pro Rolle kostet benutze, in eine Fachlabor gehe, und eine günstige Erstausarbeitung um 12 € mit Entwicklung, Ausbelichtung von 36 oder 37 Bildern in 10x15cm und einer Foto CD in einer Auflösung von 1,6MP durchführen lassem, so kostet mich ein Foto ca. 50 cent. Davon ist in der Regel die Hälfte brauchbar. Ich brauche hier niemanden sagen, wie schwierige Kinderfotos sind, besonders wenn es deren 3 sind. Einer macht immer ein unvorteilhaftes Gesicht. Oder wenn man komplette Familenfotos macht. Einer macht immer die Augen zu, oder schaut weg, oder was auch immer. Da muss man schon einige Fotos machen, um ein brauchbares zu bekommen.
Nun die andere Rechnung: bei den digitalen Fotos kostet mich eines 9 cent, in sehr guter Qualität. Nachteil ist dass ich selber bearbeiten muss.
Was die Kosten der Kamera angeht: wenn man nicht so wahnsinnig ist und ununterbrochen die kamera wechselt dann amortisieren sich die hohen digitalen Einstiegskosten schnell.
Ehrlich gesagt halte ich von der hybriden Technik in Selbstregie wenig. Man hat die Filmkosten, hat den WEg ins Labor oder die Entwicklerei daheim, die Einscannerei und die Nachbearbeitung.
Für mich ist filmbasiert bei der Archivierung im Vorteil, und bei Landschaftsaufnahmen, weil die natürlicher wirken und was ich so gesehen habe, bei scannen in sehr hoher Auflösung gewisse Vorteile in der Schärfe, vielleicht. Ich fotografiere meine Kinder, mein Haus, meine Familie sehr gerne zwischendurch analog, um Filmmaterial zu haben. Um es für die Nachwelt zu konservieren. Wobei wenn ich Fotos aus den 70ern oder 80ern im Internet so sehe, und dann mit den digitalen Fotos aus der Gegenwart so vergleiche, so muss ich einen enormen Qualitätsunterschied konstatieren. Auch die verblasten Farben sind nicht geeignet mein Vertrauen in die filmbasierte Archivierung zu festigen, bei aller Skepsis gegenüber digitalen Datenträgern.
Eines kann ich aber nicht nachvollziehen: schon auf den 10x15cm Bildchen und erst recht am PC von den scans, sieht man das Korn so deutlich, dass die Auflösung leidet. Mir gefallen digitale Bilder inzwischen besser. Das was die Kameras so an jpegs ausspucken gefällt mir nicht. Wenn ich mir die alten Fotos aus meiner Olympus E-300, selbst die die ich mit dem RAW Konverter korrigiert habe, so wirken sie unnatürlich. Meine files aus der D200 sind eindeutig besser, als alles analoge was ich gemacht habe.
SW: eindeutig besser. Nur wenn man nicht selber entwickelt is es ein so teurer Spass, dass ich auf einen chromogenen Film ausweiche. Wenn ich selber in SW konvertiere, sehe ich analog auch nicht um Vorteil. Nur ist es recht aufwendig.
Wirklich interessant ist analog in meinen Augen für SW Fotografen, die selber entwickeln, für Diafotografen, vor allem aber für die Mittelformatfotografen. So eine MF Dia ist ein Genuss. Da braucht man keinen Diabetrachter, keine Lupe mehr. So sehr ich meine alten analogen Kameras liebe, und mit ihnen wirklich gerne fotografiere, aber wirkliche Vorteil bringt analog im KB Format für die Anfertigung von Papierbildern keine. Man fährt ja einen Oldtimer auch nciht täglich!
 
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