Wer von euch fotografiert nur Analog?

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Ich will's mal so sagen: Ich fotografiere erst seit kurzem ernsthaft auch mit einer DSLR. Davor hab ich mit 2 DSLR probiert, ihr Job war es bald nur noch, Urlaubsbilder zu machen. Weil die Bilder so anders werden. Erst mit der S5Pro akzpetiere ich auch das digitale Bild für ein schönes Landschaftsfoto oder Portrait.

Obwohl ich viel mit Film fotografiere, mach ich doch alles irgendwie digital. Ich scanne alles. Einfach weil man nur so auch bei Farbfotos nachträglich diejenigne Verbesserungen machen kann, die man s/w selber in der Duka macht (und die s/w den Ruf der "wirklichen Fotografie" geben).

Analoges Negativ ist (sofern man es sich nicht selber antut) eine Glücksache, meist kommt Mist raus. Und Dia erlaubt keine Eingriffe - ist irgendwie wie s/w Fotografie und nur Papier Härte 2, wenn der Kontrats der Situation nicht passt, bitte vor der Aufnahme anpassen. Kein s/w Fotograf würde das mitmachen ;)

Grüsse,
Sebastian
 
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Ich dachte, ich hätte mich klar genug ausgedrückt, aber vielleicht habe ich zu viel vorausgesetzt:

die Kamera ist die Schnittstelle zwischen Objektiv und Bildhalter, mehr nicht, aber gerade diese Schnittstelle hat man analog von der Entwicklung abgekoppelt.

Daher wird man in naher Zukunft keine modernen Objektive mehr zu analogen Kameras bekommen, auch wenn diese physisch anzuschließen sind, wird die Kommunikation nicht klappen, und dann hat die Frage, wohinein ich die neuen Filme packe, durchaus ihre Berechtigung.

Die neuen Filmentwicklungen habe ich sehr wohl zur Kenntnis genommen, aber wo kriegt man denn dieses Zeugs? Mal eben den neuen T-Max 400 zu besorgen endet in endloser Internet-Recherche und Bestellung und tagelange Warterei! Mag die Frage nach dem Film noch positiv beantwortet werden, so kommt bei "Entwickler dazu?" endgültig das Achselzucken.

Also, wie gesagt, im Mittelformat (Bronica) fotografiere ich nur analog, kurioserweise sind BW-Rollfilme im Vergleich zu KB immer noch gut zu bekommen (jedenfalls hier in Hamburg).

Dies sind die eher verzweifelten Aussagen eines bekennenden Analogers, der eben nur wegen der dünner werdenden Luft zur Digitalen gegriffen hat.
 
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Daher wird man in naher Zukunft keine modernen Objektive mehr zu analogen Kameras bekommen, auch wenn diese physisch anzuschließen sind, wird die Kommunikation nicht klappen, und dann hat die Frage, wohinein ich die neuen Filme packe, durchaus ihre Berechtigung.

Also das halte ich jetzt für eine sehr pessimistische Einschätzung. Warum fotografieren wir unter anderm mit dem Nikon System? Weil kein anderer Kamerahersteller eine so weitreichende Kompatibilität zwischen gebauten Objektiven und den Gehäusen ermöglicht.

Die neuen Filmentwicklungen habe ich sehr wohl zur Kenntnis genommen, aber wo kriegt man denn dieses Zeugs? Mal eben den neuen T-Max 400 zu besorgen endet in endloser Internet-Recherche und Bestellung und tagelange Warterei! Mag die Frage nach dem Film noch positiv beantwortet werden, so kommt bei "Entwickler dazu?" endgültig das Achselzucken.

Dies sind die eher verzweifelten Aussagen eines bekennenden Analogers, der eben nur wegen der dünner werdenden Luft zur Digitalen gegriffen hat.

Als "bekennender Analoger" würde ich etwas sorgfältiger recherchieren, bevor ich in den Abgesang der Filmfotografie einstimmen würde. Noch nie gab es so gute Filme und noch nie gabe es sie im Verhältnis zu Lohn und Kaufkraft so günstig, wie es heutzutage der Fall ist. Es gibt keine Probleme, diese Filme schnell und günstig zu kaufen - natürlich nicht um die Ecke beim Fotoladen, aber dass man diese Einkaufsmöglichkeiten im Web nicht finden würde, ist einfach falsch.

Ein paar Tipps:

http://www.phototec.de

http://www.macodirect.de

http://www.nordfoto.de

http://www.alles-foto.de

Der vermeintliche Mangel an sehr gutem Filmmaterial und oder das vermeintliche Nichtvorhandensein an erstklassigen Kameras, die mit allen modernen Toplinsen funktionieren, können nicht die Gründe sein, dass man sich einreden muss, vollständig in die digitale Fotografie einsteigen und in den Abgesang an die filmbasierte Fotografie einstimmen zu müssen. Die Gründe dafür, dass manche es mitunter dennoch tun, müssen demnach wo anders zu suchen sein. Es gibt sehr wohl Topfilme und Topkameras sowie Toplinsen - alles für filmbasierte Fotografie. :)

Viele Grüße,

Jochen
 
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Ich bestell Filme bei meinem kleinen Fachhändler. Der bekommt Fuji und Kodak alle Filme problemlos und recht schnell (wenige Tage), mit einer Ausnhame: Portra 800 nur im 20er Propack :(

Nun gut, dafür hab ich 'ne andere Quelle gefunden.

Filmdiscounter gibt es hingegen kaum mehr in der Schweiz. Und beim Fotohändler ist es preislich fast egal, ob Amateur Film oder Profi Film, also leiste ich mir gleich Portra und ähnliche.

Grüsse,
Sebastian
 
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Hi,

bis jetzt bin ich auch fast ausschließlich analog unterwegs. Fast weil ich mal die kompakte Coolpix 5600 nicht ganz außen vor lasse.

Nicht aus Überzeugung, ich wollte mir vor 2 Jahren schon eine DSLR kaufen. Damals war es die D200. Als ich die ins Auge gefasst habe kam da geradewegs die D300 heraus und die war halt, tja, besser eben. Und als dann noch die Gerüchte aufkamen dass es bald eine bezahlbare FX Kamera von Nikon geben wird habe ich nochmals gewartet.

Jetzt ist die D700 schon ein paar Monate draußen und mir ehrlich gesagt noch zu teuer. Ich bin halt kein Profi und da sind 2600 Euro, jetzt ja nur noch 2100, schon eine Menge Holz, zumal nur für ein Hobby dass ich ja eh schon ausüben kann mit dem Equipmnent welches ich besitze. Wenn das Teil im Bereich um 1800 Euro zu kriegen ist, dann werde ich wohl zuschlagen.

In der Zwischenzeit kann ich neue Objektive ja an meiner F5 testen. Die kam nämlich anstelle einer DSLR anfang des Jahres zu meinem Gehäusefuhrpark (F3, F-301) dazu. Die werden ja für wirklich wenig Geld verscheuert, die analogen Teile.

Das Problem mit der DSLR ist halt dass da wirklich die Gehäuse besser werden. Ob ich jetzt den Tmax 400 in die F3 einlege oder in die F5, da ist eigentlich kein Unterschied. Klar, die ganze Handhabung zwischen F3 und F5, das sind schon unterschiedliche Welten. Und bei der F3 muss ich im Regelfall etwas mehr mitdenken. Wenn ich dagegen die D200 von einem Kollegen mit der D700 letztens vergleiche, bei einem Konzertshooting, da hat man schon große Unterschiede gesehen.

Und deshalb habe ich bisher immer gewartet. Die D700 überzeugt mich jetzt aber, als Weitwinkelfan der mehr im Bereich 20 - 105 mm fotografiert ist der DX Crop bei mir außerdem immer ein Hinderungsgrund gewesen.

Dann werde ich halt zweigleisig fahren. Je nach Lust und Laune, Ereignis entweder die DSLR oder die SLR mitnehmen. Es macht mir nämlich immer noch großen Spaß einen Film einzufädeln, "nur" 36 Aufnahmen zur Verfügung zu haben und über das Ergebnis so richtig erst nach der Entwicklung Bescheid zu wissen. Andersherum ist es manchmal schon toll die Ergebnisse sofort zu haben und auf den Auslöser drücken zu können als gebe es kein Morgen.

Bernd
 
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Die neuen Filmentwicklungen habe ich sehr wohl zur Kenntnis genommen, aber wo kriegt man denn dieses Zeugs? Mal eben den neuen T-Max 400 zu besorgen endet in endloser Internet-Recherche und Bestellung und tagelange Warterei! Mag die Frage nach dem Film noch positiv beantwortet werden, so kommt bei "Entwickler dazu?" endgültig das Achselzucken.
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Also, ich habe Anfang dieser Woche Filme bei einem Händler zum entwickeln abgegeben. Zwar überrascht, nicht nur die KB, sondern auch den 120'er, direkt nach einer halben Stunde wieder mitnehmen zu können, habe ich dann direkt den TMax 400 in beiden Formaten zum nachladen direkt mitgenommen.
Auch die Chemie kann ich dort kaufen.
Und selbst wenn kein entsprechender Händler greifbar ist, dürfte die Recherche im Netz oder hier im Forum sicher nicht endlos sein.
 
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Die neuen Filmentwicklungen habe ich sehr wohl zur Kenntnis genommen, aber wo kriegt man denn dieses Zeugs? Mal eben den neuen T-Max 400 zu besorgen endet in endloser Internet-Recherche und Bestellung und tagelange Warterei! Mag die Frage nach dem Film noch positiv beantwortet werden, so kommt bei "Entwickler dazu?" endgültig das Achselzucken.
Also ich weiss ja nicht wo Du bestellst, aber irgendwie schaffen die paar Onlineshops auf die ich zurückgreife, die Ware innerhalb von zwei oder drei Tagen zu liefern. Die Ausnahme bildet Silverprint, aber die sitzen halt in England, da dauert die Lieferung eben zwei Tage länger. Ansonsten ist es halt die Kunst sein Zeugs so zu kaufen, dass man nicht auf eine Lieferzeit von einem Tag angewiesen ist.
Dies sind die eher verzweifelten Aussagen eines bekennenden Analogers, der eben nur wegen der dünner werdenden Luft zur Digitalen gegriffen hat.
Lustig. Ich höre das immer wieder gerne. Das klingt irgendwie als ob man aus dem fahrenden Auto springen würde, einfach nur weil das Auto sowieso irgendwann einmal anhalten wird ;)

Grüße
-- Rüdiger
 
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oder sehe ich das jetzt falsch?
Nein, siehst Du nicht.

Deshalb auch nur als Fußnote.

Dies sind die eher verzweifelten Aussagen eines bekennenden Analogers, der eben nur wegen der dünner werdenden Luft zur Digitalen gegriffen hat.

Na wenigstens siehst du ein, dass dich die Echten Analogen[tm] dafür mit Recht als Verräter bespucken. Allerdings ist die verzweifelte Argumentationslinie ziemlich schnell als fadenscheinige Ausrede entlarvt:
  • Ein vergleichsweise hoher Anteil an Nikon Kameras der letzten 5 Jahrzehnte ist heute noch in gutem Zustand. Obwohl es gerade modern ist, sich Sorgen zu machen, ob denn die D300 tatsächlich nur lachhafte 150.000 Auslösungen überdauern soll, spuckt der Gebrauchtmarkt immer noch Kameras aus, denen man ansieht, dass die Anzahl der mit ihnen belichteten Filme allenfalls zweistellig ist.
  • Wer modernste Technik mit chemischer Bildaufzeichnung kombinieren will, erhält mit der F6 ein SpinOff der D2X zum Preis einer semiprofessionellen DSLR. Da bei Nikon die F Profimodelle üblicherweise ein Jahrzehnt auf dem Markt waren, ist man damit bis Mitte des nächsten Jahrzehnts auf aktuellem Stand. Wieviele Digitalmodelle in der Zwischenzeit kommen und gehen ist uninteressant. Davon wollen Analogies sich ja gerade abkoppeln.
  • Auf die F6 und mehrere Generationen davor passen alle aktuellen Objektive. Wer eine klassische Kamera hat und keine neuen G-Nikkore verwenden kann, findet auf dem Gebrauchtmarkt reiche Beute plus aktuelle Neuware im Retrostyle von Cosina/Zeiss und Cosina/Voigtländer.
  • Wenn ich eine neue Nadel für meinen Plattenspieler brauche, muss ich sie bestellen, weil die nur mehr von einer Schweizer Firma auf Bestellung fabriziert wird. Wenn ich in die fabrikneue Super8 Kamera meiner Frau mal einen Film einlegen wollte, müsste ich erst mal recherchieren, wo man so etwas überhaupt noch bekommt. Hingegen kenne ich mindestens 5 Fotohändler im Umkreis einer Autostunde, welche professionelle Filmwaren in ausreichender Auswahl gut gekühlt eingelagert haben. Dass der Bahnhofskiosk nicht dazu gehört, kann ich verschmerzen.
Warum hast du also dann trotzdem zur Digitalen gegriffen? Na weil du es wolltest. Willkommen in der wunderbaren Welt der reziproken Cropfaktoren /1/, der siebenstelligen ISO Zahlen, der Terabyte Speicherkarten, der nach endlosen Nachtsitzungen immer noch nicht fertig geCNXten NEF Files, während Opa schon längst die entwickelten und gerahmten Dias im Projektor hat.

Hast Du schon mal einen Maler über Pinsel reden gehört?

Hobbymaler reden nahezu ausschließlich über Pinsel, Farben und Papiere. Wenn du dort mit weniger als mit einem Horadam Aquarellkasten /2/ mit 48 Farben /3/ ankommst, darfst du allerdings leider nicht mitreden.

/1/ Habt ihr übrigens gewusst, dass die D700 gegenüber der D300 einen Cropfaktor von 0.67 hat? Ich muss jetzt umlernen, dass mein 600er an der FX Kamera nur mehr einem 400er DX Objektiv entspricht.

/2/ Acrylmaler gelten unter Insidern als Barbaren. Wenn du so etwas machst, dann tu es heimlich.

/3/ Doch, ich weiss dass der große Horadam nur 47 Farben hat. Akademikerwitz. ;)
 
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Also wenn ich mein Mobiltelefon nicht mitzähle bin ich auch "nur" analog unterwegs. Ich habe schon ein paar mal über den Kauf einer DSLR nachgedacht habe dann aber doch für mich entschieden, dass sich die Basisinvestition nicht lohnt.

Vom Ergebnis nehmen sich beide Systeme nicht viel. Man liest ja oft (hier und anderswo) genug von Auflösungsvergleichen zwichen Film und Sensor aber auf das Endprodukt haben in der Praxis ja auch noch viele ander Faktoren einen nicht unerheblichen Einfluss.

Am meisten schreckt mich der doch erhebliche Wertverlust der DSLRs und die kurzen Produktionszyklen ab. Die alten Filmkameras haben zwar auch einen erheblichen Wertverlust hinter sich aber sind wohl mitlerweile auf einem stabilen Level - wenn meine F801 mal das zeitliche segnet bekomme ich wohl für 40EUR eine neue.

In ein paar Jahren werden sich die Innovationszuwächse auf dem digitalen Markt sicher auch erheblich verlangsamen und dann werde ich sicher wieder über einen Kauf nachdenken aber bis dahin werde ich wohl das vielfältige und moderne Filmsortiment von Fuji/Kodak nutzen.
 
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Na wenigstens siehst du ein, dass dich die Echten Analogen[tm] dafür mit Recht als Verräter bespucken. Allerdings ist die verzweifelte Argumentationslinie ziemlich schnell als fadenscheinige Ausrede entlarvt:

Ok, ok! Leute, akzeptiert doch einfach, dass ich das deutlich pessimistischer sehe.
 
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Am meisten schreckt mich der doch erhebliche Wertverlust der DSLRs und die kurzen Produktionszyklen ab. Die alten Filmkameras haben zwar auch einen erheblichen Wertverlust hinter sich aber sind wohl mitlerweile auf einem stabilen Level - wenn meine F801 mal das zeitliche segnet bekomme ich wohl für 40EUR eine neue.

In ein paar Jahren werden sich die Innovationszuwächse auf dem digitalen Markt sicher auch erheblich verlangsamen und dann werde ich sicher wieder über einen Kauf nachdenken aber bis dahin werde ich wohl das vielfältige und moderne Filmsortiment von Fuji/Kodak nutzen.

Ist fraglich, ob die Produkte Zyklen langsamer werden, mit Elektronik ist das nun mal so, dass sie schnell veraltert ist.

Ein ganz gute Methode, den Verlust einzudämmen ist, dass man Produkte erst am Ende ihres Lifecycles kauft. Eine D200 wird mit RAW einer D300 nicht so weit nachhinken, Verbesserungen an der Bildqualität haben sich voralem im JPEG Bereich getan. Preislich sieht das dann so aus, dass die eine ab 1250 Fr geht, die andere ab 2050 Fr. Und die S5Pro, die mal mehr gekostet hat, als die D200, wird schon für 950Fr. angeboten (lieferbar, seriöser CH Online-Shop), sorry, da ist für die nächsten 2 oder 3 Jahre kein riesiger Wertverlust mehr zu erwarten.

Ich fotografiere trotzdem gerne analog. Und zwar wegen der Bildqualität. Am letzten Wochenende war ich am Riffelsee über Zermatt, u.a. mit der 67II mit Portra 160 VC un der S5 Pro. Wenn man sich die S5 Pro Bilder dann zu Hause anschaut, denkt man: "Super, das hat die Cam gut gemacht, *freu*". Dann kommen die Scans des grossen Mittelformat Negativfilmes. Und das Fluchen beim Staubentfernen, auch ICE schafft nicht alles. Aber wenn man dann noch Gradation,.... im PS anpasst, dann kommt etwas raus, was einen nur noch staunen lässt, es ist nochmal ein anderer Level!

Grüsse,
Sebastian
 
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Ok, ok! Leute, akzeptiert doch einfach, dass ich das deutlich pessimistischer sehe.
Man darf es aber auch deutlich optimistischer sehen. Warum soll es heute den Chipkameras als Massenprodukt anders ergehen als gestern den Filmkameras. Die hohen Preise der vergangenen fünf Jahre liessen sich doch nur rechtfertigen, weil die Gehäuse in der Wahrnehmung der Verbraucher eine ähnliche Wertschätzung erfuhren wir die Filmkameras. Aber den Verbrauchern dämmert es, dass Chip- und Filmkamera hinsichtlich der Wertstabilität nicht dasselbe sind. In eine 10 Jahre alte Filmkamera kann man den modernsten Film tun und Fotos machen, die technisch auf der Höhe sind und die mit den aktuellen digitalen Ergebnissen keinen Vergleich scheuen müssen. Eine 10 Jahre alte Digitalkamera dagegen ist Plastikschrott und selbst wenn man sie benutzen wollte mangelt es wahrscheinlich schon an einer Schnittstelle, um das Pixelbild in einen heutigen Rechner einzulesen. Die meisten von uns haben begeistert, ein, zwei oder mehr digitale Kameragehäuse in kürzester Zeit erworben, ohne irgendeines verschlissen zu haben. Fortschrittsbegeistert haben wir 6MP gegen 10MP und dann gegen 12MP und bald gegen 24MP getauscht und einen Haufen Tausender ausgegeben. Doch irgendwie ist Schluss damit - das spürt man ganz oft. Wenn man genau hinhört, dann klagen die Verbraucher und den D2x Käufer ärgert insgeheim das Erscheinen der D3 und der D3 Käufer schüttelt den Kopf, weil seine kaum ein Jahr alte Kamera durch die D4 oder was auch immer ersetzt wird. Man fragt sich, ob das alles Fortschritt ist, was uns da präsentiert wird und man fragt sich, ob das Fortschreiten und Schwinden des Geldes auch die Ergebnisse wert sind. Hand aufs Herz, wer hat sich diese Fragen noch nicht gestellt und wer kann ein digitalisiertes Filmbild von einen Chipbild unterscheiden?
Mehr als 90 Prozent der digitalen Kameraproduktion entfällt auf die Billigknipsen. Und da ist der Markt satt, das sagt sogar der Sony-Chef und wer ein iPhone hat, braucht keine Coolpix. Die Telefone verdrängen die die digitalen Knipsen und damit das Standbein der digitalen Kameraproduktion. Trends muss man erkennen und ich glaube, dass die Digitalkamera als Massenprodukt bald vom Markt verschwunden sein könnte. Andere Geräte wie das Mobiltelefon mit HD-Video und Fotofunktion werden das Gerät der Wahl auf dem Massenmarkt sein. Sollte diese Vermutung richtig sein, dann dürften die Auswirkungen auf die digitalen Spitzenprodukte nicht unerheblich sein. Wir werden hier sicherlich mit steigenden Preisen rechnen müssen und wir dürfen damit auch auf echte Fortschritte hoffen, denn hohe Preise wollen vor den Verbrauchern gerechtfertigt werden. Leicas S2 ist vielleicht gar nicht die falsche Antwort auf mögliche Entwicklungen am Markt der chipbasierten Fotografie, auch wenn viele die neue Leica noch gar nicht ernst nehmen. Insgesamt glaube ich, dass Film auf dem sich neu formierenden Markt in Zukunft wieder eine Chance hat, weil die Produktzyklen der Kameragehäuse wieder länger werden. Es ist auf jeden Fall eine Menge Bewegung im Markt und es gibt für die Flimfans keinen Grund zum Pessimismus.
 
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Ist fraglich, ob die Produkte Zyklen langsamer werden, mit Elektronik ist das nun mal so, dass sie schnell veraltert ist.
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Ich glaube auch ehr, dass es genau das Gegenteil eintritt.
Schließlich wird genau die neu entwickelte, bessere Technik/Elektronik auch zur Weiterentwicklung eingesetzt: "Maschinen bauen Maschinen".
Dies dürfte ehr zu kürzeren Produktzyklen führen.
Nur die physikalischen Voraussetzungen (z.B. Prozessortechnologie) dürften den Fortschritt, vielleicht, zeitweise Ausbremsen, bis neue Wege gefunden werden.


...................Dann kommen die Scans des grossen Mittelformat Negativfilmes. ..................

Grüsse,
Sebastian


Welchen Scanner verwendest Du für das Mittelformat?
 
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Welchen Scanner verwendest Du für das Mittelformat?

V700 von Epson. Bringt zwar nicht ganz die Auflösung, wie ein Cooslcan (Ich komme bei Negativ auf ca. 2000 DPI, bei Dia auf mind. 2400 DPI, jeweils mit 6400 DPI Scan!).
Aber dafür wird auch das Korn weniger stark abgebildet, was grade bei Negativfilmen zu einem insgesamt sogar besseren Bildeindruck führt. Bei feinstkörnigen Diafilmen wie dem Velvia hätte dafür der Coolscan die Nase vorne (ich hab's mit Kleinbild gegen meinen Coolscan V verglichen)
 
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Ist fraglich, ob die Produkte Zyklen langsamer werden, mit Elektronik ist das nun mal so, dass sie schnell veraltert ist.

Bei den Massenprodukten in Kunststoffgehäusen glaube ich das auch, nicht aber bei höchstwertigen Produkten wie z.B. einer D3, D300 oder D700. Da kostet die Entwicklungsarbeit und dann auch die konkrete Produktion doch noch deutlich mehr, als dies bei billigen Kunststoff-Massenprodukten der Fall ist. Dies zeigt sich schon alleine daran, dass die D700 auf wesentliche Elemente von D300 und D3 zurückgreift. Nur so konnte Nikon offenbar die Entwicklungskosten derart eindämmen, dass der Verkauf der D700 ökonomisch sinnvoll bleibt. Insofern glaube ich, dass auch eine D700 oder eine D3 etc. auch in 10 Jahren noch brauchbar ist.

Ein ganz gute Methode, den Verlust einzudämmen ist, dass man Produkte erst am Ende ihres Lifecycles kauft. Eine D200 wird mit RAW einer D300 nicht so weit nachhinken, Verbesserungen an der Bildqualität haben sich voralem im JPEG Bereich getan....

Würde ich auch sagen (wenn nicht am Ende des Zyklus, so dann doch wenigstens in der Mitte). Es scheint sowieso, dass die Bildqualität einer D3 oder einer D700 kaum noch merklich verbessert werden kann, oder? Wo sicher noch viel geht, ist die Rauschunempfindlichkeit bei extrem hohen ISO-Zahlen. Da werden wir uns noch wundern, wenn Kameras ISO 200.000 haben, ohne zu rauschen.

Dass natürlich der Pixelwahn noch etliche Zeit regieren wird (halbjährliche Verdoppelung der Megapixel bei der jeweils neuesten Kamera), ist klar. Aber wer braucht das? Mit einer D700 lassen sich doch schon derart große Ausdrucke erstellen, dass man als Hobbyfotograf bestens bedient ist. Mal ehrlich: Wer druckt (oder lässt drucken) größer als A3+ aus? Bei mir kam A3 als Maximum vielleicht drei Mal vor.

Dasselbe gilt natürlich auch für das Scannen von Filmmaterial. Wer einen hochwertigen Diafilm oder Negativfilm mit einem Nikon Coolscan V scannt, bekommt ein digitales Foto als Datei, das ebenfalls noch sehr gut im Bereich A3+ ausgedruckt werden kann. Mehr brauche ich als Amateur eigentlich nicht.

Slowhand
 
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Es ist auf jeden Fall eine Menge Bewegung im Markt und es gibt für die Flimfans keinen Grund zum Pessimismus.

sehe ich ähnlich.. zu all den genannten punkten (marktsättigung, produktzyklen usw.) möchte noch hinzufügen, dass auch für die produzenten von digitalkameras in den nächsten die frage der versorgung mit den benötigten rohstoffen (gold, silber, nickel, insbesonders das seltene tantal und ein ganzer rattenschwanzweiterer seltener metalle) akut wird. diese sind bekanntlich ebenso endlich wie erdöl und in viel geringerem volumen vorhanden. der seit mehreren jahren anhaltende boom im bereich der digitaltechnologie stützt sich also auf reserven, die zur neige gehen. es wird zwei wege geben, dieses problem zu lösen. erstens recycling und zweitens alternativen suchen (die ebenso endlich sein werden). wer weiß, vielleicht spielt in sachen digitalfotografie demnächst auch die aufstrebenbe biotechnologie eine rolle (stichwort: biosprit aus algenausscheidungen)? wie dem auch sei: all dies wird ne menge geld kosten und da sind wir wieder beim thema. die derzeit noch fallenden preise werden wohl kaum beibehalten werden können, wenn die rohstofffrage beantwortet werden soll (nagut: es sei denn, die produktivität wird abermals erhöht; ist aber wieder ne andere baustelle). wenn ich mir indessen ansehe, wie billig momentan sw-materialien zu haben sind, dann denke ich mir auch, dass analog noch lange nicht tot ist.
 
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Dass natürlich der Pixelwahn noch etliche Zeit regieren wird (halbjährliche Verdoppelung der Megapixel bei der jeweils neuesten Kamera), ist klar. Aber wer braucht das? Mit einer D700 lassen sich doch schon derart große Ausdrucke erstellen, dass man als Hobbyfotograf bestens bedient ist. Mal ehrlich: Wer druckt (oder lässt drucken) größer als A3+ aus? Bei mir kam A3 als Maximum vielleicht drei Mal vor.

Dasselbe gilt natürlich auch für das Scannen von Filmmaterial. Wer einen hochwertigen Diafilm oder Negativfilm mit einem Nikon Coolscan V scannt, bekommt ein digitales Foto als Datei, das ebenfalls noch sehr gut im Bereich A3+ ausgedruckt werden kann. Mehr brauche ich als Amateur eigentlich nicht.

Slowhand


Ja, A3 ist das Maximum, was die meisten Amateure häufig machen. Und klar, da braucht man nicht mehr als 12 MP, wozu auch.

Trotzdem habe ich seit letztem Wochenende zum ersten Mal ein Bild, bei dem ich ernsthaft erwäge, es deutlich grösser ausbelichten zu lassen. Ich denke da in Richtung 80x100cm. Zum Glück handelt es sich um Mittelformat, d.h. beim Wunsch nach so einer grossen Ausbelichtung bin ich nur finanziell und mit Wand-Platz zum Aufhängen beschränkt. Nur schon aus letzt genanntem Grund wird es also die absolute Ausnhame bleiben, wenn man sowas machen lässt, will man es auch aufhängen.

Was ich nicht aufhänge, mache ich selten grösser als A4 (zum in der Hand Angucken ist ein A4 mit etwas Rand, also Bildbreite z.B. 27cm) meines Rechtens das Beste.

Grüsse,
Sebastian
 
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Ist fraglich, ob die Produkte Zyklen langsamer werden, mit Elektronik ist das nun mal so, dass sie schnell veraltert ist.

Die Produktionszyklen werden sicher nicht langsamer (die Hersteller wollen ja schließlich Geld verdienen und das tun sie nun mal mit neuen Bodys und Linsen) aber die Unterschiede bzw. Qualitätssprünge werden wohl langsamer werden.
Ich würde das mit dem PC-Markt vergleichen. Anfang der 90er hatte unser erster PC 16MHz Taktfrequenz. Mitte der Neunziger konnte man damit praktisch nichts mehr anfangen. Mein jetziger PC hat nun 4 Jahre auf dem Buckel ohne das ich irgendwelche Einschränkungen spüre.

Wir werden ja sehen, was die Zukunft bringt. Die Digitaltechnik ist sicher mitlerweile auf einem sehr hohen Niveau. Wenn sich die Preise noch ein wenig anpassen ist sie auch für mich als Amateur eine mögliche Alternative. Die Frage ist ja auch, wie sich der Filmmarkt in Zukunft entwickelt. Für die kommenden Jahre würde ich das jedoch nicht pessimistisch sehen.
 
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