Frage Wer ist von der Z7/Z6 zurück zum Spiegel gegangen und warum?


BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Vor allem sparst du dabei weder Platz noch Gewicht.
Wem gerade diese Punkte am wichtigsten sind, sollte sich schnellstmöglich ganz vom Vollformat verabschieden zu irgendeinem Fitzliputzli-Sensorformat. Physik kann man nicht überlisten. Persönlich sind für mich Größe und Gewicht zweitrangig, da ich ja parallel immer noch mit Mittelformat unterwegs bin.

Grüße - Bernhard
 
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Fraenker
Fraenker kommentierte
HubertB
HubertB kommentierte
War ja bei Film ja schon "Kleinbild" ;-)
 

BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Es sind edle, leichte Teile, lautlos fokussierend, mit wunderbarer Abbildungsleistung, angenehmer manueller Fokussierung, einfach wunderbar. Jedes Stück für sich ein Juwel.
Seit ich an meiner D850/D810 manch altes Schätzchen aus der Ai-Zeit angeschraubt habe sehe ich die Arbeit der Werbeabteilungen in einem völlig anderen Licht. :170:
Für die Z-System-Objektive leisten die Werbeleute doch, wie man sieht, sehr gute Arbeit. :lachen:

Grüße - Bernhard
 
1 Kommentar
Christian B.
Christian B. kommentierte
@BernhardJ Ich habe sehr viele Ai-S Objektive, und ich liebe sie sehr. Und gerade an den Zs laufen sie zu Höchstform auf, weil man sie sehr präzise fokussieren kann. Aber das tut bei meiner Charakterisierung der Z-Objektive nichts zur Sache. Das ist meine Bewertung aus der fotografischen Praxis und hat NICHTS mit Marketing zu tun.
 

BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
D850 1005g
D850 1005g
AF-S 35mm 1.8 305g
AF-S 85mm 1.8 350g
Summe 2665g
Christian, Du merkst doch sicher selber, dass das Kokolores ist. Wozu soll man zwei gleiche, schwere DSLR Gehäuse mitschleppen??? :dizzy:
Beim Z-System ergibt es vielleicht noch einen Sinn, da die Sensoren viel schneller beim Objektivwechsel verdrecken.

Grüße - Bernhard
 
T
Tom.S kommentierte
Wie ich die Aufstellung gelesen habe, war ich schon auch etwas irritiert weil ich bei einem Set-up, das möglichst klein und leicht sein soll, sicher nicht an 2 Bodies gedacht hätte.
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
@BernhardJ Lieber Bernhard, jeder wie er mag. Aber ich habe es immer so gemacht, auch bei Wanderungen und Städtereisen, und ich mache es immer noch so. Letzte Romreise waren es D850, D810, 1.8/20, 1.4/28, 1.4/58 und 1.4/105, die ich Tag für Tag durch die Stadt getragen habe. An einer Kamera eines der beiden Weitwinkel, an der anderen eines der beiden Tele. Warum? Weil sich die Motive beim Umherstreifen ständig ändern und mal diese, mal jene Perspektive ausprobiert werden muss. Da will ich meine Kreativität nicht durch ständigen Objektivwechsel eingeschränkt sehen. Du scheinst nicht viel mit Festbrennweiten zu fotografieren, wenn Du das für Kokolores hälst.
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
Es ging nicht um möglichst klein und leicht, sondern um den Gewichtsvergleich von zwei Festbrennweiten-Settings. Christopher hat eines mit je einer Kamera und vier Objektiven verglichen. Ich habe diesem meine persönliche Kombi aus zwei Kameras mit zwei Objektiven gegenübergestellt. Niemand behauptet, dass das eine oder andere das Non-Plus-Ultra ist.
 

WörtherseeKnipser

Sehr aktives Mitglied
Hmm, diese Aussage verstehe ich nicht.
Blitzaufnahmen gehen nur mit mechanischem Verschluss, das stimmt ja. Aber den mechanischen Verschluss habe ich sowohl bei der spiegellosen als auch bei der Kamera mit Spiegel zur Verfügung.
Und wieso muss ich mit der Spiegellosen bei Blitzaufnahmen hohe ISO-Werte wählen???
Gemeint ist: Ich muss keine hohen ISO Werte nehmen, wenn ich Blitze, dadurch komme ich auch mit der Qualität der 7100 aus!
Ich will auch nicht den Schutter der z50 "verbrauchen" solange ich die D7100 noch habe. Die z50 bringt also in dem Fall keinen Vorteil.
 
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BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Weil sich die Motive beim Umherstreifen ständig ändern und mal diese, mal jene Perspektive ausprobiert werden muss. Da will ich meine Kreativität nicht durch ständigen Objektivwechsel eingeschränkt sehen.
Ach so, dann schreibe es bitte gleich, dass Du beim Fotografieren auf der Flucht und Jagd bist und nicht beim entspannten Hobby.

Grüße - Bernhard
 
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Christian B.
Christian B. kommentierte
Sorry, das ist jetzt nur noch Blödsinn.
 

BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Niemand behauptet, dass das eine oder andere das Non-Plus-Ultra ist.
Da gebe ich die vollkommen Recht. Wie gesagt, wem es zu schwer und/oder zu groß ist, sollte über kleineres Format nachdenken.
Die beiden Systeme F und Z liegen nämlich bei Vollformat und je nach vergleichbarer Anwendung oder Ausrüstungsumfang ziemlich nahe beieinander. Streiten welches System kleiner/leichter ist ergibt hier keinerlei Sinn.

Grüße - Bernhard
 
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adventure
adventure kommentierte
Allein schon optisch ist die Z7 einiges kleiner als eine d850. Das ist von der Haptik her schon ein Unterschied. Dazu kommt noch das die Z leichter ist. Warum soll das keinen Sinn ergeben.:nixweiss:
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Abhängig von den Objektiven, die vorne dranhängen.

Der "ausgewachsene", griffige Body der D850 macht bei Objektiven über 1000g schon Sinn.
 
adventure
adventure kommentierte
300 g weniger machen den Kohl nicht fett wegen der Balance, aber einen Tag angehmer beim fotografieren. Vor allem wenn man mit zwei Kameras gleichzeitig unterwegs ist. Was halt beim Sport oft der Fall ist.
 

BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Sorry, das ist jetzt nur noch Blödsinn.
Sorry, hab' den Smiley vergessen.
Christian, jeder fotografiert anders. Von mir aus kannst Du gerne zwei oder mehr Spiegelreflex-Gehäuse samt Objektive durch die Gegend tragen um dadurch Deiner Kreativität mehr Freiraum zu lassen.
Aber vielleicht solltest Du einfach akzeptieren, dass nicht viele es so wie Du machen (können/wollen).
Meine Fotos werden einfach besser, wenn ich mir Zeit nehme, und dabei ist ein Objektivwechsel anteilig nicht der Rede wert.
Wenn es bei Dir gerade anders ist, kann ich das verstehen. Aber diese Deine persönliche Arbeitsweise taugt nicht als Beweis, dass das Z-System bezüglich Gewicht und Größe irgendwelche Vorteile gegenüber dem F-System hätte.

Wie ich schon schrieb, diesbezüglich geben sich die beiden Systeme nichts.

Grüße - Bernhard
 
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horstnet
horstnet kommentierte
Was eben so nicht stimmt. Meine 810 zusammen mit den 2,8 14-24 und 24-70 hatten einen ganz anderen Platzbedarf und Gewicht als die Z7 mit dem 14-30 Plus 24-70. Die haben zwar nur 4.0 Lichtstärke, aber das gibt es halt bei F nicht.
 
Christian B.
Christian B. kommentierte
@BernhardJ Ich möchte Dich letztmalig bitten, mich nicht falsch wiederzugeben oder mir Dinge zu unterstellen, die ich nicht geschrieben habe. Ich brauche das nicht weiter auszuführen. Jeder, der lesen kann, wird das unschwer nachvollziehen können.
 
Christopher
Christopher kommentierte
Was eben so nicht stimmt. Meine 810 zusammen mit den 2,8 14-24 und 24-70 hatten einen ganz anderen Platzbedarf und Gewicht als die Z7 mit dem 14-30 Plus 24-70. Die haben zwar nur 4.0 Lichtstärke, aber das gibt es halt bei F nicht.
Da hast du recht, allerdings muss ich sagen, das ich von der Optischen Qualität des 14-30er bei 14 mm im Vergleich zum F-Mount 14-24 in den Ecken doch sehr enttäuscht war, auch abblenden brachte hier nicht wirklich viel. Ab 16-17mm wird es dann deutlich besser beim 14-30er.
 

BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
Ich verstehe langsam nicht, was die hartnäckige Diskussion und die schroffen Formulierungen beweisen sollen. Dass das Z-System viel kleiner und leichter ist als die Spiegelreflexe?
Von mir aus... :nixweiss:
Im Grunde nicht wirklich eines Streits wert :beerchug:, da es oft nur um 10...20 % Gewichtsdifferenzen, manchmal in die eine, aber auch in die andere Seite.

Das wird auch sicher nicht der Hauptgrund sein, dass jemand hier in die eine oder andere Richtung wechselt oder auch wieder zurück.

Grüße - Bernhard
 
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knipsegern

NF Mitglied
Gern möchte ich auf die Frage zurückkommen, ob bzw. unter welchen Umständen ein "Rückweg" von Spiegellos zu Spiegelreflex gemacht wird / wurde.
Wie bei vielen neuen Kameras hat auch die Z 6 sich bei mir erst einmal warm gelaufen, die D750 hat einige Zeit zugesehen, ich hab sie weiterhin. Beweggrund für mich, die Z 6 zu kaufen, war das physikalisch logische Prinzip, dass die AF-Sensoren auf dem Sensor sitzen und dadurch
a) eine sehr große Bildfeld-Abdeckung mit dem AF möglich ist (3D Tracking fast über das ganze Bildfeld, zumindest läuft es nicht immer wieder aus den Grenzen raus);
b) die hinlänglich erörterten Back- / Frontfokus-Abweichungen (Spiegelreflex Prinzip) gerade bei (vor allem kurz-brennweitigen) Zoom-Objektiven ursächlich vermieden werden, so dass Objektive mit "erkennbarer" Bildfeldwölbung an gewünschter Scharfstell-Position wirklich scharf eingestellt werden und
c) die leisen Auslöse-Geräusche bis hin zum Silent Shutter.
Ebenso hinlänglich diskutiert sind erforderlicher höherer Stromverbrauch, gesteigerte Rechenleistungen ("langsamerer" AF) und keine Möglichkeit, den Autofokus alter AF-Objektive anzusteuern. Damit liegt klar auf der Hand, für welche Situationen das eine Konzept oder das andere Konzept besser eingesetzt werden kann.
Einen Schritt weiter: Die technischen Möglichkeiten der Z-Kameras führen jetzt dazu, dass die Erwartungen an eine neue Spiegelreflex-Kamera - sofern sie gleichwertig zur Z-Kamera eingesetzt werden soll - m.E. wohl nur mit einigen neuen Eigenschaften erfüllt werden können Am weitesten vorne stehen m. E. die D6 (Augenfokus in einer Spiegelreflex), die D500 (sehr große AF Bildfeldabdeckung) ebenso wie die D850 (größte AF Bildfeldabdeckung und schnellster AF im FX Spiegelreflexbereich, mal abgesehen von der D6). Die D780 darf natürlich nicht vergessen werden, denn sie bringt den LifeView aus der Z 6 mit und rangiert aus dieser Perspektive weit vorne. Natürlich könnte man ein Potpourri für eine aktuelle Wunsch-Spiegelreflexkamera machen... Fakt ist, dass es bei JEDER KAMERA Kompromisse gibt.
Aktuell schließe ich mich den Argumenten an, dass man - wenn budgetmäßig sinnvoll machbar - eine Spiegelreflex behalten sollte, auch wenn eine Z Kamera wirklich intensiv eingesetzt wird. Eine Spiegelreflex neu zu kaufen bringt natürlich viel für alle, die auf die Punkte angewiesen sind, welche von der Technik der Spiegellos-Kameras aktuell noch nicht auf vergleichbarer Höhe bedient werden können. Da werfen die Weiterentwicklungen der Z 6s und der Z 7s aber auch schon die ersten Schlaglichter voraus. Bleibt spannend!
 
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BernhardJ

Sehr aktives Mitglied
...so dass Objektive mit "erkennbarer" Bildfeldwölbung an gewünschter Scharfstell-Position wirklich scharf eingestellt werden...
"Wirklich scharf" nur theoretisch und nur wenn der Regelkreis hysterese-, toleranz- und spielfrei arbeitet. Man bedenke, dass wir hier immer noch Mechanik mit im Spiel haben.

Grüße - Bernhard
 
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G

Gelöschtes Mitglied 123022

Guest
Ich kann eigentlich nicht verstehen, was an Spiegellos besser sein soll. Das Z System ist sicherlich ein sehr gutes. Es ist anders als das Spiegelreflex System aber besser?

Ich habe als Spiegellos das Leica M System ! Wunderschöne Lichtstarke, kleine und leichte Objektive. Aber natürlich im Telebereich nicht zu gebrauchen. Hierfür habe ich eine D500 mit 200-500 im Einsatz. Sehr gute Qualität zum günstigen Preis. Ich finde man sollte beides haben.
 
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Metalhead

Sehr aktives Mitglied
Vielleicht sollte der TS diese Frage mal im DSLR Forum stellen. Da gibts im Marktplatzbereich Nikon Kameras betreffend momentan gehäufte Angebote an Z Kameras. Nicht jeder erläutert genau, warum er verkaufen möchte, habe aber bei dem ein oder anderen aber schon lesen können, dass derjenige lieber bei DSLR bleiben möchte oder sich gar wieder eine holen möchte.
 
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Stefan M.

NF Team
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Mal auf die Schnelle live aus dem Urlaub als Größenvergleich die D610 mit AF-S 18-35 neben der Z50 mit FTZ und Tamron 70-210/4. Das ist meine diesjährige Reisekombi, dabei ist nur noch das Z16-50DX. Diese Kombi ist erheblich komfortabler als es 2 DSLR Gehäuse wären, die FX Objektive sind (mit FTZ) an beiden Gehäusen verwendbar, und die kleine Z gibt die Möglichkeit zum unauffälligen Auftritt, wenn das Smartphone nicht reicht bzw. in die Knie geht.

Man ist damit jedenfalls unglaublich flexibel, wenn man sich das zulässt und nicht an irgendwelchen Dogmen festhält. Ich habe das Spielchen auch schon mit Nikon FX und Fuji DX exerziert, aber so ist es praktikabler. Wobei Fuji als Alternative durchaus seinen Reiz hat, weshalb die E3 mit 3 Objektiven für bestimmte Situationen oder schlicht aus Spaß an der Freude auch bleiben wird.
 
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HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Diese Kombi ist erheblich komfortabler als es 2 DSLR Gehäuse wären ....

Statt Z50 eine D5600, wäre das wirklich ein erwähnenswerter Unterschied? Wenn die Z50 wenigsten einen IBIS hätte, dann gäbe es für mich einen echten Vorteil der Spiegellosen, aber so? :unsure:
 
Stefan M.
Stefan M. kommentierte
Könnte man auch machen, aber wie gesagt gehts auch ohne Dogma und das Tele ist stabilisiert, also brauch ich kein Ibis.
 

hooky69

Sehr aktives Mitglied
.........

Mich interessiert erstmal vorrangig warum Ihr diesen Wechsel vorgenommen habt, warum ihr die Z6/Z7 vielleicht ausprobiert habt und dann doch wieder zu einem Spiegel zurück gekommen seid? ................

Mir kommt es wirklich auf Eure ganz persönlichen Beweggründe für den Wechsel an. Eine grundsätzliche Diskussion über Spiegel/spiegellos möchte ich definitiv nicht lostreten und ist von mir nicht gewollt!

.......................

Beste Grüße,
Heiko
Ich zitiere mich jetzt mal selbst! :rolleyes:

Trotzdem bedanke ich mich für die rege Beteiligung am Thread, der aber leider etwas abdriftet.

Ich versuche mal zurück zum Thema zu kommen.

Meine Entscheidung zurück zum Spiegel ging jetzt doch sehr schnell. Ich habe meine Z7 doch recht zügig verkauft und meine Z-Gläser sind bis auf das 24-70 2.8 auch schon alle verkauft. Das Glas um das es mir wegen der Trennung vom Z-System eigentlich ein wenig leid tut.

Naja, ehrlich gesagt habe ich mich ja nicht vollständig getrennt. Mir bleibt ja noch die Z50. An dieser DX betreibe ich allerdings keine Zett-Gläser, sonder schweres Sigma Glas. 18-35 und 50-100 jeweils mit F1.8. Als kleines spiegelloses System, wenn es mal nicht ganz so schwer sein soll - verglichen mit den SLR-Bodys.

Für das zurück zum Spiegel möchte ich jetzt etwas ausholen. Vor 7,5 Jahren bin ich nach langer langer Pause überhaupt wieder zur Fotografie gekommen. Meine erste Spiegelreflex war eine Voigtländer , welche ich als Jugendlicher von meinem Vater geschenkt bekommen habe. Als Jundedlicher habe ich damit viel fotografiert und das ein oder andere Foto hat es auch in Schülerzeitung geschafft. Dann, ab dem Zeitpunkt, als die Arbeit und der "harte" Alltag mein Leben fest im Griff hatte, habe ich eine über 20 Jahre lange Pause mit der Fotografie gemacht. Kla, waren da zwischendurch ein paar Knipsen dabei, aber nichts ernst zu nehmendes.

Nachdem ich die ersten tausend Fotos von meinen frisch geborenen Sohn mit dem Handy gemacht habe (ja, ich bin erst sehr spät Vater geworden) habe ich mich entschlossen wieder eine richtige Kamera zu kaufen.

Ich wollte eine Spiegel-Sony aber der Verkäufer sagte: "nimm lieber die Pentax hier", die hat einen ordentlichen optischen Sucher. Habe ich gemacht und es war wunderbar! Altes Hobby wieder neu entdeckt. Nach ein paar Gehäusewechsel bei Pentax, kam dann die Fuji X-T1 auf den Markt, wurde gelobt und habe ich gekauft. Die Pentax blieb erstmal. Doch wie es immer so ist, ist die erste Generation nicht gerade ausgereift. Die Kamera war gut und die Gläser damals absolut topp und heute sind sie es auch noch. Doch die kleinen Macken und der suboptimale EVF Sucher war langfristig nicht mein Ding. Also wieder komplett zurück zu Pentax - und es wurde ja die KB-Pentax schon angekündigt. Das wollte ich!

Doch es kam leider etwas dazwischen, nämlich die Fuji X-T2 war schneller auf dem Markt als die K1. Also doch wieder zurück zu Fuji. Der Sucher hatte deutliche Fortschritte gemacht und die Geschwindigkeit des AFs war (gegenüber der Pentax) atemberaubend. Endlich gelang es mir Hundefotos in Bewegung zu schießen. Das Equipment von Pentax wurde komplett verkauft und das Fuji Sortiment ausgeschöpft. Ich war sehr Glücklich mit der X-T2 und habe sie meine kleine Prinzessin genannt. Eine Pro2 gesellte sich dazu - weil sie so schön ist und ich glaubte ich brauche nie wieder etwas anderes.

Doch dann kam die dicke Berta ins Spiel. Die dicke Berta, wurde von einem wohlhabenden Bekannten gekauft, der gerne Fotografieren wollte, aber mit der Pentax K1 (ich nannte sie immer liebevoll meine dicke Berta) hoffnungslos überfordert war. Ich bekam die dicke Berta sehr sehr günstig von ihm und die Objektive, die ich ihm damals verkauft hatte, bekam ich sozusagen ungenutzt wieder zurück. Ja, da war er wieder, der OVF und der Spiegel, aber der AF :oops: ohje, was war der langsam. Hunde gingen in Bewegung nur durch vorfokussieren und mit ein wenig Glück hatte man ein scharfes Foto, mit ganz viel Glück ein scharfes Foto, wo der Hund nicht dämlich aussah. Also wurde die K1 nur noch für Landschaft und ruhige Motive benutzt. Die Bildqualität fand ich allerdings zum Niederknien (übrigens der gleiche Sensor wie in D810). Noch heute ist es so, dass wenn ich durch ältere Fotos von mir scrolle, dass ich immer wieder an Fotos von bzw. mit der K1 gemacht hängen bleibe. Der KB-Sensor hatte mich echt gerockt.

Doch die Hundesport-Fotos wurden immer mehr und hierfür war die K1 einfach nicht zu gebrauchen, hinzu kam eine alte Sportverletzung in meiner rechten Schulter wieder auf und die K1 wurde einfach zu schwer. Die Berta musste wieder gehen :cry:. Zur X-T2 und Pro2 kam nun endlich eine Fuji mit IBIS (Pentax hat den schon lange), die X-H1. Ein hässliches Ding (ist natürlich Geschmacksache) aber fasste sich gut an. Der IBIS funktionierte ganz hervorragend und die Bildqualität war nochmal besser - obwohl der gleiche Sensor wie in der X-T2 verbaut war. Doch die angekündigte Schnelligkeit "besser als die X-T2" war leider nur ein Werberuf mit nichts dahinter. Ich war ziemlich enttäuscht. Aber noch schlimmer war dann das Firmwareupdate der X-T2, welche an die der H1 angeglichen wurde und dazu führte das der AF-C jetzt genauso "langsam" war wie bei der H1.

Ich bin fast geplatzt :mad: @Achim_65 hier aus dem Forum - damals auch mit der X-T2 unterwegs, auch etwas sportlicher von den Fotos - und ich haben den "Fehler" sofort gemerkt und wir beide schickten die Kamera zu Fuji um das Update rückgängig machen zu lassen. Hieß aber auch, das wir nie wieder auf die X-T2 ein Firmwareupdate machen konnten, ohne zu riskieren, dass die Kamera wieder langsamer wurde.

Die X-T3 wurde angekündigt und von mir gekauft. Jetzt ging der AF aber wie Schmitz-Katze. Einfach genial, 9 von 10 Serien-Fotos auf den Punkt war keine Seltenheit. Doch die Bildqualität hatte meiner Meinung darunter etwas gelitten - kann man natürlich drüber streiten. Letztlich war ich irgendwie frustriert und ein wenig die Lust am Hobby verloren. @Achim_65 ist schon vor mir ganz zurück zu Nikon gegangen, zur D500, hat mir davon immer vorgeschwärmt, doch ich hatte mich schon so an den EVF gewöhnt, weil er auch immer besser wurde, dass ich mir nicht mehr vorstellen konnte, einen OVF zu nutzen.

Die Nikon Z7/Z6 hatte ich schon auf der Photokina begrabbeln können und mir gefiehl sie sehr gut. Eine KB-Kamera in spiegellos mit einem Topp-EVF-Sucher. Aber teuer und die ganzen Wechsel hatten schon so viel Geld gekostet.... Doch die Z7 hatte ich immer im Hinterstübchen, ging da irgendwie nicht raus.

Jetzt ein Sprung - unser Hund verletzte sich sehr stark, musste operiert werden und das war das Aus für den Hundesport (Frisbee) für mich war die Notwendigkeit für einen superschnellen AF nicht mehr gegeben und durch den angestauten Frust habe ich mich dann doch entschieden die Z7 vor gut einem Jahr zu kaufen. Mir war ganz klar, dass die erste Generation einer Kamera nicht das gelbe vom Ei sein kann und das der AF deutlich langsamer sein wird als bei der X-T3. Aber ich wollte KB und ich wollte spiegellos (für mich gab es gar nichts anderes mehr) der tolle Sensor aus der K1/D810 war mir noch gut in Erinnerung. Alles von Fuji verkauft, ratzeputz und weg.

Dann Z7 gekauft und jede Menge Glas probiert. F-Gläser an den FTZ geschraubt -sieht scheiße aus, aber funktioniert, doch der AF der Zett bleibt die Krücke - erste Genration halt - und mein Hund ist trotz rampunierter Schulter imm noch verdammt schnell. Keine wirkliche gute Chance mit der Z7.
Dann hörte ich, dass die Z6 wohl etwas schneller ist als die Z7. Also beim Cashback zugeschlagen und die Z6 gekauft, Nikkor 70-200FL drangebappt und....... naja, etwas besser, aber immer noch irgendwie nicht wirklich gut. Wenn man mal was richtig schnelles hatte, ist es schwer Abstriche zu machen. Und schon wieder winkte @Achim_65 mit dem Zaunpfahl in Form einer D500 zu mir rüber. Hatte er womöglich recht? Seine Fotos waren super und bestätigten sein Winken. Zurück zum Spiegel? Kann doch nicht sein! Der Spiegel stirbt, ist nur noch eine Frage der Zeit. Aber wenn er recht hat? Meine Schulter war wieder in Ordnung, dicker Body ging also wieder. Das Rennpferd 70-200FL hatte ich ja schon - also habe ich mir kurzerhand die D500 beim Fotohändler für ein Wochenende geliehen.

WAS FÜR EIN BIEST, was für eine Rakete, und als ob es gestern gewesen wäre, der OFV als ob er nie weg gewesen wäre. Kein Blackout, kein Ruckeln, kein Warten, immer ein klarer Blick, kein angestrengtes Auge am Ende des Foto-Tages, Alles geht super von der Hand, liegt gut in der Hand, die Schwere macht ruhiger, liegt satt, und trifft und trifft und trifft - warum hatte ich diese Kamera nicht schon früher??? Klar kaufe ich die! Die Z6 muss gehen, die Z7 bleibt! KB-Sensor wollte ich ja unbedingt und die Bildqualität steht nicht in Frage. Also noch kurz über die D850 nachgedacht, soll ja auch ziemlich schnell sein, aber weiß ich es? Die D500 konnte ich testen, da weiß ich es genau. Super-Deal beim Fotohändler und die D500 war mir.
@Achim_65: nochmals danke für deinen beharrlichen Tipp!

Jetzt kommt dann endlich der Grund für meinen vollständigen Wechsel zurück zum Spiegel (ich weiß, wird auch Zeit).

Wir gehen sehr viel Wandern. Dabei immer mehrer Hunde, ich meistens mit zwei Kameras. Zuletzt D500 mit eigentlich immer 70-200 dran und die Zett mit einer kürzeren FB. Doch hier fängt das Dilemma schon direkt an. Die Bedienung ist einfach anders, ähnlich aber doch anders. Die Finger finden nicht blind die richtigen Tasten, ist der IBIS jetzt an oder aus, ach ja, i-Taste bei Zett ist Quick-Menü, bei der D500 aber anders. Menü-Taste einmal oben links und bei der Zett unten rechts. Wo lag nochmal "Mein-Menü" ? Bei der Zett auf FN2 vorne an der Kamera, war es jetzt oben oder unten?, und bei der D500? ach ja, da ist FN2 hinten unten links - arrgh! Moduswahlrad vs Mode-Taste usw. usw.

Ihr merkt sicher worauf das hinausläuft? Mich nervt sowas, wenn es schnell gehen muss/soll. Und der Wechsel des Sucherblicks von EVF zu OVF ist ja noch ganz okay, aber umgekehrt? Ach wie schön wäre jetzt noch eine D850 zu haben - hatte ich sehr oft dran gedacht bei den Wanderungen. Alles ist gleich, alles ist schön und der Sensor ist KB, der AF ist schnell, die Tasten am selben Ort - kein Nachdenken, einfach umgreifen und das Foto machen. Toll! Die Objektive kann ich von Kamera A zu B wechseln, mit der Zett geht das nur wenn kein Zett-Glas an der Zett hängt.

Meine Gründe zum Wechsel liegen also primär nicht bei dem Argument welche Kamera die bessere Kamera ist, sondern ist aus der Praxis heraus bedingt. Welche Kamera größer ist, ist mir hierbei völlig Schnuppe, die Zett ist mit dem 70-200 plus FTZ auch nicht mehr klein und leicht. Habt ihr mal ein Sigma 135 1.8 oder das Sigma 40er 1.4 an der Zett gehabt. Da bleibt von handlich nichts mehr übrig, im Gegenteil, das ist unhandlich. Also bleiben nur die Zett-Gläser, aber die passen nicht an D500 und es gibt sie zum teil noch nicht einmal - ist doch alles murks!

Die Zett alleine ist eine außerordentlich gute Kamera, egal ob Z6 oder Z7, sogar die Z50 macht eine gute Figur, doch in der Kombi-Nutzung bleibt man besser bei einem System. Bei mir ist es jetzt der Spiegel geworden und es fühlt sich saugut an. Für meine persönlichen Zwecke ist das jetzt die Traumkombi D500 und D850, ein perfektes Team. Für andere, mit vielleicht anderen hauptsächlichen Motiven, ist vielleicht wieder eine andere Kombi das Dreamteam.

Es wird sicherlich Momente geben, wo ich den EVF vermissen werde. Die Vorteile eines in der Belichtung fertiges Vorschaubild im Sucher ist schon ziemlich klasse (oops, ich habe ja noch eine Z50, also alles juut). Oder den IBIS, den werde ich auch ganz bestimmt mal vermissen - nicht beim Sport, aber es gibt ja auch noch was anderes und dunklere Tage......

Ich wünsche aber auf jedem Fall jedem sein Glück, mit seiner gewählten Kamera, mit den Vorteilen, die für ihn oder sie wichtig sind. Die Präferenzen sind so unterschiedlich, da kann es keine "DIE besser Kamera" geben.

In diesem Sinne, wünsche ich allen immer gutes Licht mit schönen Motiven.

LG, Heiko

....ach ja, die D850 ist bei mir am letzten Montag frühzeitig eingezogen. Die dazugehörige Objektivauswahl ist auch schon vollständig.

D850 primär mit Sigma 24-35 F2 Art / Sigma 40 F1.4 Art / Tamron 85 F1.8 VC SP / Sigma 135 F1.8 Art
D500 primär mit Nikkor AF-S 70-200 F2.8 FL und AF-S 200-500 F5.6

habe fertig!
 
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3 Kommentare
E
Emc2 kommentierte
Wunderbar, wie Du die wirklich wichtigen Unterschiede zwischen diesen beiden Systemen herausgearbeitet hast.
Was ich mir wünsche: die Qualität der alten optischen Sucher. Und statt des elektronischen Markers für die Markierung der Schärfe den wunderbaren Prismenkreis.
Gruß Emc2
 
HaDiDi
HaDiDi kommentierte
Herzlichen Dank für den ausführlichen Beitrag.

Selbst bin ich 40 Jahre bei Nikon, angefangen mit der FM und dem Ai 50/1.8. Ich mag den Spiegelschlag (so wie ich auch den Verbrennermotor beim Motorrad mag). Ich habe eine Olympus EM5 mit sehr kleinen f 1:1,7 Festbrennweiten, wenn ich es wirklich klein und leicht will, sonst aber DSLRs mit DX und FX Sensor.

Nachdem die Z5 vom PreisLeistungsVerhältnis eher eine Enttäuschung ist, werde ich wohl in den nächsten Wochen bei der Z6 zuschlagen. Spezifikationen, die ich nutzen werde, sind die sehr guten low light Eigenschaften und der Eye-AF bei Portraitaufnahmen mit AF-Objektiven. Wichtiger aber sind mir aber das Pixel-Peaking und der IBIS für manuelle Objektive. Z.B. ein Ais 105/2.5 Gauss wird an der Z6 eine Renaissance erleben und vielseitiger einsetzbar sein, als an einer DSLR.

Nikon wird heute die Geschäftszahlen zum 1.Q. des Geschäftsjahrs 2020/21 bekanntgeben. Ich erwarte wieder tiefrote Zahlen für die Imaging Division. Ich stelle mich darauf ein, dass es bei Nikon in den nächsten vier Quartalen zu einer grundsätzlichen Entscheidung kommen wird und der Imaging Bereich nicht weitergeführt wird, weil dauerhaft nicht mehr profitabel.

Sollte es so kommen, werde ich mir dann noch eine FX (D750) und DX (D7200) DSLR sichern und vielleicht noch eine weitere Z6 und bin bis zu meinem Lebensende fotografisch (Gehäuse) versorgt.
 
Achim_65
Achim_65 kommentierte
Jaja, ich bin also schuld. :p
Mit der 850 wirst du sicher auch viel Freude haben. ;)
 

Fotograf58

Sehr aktives Mitglied
Es war eigentlich schon immer klar, dass die Z nicht den schnellen AF wie die D850 hat. Mir war es jedenfalls beim Kauf Anfang 2019 klar. Dafür ist die Z wesentlich kompakter, was mir weitaus wichtiger ist. Der Sucher der Z ist nicht perfekt, aber für mich eine weitaus größere Offenbarung als der optische Sucher. Bei Wanderungen hätte ich die D850 wegen ihrer Größe und des Gewichts eher verflucht. Beim letzten Skiurlaub war ich froh, auf den Langlauftouren eine Z6 anstelle der D750 mitnehmen zu können. Sollte ich in die Verlegenheit kommen, wieder verstärkt extrem schnellen AF zu benötigen, würde ich allenfalls eine gebrauchte D500 (kein Neugerät!) in Betracht ziehen.
 
Kommentar

oli-checker

Sehr aktives Mitglied
Die Begründung für den Wechsel von Z6 auf D500 ist ganz schnell und einfach beantwortet. Ich brauchte eine Kamera mit schnellem AF-System und wollte definitiv bei Nikon bleiben - dieser Wechsel war schnell vollzogen und für mich persönlich definitiv richtig. Die Z6 ist zwar schon ganz gut von der AF-Leistung, aber leider dann doch nicht so schnell wie ich es mir gewünscht habe oder gewohnt war. Dabei kurz noch erwähnt, ich habe die letzten 4-5 Jahre mit Fuji (T1-T3, H1, Pro etc.) fotografiert. Bin also Kameras ohne Spiegel gewohnt. Die X-T3 (sehr schnell) war meine letzte Fuji, dann kam der Wechsel zur Z7.

Diese Aussage wundert, mangels einer Spiegellosen von Nikon war ich sehr ausgiebig mit Fuji unterwegs. Und der AF bei Nikon ist generell so schnell wie bei Fuji das 90er - und bei weitem zuverlässiger.

was mich immer wieder wundert: Es geht um Spiegelreflex ODER Spiegellos.

Bei mir ist es das System, mit dem UND statt ODER. Beide Varianten habe ihre Vor- und Nachteile systembedingt.
Ich behaupte wer keine Action fotografiert, kann auf Spiegelreflex verzichten - wer Action gut und nicht statisch fotografieren möchte, kommt weiterhin (noch) nicht an der Spiegelreflex vorbei.

Von einem alltags tauglicherem VW Bus mit 300 PS erwartet auch keiner die Agilität eines kompakten sportlich ausgelegtem Autos auch mit 300 PS. Dies sind zwei verschiedene Produkte, mit jeweils anderen Stärken und Schwächen.
 
Kommentar

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