Ein gebrauchter Intel Mini Mac mit 1,6 GHz Dual Core oder mehr macht sich schon ziemlich gut für Bildbearbeitung, wenn ich es mit einem 3 GHz Intel P4 vergleiche. Man kann ihn relativ problemlos auf 2 GB erweitern und sollte dann gleichzeitig die Festplatte auf 250 GB bringen. Die interne originale 80 GB Festplatte ist ein Flaschenhals.
Nachteil des Mini Mac ist, dass er erst mal nur einen Monitor zulässt. Mit einer externen Karte von Matrox sind zwei Monitore möglich, aber die Auflösung bleibt begrenzt auf ca 800 x 1024 Pixel pro Schirm.
Mein Mac Mini Einstieg hat mich incl zusätzlicher externer 160 GB Festplatte 450€ gekostet. Das war mir der Testlauf wert, vor allem, da ich bei Nichtgefallen den Mini Mac jederzeit ohne Verlust wieder hätte verkaufen können.
Als Folge kam für meine Frau ein gebrauchter weißer 24" Imac mit 2,16 GHz Dualcore zur HDV Videobearbeitung mit Final Cut, weil ihr alter (2004) Windows PC ohne umfangreiche Aufrüstung nicht mitspielte und auch die alte Premiere Version mit HDV nicht nutzbar war.
Noch nie war Videobearbeitung so einfach und komplikationslos wie auf diesem IMac
Und daher habe ich mir selbst Ende Oktober auch einen aktuellen 24" Alu Imac geholt, nachdem mein AMD-Windows PC mit einem defekten Mainboard zum Totalschaden wurde.
Der Mac Mini wird jetzt mit einem DVB-T Modul zum Media-Center.
Das Display des älteren weißen 24" Imac ist gut, in der Grundeinstellung etwas zu hell aber nach einigem Probieren problemlos auch für die Druckvorstufe nutzbar.
Der Alu IMac hat die vielgescholtene Glasscheibe vor dem Display. Er spiegelt aber eigentlich nur in ausgeschaltetem Zustand. Das Einstellen ist etwas mühsamer als beim Vorgänger, aber machbar. Ich habe zusätzlich für die Bildbearbeitung ein gut kalibriertes 20" TFT von Nec angeschlossen. Ich kann damit gut leben.
Das Arbeiten unter Tiger ist nach kurzer Umstellung einfach schön und ich frage mich immer öfter, warum ich mir all die Jahre Windows zugemutet habe.
Mit Bootcamp kann ich problemlos auch ein Windows starten für meine wenigen Anwendungen, die mit Tiger noch nicht funktionieren. Mit Parallels kann ich das Windows auch in einem eigenen Task bei laufendem Tiger nutzen.
Ein separater 24" Monitor für 800 bis 1500€ hat natürlich eine bessere Bildqualität als der 24" Imac. Das Preis- Leistungsverhältnis des Imac ist aber deutlich besser. Er ist nicht das Optimum für jeden Zweck, aber eine sehr gute Alternative.
Ein Mac Pro ist im Moment auch nicht wirklich erste Wahl, da kommen im nächsten Jahr neue CPUs und mit denen wird er sehr viel schneller. Solange würde ich noch warten, wenn es mehr als ein Imac sein muss. Oder bis dahin einen Imac kaufen, der danach immer noch als perfekter Zweitarbeitsplatz oder Media Center mit 1200x1920 Pixeln nutzbar ist.
Beim Mac gefällt mir, dass ich mich endlich nicht mehr um die hunderttausend Kompatibilitätsprobleme kümmern muss, die mich unter Windows immer wieder genervt haben. Wenn ein Windows System nach sehr vielen Stunden einmal perfekt abgestimmt ist und läuft, ist jedenfalls mit Photoshop kein großer Unterschied mehr zwischen Win und Mac zu sehen. Aber erst einmal hat man sehr viel Zeit verloren. Der Mac ist dagegen in kurzer Zeit ohne größere Benutzereingriffe perfekt eingerichtet. Selbst die Bootcamp Windows Installation läuft besser, als die Windows Installation auf PC Hardware. So gesehen ist die Apple Hardware auch ein besserer Windows PC

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Im Videobereich hat der Mac weiterhin deutliche Vorteile in Bezug auf Cameraerkennung, -Steuerung, Aufnahme, Bearbeitung, Workflow, Betriebssicherheit.
Gruß, Bernhard