Wahnsinn Braunkohle (Garzweiler)

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Es geht wohl mehr darum, wie alles gnadenlos der Profitgier geopfert wird.
Und zur Zeit in einer Geschwindigkeit die unreparable Schäden für die Nachwelt nach sich zieht.
Gab es früher verantwortliche Unternehmer gibt es heute nur noch profitgeile Aktionäre die alles in Kauf nehmen und sich jeglicher Moral entziehen um ihre jämmerlichen Geldhaufen zu vermehren.
Was nutzt den der Mamon, wenn man dafür auf dem Schwarzmarkt nur noch eine Flasche sauberes Wasser bekommt.
Aussterbende Tierarten, berstende Atommüllfässer in der Nordsee, versenkte Atomubote in den Nordmeeren, Lebensmittel die die Bezeichnung nicht wert sind - ich habe vielleicht noch einige Jahre aber unsere Kinder werden bald merken, das man allein von Spiel und Spass und Ausbeutung nicht überleben kann.
Ich jedenfalls habe NULL Verständnis für eine Wirtschaft die nur um eigene Aktionäre zu befriedigen über Leichen geht. Und für die speichelleckenden schönredenden Politiker/innen schon gar nicht.
 
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@ jazzmasterphoto
Lieber Sven,
ICH verstehe es schon !!!
denn es geht hier nicht um Kirche als Gebäude oder Bauwerk, sie ist halt zu dem Symbol für die Gegend geworden,
für diesen Profitgier-Wahn von RWE,
die Zerstörung von Landschaft,
Natur,
bäuerlichen Existenzen und Infrastruktur,
den Verlust von Heimat.

Der meiste Strom der dort produziert wird wird exportiert !
Da nützt auch das grüne Gewissen von RWE mit seinen Windrädern nicht viel.
Diese Kraftwerke die eben mit dieser Braukohle befeuert werden gehören zu den größten CO² Schleudern die es in Europa gibt

Alles mit dem Segen von oben, nein nicht dem himmischen Segen sondern dem Segen der jenigen Leute die in diesem Land die Zügel in der Hand halten oder sind es doch nur die Marionetten der Konzerne?

Wenn mich dieses Thema nicht so emotional mitnehmen würde hätte ich bestimmt nicht so viel Zeit darin investiert und euch dran teil haben zu lassen!

Wenn es dir am Pöpes vobei geht ist das dein Ding, mir geht es nicht am selbigen vorbei.

Heute mittag auf dem Heimweg hatte ich leider keine Zeit in Immerath an zu halten weil ich noch einen Termin hatte, um 13 Uhr in den Nachrichten kam aber eben der weiter von oben von mir verlinkte Beitrag als Meldung in den Nachrichten und ich habe applaudiernd im Auto gesessen und mich bei gefreut wie Bolle.
Ich wußte aber auch das dieses Gefühl nicht lange anhalten wird denn seit ca. 14 Uhr tut der Bagger dort seine Arbeit, trotzdem zolle ich den "letzten Aufständigen" meinen Respekt.


[MENTION=24311]Zorro[/MENTION]

Danke damit hast du alles wesentliche gesagt :up:
 
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Ich glaube, dass Du in Wirklichkeit sehr gut verstehst, Sven.

Es geht nicht um eine Kirche als Gebäude. Es geht nicht einmal so sehr um eine Kirche als Symbol des Glaubens.
Es geht, wie im Fall des Immerather Doms, darum, dass ein Gebäude zu einem Symbol für den Verlust von Heimat geworden ist.
Heimat! Das ist das, was uns prägt, was einen großen Teil unserer Identität ausmacht, was uns auch Halt und Sicherheit gibt, denn Heimat, das bedeutet auch Familie, Freunde, Vertrautes. Die Erinnerung an den ersten Gottesdienst, den man besuchte. An die Firmung. Vielleicht auch an die kirchliche Trauung, mit allen Freunden und Verwandten. Die Taufe des eigenen Kindes oder der eigenen Kinder. Und dann kommt der große Bagger und alles wird unwiederbringlich zerstört. Du hast vielleicht schon einmal davon gehört, dass Menschen, die Opfer von Wohnungseinbrüchen werden, weniger unter dem Verlust der geraubten Gegenstände leiden als vielmehr unter dem Eindruck, dass Fremde aus reiner Gier das Unterste nach oben gekehrt haben, die Privat- und Intimsphäre verletzt, durchwühlt und vielleicht sogar zerstört haben. So ähnlich müssen sich die Anwohner der "weggebaggerten" Ortschaften auch fühlen: es kommen Fremde, die ihnen die Heimat nehmen und sie dann aus reiner Profitgier - denn RWE ist nun einmal ein privatwirtschaftliches Unternehmen, welches nicht aus allgemeiner Menschenfreundlichkeit Strom zum Selbstkostenpreis generiert und verkauft, sondern mit Rückendeckung durch (und teilweise auch durch Verfilzung mit) der Politik ausschließlich an Gewinnen interessiert ist - von ihrem angestammten Fleckchen Erde vertreiben. Ob man dafür nun materiell entschädigt wird, dürfte dabei höchstens ein Trostpflaster sein. Und auch eine anschließende Renaturierung des Geländes kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das, was diese z. T. jahrhundertealten Kulturlandschaften ausmacht, endgültig dahin ist.

Ich war vor knapp zwei Jahren einmal in Immerath und natürlich am Tagebau Garzweiler, am sogen. Skywalk. Auch wenn mich große Maschinen eigentlich faszinieren, haben sie mich angesichts der ungeheuren Landschaftszerstörung, die bei diesen gigantischen Tagebaugebieten sichtbar wird, eher erschreckt. Und im Geisterstädtchen Immerath kam ich mir vor wie ein Aasgeier, wie ein Leichenfledderer, obwohl ich nichts anderes mitnahm als meine Fotos und meine persönlichen Eindrücke, die übrigens auch durch Gespräche mit einigen dort noch noch verbliebenen Anwohnern entstanden.

Da dies nicht mein Thread ist, weiß ich nicht, ob es OK wäre, wenn ich hier einige Fotos von Ende Februar 2016 zeige, vom mittlerweile vom Antlitz der Erde getilgten Ort Immerath.
 
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I

Da dies nicht mein Thread ist, weiß ich nicht, ob es OK wäre, wenn ich hier einige Fotos von Ende Februar 2016 zeige, vom mittlerweile vom Antlitz der Erde getilgten Ort Immerath.

Nur zu, nichts dagegen, mein OK hast du zumal du nicht der einzige (ausser mir) bist der schon seine Bilder beigsteuert hat.


Heute Mittag kurz nach 13 Uhr




 
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[MENTION=122463]Tom#2[/MENTION]: Vielen Dank für die freundliche Genehmigung. :up:


So sah es im Geisterstädtchen Immerath Ende Februar 2016 aus:



Der "Dom" St. Lambertus















Überall verlassene und gegen Eindringen gesicherte Häuser, z. T. schon große Freiflächen, Spuren der Abrissarbeiten und ein völlig verwahrloster Spielplatz. Insgesamt bot Immerath einen trostlosen Anblick. Besonders verbittert und empört waren die wenigen noch verbliebenen Anwohner über den "Krawall-Tourismus" von Nah und Fern, über Jugendliche, die besonders abends und an den Wochenenden dort einfielen wie einst die Barbarenhorden ins Römische Reich. Diese Randalierer machten sich einen "Spaß" daraus, in die leerstehenden Gebäude einzubrechen und dort alles kurz und klein zu schlagen, was noch vorhanden war: Fenster, Sanitärobjekte usw.
Ich selbst sah einige jüngere Männer, die mit ihren Fahrzeugen, aggressive Rap-Musik so laut aufgedreht, dass der Bass selbst durch die geschlossenen Scheiben aus ungefähr 30 m fast noch in den Ohren schmerzte, langsam immer wieder durch den Ort fuhren, offenbar Ausschau haltend nach "lohnenden" Objekten für "ein bisschen Spaß." Als sie merkten, dass ich sie unverhohlen fotografierte, waren sie ziemlich rasch verschwunden, und das sogar, ohne Stress zu machen, was aber auch daran gelegen haben mag, dass ich nicht alleine war, sondern in Begleitung von zwei Kollegen, die beide nicht so aussahen, als wäre mit ihnen im Streitfall sonderlich gut Kirschen essen...

Das Abendrot über Immerath erschien mir an dem Tag eher wie ein mit Blut getränktes Leichentuch:



Und was kommt an die Stelle des über 800 Jahre alten Ortes? Ein Tagebau, also ein riesiges tiefes Loch, wie hier am sogen. Skywalk von Garzweiler:





Man beachte den "kleinen" weißen Pickup links vor dem Schaufelradbagger!





Vom Skywalk aus kann man erkennen, wie tief diese gigantische offene Grube wirklich ist.​

Ehrlich gesagt hatte ich mir nie so richtig vorstellen können, was Tagebau eigentlich bedeutet, wenn er in derartigen Dimensionen wie im Rheinischen Braunkohlerevier betrieben wird. Seit ich es mit eigenen Augen gesehen habe, bin ich von der Notwendigkeit einer wie auch immer gearteten "Energiewende", also weg von fossilen Brennstoffen und Kernkraft hin zu erneuerbaren Energien, fester überzeugt denn je.
 
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Seit ich es mit eigenen Augen gesehen habe, bin ich von der Notwendigkeit einer wie auch immer gearteten "Energiewende", also weg von fossilen Brennstoffen und Kernkraft hin zu erneuerbaren Energien, fester überzeugt denn je.

Ich bin überzeugt, dass es noch keinen Königsweg gibt. Zu den sog. "erneuerbaren" Energieen nur mal folgende Seiten mit Links (mit Bildern) dazu lesen: Winkraftland Schleswig-Holstein und BI Hohe GeestDas Biogasdesaster mit Monokultur-Vermaisung der Landschaft kommt noch hinzu. Ich halte es im Moment - leider - noch für unmöglich, unseren Energiebedarf durch Wind, Wasser, Sonne und Biomasse decken zu können. Und auch diese Energiearten sind keine Heilsbringer.

Jede Form der Energieerzeugung hat Vorteile und Nachteile. Diese müssen gegeneinander abgewogen werden und es muss, wenn man sich aufgrund solche einer Abwägung gegen eine Energieart (wie z.B. die Atomkraft) entscheidet, nicht nur der Wegfall der damit verbundenen Nachteile, sondern auch der Wegfall der damit verbundenen Vorteile im Gesamtzusammenhang der Energieerzeugung betrachtet werden: Je weniger unterschiedlichen Formen der Energieerzeugung wir haben, umso stärkeres Gewicht bekommen die Nachteile der noch genutzten Energiearten.

Ich fürchte, dass wir es uns mittelfristig betrachtet nicht erlauben können, aus dem Braunkohle-Tagebau auszusteigen.
 
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Ne, schön zu gucken ist das nicht …

Der allgemeine und verdammt große Fehler
ist leider, die Kirchen erst zu profanieren
und dann ewig leer rumstehen zu lassen.
Da leidet man lange ziemlich unnötig.

Ich würde ja stets feierlichst profanieren
und gleich im Anschluß ebenso feierlich
sprengen – bumm und aus. Neustart.



 
Reaktionen: Kay
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Es geht nicht um die Kirche, Sven. DIR geht es vielleicht um die Kirche, den anderen geht es um die hemmungslose Zerstörung von Natur und Kultur zugunsten von partikularen Profitinteressen.

Das ist hier vielleicht besonders betrüblich - passiert aber auch anderswo :

Als meine Eltern "mein Elternhaus" bauen ließen, ließen die Nachbarn von demselben Architekten ein fast gleiches Haus bauen.
Die beiden Häuser bildeten - wenn auch auf getrennten Grundstücken - eine harmonische Einheit.

Der Nachbar verstarb, die Erben verkauften.

Das Erste, was der Neuerwerber machte : Abriss !

Es wurden zwei Doppelhäuser gebaut und mit Profit verkauft. Alles sah deutlich enger aus. Die "Harmonie" war flöten !

So isses - shit happens !

...

Der Stadtteil am Rande von Hamburg aus meiner Schulzeit gehört zu den sog. "Walddörfern".

Wo die alte Schmiede war, ist jetzt ein Supermarkt - Profit vor Harmonie !

Der bäuerlich geprägte Stadtteil von einst
hat jetzt den vom Kapital geprägten Einheitslook, könnte genauso in Bremen, oder Hannover sein.

Bei Euch ist das alles "viel schlimmer", aber das Prinzip ist gleich : Money makes the world go round - überall !
 
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Es geht nicht um die Kirche, Sven. DIR geht es vielleicht um die Kirche, den anderen geht es um die hemmungslose Zerstörung von Natur und Kultur zugunsten von partikularen Profitinteressen.

Das haben ihm nun, einschließlich Dir, drei Leute erklärt. Ich bin sicher, dass Sven das längst verstanden hat.


[MENTION=61]Christian B.[/MENTION] Ich bin mir durchaus bewusst, dass jede Form der Energiegewinnung - im Klugscheißer-Modus: Energie kann man nicht erzeugen, man kann sie nur von einer für Menschen nicht direkt nutzbaren Form in eine nutzbare Form überführen - ihre Nachteile hat. Aber leider sind die Nachteile im Fall der Braunkohle derartig groß, dass der Einsatz dieses fossilen Energieträgers eigentlich nicht mehr zu rechtfertigen ist. Die Klimabilanz ist verheerend, kein anderer Energieträger setzt soviel Dreck und CO2 frei wie Braunkohle, so das Bundesumweltamt in einer Studie von Dezember 2017, die davor warnt, dass Deutschland wohl hauptsächlich aufgrund der Kohleverstromung seine Klimaziele von 2020 verfehlen wird. Und auch das häufig vorgetragene Argument "Arbeitsplätze" hat seine Relevanz längst verloren, denn seit dem Beitritt der DDR zur BRD gibt es nur noch knapp 20.000 der ursprünglich mal 115.000 Arbeitsplätze in der Braunkohleindustrie, während die Zahl der Arbeitsplätze bei den regenerativen Energien inzwischen auf etwa 330.000 angestiegen ist, also auf mehr als 16 Mal so viele wie in der Braunkohle. Dazu kommen die ungeheuren Landschaftsschäden - und Schäden an der Landschaft bedeutet auch: Schäden an diversen Ökosystemen, und auch eine Renaturierung der Landschaft 20 oder 30 Jahre später ändert daran nichts - und die Zerstörung von Heimat. Allein die Tagebaugebiete Garzweiler I + II zerstören ein Gebiet von 66 Quadratkilometern. Dazu kommen noch die 45 Quadratkilometer des Tagebaugebiets Inden und die ca. 85 Quadratkilometer des Tagebaus Hambach. Zusammen mit den noch geplanten Tagebauten kommt da eine Fläche von weit mehr 200 Quadratkilometern zusammen, das entspricht etwa der Gesamtfläche von Städten wie Hannover oder Stuttgart inklusive sämtlicher Vororte und Außenbezirke. Man stelle sich also einfach mal vor, dort wo jetzt Hannover, Stuttgart oder, nur wenig größer, Essen oder Düsseldorf sind, befände sich ein bis zu 200 m tiefes Loch in der Erde, in dem riesige Maschinen langsam hin- und herführen. Was die davon betroffenen Menschen wohl dazu sagen würden?

Das Problem mit den regenerativen Energien ist hauptsächlich die Unberechenbarkeit von Wind und Sonne, dazu kommt, dass ausgedehnte Solarpanel-Felder und "Windspargel"-Parks ebenfalls die Landschaft erheblich beeinträchtigen, von den tausenden von Vögeln, die jedes Jahr von den Propellern der Windräder regelrecht geschreddert werden, ganz zu schweigen. Und man kann die so gewonnene Energie schlecht verteilen und nicht speichern, noch nicht, vor allem deshalb, weil man den Ausbau der entsprechenden Stromtrassen und den Bau von Speichern viel zu lange vernachlässigt hat und dieses Versäumnis leider nicht in kürzester Zeit nachholen kann. Das Thema Geothermie kommt in dem Zusammenhang in Deutschland leider viel zu kurz, dabei böte es eine gangbare Alternative, wie die Süddeutschen Zeitung im November 2017 berichtete. Selbstverständlich ist auch diese Technik nicht völlig ohne Risiken und Nebenwirkungen, aber im Vergleich zur Kohleverstromung oder gar zur Kernkraft erscheinen die möglichen Folgeschäden doch eher sehr überschaubar zu sein, während die Zuverlässigkeit sehr hoch ist und die zu gewinnende Energiemenge so groß, dass sie weit mehr abdecken kann als eine reine Grundlastsicherung.
 
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Moin,

das es auch anders geht zeigt die "Altenwerder Kirche" in Hamburg.

Altenwerder ist ein Hamburger Stadtteil im Bezirk Harburg. Das ehemalige Dorf wurde in den 1960er Jahren zum Hafenerweiterungsgebiet erklärt, ca. 2.500 Einwohner wohnten damals in dem Dorf. Zwischen 1973 und 1978 wurde eine Enteignung angekündigt, weshalb sich viele Menschen teilweise mit Entschädigung zum Umzug bewegen ließen. Die Einwohner wurden umgesiedelt; 1998 verließen die letzten Bewohner den Stadtteil.

Alles wurde abgerissen und das ganze Dorf ist weg.Von der alten Bebauung wurde nur die Altenwerder Kirche mit dem umgebenden Friedhof als Mahnmal übrig gelassen.

2003 wurde das lang geplante Containerterminal Altenwerder (CTA) in Betrieb genommen.

NDR-Video - Das verschwundene Dorf

So sieht es heute aus

Aktuell von gestern in der Mopo: Rettung-fuer-die-alte-kirche-ohne-dorf

Gruß
Thomas
 
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Ja, Altenwerder ist das sehr schön gelöst. So lebt das Dorf irgendwie noch weiter. Ich habe da mehrere Konzerte mit meinen Chören geben, und wir wurden von den ehemaligen Dorfbewohnern immer sehr liebevoll umsorgt. Die Donauwellen in Altenwerder sind bei uns noch immer Legende! Aber das kann man auch nicht vergleichen. In einem Hafengebiet kann man halt noch eine "Kirchenoase" stehen lassen, die als Konzertraum genutzt wird. In einem Braunkohletagebau geht das schlicht nicht.
 
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Zur Info !​
Von meiner Seite aus werden die Beiträge in diesem Tread dünner werden weil ich ab Ende Februar 2018 nicht mehr täglich dort vorbei komme auf meinem täglichen Pendelweg von & zur Arbeit.
Wenn es dann an die nächsten Dörfer geht wie z.B. Keyenberg noch weiter westlich versuche ich dabei zu sein
 
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Heute war ich nochmal in Immerath weil ich wissen wollte wie es dort mittlerweile aussieht.
Die Bagger werkeln fleißig weiter, die Häuser werden weniger, der große Bauernhof der gegenüber der Kirche stand ist auch weg.

Auf dieser Strasse gibt es immer noch den Bauern der Kartoffeln verkauft, sein Schild steht immer noch am Hoftor. Mit der Bäuerin habe ich mich seiner Zeit mal unterhalten und von ihr kam der Satz: " Wie willst du einen Bauern umsiedeln wenn er kein neues Land findet"


Dort wo die Kirche war finden archäolgische Ausgrabungen statt, dort liegt wohl mehr als vermutet








Die Friedhofskapelle steht auch noch und es gibt noch einige Gräber auf dem Friedhof







Bis das Dörfchen komplett weg ist wird es wohl noch einge Zeit dauern denn vorher muß noch die Autobahn (A61) umgelegt werden, im Dreieck Jackerath wird mehr oder wenig fleissig gebaut um den Anschluß für die Umlegung fertig zu stellen.
 
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Danke, dass Du dokumentarisch dranbleibst, Tom! Der Hintergrund der archäologischen Ausgrabungen interessiert mich sehr. Weißt Du evtl. mehr darüber?
 
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Danke, dass Du dokumentarisch dranbleibst, Tom! Der Hintergrund der archäologischen Ausgrabungen interessiert mich sehr. Weißt Du evtl. mehr darüber?

Nein noch nicht, im Netz habe ich bisher nichts gefunden aber ich bleibe dran weil es mich auch interessiert, für mich sieht es so aus als wäre die Kirche seinerzeit auf Fundamenten einer noch älteren Kirche gebaut worden.
 
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Nein noch nicht, im Netz habe ich bisher nichts gefunden aber ich bleibe dran weil es mich auch interessiert, für mich sieht es so aus als wäre die Kirche seinerzeit auf Fundamenten einer noch älteren Kirche gebaut worden.

Ja, das war auch mein erster Gedanke. Der Immerather Dom wurde ja 1888 neu gebaut und Wikipedia meint dazu


Es wäre nicht ungewöhnlich, würde man darunter noch Überbleibsel einer noch älteren Kirche finden. Ich hoffe, es gibt genügend Zeit, das herauszufinden.
 
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Update
die Bagger kratzen mittlerweile schon fast an der A61
dieses Bild ist von Mitte Juni 2018



und seit dem letzen Wochenende ist das Teilstück der Autobahn fertig, die Bahn in Richtung MG führt jetzt auf der anderen Seite des "großen Lochs" vorbei.
Es war schon sehr befremdlich als ich heute morgen gegen 10:30 Uhr in Richtung Kerpen gefahren bin und mir kein Fahrzeug entgegen kam weil eben der Gegenverkehr schon über das neue Teilstück rollt.

Hier meine erste Tour über das neue Teilstück gestern Abend



Edit, ich habe das Video heute nochmal neu gemacht und die 8:30 Minuten Tour in einen Zeitraffer von 2:30 Minuten gepackt
Also nicht wundern das es so rasant zugeht
 
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