Auf der Bootsfahrt in Ganvie habe ich von der aufspritzenden Gischt Wassertropfen ins Gesicht und in den Mund bekommen.
Ausspucken hat anscheinend nicht gereicht.
Daher habe ich in der Nacht mit der Sanitärkeramik einen Belastungstest gemacht.
Folglich bin ich an diesen Reisetag nicht so ganz gut drauf.
Wir fahren nach Oidah und besuchen den Voodoo Python Tempel.
Der Python wird im Voodoo verehrt.
#262
Neben mehreren Fetischen und Opferstätten, die mit Mehl, Federn und Palmwein verziert sind und den passenden Geruch verteilen, gibt es ein kleines Haus.
In der Mitte ist eine „Schlangengrube“, die man über ein paar Stufen erreichen kann.
Der Raum ist extrem dunkel. Aber ich hatte glücklicherweise einen Blitz mitgenommen und entfesselt geblitzt.
Ca. 50 Pythons liegen zusammengerollt und ineinander verschlungene in der Grube.
Ich bin da runtergestiegen. Habe mich sogar auf den Boden gelegt, um eine bessere Perspektive zu haben.
Kaum hatte ich mich etwas mit den Motiven angefreundet drängelt unsere Reiseleiterin zum Aufbruch.
Mein Hals war dann so dick, dass mir gleich zwei Pythons umgehangen wurden.
Aber es ist mir kein Bild gelungen, das mir richtig gefällt.
#263
Auch Pythons lieben Nikon.
#264
Anschließend ging es zum alten Fort mit dem historischen Museum.
Innen durfte man nicht fotografieren.
Aber es war auch kein interessantes Fotomotiv drin.
#265
Die nächste Station war der Sklavenmarkt.
Wir sind dann die Stationen abgelaufen, die die Menschen zurücklegen mussten.
Dabei musste auch der Baum des Vergessens mehrfach umrundet werden, um die Heimat zu vergessen.
Am Strand wurden die Sklaven dann auf Schiffe verladen und nach Amerika transportiert.
An der Stelle steht seit 1990 ein Denkmal, das Tor ohne Wiederkehr.
#266
Dann geht es wieder zurück zum Hotel in Grand Popo und der Fototag ist zu Ende.
Es ist das einzige Mal auf dieser Reise, das wir auf zwei aufeinanderfolgenden Nächten im gleichen Hotel sind.