Vergleichstest von: Zeiss Otus, Sigma 50 Art, Nikkor 58G, Nikkor 50/1.4G und 50/1.8G

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FlowtographyBerlin

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Hallo Forum,

ich habe einen Vergleichstest gemacht von folgenden Linsen:

  • Zeiss Otus 55mm/1.4,
  • Sigma 50mm/1.4 Art,
  • Nikkor 58mm/1.4G,
  • Nikkor 50mm/1.4G
  • Nikkor 50mm/1.8G

Das Besondere ist, daß es A/B-Slider gibt, mit denen man die Resultate eines gleichen Motivs direkt miteinander vergleichen kann, Schärfe, Bokeh etc. Außerdem gibt's "normale" Bildmotive und keine Ich-setz-mich-mal-an-meinen-unordentlichen-Schreibtisch-und-knips-in-die-Ecke" Motive. ;-)

Ist auf Englisch, aber die meisten können das ja: Klickt Ihr hier.

Viel Spaß,
Flow
 
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Eben. Die Diskussion ist ja auch eigentlich eher an anderen Dingen entbrannt, wie z.B. der tatsächlichen Leistung des 58ers und der 'plain joke'-Aussage, oder der 'Künstlichkeit' des Sigma bzw. der 'Magie' des Nikkors (also die Wahl zwischen 'scharf' und 'schön'). Es geht dabei ja gerade nicht um absolute Zahlen und ob die eine Optik nun tatsächlich ein bißchen besser, oder schlechter ist.

Was der Test aber ganz gut veranschaulicht, ist welche Relevanz die Messergebnisse und Testcharts an reelen Motiven haben. Oft genug wird Testcharts und Messergebnissen ja eine praktische Relevanz abgesprochen und behauptet man würde die Unterschiede auf Bildern gar nicht sehen, oder das sei nur was für Pixelpeeper, Theoretiker und Labormäuse. Dieser Vergleich ist ein wunderbares Beispiel dafür, wo tatsächlich die Unterschiede verschiedener Optiken liegen. Bei der Interpretation muss man dem Autor ja nicht umbedingt folgen.

VG
 
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Aber das ist so fast schon vorprogrammiert, wenn der Test auf Beispielbildern und nicht Testcharts mit MTF Kurven basiert. Der Mensch interpretiert sonst seine (meist festgefahrene) Meinung in alles hinein.

Das trifft in dieser Verallgemeinerung nicht zu:

Bei einem auf der Basis naturwissenschaftlich fundierter Methodologie durchgeführten psychophysischen Experiment zum Thema Bildqualität, das sich auf die subjektive Wahrnehmung von Versuchspersonen stützt (im Unterschied zu: auf "Testcharts mit MTF Kurven"), kann ein Hineininterpretieren vorgefasster Meinungen selbstverständlich durch entsprechende Vorgehensweisen vermieden werden. An Forschungsinstituten mit Abteilungen für Psychophysik (Audio: Psychoakustik) wie Fraunhofer etc. ist das Alltag. Dort wird zum Beispiel die methodisch korrekte psychophysische Bewertung der sich bei einer Kompression von Bild- oder Audiodateien ergebenden Bild- und Tonqualität selbstverständlich nicht dadurch vereitelt, dass die beteiligten Versuchspersonen ihre vorgefassten Meinungen in alles hineininterpretieren. Schon die allgemeine Akzeptanz der zum Beispiel bei der allgegenwärtigen Anwendung von MPEG und JPEG Codecs resultierenden Bild- und Tonqualität belegt die Validität der Methoden ihrer psychophysischen Evaluierung in aus meiner Sicht hinreichendem Maße. Auch sei in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass die gesammte Photometrie auf dem mit den Methoden des Psychophysik ermittelten Zusammenhang (V-Lambda-Kurve ) zwischen radiometrischen Größen (z. B. Strahldichte) und photometrischen Größen (z. B. Leuchtdichte) basiert. Und meines Wissens funktionieren zum Beispiel die auf diesen Ergebnissen der Psychophysik basierenden Belichtungsmesser vom Grundsatz her zur allgemeinen Zufriedenheit.

Ein Beispiel dafür, wie bei solchen psychophysischen Experimenten zum Thema Bildqualität ein Hineininterpretieren vorgefasster Meinungen bereits im methodischen Ansatz vermieden wird:

3.5
image quality

impression of the overall merit or excellence of an image, as perceived by an observer neither associated with the act of photography, nor closely involved with the subject matter depicted.

Note 1 to entry: The purpose of defining image quality in terms of third-party (uninvolved) observers is to eliminate sources of variability that arise from more idiosyncratic aspects of image perception and pertain to attributes outside the control of imaging system designers. (Hervorhebungen: Pesch)

Quelle (3.5): https://www.iso.org/obp/ui/#iso:std:iso:20462:-1:ed-1:v1:en

Und vom Grundsatz her könnten natürlich auch solche im Internet mit einem rein informativen Anspruch (im Unterschied zu: einem wissenschaftlichen Anspruch) gezeigten Vergleichsbilder - wie zum Beispiel die von FlowtograpyBerlin - zumindest in einer Art von Blindtest angeboten werden, also vom Prinzip her so, wie zum Beispiel die Bilder in diesem hier verlinkten Test.

Wird eine solche "Blindtest-Option" hingegen nicht angeboten, dann ist es natürlich in der Tat "fast schon vorprogrammiert" - wie falconeye also für diesen Fall völlig korrekt festhält, dass in die gezeigten Bilder dann einfach nur bereits vorgefasste Meinungen hineininterpretiert werden. Und in diesem Fall haben sie folglich natürlich auch nur wenig Informationswert - es sein denn, man hielte eine solche - wenn auch unbewusst - selbstfabrizierte Bestätigung einer bereits vorgefassten Meinung für informativ. Und die Hoffnung, dass man selbst ganz persönlich natürlich keinesfalls zum Hineininterpretieren bereits vorgefasster Meinungen neige, sondern selbstverständlich ein ganz objektiver Beobachter sei, könnte nach den mir bekannten diesbezüglichen Forschungsergebnissen eine trügerische Hoffnung sein: http://www.sueddeutsche.de/wissen/w...eicht-lassen-wir-uns-manipulieren-1.1407348-2
 
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Mein Dank gilt allen die sich hier mit mehr oder weniger starkem Engagement an der oder den Diskussionen beteiligt haben. Ich hatte gehofft hier eine Entscheidungshilfe auf der Suche nach einem neuen 50mm F1:1,4 Objektiv zu bekommen, da mir mein Nikkor 50mm 1,4 D für meine D800 zu alt erschien. Nach der Erkenntnis aus diesem Forum bleibe ich jetzt zunächst bei dem Alten und mache mit den übrigen Geldern ein paar zusätzliche Tage Urlaub.
VG
HaJü


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:D
Mein Dank gilt allen die sich hier mit mehr oder weniger starkem Engagement an der oder den Diskussionen beteiligt haben. Ich hatte gehofft hier eine Entscheidungshilfe auf der Suche nach einem neuen 50mm F1:1,4 Objektiv zu bekommen, da mir mein Nikkor 50mm 1,4 D für meine D800 zu alt erschien. Nach der Erkenntnis aus diesem Forum bleibe ich jetzt zunächst bei dem Alten und mache mit den übrigen Geldern ein paar zusätzliche Tage Urlaub.
VG
HaJü

UOTE]

Hallo HaJü,
auch wenn Du Dich verabschiedet hast aus diesem Threat, hier meine ganz ganz persönliche Empfehlung zu Deiner Fragestellung:

Nimm das Sigma, wenn Du ein Top-Objektiv mit 50mm/1.4 für Deine 800er suchst, und nicht mehr als die rund 900 Euro dafür ausgeben willst/kannst. Dann hast Du das Beste was es für dieses Geld bekommst, und m.E. keinen Nachteil gegenüber dem Nikon 58, eher im Gegenteil.

Nimm das Otus, wenn Du das Geld hast, und Dir das manuelle Fokussieren, dass hier wirklich eine Herausforderung ist, nichts ausmacht. Dann wirst Du diese Wahl garantiert nicht bereuen und hast maximale Qualität.

Habe beide Objektive an D800 und D810 ausführlich genutzt.

Das Nikon würde ich Dir empfehlen wenn es für Dich wichtig ist, alles von Nikon zu haben und Du bei Sigma immer das heimliche Gefühl hättest, zweite Wahl zu kaufen, und Du vielleicht sogar denkst, dass Du den Sigma-Kauf vor anderen rechtfertigen müsstest. Das wäre also mehr eine Gefühls- und Image Entscheidung, die aber auch richtig ist, wenn Sie Deinem Empfinden entspricht.
Und ganz klar: wenn Du einmal das Sigma oder das Otus probiert hast, wird Dir die Freude am "normalen" Nikon 50/1.4 G definitiv schlagartig vergehen. Meines habe ich sofort verkauft.
Gruß
Udo
 
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... kann in dem Review jeder einen A/B-Vergleich machen und sein eigenes Urteil fällen, das ist der Witz an der Sache.

Wenn der beabsichtigte "Witz an der Sache" also der sein soll, eine Gelegenheit zu einer möglichst vorurteilsfreien Meinungsbildung zu bieten, dann ist der hier diskutierte Test dazu aus den folgenden Gründen ungeeignet:

Wenn ein Test eine Gelegenheit zu einer möglichst vorurteilsfreien Meinungsbildung bieten soll, dann gilt es bekanntlich geradezu als "Todsünde", wenn die Testleitung schon bereits vor oder noch während der Meinungsbildung – also nicht erst nachdem sie bereits vollständig abgeschlossen ist - Informationen dazu gibt

  • welches Produkt gerade bewertet wird (Marke, Modell, Preis etc.)

  • wie das gerade bewertete Produkt von der Testleitung bewertet wird.
Und beide dieser "Todsünden" begeht der hier diskutierte Objektivtest. Zur Bildung einer unvoreingenommen eigenen Meinung ist er also ungeeignet, und der beabsichtigte "Witz an der Sache" wird daher verfehlt.

Damit der beabsichtigte "Witz an der Sache" - also eine Gelegenheit zur Bildung einer möglichst vorurteilsfreien eigenen Meinung - nicht verfehlt wird, müsste also der Testablauf zumindest in den folgenden Hinsichten ein anderer sein:

  • Jeder Betrachter bewertet zunächst – zum Beispiel in einer entsprechenden Eingabemaske - alle gezeigten Bilder in allen Kategorien (Schärfe, Bokeh etc.) - zum Beispiel durch die Vergabe einer Schulnote oder einer Punktzahl, durch ein Einordnen in eine Rangfolge, etc.. Erst nachdem ein Betrachter seine persönliche Bewertung vollständig abgeschlossen hat, erhält er dann die Information, welches Bild mit welchem Objektiv aufgenommen wurde. Das Prinzip verdeutlicht zum Beispiel dieser hier verlinkte Test.

  • Bevor ein Betrachter seine persönliche Bewertung vollständig abgeschlossen hat, erhält er keine Informationen dazu, wie FlowtographyBerlin selbst die gezeigten Bilder bewertet, beziehungsweise die Objektive, mit denen sie aufgenommen wurden.
 
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ja lieber pesch, dann stell doch mal einen Test auf die Beine, wie du das machen würdest. Ich finde das gut mit dem Schieber, das hat es noch nie gegeben. Ich weiß nicht was da schlecht daran sein könnte.

wir würden dann Deinen Test mit dem Test von Flow vergleichen, und testen.

Test the Test! :)
 
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Vor allem würde, wenn offensichtlich/wahrscheinlich ist, dass das verwendete Testobjekt qualitativ vom zu erwartetenden Standard abweicht, dieses austauscht werden.

gefallen auch die Sigma Aufnahmen besser, vor allem natürlich wegen der schönen Farben

Nur leider (Gott sei Dank) sieht meine Katze nicht so aus.

Nach der Erkenntnis aus diesem Forum bleibe ich jetzt zunächst bei dem Alten und mache mit den übrigen Geldern ein paar zusätzliche Tage Urlaub.

Grundsätzlich und das kann ich dir mit Sicherheit sagen, gibt es bei dem Thema auch nicht den "Stein der Weisen". Wenn AF gewünscht ist beschränken sich die Spitzenkandiaten. Auf das SIGMA Art und das 58'er NIKON.

Das Sigma ist:
- scharf,
- hat wenig Objektivfehler
- und kostet 1/3 weniger
- hochwertig in der Verarbeitung und Material
- hat einen superschnellen AF

ist dafür
- schwer
- groß
- hat ein unschönes Bokeh (Achtung subjektiv)
- hat eine gewissen künstlerische Freiheit in der Farbbalance (Art :eek:)
- der AF ist nicht so treffsicher wie beim Nikon (zumindest bei meinem Exemplar)


Das Nikon hat:
- ein tolles Bokeh (Achtung subjektiv)
- unter bestimmten Aufnahmesituationen eine tolle räumliche Wirkung
- ist leicht
- guter AF
- natürliche Farbwiedergabe
- tolle Brennweite

ist dafür
- teuer
- aus Plastik
- der Lenshood ist überdimensioniert
- nicht so scharf wie der Wettbewerber

Du siehst eine Kombination wäre grundsäzlich gut, wobei starke Kontraste und eine höhere Schärfe IMO zwangsweise die Bokeh Qualität leiden lassen sollten.

Meine persönliche Empfehlung. Nimm dir Flickr und ko, und schau dir Bilder an die da veröffentlicht werden. Du hast dann zwar keinen direkten Vergleich aber, und das hat mir letztlich zu einer Entscheidung verholfen, bekommst einen Eindruck der charakteristik der Objektive und du kannst am Ende das wählen welches die für dich besseren Resultate erzeugt.

Außerdem bekommt noch gratis die ein oder andere Inspiration, wofür wir den Kokolores hier veranstalten, für die Fotografie. :cool:
 
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Ich weiß nicht was da schlecht daran sein könnte.
In meinem Beitrag #206 habe ich den hier diskutierten Test an seinem eigenen von FlowtographyBerlin selbst ausdrücklich formulierten Anspruch ("das ist der Witz an der Sache") gemessen, eine Gelegenheit zu einer unvoreingenommenen Meinungsbildung bieten zu wollen, und darauf hingeweisen, dass der hier diskutierte Test diesem eigenen Anspruch aus den in meinem Beitrag #206 erläuterten Gründen nicht gerecht wird.

Weiter habe ich dann darauf hingewisen, dass FlowtograpyBerlin also - falls ihm meine Erläuterungen dazu einleuchten sollten - entweder diesen Anspruch fallen lassen, oder den Testablauf in zumindest den von mir in meinem Beitrag #206 erläuterten Hinsichten ändern müsse. Welche dieser beiden Alternativen FlowtographyBerlin letztlich vorzieht, ist natürlich alleine die Sache von FlowtographyBerlin. Und wenn FlowtographyBerlin meine diesbezüglichen Argumente in meinem Beitrag #206 nicht einleuchten, dann kann er ja auch einfach an dem von mir erläuterten Widerspruch zwischen seinem Zweck (vorurteilsfreie Meinungsbildung) und dem von ihm eingesetzten Mittel (kein Blindtest) festhalten.

Die Schieberegler könnte man übrigens vom Grundsatz her ja auch durchaus bei einem Blindtest beibehalten. Dazu müssten ja lediglich die konkreten Objektivbezeichnungen durch "anonymisierte" (Objektiv A, B, C, ... - oder wie auch immer) ersetzt werden.

Deine Auffassung, dass man zum Beispiel den Nachbarn bei seiner Gartenarbeit nur dann darauf hinweisen darf, dass ein Schraubenzieher zum Fällen seines Apfelbaums ungeeignetet ist, wenn man dazu bereit ist, dann auch selbst helfend zu Säge und Beil zu greifen, teile ich nicht.
 
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Hallo HaJü,
auch wenn Du Dich verabschiedet hast aus diesem Threat, hier meine ganz ganz persönliche Empfehlung zu Deiner Fragestellung:

Nimm das Sigma, wenn Du ein Top-Objektiv mit 50mm/1.4 für Deine 800er suchst, und nicht mehr als die rund 900 Euro dafür ausgeben willst/kannst. Dann hast Du das Beste was es für dieses Geld bekommst, und m.E. keinen Nachteil gegenüber dem Nikon 58, eher im Gegenteil.

Nimm das Otus, wenn Du das Geld hast, und Dir das manuelle Fokussieren, dass hier wirklich eine Herausforderung ist, nichts ausmacht. Dann wirst Du diese Wahl garantiert nicht bereuen und hast maximale Qualität.

Habe beide Objektive an D800 und D810 ausführlich genutzt.

Das Nikon würde ich Dir empfehlen wenn es für Dich wichtig ist, alles von Nikon zu haben und Du bei Sigma immer das heimliche Gefühl hättest, zweite Wahl zu kaufen, und Du vielleicht sogar denkst, dass Du den Sigma-Kauf vor anderen rechtfertigen müsstest. Das wäre also mehr eine Gefühls- und Image Entscheidung, die aber auch richtig ist, wenn Sie Deinem Empfinden entspricht.
Und ganz klar: wenn Du einmal das Sigma oder das Otus probiert hast, wird Dir die Freude am "normalen" Nikon 50/1.4 G definitiv schlagartig vergehen. Meines habe ich sofort verkauft.
Gruß
Udo

Hallo Udo,

vielen Dank für Deine interessanten Ausführungen. Ich werde es mir nochmal überlegen und mir das Sigma zum Testen ausleihen. Was mich allerdings etwas stört bei diesem Objektiv, ist die scheinbare Problematik mit dem Fokussieren. Das Otus scheidet für mich aus, da es mir einfach zu teuer ist. Im Übrigen habe ich nicht das Nikkor 1,4G sondern das 1,4D, welches in einigen Tests besser abgeschnitten als das G.

VG
HaJü
 
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@ HaJü

Es gibt kein Problem beim Fokussieren mit dem Sigma. Hab' gestern Abend spaßeshalber unter schlechten Lichtverhältnissen Bilder gemacht und der Fokus war immer dort, wo er sein sollte. Bin gerade unterwegs, kann Dir aber gerne heute Abend mal ein Beispiel posten. Ich kann nur jedem raten es selber mal auszuprobieren.

Ich denke bei der ganzen Bokeh Diskussion verlieren einige das Wesentliche aus den Augen. Nämlich was einem wirklich wichtig ist. Ich kann da zwar nur für mich sprechen, aber die minimalen Unterschiede die sich in den Unschärfen ergeben, haben mich bei keinem Motiv gestört, oder wären mir irgendwie unangenehm aufgefallen (keine Spur von Künstlichkeit). Mangelnde Schärfe an den Stellen, wo es eigentlich scharf sein sollte, stört aber gewalltig. Und das nicht nur, weil die Bildteile die im Fokus liegen, in der Regel auch die wichtigeren sind. Für mich sind die 'neuen' 50er einfach nur genial gut.

VG
 
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Wenn der beabsichtigte "Witz an der Sache" also der sein soll, eine Gelegenheit zu einer möglichst vorurteilsfreien Meinungsbildung zu bieten, dann ist der hier diskutierte Test dazu aus den folgenden Gründen ungeeignet:...

Huch, Du findest meinen Test nicht gut? Jetzt auf einmal?

Ok, jetzt hast Du ein paar Gründe aufgezählt. Aber könntest Du das bitte noch einmal ausführlicher erläutern, ich (und ich glaube die meisten anderen) habe das noch nicht ganz verstanden, warum, also was konkret Dir nicht zusagt.

Auch gut wäre, wenn Du mir ein paar Referenzen auf Richtlinien und einzuhaltende Normen sagen könntest. Vielleicht kannst Du dazu auch noch diverse Quellen verlinken, die diese Richtlinien zitieren. Vielleicht hat auch die OECD was dazu?

Richtig gut wäre jedenfalls, wenn Du noch Kriterien aufführen könntest, die man nur im Labor einhalten kann und die mit Fotografie in der Praxis nichts zu tun haben, hier einfach mal ein paar Bilder machen, so funktioniert das nicht. Ob und wie man etwas sehen kann, das ist nämlich alles subjektiv! Und nicht objektiv. Und es geht bei diesem Test ja um Objektive! Wen kümmert es da, was man auf dem Bild sehen kann, das ist ja nur das was jeder einzelne sieht, und das zählt nicht.

Das mit der Kritik am Witz dagegen habe ich verstanden, glaube ich: Stimmt schon, witzig ist nicht. Es ist vieles traurig an den Ergebnissen. Aber auch das ist schon wieder subjektiv, obwohl wie gesagt ja eigentlich ein Test von Objektiven, das ist aber auch ein blödes Dilemma.

Dasselbe Dilemma habe ich mit diesem "ISO"-Zeug, was ja "gleich" heißt. Gleich, bei den Unterschieden in der Performance der Subj- äh Objektive? Wie soll man das alles nur unter einen Hut bekommen? Obwohl, vielleicht klappt das ja, indem ich keine Bilder mache, sondern die Bogensekunden im Betrachtungswinkel teste, im Labor meine ich. Und die Kommentare weglassen. Also: Bilder weglassen, Kommentare weglassen. Und vielleicht die Objektive auch. Dann müßte es passen, daß alles halbwegs gleich ist. Aber vielleicht ist das auch Quatsch, und man müßte es ganz anders machen.

Wie gesagt, es wäre wirklich gut, wenn Du das noch einmal genauer, also noch viel detaillierter ausführen könntest.

Und, wo ich gerade mal dabei bin, Dir zu antworten, noch eine private Frage, so aus Interesse: Machst Du eigentlich auch ab und zu Fotos?

Danke, Pesch!
 
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Aber könntest Du das bitte noch einmal ausführlicher erläutern, ich (und ich glaube die meisten anderen) habe das noch nicht ganz verstanden, warum, also was konkret Dir nicht zusagt.
Wenn Du - neben den ja wahrscheinlich rein rhetorischen Fragen aus Deinem oben zitierten Beitrag #212 - konkrete Verständnisfragen zu meinem Beitrag #206 haben solltest, dann stelle sie einfach, und ich werde mich dann gerne bemühen, sie bei nächster Gelegenheit zu beantworten.
 
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[MENTION=8388]Flow[/MENTION] so ma ganz ehrlich ich finde deinen Test grundlegend wirklich gut, wenn du dich halt nicht selbst bzw. deinen Test unglaubwürdig machen würdest.

Konkret geht es darum das DEIN Testobjekt sprich das 58 offensichtlich defekt oder dejustiert ist und du trotz des Wissens um diesen Faktes dein Testergebnis nicht in Frage stellst und gegebenfalls mit funktionierenden Gerät wiederholst.

Diese offensichtliche Befangenheit unterstreichst du zusätzlich mit Aussagen wie:

Just to give you an idea what league we’re talking about here, click next for a comparison of the Sigma and the horrible Nikkor 58/1.4G.

Usable results start only at f/2.8 – which is unfortunately exactly the point where the bokeh starts looking the same as that of the other Nikkors.

The Nikon 58/1.4G is a joke

All das macht den Test unglaubwürdig und das finde ich schade, weil es deinen geleisteten Aufwand zu nichte macht.
 
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[MENTION=104143]rico77[/MENTION]: Ich meinte aber jetzt spezifisch den Pesch, weil der mich so überrascht hat... Hoffentlich nimmt er sich die Zeit, das noch mal detaillierter auszuführen und noch mal genau zu erklären.

Edit: Jetzt hat er schon geantwortet, hatte ich ganz übersehen. Also [MENTION=72609]Pesch[/MENTION]: Schade daß Du so wortkarg bist. Also, wenn ich mir eine konkrete Frage aussuchen darf, dann nehme ich die letzte aus meinem Post oben. Ich würde so gerne mal ein paar Bilder von Dir anschauen. Vielleicht magst Du mal einen Link posten?

So, und zu Dir und Deinen Beschwerden, Rico:

[MENTION=8388]Flow[/MENTION] so ma ganz ehrlich ich finde deinen Test grundlegend wirklich gut, wenn du dich halt nicht selbst bzw. deinen Test unglaubwürdig machen würdest.

Konkret geht es darum das DEIN Testobjekt sprich das 58 offensichtlich defekt oder dejustiert ist und du trotz des Wissens um diesen Faktes dein Testergebnis nicht in Frage stellst und gegebenfalls mit funktionierenden Gerät wiederholst.

Ok, ein letztes, wirklich allerletztes Mal, denn es ist so anstrengend, immer wieder das gleiche schreiben zu müssen. Aber weil Du's bist:
Das Ding ist nicht offensichtlich dejustiert gewesen. Du findest im Netz hunderte Bilder, die genau das bestätigen, und ich finde in meinem Umfeld mehrere Kollegen (worldwide), die das Ding mit genau den gleichen Ergebnissen so getestet haben. Hatte ich eine Gurke erwischt? Mag sein. Nur wenn das eine Gurke war, sind ziemlich viele Gurken im Umlauf. Und wenn die QC bei einem 1600-Euro-Objektiv so schlecht ist, daß so viele Gurken in Umlauf sind, dann sollte mein Ergebnis mit in den Pool der Stichproben.

Wenn Du einen solchen Test wiederholen möchtest: Gerne.

Diese offensichtliche Befangenheit unterstreichst du zusätzlich mit Aussagen wie: […] All das macht den Test unglaubwürdig und das finde ich schade, weil es deinen geleisteten Aufwand zu nichte macht.

Du verwechselst da Deine eigene Befangenheit (=ich muß das 58G toll finden) mit etwas ganz anderem: Meine Aussagen, die Du da zitierst, das ist keine Befangenheit, das sind URTEILE. Und zwar keine VOR-Urteile (das wäre Befangenheit), sondern NACH-Urteile. Verstehste, ich hab das Ding getestet, und mir die Ergebnisse angeschaut, und das ist mein Urteil. Das ist zwar blöd, wenn man ein Testergebnis dann nicht so toll findet, aber so läuft das nun mal. Jetzt könntest Du sagen, tja das ist ja total subjektiv. Richtig, und glücklicherweise steht es Dir dann völlig frei, Dir die Grundlage meiner Urteile einfach anzuschauen und Dir Dein eigenes Urteil zu bilden. Das Einzige, was da unglaubwürdig ist, ist die Abbildungsleistung des getesteten Objektivs.

Und wer nach dem Lesen eines Satzes wie "Das Objektiv ist ein Witz" nicht mehr klar sehen kann und deshalb z.B. die CA und Verschwommenheit nicht mehr erkennen kann, weil seine Sinne so getrübt sind durch das Lesen meines Kommentars, der hat in der Fotografie vielleicht nicht seinen allerbesten Platz gefunden.
 
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Ich würde so gerne mal ein paar Bilder von Dir anschauen. Vielleicht magst Du mal einen Link posten?

Nein. Solltest Du jedoch ernst gemeinte konkrete Fragen (im Unterschied zu: rhetorische Fragen) zu einem meiner Beiträge hier- zum Beispiel #206 - haben, dann beantworte ich sie selbstverständlich gerne.
 
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Du verwechselst da Deine eigene Befangenheit (=ich muß das 58G toll finden) mit etwas ganz anderem

Ohh nein, das ist so nicht ganz richtig. Ich mag das 58G und ich kenne auch seine Schwächen. Es ist zweifelsfrei nicht das schärfste seiner Gattung, aber wenn ein Objektiv, dass laut DxO 18!! MP unbrauchbar unter f/2.8 ist, dann frage ich mich besorgt, was Leute ohne Zeiss Outs und Sigma Art machen? Fotografie kann es wohl nicht sein.

Ich finde auch das Sigma toll und würde mich ebenfalls darüber aufregen, wenn jemand so etwas zu diesem Objektiv schreiben würde, weil es schlicht falsche wäre.
Es hat zwar schwächen im Bokeh besticht dafür durch Schärfe.

Meine beiden Lieblinge sind das 58'er und das 35 Art (sehr ähnlich zum 50er) beide sind am Ende toll für ihren Zweck.

Laut deinem Test kann man mit dem 58'er kein scharfes Bild machen und das ist schlicht Bullshit, ich hab sogar ein Beispiel in dem Test hier gepostet, mit dem Resultat dass die Leute die deinen Test gelesen haben und jetzt fest der Überzeugung sind, "mit dem 58'er kann man kein scharfes Bild machen" schon so durcheinander sind, dass das gepostet Bild nach- und überschärft sein muss.

https://www.flickr.com/photos/enrico-heller/14821950389/in/set-72157646707636036

Laut deinen Test ist zwischen den Bokehs der beiden Objektive quasi kein Unterschied. Was auch schlicht falsch ist. Allein wegen der härten Kontrastkanten (höhere Schärfeeindruck) wirkt das Bokeh viel unruhiger.
Sehr deutlich kann man das auf diesen auch bereits geposteten Beispielen sehen (Tischdecke unten rechts)



Was man an den Bildern noch sieht, dass eine deutliche Farbverschiebung beim Sigma da ist und dass der Schärfevorteil in eine Vollbildansicht (27") quasi nicht sichtbar ist.

Nur wenn das eine Gurke war, sind ziemlich viele Gurken im Umlauf. Und wenn die QC bei einem 1600-Euro-Objektiv so schlecht ist, daß so viele Gurken in Umlauf sind, dann sollte mein Ergebnis mit in den Pool der Stichproben

Das kann ich leider nicht beurteilen, ich hatte zwei hier und beide arbeiteten einwandfrei. Wenn ich nur "Glück" gehabt haben soll, dann wäre dies wirklich schlecht.

Was ich mit meiner Kritik ausdrücken will ist das ich dein Ergebnis für nicht gerechtfertigt erachte, was meine und viele andere Beispiele im Netz bestätigen. Dass das Nikon 58G genau so wenig ein "Witz" wie das "Sigma" kein "Witz" ist. Sie sind nur verschieden.
 
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So wie ich das sehe, werden weder die Nutzer des Sigmas das Nikkor plötzlich 'toll' finden und umgekehrt genau so wenig. Vielleicht auch, weil man nicht wirklich offen für die Argumente der anderen ist. Ich persönlich sehe das auch nicht ganz so extrem und finde weder die eine, noch die andere Optik einen Witz.

Ich kann aber auch sehr konkret Begründen, warum ich eines vorziehe und welche Vorteile es mir bringt. Und da kann ich praktisch alle Argumente die von der Gegen-Fraktion vorgetragen werden, für mich als ziemlich irrelevant erklären.

Was ist den bitte eine Vollbildansicht auf einem 27" Monitor?? Das sind ca. 2600 Pixel, oder anders gesagt eine 4,5MP Aufnahme. Ist doch klar, daß man bei so einer geringen Auflösung keinen Unterschied in der Schärfe sieht. Und ja, das Nikkor ist mit seinen 15% mehr an Brennweite weicher in den Unschärfen. Von mir aus kann man das auch 'schöner' nennen, aber wenn man dieser Logik folgt, hat das 1.4/85 ein noch viel schöneres Bokeh ;) Ich frage mich worüber wir hier eigentlich noch diskutieren? Ob Florians Exemplar die große 'Ausnahme' war? Soll doch jeder das benutzen wo er Spaß dran hat. Andere zu 'bekehren' zu wollen ist wohl ein eher müßiges Unterfangen.

VG
 
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