Das eine Objektiv wird also z.B. insgesamt etwas 'wärmere' oder 'kühlere' Farben haben als ein anderes ... In der digitalen Fotografie spielt das aber eigentlich keine Rolle, weil man die Bilder während der Konvertierung auch farblich aneinander anpassen kann ...
Und in solch einem Fall könnte es ja dann unter Umständen "Computerzeit" ersparen, wenn die benutzten Objektive schon von Haus aus ISO/CCI-Werte aufweisen, die in Kombination mit der jeweiligen kamerainternen und –externen Software im betrachteten Bildergebnis eine Farbwiedergabe ergeben, die dem persönlichen Geschmack entspricht.in meinem Fall ist es so, dass ich lieber mehr Zeit mit der Kamera in der Hand verbringe, als nachträglich am Computer.
Mir ging es eher darum, daß man einem Objektiv nicht irgendwelche Eigenschaften andichtet, die es nüchtern betrachtet gar nicht hat und in Deinem Post waren das z.B. die 'schönen Farben'.
Acht bis neun Prozent der Männer leiden unter Farbenfehlsichtigkeit
Zurück zu den Gesunden.
… neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Farbwahrnehmung viel individueller ist, als bislang gedacht. Oder anders formuliert, dass so etwas wie normales Farbsehen eigentlich gar nicht existiert, weil es mehr als einen Typ von Farbrezeptoren für rot, blau oder grün gibt. Allein für den Farbeindruck "rot" sind einer Untersuchung von Wissenschaftlern vom Medical College in Wisconsin zufolge bis zu vier verschiedene Gene verantwortlich. Und jeder Mensch trägt ein individuelles "Muster" dieser Gene und somit auch von Fotorezeptoren auf seiner Netzhaut. Die individuellen Unterschiede sorgen dann auch für Variationen im Seheindruck – und was für den einen weinrot ist, sieht für den nächsten viel mehr nach dunkel-knallrot aus.
... Wir nehmen beileibe nicht alle die Welt auf die gleiche Weise wahr. Und die Übergänge von individueller Variation zur Farbfehlsichtigkeit sind nicht starr, sondern fließend.
Quelle: http://dasgehirn.info/wahrnehmen/sehen/ich-sehe-was-was-du-nicht-siehst-1/
ganz unzweifelhaft nicht. Denn zu "man" gehört ja auch rico77. Und der sieht das ja ganz offensichtlich - zumindest bislang - wohl völlig anders als Du. Aber vielleicht überzeugst Du ihn ja noch davon, dass Du über die objektive Wahrnehmung verfügst, und er nur über die subjektive.Das sieht man …
ganz unzweifelhaft nicht. Denn zu "man" gehört ja auch rico77. Und der sieht das ja ganz offensichtlich - zumindest bislang - wohl völlig anders als Du. Aber vielleicht überzeugst Du ihn ja noch davon, dass Du über die objektive Wahrnehmung verfügst, und er nur über die subjektive.
Die sähen bei diffunsem natürlichen Licht von Oben anders aus. Eigentlich sähe fast alles an diesem Foto anders aus.
Vielleicht war's auch ein Aufheller, oder Du hast sonnst was mit dem Foto nachträglich veranstaltet.
Jedenfalls bekommen die beiden eine nicht unbeträchtliche Menge Licht von vorne
aber das Du die Ursache für die 'Künstlichkeit' in diesem Bild dem Objektiv zuschreibst, finde ich eben ziemlich daneben.
Schreckliche Bilder kann man sowohl mit den Nikkor, als auch mit dem Sigma machen.
Diese Eigenschaften liegen im Verantwortungsbereich des Fotografen und ich finde es albern die alleinige 'Schuld' dafür im Objektiv zu suchen.
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich hat ein Objektiv z.B. ein weicheres Bokeh als ein anderes (siehe mein Review) und natürlich wird dadurch ein Bild weicher oder gefälliger, und natürlich kann man das dann z.B. als "steril" empfinden
Aber ein x-beliebiges einzelnes Bild zu posten, was man selbst als scheiße beurteilt, und dann die fehlende Qualität auf das Equipment zu schieben, das funktioniert leider nicht, und das ist genau das, was ich mit dem Review eben zur Abwechslung mal nicht machen wollte.
Sensor, Scanner, Projektoren, das Auge, kurz alles was danach … [Pesch: dem Objektiv] … kommt, hat ja auch immer eine zu hohen Ortsfrequenzen abfallende Übertragungsfunktion. Und die sorgen dafür, dass die Variationen des Objektivs bei hohen Ortsfrequenzen weniger wirksam werden, weil man ja alle Übertragungsfunktionen multipliziert. (Hervorhebungen: Pesch)
Quelle (Seite 28)
Und auch die von Nikon veröffentlichten MTF für das 1,4/50G und 1,4/58G legen ja nahe, dass die von Dir gezeigten Beispielbilder nicht für die Abbildungsleistung des 1,4/58G repräsentativ zu sein scheinen, sonder eher "x-beliebig".
Tja, Pesch, da kann ich nur nix für. Ich kann auch nur mit dem Arbeiten, was mir geliefert wird. Sorry.
Vielleicht wäre es ja möglich, daß Du Deinen Test mit dem 58er wiederholst und statt des nicht auf dieses Objektiv justierten Phasen-AF den Kontrast-AF benutzt oder so gut wie möglich manuell scharf stellst? Dann könnte man diesen Fehler wenigstens ausschließen oder eindämmen.
Ich hoffe doch, dass nicht der Phasen-AF für den Test verwendet wurde.
Vielleicht wäre es ja möglich, daß Du Deinen Test mit dem 58er wiederholst und statt des nicht auf dieses Objektiv justierten Phasen-AF den Kontrast-AF benutzt oder so gut wie möglich manuell scharf stellst? Dann könnte man diesen Fehler wenigstens ausschließen oder eindämmen.
Bitte lies das Addendum hier (vor der Überschrift Focus Test Chart Comparison): http://text.flowtographyberlin.de/zeiss-otus-vs-sigma-art-vs-nikkor-58/2/
Florian, Du hast absolut recht.
Aber das ist so fast schon vorprogrammiert, wenn der Test auf Beispielbildern und nicht Testcharts mit MTF Kurven basiert.
So steril es auch anmutet, aber es scheint notwenig. Der Mensch interpretiert sonst seine (meist festgefahrene) Meinung in alles hinein. Wie Du treffend erläutert hast.
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