DSC_9412 by
Angela, auf Flickr
Im Tale sind die Blumen nun verblüht
und auf den Bergen liegt der Schnee.
Des Sommers Licht und Wärme sind verglüht,
in Eis verwandelt sich der blaue See.
Wie würde mir mein Herz in Einsamkeit
und des Winters Kälte angstvoll gehen,
könnte ich in aller tiefen Dunkelheit
nicht doch ein Licht in diesen Tagen sehen.
Es leuchtet fern und sanft aus einem Land,
das einstens voll von solchen Lichtern war,
da ging ich fröhlich an der Mutter Hand
und trug in Zöpfen noch mein Haar.
Verändert hat die Welt sich hundertmal
in Auf und Ab - doch sieh, mein Lichtlein brennt!
Durch aller Jahren Mühen, Freud und Qual
leuchtet es hell und schön: Es ist Advent!
Hilde Fürstenberg (1902 - 2005)
deutsche Schriftstellerin