Mitmachthema "Street" Fotografie!

Brasilien 1998

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@dongil: Danke für das Thema - das macht Spass, in den alten Bildern Geschichten wiederzufinden...)
 
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Dennoch will ich nicht verzagen und
schreite da einfach mal unten durch!

Hallo Jochen, das finde ich schön und ich hoffe, dass auch von Dir noch mehr kommt in diesem Thread. Mein Favorit bisher ist Dein "Schlaf-Bild".

An dieser Stelle auch ein "Danke" an Werner für die Eröffnung dieses tollen Threads!

Gruß,
Angelika
 
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hallo Werner!
also, dein letztes Bild ist pure Situationscomic, ein Sekundenbild wahrscheinlich.
Ich mag solche Bilder. Sie begegnen mir auch manchmal. Man muß nur immer die Kamera mit dabei haben!

Grüsse Gerhard
 
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Hallo Klaus, warum denkst du, sollte sie das sein?

Hallo Jochen!

Nun, SW gefällt mir bei diesem Sujet dahingehend besser, als der Verzicht auf Farbe eine stärkere Abstraktion bedingt. Keine Frage, dass es auch gute Streetfotografie in Farbe gibt, aber hier besteht meiner Meinung nach die Gefahr, dass farbliche Komponenten des Bildes leicht von der Aussage im Bild ablenken.

Ich habe heute das Grundlagenwerk von Westerbeck & Meyerowitz „Bystander“ nochmals durchgeblättert und auch die Photographien von Klein und Levitt angeschaut und muß sagen, dass ich jeweils die SW-Arbeiten für eindringlicher halte.

Aber um eine klare Position zu beziehen: Es kommt halt darauf an :).

Da habe ich noch ein paar interessante Links:

http://www.siegfriedbecker.com/home-de.html (Farbig und gut!)

http://www.seconds2real.com/

http://www.nonphotography.com/index.html

Gruß
Klaus
 
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Hallo Klaus,

vielen Dank für Deine Einschätzung, Buchtipps und Links! Ich frage deshalb, weil ich an dem Punkt oft nicht sicher bin.

Viele Grüße,
Jochen
 
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.


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Persönlicher Kreuzweg


(Jerusalem. Die Kreuze kann man sich mieten, um dann damit seinen persönlichen Kreuzweg zu laufen!)


Viele Grüße,
Jochen
 
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Hallo Jochen,

du hast hier in kurzer Reihenfolge "die" Forumsknaller eingestellt. Das Alltime-Highlight ist die Aufnahme mit den Schlafenden.
Dieses Bild ist ein sehr gutes Beispiel für Street in Farbe. Farbige Momentaufnahmen sind dreimal schwieriger einzufangen als Fotos in S/W.
Entweder stören Farben, sind zueinander unpassend oder lenken ab, oder verwässern den Bildeindruck, sodass die Reduzierung auf S/W das Foto "klarer" wirken läßt. Hier aber passt alles und das sehen hier viele, siehe Kommentare dazu.

Das Kreuzfoto leidet durch den wirren Hintergrund, der vom Pilger/Büsser ablenkt. Ihn alleine mitten im Pflaster wäre besser gewesen, aber von deinem Standpunkt aus sicherlich nicht machbar gewesen, schade....

Ein Teil deiner Fotos ist keine Streetfotografie im klassischen Sinn, denke ich, wohl aber zuhause im Bereich Reportagefotografie. Sie geben auf den Punkt genau das wieder, was das Typische der jeweiligen Region bedeutet, "man" sieht dir über die Schulter, das gefällt mir richtig gut!

Ist mir übrigens auf Usedom schon aufgefallen.....;)

Beste Grüsse
Bernd
 
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Vielen Dank Bernd, Danke! An sich bin ich immer auf der Suche nach dem Besonderen, der das Charakteristische eines Ortes, einer Person oder einer Szene ausmacht.

Wo die Grenze zur Street-Photographie ist, wenn dieses auf der Straße stattfindet, war mir nie ganz klar, wird mir aber Dank dieses Threads etwas klarer. Danke nochmals dafür, auch an dich, Werner!

Viele Grüße,
Jochen



PS: Würdest Du dieses Bild z.B. noch als 'Street' einschätzen?

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Hallo Jochen,
die Frage ging zwar an Bernd, aber ich geb trotzdem auch mal eine Antwort...

Das Foto mit der "telefonierenden" würde ich nicht zu "Street" rechen, da das gezeigte mittlerweile im Strassenbild zu alltäglich geworden ist. Zu Beginn der "Handy-Zeit" wäre es da schon näher dran gewesen.
Dein Foto der beiden "Schlafenden" ist für mich "Street pur", was ich ja weiter oben auch schon zum Ausdruck gebracht habe.
Für solche "Bilder" ein Auge zu haben oder zu entwickeln ist m.E. unabdingbare Voraussetzung für gute Ergebnisse.
Es sind diese kleinen Momente des Alltags, an denen viele einfach vorbeilaufen ohne sie wahrzunehmen, die das Besondere in sich bergen.
Unabdingbare Voraussetzung ist dabei die ständige "Schussbereitschaft", die natürlich auch Auswirkung auf die Wahl der Kamera hat. Für mich ist es die Nikon F3, aber nicht umsonst scheint für viele Strassenfotografen die M-Leica das optimale Werkzeug zu sein. Tragbar vom Gewicht und trotz höchstwertigem Material immer noch unauffällig. Das diese Kombination von relativ geringem Gewicht und unauffälliger Erscheinung auf eine Festbrennweite hinausläuft, ist dann auch logisch. Die Bestimmung dieser ist wohl abhängig von der bevorzugten Aufnahmedistanz des jeweiligen Fotografen. Der Eine geht gern näher ran und wird daher etwas weitwinkliges bevorzugen etc.
Hilfreich finde ich eine "Hauptoptik", welche das im Einzelfall das auch immer sein mag. Da wir Gewohnheitstiere sind, entwickelt sich durch den häufigen Gebrauch einer bestimmten Brennweite so etwas wie eine Matrix im Gehirn, die hilft, mit traumwandlerischer Sicherheit die jeweils optimale Aufnahmedistanz einzunehmen.
Ein passionierter Strassenfotograf wird nie aus dem Fenster schauen und sagen: "Kein Fotowetter, ich lass die Kamera zu Hause", denn er weiss ganz genau, das "seine" Motive noch unerechenbarer als das Wetter sind. Auf diese Weise wird die Kamera zum selbstverständlichen Begleiter wie Brille oder Brieftasche.
Die Erwartung an die "Ausbeute" muss allerdings vollkommen nebensächlich werden, denn auch "FÜNF" wirklich gute Treffer "PRO JAHR" sind schon mehr als ein guter Lohn!
 
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Hi,

im alltäglichen Gebrauch wird das Genre "Street" immer in Verbindung mit dem Begriff "people" kombiniert und das ist gut so.:D
Gute und auf den Punkt gebrachte Fotos beinhalten nun mal Menschen, die in witzigen, skurrilen oder seltsamen, für uns aber nachvollziehbaren Situationen stecken.
Die sog. "Erfindungshöhe" macht den Unterschied. Beispiel:
Das alte Ömmken (Oma) von schräg hinten vor einem Schaufenster mit Spiegelung ist eigentlich noch kein Streetfoto, geschweige denn People.
Es fehlt "irgendwas", quasi das i-Tüpfelchen, das uns zum Schmunzeln bringt.

Hier aber ein Beispiel für Oma mit Witz:
http://www.in-public.com/DavidGibson/image/2019

Ohne die ins Haar gesteckte Brille wäre es nur....naja.....aber so: Bingo!

Die Kunst ist nun, dies überhaupt zu sehen und....eine Kamera dabei zu haben, gell?

Hier nun eine neuer Link, den ich aus dem leica-Forum habe, der Fotograf bringt es auf den Punkt:

http://www.craigsemetko.com/

Die Pissoir-Aufnahme ist doch genial. Eigentlich keine Kunst, aber man muss durch irgendeinen Umstand die Location kennen lernen und dann mit seiner leisen Leica abdrücken, das ist nur noch Formsache. Das Ergebnis aber brennt sich ein, denke ich. (Wie gut, dass es noch Herrentoiletten gibt..:hehe: )

Grüsse
balise
 
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Hi balise,

so gut ich "pissing in front of Marylin" finde, bin ich doch der Meinung, dass "Street" eines der wenigen Genres innerhalb der Fotografie ist, für die es keine allgemein gültigen Regeln gibt. Da muss es nicht Leica sein, da muss es auch nicht B/w sein.

Es geht um "Alltag" mit all seinen Besonderheiten und subtilen Nuancen, die oft zu wenig erkannt werden. Und hier liegt die eigentliche "Intention" des Street-Fotografen - er will diesen Effekt erzeugen - tausend mal gesehen, nie wahrgenommen.

Trotzdem - Was Du und was ich dort sehen, sind höchstwahrscheinlich zwei paar Schuhe. Oder wir fotografieren fast "deckungsgleich". Hier liegen die Motive - jenseits allen Mainstreams - wirklich im Auge des Betrachters (und des Fotografen). Das - und nur das - macht es wirklich spannend, für die, die sich mit dieser Art von Fotografie beschäftigen.

Aber das weisst Du ja, vielleicht ist meine kleine Definition für die Katzenfoto-Junkies im Forum hilfreich.

Gruss Saffetti
 
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