Naja, wenn Du noch einen Röhrenmonitor hast, musst Du schon Röhrenmonitore wählen, und Profilierung ist halt dafür da, wenn Du nur ein neues Profil erstellen willst (dann gibt's ja auch kein Kalibrationsresultat, das das U-DACT überprüfen könnte).Für was gibt es dann die anderen Einstellungen überhaupt?![]()
Aber Softwarekalibration für Flachbildschirme existiert wie gesagt nur aus lizenzrechtlichen Gründen; das einzige, was es technisch relativ zu Werkskalibration für Intelli Color Monitore verändert, ist, das eingebaute U-DACT abzuschalten …
Sorry, ich versuche ja, in meinen Antworten ausführlich zu sein, aber natürlich kann ich nicht immer wieder alles von Anbeginn an erklären.Ich bin immer noch ziemlich![]()
Ist mir klar, und deswegen versuche ich auch gerade, eine gedruckte Ausgabe anzuleiern. Es ist aber noch nicht endgültig klar, ob das klappt, und wenn, dann dauert es natürlich leider auch noch ein paar Monate, bis es das Ding zu kaufen gibt.Schade, dass man Deine gesamte Farbmanagementserie nicht irgendwo als Special kaufen kann (Download oder noch besser als Heft). Das würde mir sicher helfen....

Verständlich.Naja, mir geht es letztlich nur darum, dass meine vom Onlinelabor entwickelten Bilder möglichst so ausschauen, wie ich es von meiner Bildschirmausgabe (und somit Beareitungseinstellungen wie Kontrast, Sättigung, Helligkeit etc.) erwartet habe. Und diese nicht heller/dunkler oder farblich viel knalliger oder dezenter wirken.
Ich würde ein paar Testaufträge mit 2 Bildern machen, eins in sRGB, eins in Adobe RGB (1998). Wenn ein Onlinedienst Adobe RGB (1998) korrekt hinbekommt, dann ist das sicher der Dienst der Wahl. Wenn nicht, musst Du halt sRGB nehmen und den Dienst auswählen, der zumindest das gut hinkriegt.
Jein. :winkgrin:Was mich aber dennoch etwas verunsichert ist folgendes:
Wenn Lightroom & Aperture für die Monitoranzeige den Farbraum ProPhoto RGB verwenden und dieser ja weit über dem liegt, was mein iMac-Display überhaupt darstellen kann, müssten ja die selben Bilder auf einem hochwertigeren Monitor oder auf einem Ausdruck anders aussehen, oder nicht?
Im Ernst, hier gehen zwei Sachen durcheinander:
Für die Monitoranzeige verwenden natürlich weder Lightroom noch Aperture noch irgendein anderes Programm ProPhoto RGB. Dafür wird schließlich immer Dein Monitorprofil verwendet, deswegen erstellst Du es doch.
Aber natürlich kann kein Farbmanagement der Welt die physikalischen Grenzen der Geräte verschieben. Mit anderen Worten, natürlich wirst Du auf einem Monitor mit großem Farbumfang mehr Farben sehen als auf einem mit kleinem Farbumfang, das ist ja völlig unvermeidlich. Und ein reflektierender Ausdruck wird nie genauso aussehen wie ein selbstleuchtendes Monitorbild.
Wofür Farbmanagement sorgen kann und soll, ist, dass unter Zugrundelegung der menschlichen Farbwahrnehmung die Farben so ähnlich aussehen, wie es technisch nur möglich ist, dass also der Monitor mit dem eingeschränkteren Farbumfang für das menschliche Auge den bestmöglichen Kompromiss abliefert. Auf einem Monitor mit großem Farbumfang sehen die Farben dann nicht völlig "anders" aus, nur an gesättigten Stellen eben etwas "intensiver".
Jedes Farbprofil sollte das maximale Vermögen der zugeordneten Komponente (des Fotos, des Monitors, des Druckers, …) korrekt beschreiben. Aufgabe des CMM (des Color Management Moduls, im Falle von Mac OS X also des ins Betriebssystem integrierten ColorSync), ist es dann, auf wahrnehmungspsychologisch optimale Art von einer auf die andere Komponente umzurechnen.
Deine Nikon D90 kann sicher Farben erzeugen, die ProPhoto RGB, zuallermindest aber Adobe RGB (1998) ausnutzen. Solche Farbräume sind also adäquat für Dein Bild. Es würde dem ganzen Sinn von Farbmanagement völlig widersprechen, wenn Du Deinen Bildern künstlich einen kleineren Farbraum zuordnest, der gar nicht adäquat beschreibt, was sie können, sondern sie vielmehr "schlechter macht", als sie sind. Die korrekte Stelle, das Vermögen Deiner Bilder wahrnehmungspsychologisch optimal auf das geringere Vermögen Deines Monitors zu transformieren, ist der Moment der Bildschirmwiedergabe, in dem Mac OS X kontinuierlich vom im Bild eingebetteten Profil auf das Monitorprofil umrechnet.
Nicht ins Blaue, sondern wahrnehmungspsychologisch optimal, gegeben die momentanen technischen Beschränkungen der Geräte.Dann würde ich ja meine Farb- & Kontrastanpassungen auf gewisse Weise ins Blaue machen...![]()
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Aber Du hast natürlich recht, die Bilder werden sich leicht verändern, wenn später der Stand der Technik bessere Monitore erlaubt. Diese bessere = veränderte Darstellung ist ja der ganze Sinn der technischen Fortentwicklung. Wenn Du also nicht willst, dass sich auch nur das allergeringste an der Monitordarstellung Deiner Bilder ändert, wenn es später bessere Monitore gibt, dann, ja dann musst Du wirklich Deine Bilder auf den Farbraum heutiger Monitore (also etwa sRGB) einzwängen. Aber dann sind Deine Bilder auf den heutigen Stand der Technik für immer festgeschrieben und werden nie von zukünftigen Verbesserungen profitieren können.
Vielleicht wird Dir das am deutlichsten bei einem Beispiel mit einem Drucker, der ja noch viel eingeschränkter in der Farbwiedergabe ist als ein Monitor. Ein Bild schon vor dem Moment des Druckes in den Farbraum eines heutigen Druckers zu konvertieren, wäre also ziemlich absurd (auch wenn das in den Kindertagen des Farbmanagements viele Leute tatsächlich gemacht haben!). Wenn Du aber z.B. mit einem Foto an einer Ausstellung teilnimmst, dann würde es natürlich u.U. schon Sinn machen, den Ausdruck, den die Galerie bekommt, manuell aufs i-Tüpfelchen zu optimieren. Du würdest dann speziell für diesen Zweck und den Drucker, den Du dafür benutzt, eine Kopie des Bildes in den Druckerfabrraum konvertieren und könntest dann letzte Feinheiten manuell optimieren. Aber deswegen Dein Bild-Original auf den Druckerfarbraum heutiger Drucker herunterzurechnen und für immer darauf festzuschreiben? Das ergäbe nur Sinn, wenn das Bild auf der Ausstellung ein künstlerisches Unikat, das "neue Original" sozusagen, sein soll.
Ist das ein bisschen klarer geworden?
Tschau
Uli

Hat schon jemand etwas von Testergebnissen gehört?