Squid2 oder Spyder 3 oder ?

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Für was gibt es dann die anderen Einstellungen überhaupt? :confused:
Naja, wenn Du noch einen Röhrenmonitor hast, musst Du schon Röhrenmonitore wählen, und Profilierung ist halt dafür da, wenn Du nur ein neues Profil erstellen willst (dann gibt's ja auch kein Kalibrationsresultat, das das U-DACT überprüfen könnte).

Aber Softwarekalibration für Flachbildschirme existiert wie gesagt nur aus lizenzrechtlichen Gründen; das einzige, was es technisch relativ zu Werkskalibration für Intelli Color Monitore verändert, ist, das eingebaute U-DACT abzuschalten …

Ich bin immer noch ziemlich :confused:
Sorry, ich versuche ja, in meinen Antworten ausführlich zu sein, aber natürlich kann ich nicht immer wieder alles von Anbeginn an erklären.

Schade, dass man Deine gesamte Farbmanagementserie nicht irgendwo als Special kaufen kann (Download oder noch besser als Heft). Das würde mir sicher helfen....
Ist mir klar, und deswegen versuche ich auch gerade, eine gedruckte Ausgabe anzuleiern. Es ist aber noch nicht endgültig klar, ob das klappt, und wenn, dann dauert es natürlich leider auch noch ein paar Monate, bis es das Ding zu kaufen gibt. :frown1:

Naja, mir geht es letztlich nur darum, dass meine vom Onlinelabor entwickelten Bilder möglichst so ausschauen, wie ich es von meiner Bildschirmausgabe (und somit Beareitungseinstellungen wie Kontrast, Sättigung, Helligkeit etc.) erwartet habe. Und diese nicht heller/dunkler oder farblich viel knalliger oder dezenter wirken.
Verständlich.

Ich würde ein paar Testaufträge mit 2 Bildern machen, eins in sRGB, eins in Adobe RGB (1998). Wenn ein Onlinedienst Adobe RGB (1998) korrekt hinbekommt, dann ist das sicher der Dienst der Wahl. Wenn nicht, musst Du halt sRGB nehmen und den Dienst auswählen, der zumindest das gut hinkriegt.

Was mich aber dennoch etwas verunsichert ist folgendes:
Wenn Lightroom & Aperture für die Monitoranzeige den Farbraum ProPhoto RGB verwenden und dieser ja weit über dem liegt, was mein iMac-Display überhaupt darstellen kann, müssten ja die selben Bilder auf einem hochwertigeren Monitor oder auf einem Ausdruck anders aussehen, oder nicht?
Jein. :winkgrin:
Im Ernst, hier gehen zwei Sachen durcheinander:
Für die Monitoranzeige verwenden natürlich weder Lightroom noch Aperture noch irgendein anderes Programm ProPhoto RGB. Dafür wird schließlich immer Dein Monitorprofil verwendet, deswegen erstellst Du es doch.

Aber natürlich kann kein Farbmanagement der Welt die physikalischen Grenzen der Geräte verschieben. Mit anderen Worten, natürlich wirst Du auf einem Monitor mit großem Farbumfang mehr Farben sehen als auf einem mit kleinem Farbumfang, das ist ja völlig unvermeidlich. Und ein reflektierender Ausdruck wird nie genauso aussehen wie ein selbstleuchtendes Monitorbild.

Wofür Farbmanagement sorgen kann und soll, ist, dass unter Zugrundelegung der menschlichen Farbwahrnehmung die Farben so ähnlich aussehen, wie es technisch nur möglich ist, dass also der Monitor mit dem eingeschränkteren Farbumfang für das menschliche Auge den bestmöglichen Kompromiss abliefert. Auf einem Monitor mit großem Farbumfang sehen die Farben dann nicht völlig "anders" aus, nur an gesättigten Stellen eben etwas "intensiver".

Jedes Farbprofil sollte das maximale Vermögen der zugeordneten Komponente (des Fotos, des Monitors, des Druckers, …) korrekt beschreiben. Aufgabe des CMM (des Color Management Moduls, im Falle von Mac OS X also des ins Betriebssystem integrierten ColorSync), ist es dann, auf wahrnehmungspsychologisch optimale Art von einer auf die andere Komponente umzurechnen.

Deine Nikon D90 kann sicher Farben erzeugen, die ProPhoto RGB, zuallermindest aber Adobe RGB (1998) ausnutzen. Solche Farbräume sind also adäquat für Dein Bild. Es würde dem ganzen Sinn von Farbmanagement völlig widersprechen, wenn Du Deinen Bildern künstlich einen kleineren Farbraum zuordnest, der gar nicht adäquat beschreibt, was sie können, sondern sie vielmehr "schlechter macht", als sie sind. Die korrekte Stelle, das Vermögen Deiner Bilder wahrnehmungspsychologisch optimal auf das geringere Vermögen Deines Monitors zu transformieren, ist der Moment der Bildschirmwiedergabe, in dem Mac OS X kontinuierlich vom im Bild eingebetteten Profil auf das Monitorprofil umrechnet.

Dann würde ich ja meine Farb- & Kontrastanpassungen auf gewisse Weise ins Blaue machen... :confused: :confused: :confused:
Nicht ins Blaue, sondern wahrnehmungspsychologisch optimal, gegeben die momentanen technischen Beschränkungen der Geräte.

Aber Du hast natürlich recht, die Bilder werden sich leicht verändern, wenn später der Stand der Technik bessere Monitore erlaubt. Diese bessere = veränderte Darstellung ist ja der ganze Sinn der technischen Fortentwicklung. Wenn Du also nicht willst, dass sich auch nur das allergeringste an der Monitordarstellung Deiner Bilder ändert, wenn es später bessere Monitore gibt, dann, ja dann musst Du wirklich Deine Bilder auf den Farbraum heutiger Monitore (also etwa sRGB) einzwängen. Aber dann sind Deine Bilder auf den heutigen Stand der Technik für immer festgeschrieben und werden nie von zukünftigen Verbesserungen profitieren können.

Vielleicht wird Dir das am deutlichsten bei einem Beispiel mit einem Drucker, der ja noch viel eingeschränkter in der Farbwiedergabe ist als ein Monitor. Ein Bild schon vor dem Moment des Druckes in den Farbraum eines heutigen Druckers zu konvertieren, wäre also ziemlich absurd (auch wenn das in den Kindertagen des Farbmanagements viele Leute tatsächlich gemacht haben!). Wenn Du aber z.B. mit einem Foto an einer Ausstellung teilnimmst, dann würde es natürlich u.U. schon Sinn machen, den Ausdruck, den die Galerie bekommt, manuell aufs i-Tüpfelchen zu optimieren. Du würdest dann speziell für diesen Zweck und den Drucker, den Du dafür benutzt, eine Kopie des Bildes in den Druckerfabrraum konvertieren und könntest dann letzte Feinheiten manuell optimieren. Aber deswegen Dein Bild-Original auf den Druckerfarbraum heutiger Drucker herunterzurechnen und für immer darauf festzuschreiben? Das ergäbe nur Sinn, wenn das Bild auf der Ausstellung ein künstlerisches Unikat, das "neue Original" sozusagen, sein soll.

Ist das ein bisschen klarer geworden?

Tschau

Uli
 
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Die letzten Monate habe ich mit der ganzen Monitorkalibrierung erstmal pausiert, da ich auf Mac OS 10.6.3 warten wollte, um einen neuen Anlauf zu starten. Jetzt habe ich an meinem iMac 27 mit der Trialversion basiccolor 4.1.20 und dem Spyder3 gute Erfahrungen gemacht und wollte mir die Lizenz für basiccolor kaufen. Ich war davon ausgegangen, dass das einfach über die Webseite geht, aber dem war nicht so. Man wird halt nur an irgendwelche Händler verwiesen, von denen es aber in Norwegen keine gibt. Wer seine Produkte verkaufen möchte sollte sich schon etwas anders verhalten, meine ich. :rolleyes:
Nun gut, jetzt bin ich bei der Suche nach basiccolor (das 100 € für den ersten Rechner und weitere 50 € pro jeden weiteren kostet) auf das Bundle iColor Display mit dem DTP94 gestoßen, das es für 199 € gibt. Da iColor Display ja (wie ich irgendwo in diesem Thread gelesen habe), ja gleich für mehrere Rechner lizensiert ist, wäre ich bei zwei Rechnern preismäßig gar nicht mehr so weit weg von basiccolor und hätte gleich den DTP94 dabei, der ja besser (besser zeitlich stabiler) sein soll als der Spyder3. Sehe ich das richtig so? Würdet ihr mir zu dem iColor/DTP94-Bundle raten?

Unabhängig davon: wo sollte man am besten kaufen? Ich habe basiccolor und das iColor-Bundle z.B. beim TFT-Shop entdeckt. Ist der zu empfehlen? Ich bin in den nächsten zwei Wochen in Deutschland (u.a. Heidelberg und Hamburg), könnte als auch direkt zu entsprechenden Läden gehen. Habt ihr Empfehlungen für mich?

Danke schon einmal :)
 
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Hallo Carsten!

Ich hatte längere Zeit (damals noch unter Windows) das Produkt von basICColor - Hardware und Software. Habe es später dann verkauft, weil der Bericht von Uli doch arge Zweifel an der Zuverlässigkeit bei mir aufgeworfen hat. Zwar waren die Ergebnisse bei mir - soweit beurteilbar - immer identisch nach der Kalibrierung, aber beispielsweise deutlich anders als bei einem Freund, der das gleiche System nutzte. Das hatte dann für mich irgendwie garnichts mehr mit Farbmanagement zu tun, und so habe ich mich davon getrennt. Zumal auch der Umstieg auf Apple zu der Zeit stattgefunden hat - was aber nicht der eigentliche Auslöser war. Auch nicht die Software, sondern halt das Messgerät (Eye-One).

Das beste Angebot dafür gab es damals bei der fotocommunity prints. Die bieten das auch heute noch an: € 229,- für Hardware und 2 Lizenzen. Der Service läuft da - und ich denke darauf geht es immer hinaus - direkt über basICColor. Die sehr hilfreich und nett waren, was immer es für Probleme gab. Ob man auch die reine Software über die Community bestellen kann, weiß ich nicht mehr so genau. Ich meine aber, dass das ging.

Habe mir dann auch das DTP94 mit iColorDisplay angeschafft. Aus selbigen Gründen wie bei Dir - und wie hier im Thread ja ausgiebig diskutiert - aber bisher noch nicht wirklich eingesetzt. Hoffe, dass ich da nach den Anläufen von Snow Leopard und dem anstehenden Wechsel auf CS5 nun dazu komme, das zu tun. Ich bin ziemlich sicher, dass Du Dein Spyder 3 gut verkauft bekommen würdest. Und wenn Du eh mit dem DTP und einer neuen Software liebäugelst, dürfte das dann die beste und günstigste Lösung sein.

Gekauft habe ich das DTP damals (2009) bei J.Ko.IT, weil die am günstigsten waren. Hat mich € 182,- gekostet. Momentan haben die es für € 207,55 - Vorkassenrabatt + Versand. Ablauf war schnell und problemlos.
 
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Danke für die Information, Michael. Das hat mir ein gutes Stück weiter geholfen. :up:

Ich bin ziemlich sicher, dass Du Dein Spyder 3 gut verkauft bekommen würdest. Und wenn Du eh mit dem DTP und einer neuen Software liebäugelst, dürfte das dann die beste und günstigste Lösung sein.

Mein Spyder3 ist Teil des gesamten Spyder3-Elite-Koffers, der auch das Messgerät für die Druckerprofilierung enthält. Mit letzterem bin ich sehr zufrieden, so dass ich das wohl behalten werde. Aber das muss ich nochmal mit meinem Konto aushandeln. :)
 
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Du könntest Dir natürlich auch einfach eine iColor Display Lizenz kaufen.
Dabei weiterhin das Spyder 3 nutzen?! Dann bist Du mit unter 100,- Takken dabei.

Hast Du die Software auch mal mit dem Spyder getestet?
 
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Sorry, etwas verzögerte Antwort, weil ich unterwegs war …

Wer seine Produkte verkaufen möchte sollte sich schon etwas anders verhalten, meine ich. :rolleyes:
Mit dem nicht-professionellen Endkundengeschäft tut sich basICColor mächtig schwer (siehe auch die kundenunfreundliche Lizenzpolitik). Wenn der Prosumer-Bereich im Farbmanagement-Geschäft weiter an Bedeutung gewinnt (im Moment tut er das deutlich), muss sich basICColor umsehen.

Da iColor Display ja (wie ich irgendwo in diesem Thread gelesen habe), ja gleich für mehrere Rechner lizensiert ist,
Korrekt.

wäre ich bei zwei Rechnern preismäßig gar nicht mehr so weit weg von basiccolor und hätte gleich den DTP94 dabei, der ja besser (besser zeitlich stabiler) sein soll als der Spyder3. Sehe ich das richtig so? Würdet ihr mir zu dem iColor/DTP94-Bundle raten?
All das ist ja hier schon ausgiebig besprochen worden. Kurzzusammenfassung für Deine Situation:

iColor Display + DTP94 sind das unschlagbar beste Duo für Monitorkalibration, wenn weder Umgebungslichtmessung noch Projektorkalibration benötigt werden; die kann nur der Spyder3.

Der für die Messqualität verantwortliche Kern von iColor Display und basICColor display ist derselbe. Neben der Lizenzpolitik sind die Unterschiede also, dass iColor Display – da ganz auf das DTP94 abgestimmt – keine Umgebungslichtmessung erlaubt (also auch nicht, wenn man es mit dem Spyder3 verwendet), dafür andererseits aber die besonders gründliche "UDACT"-Validierungsfunktion besitzt und sehr gute Unterstützung für einen manuellen Abgleich des Weißpunktes "nach Sicht".

Für die Projektorkalibration mit dem Spyder3 sollte man in jedem Falle die Spyder3Elite-Software verwenden.

Tschau

Uli
 
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Sorry, etwas verzögerte Antwort, weil ich unterwegs war …


Mit dem nicht-professionellen Endkundengeschäft tut sich basICColor mächtig schwer (siehe auch die kundenunfreundliche Lizenzpolitik).


Ja das ist schon deftig. Der in deinem Artikel erwähnte Sonderrabatt bei Erwerb von drei Lizenzen wurde mir ca. ein halbes Jahr nach Erscheinen auf konkrete Nachfrage nicht mehr in der publizierten Form gewährt. Da ich aber zwingend mindestens drei Monitore kalibrieren muss, habe ich dann eben nur den Spyder 3 Elite angeschafft. Für mich bislang völlig aureichend.

Seit kurzem gibt es ein kostenpflichtiges Upgrade auf Softwareversion 4 für 16 Euro. Soll insbesondere für Mac-User Vorteile bringen. Mal sehen was erste Stimmen dazu sagen...

Gruß

Stefan
 
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Der in deinem Artikel erwähnte Sonderrabatt bei Erwerb von drei Lizenzen wurde mir ca. ein halbes Jahr nach Erscheinen auf konkrete Nachfrage nicht mehr in der publizierten Form gewährt.
Ooops, das wußte ich bislang nicht. So hatte ich mir das eigentlich nicht gedacht. Oh Mann …

Seit kurzem gibt es ein kostenpflichtiges Upgrade auf Softwareversion 4 für 16 Euro. Soll insbesondere für Mac-User Vorteile bringen. Mal sehen was erste Stimmen dazu sagen...
Hab' ich auch noch nicht in den Pfoten gehabt, und im Moment leider ganz wenig Zeit …

Tschau

Uli
 
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Nachdem ich die letzten Wochen noch nicht dazu gekommen bin, mir iColor Display und den DTP94 zu besorgen, ist Datacolor jetzt mit einem Upgrade der Spyder3 Elite Software auf Version 4.0 gekommen. Diese kostet 16 € Aufpreise und bringt einige neue Funktionen mit. Keine Ahnung, ob auch etwas an der eigentlichen Engine gemacht wurde. Aber für das Geld werde ich das Upgrade mal asprobieren. Vielleicht reicht mir das ja schon. :nixweiss:

P.S.: Ups, sehe gerade, dass Stefan schon auf das Upgrade hingewiesen hat. :fahne: Hat schon jemand etwas von Testergebnissen gehört?
 
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Vorweg: Neu im Forum, 1. Beitrag

Da ich mich aus Einsicht in die Notwendigkeit seit einigen Wochen mit Farbmanagement beschäftige, bin ich auf diesen Beitrag gestoßen, den ich mehrfach gelesen u. jedes Mal mehr begriffen habe - vor allem die Beiträge von Uli Zappe sowie die pdf`s von MacLife haben mich weiter gebracht.

Arbeite mit MacBookPro 2,8 GHz, 24 Zoll LED Cinema Display

Nun besitze ich seit kurzem iColor Display und DTB 94B. Nach etlichen Kalibrierungen unter Beachtung aller Hinweise aus Beiträgen/pdf/Bedienanleitung ergibt sich folgendes Bild:

Bei allen Profilen wurde die Graubalance nicht erreicht (max 93,2%), Grund bereits im Beitrag genannt.

Bei Kal. auf den nativen Weißpunkt (bei mir 6940K) 8.1 deltaE statt max 2.0 Abweichung, jedoch Graubalance, Profilqualität, Softproof-Qualität jeweils im grünen Bereich.

Die Darstellung der Farbräume mittels iColor Display zeigt, daß Adobe RGB nicht erreicht wird (bester Wert 82%). Lt. Apple sollten aber max 16.7 Mio Farben darstellbar sein - also vollumfänglich Adobe RGB. Für mich ein Widerspruch, wenn mittels Herstellerprofil viel weniger darstellbar ist, zumindest nicht über Adobe RGB definierte Farben.

Auf der Apple-Website spricht die Spiegel DTP-Truppe von spielend erreichter Proofqualität u. großen Reserven mittels Software von Basiccolor. Ist das nur Werbung oder geht es wirklich besser?

Es ist jetzt bei mir so, daß ich Fotos mit 14 Bit Farbtiefe erzeuge, in Adobe RGB mit 8 Bit bearbeite von denen ich 82% sehe.

Muß ich mit diesem Ist-Zustand leben oder gibt es Verbesserungen bei gleicher Hardware?

Danke schon mal im Voraus in die Runde.

Wolfgang
 
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... 16.7 Mio Farben darstellbar sein - also vollumfänglich Adobe RGB.

Dieser Zusammenhang existiert nicht. Die Anzahl der Farben, die Apple meint, ergibt sich aus 8 Bit Farbtiefe je Kanal - für R+G+B also 8+8+8 = 24 Bit.
2 hoch 24 = 16.777.216.
Dabei ist es unerheblich, welchen Farbraum Du benutzt.

So wie der Umfang eines Kreises nicht definiert, wieviele Erdnüsse hineinpassen, definiert der Umfang eines Farbraums nicht, wieviele Farben hineinpassen.
Das hängt auch von der Größe der Erdnüsse ab :)

VG, Tom (C:=
PS: Was nicht hinkt ist kein Vergleich.
 
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Die Darstellung der Farbräume mittels iColor Display zeigt, daß Adobe RGB nicht erreicht wird (bester Wert 82%). Lt. Apple sollten aber max 16.7 Mio Farben darstellbar sein - also vollumfänglich Adobe RGB.
Das ist ein Denkfehler. Die Anzahl darstellbarer Farben hat mit der Größe des Farbraums grundsätzlich nichts zu tun.

Stell' Dir einen winzigen Farbraum vor, noch viel kleiner als sRGB. Da Farben ein Kontinuum darstellen, könntest Du auch innerhalb dieses winzigen Farbraums problemlos 16,7 Millionen verschiedene Farben darstellen – die Unterschiede zwischen zwei "benachbarten" Farben wären in diesem Fall halt sehr sehr klein, ggf. deutlich unterhalb der Sichtbarkeitsgrenze.

Umgekehrt, wenn Du einen sehr großen Farbraum hast, z.B. ProPhoto RGB, wären die Abstände zwischen 2 von 16,7 Millionen Farben so groß, dass der Unterschied bereits deutlich sichtbar wäre, so sehr, dass es in Farbverläufen zu Stufenbildungen käme. Deswegen sollte man ProPhoto RGB eben nur mit 16 Bit Farbtiefe pro Kanal verwenden, nicht mit 8 Bit pro Kanal = 16,7 Millionen Farben.

Natürlich würde es in praktischer Hinsicht keinen Sinn ergeben und wäre verschwenderisch, 16,7 Millionen Farben für den oben als Beispiel konstruierten winzigen Farbraum zu verwenden, wenn unser Auge die nicht annähernd auseinanderhalten könnte. Aber dem ist in der Praxis nicht so – 16,7 Millionen Farbstufen klingt schrecklich viel, aber für einzelne Farbtöne wie Rot, Grün oder Blau bedeutet das ja nicht mehr als 256 Stufen, und das ist eben nicht sehr viel. Ein tatsächlich verwendeter kleiner Farbraum wie sRGB kann 16,7 Millionen Farben bestens ausnutzen; eher ist es so, dass bereits Adobe RGB (1998) von 16 Bit pro Kanal profitieren und in den Details einen Qualitätszuwachs verzeichnen würde.

Was man sich immer wieder klar machen muss (und was im Kern der Grund für Farbmanagement ist), ist, dass R, G und B immer relative Werte sind, relativ jeweils zu dem verwendeten Farbraum. R=256 ist stets das "roteste Rot" des verwendeten Farbraums. Eben deshalb muss die Farbmanagement-Engine ja den Rot- (und Grün- und Blau-)Wert von einem Farbraum in den anderen "übersetzen".

Für mich ein Widerspruch, wenn mittels Herstellerprofil viel weniger darstellbar ist, zumindest nicht über Adobe RGB definierte Farben.

Auf der Apple-Website spricht die Spiegel DTP-Truppe von spielend erreichter Proofqualität u. großen Reserven mittels Software von Basiccolor. Ist das nur Werbung oder geht es wirklich besser?
Da Drucker bis auf wenige Ausnahmen einen noch viel kleineren Farbraum als Monitore haben, kann man sehr wohl hervorragende Proofs mit Monitoren machen, die Adobe RGB (1998) nicht vollständig abbilden können.

Das gilt mit Einschränkungen selbst für die Bereiche, in denen ein bestimmter Drucker möglicherweise mehr Farben als der Monitor darstellen kann. Bei solchen Farben, die kleinere Farbräume nicht mehr "packen", handelt es sich ja prinzipiell um äußerst gesättigte Farben. Ein gut funktionierendes Farbmanagement sorgt nun dafür, dass wahrnehmungspsychologisch ein Bild in einem kleineren Farbraum fast denselben Eindruck erzeugt wie dasselbe Bild in einem größeren Farbraum; das letztere erscheint dann einfach etwas "brillianter". Die beim Druck möglicherweise entstehenden Farbabweichungen, die man mit einem Softproof in den Griff bekommen will, sind normalerweise um ein Vielfaches größer. Nur bei kritischen Schmuckfarben (z.B. einem sehr gesättigten Farbton, der exakt stimmen muss, weil er zur Corporate oder Product Identity gehört) kann das problematisch werden.

Es ist jetzt bei mir so, daß ich Fotos mit 14 Bit Farbtiefe erzeuge, in Adobe RGB mit 8 Bit bearbeite von denen ich 82% sehe.

Muß ich mit diesem Ist-Zustand leben oder gibt es Verbesserungen bei gleicher Hardware?
Damit musst Du leben. Kein Farbmanagement der Welt kann die Hardware-Grenzen in der Farbwiedergabe verschieben. Es kann nur dafür sorgen, dass die wahrnehmungspsychologisch optimale Farbwiedergabe innerhalb dieser Grenzen erreicht wird.

Tschau

Uli
 
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Danke ganz herzlich für die umgehend erfolgten Antworten - ist schon toll!

Ja, der Denkfehler mit der Anzahl der darstellbaren Farben im Zusammenhang mit Farbräumen ist ein richtiger Anfängerfehler. Im Umkehrschluß bezogen auf die Farbqualität des Cinema-Displays sagen die 16.7 Mio Farben gar nichts aus, wenn nicht auch der dazugehörige Farbraum genannt wird. Es ist lediglich erkennbar, daß mit 8 Bit Farbtiefe gearbeitet wird.

Zu einem Sachverhalt bzw. den Hintergründen würde ich gern Eure Meinung wissen.

Im Vorfeld der Entscheidung Kalibrierung Ja/Nein habe ich versucht, den Ist-Zustand zu bewerten. Dazu benutzte ich von Basiccolor frei runterladbare Testbilder (Paneltest, Gamuttest).
Im Paneltest sollten einheitlich graue Spalten bei farbrichtiger Wiedergabe zu sehen sein, Farbeinstreuung = Farbunrichtigkeit, was bei mir der Fall war.
Im Gamuttest wird der darstellbare Farbumfang durch Farbanteile im Hintergrund bewertbar, die je nach Sichtbarkeit die Eignung des Monitors für DTP, Adobe RGB, sRGB anzeigen.
Ergebnis: Zart zu ahnende Farbanteile für DTP, mehr für Adobe RGB, klar für sRGB bei Profileinstellung Cinema Display von Apple, etwas besser in Profilwahl Adobe RGB, wobei das natürlich ein Fehler war, wie ich jetzt weiß. Der Unterschied zwischen Profil und Farbraum war mir damals noch nicht so bewußt. Aber - es funktionierte. Warum?

Nun war es für mich interessant, nach Kalibrierungen mit DTP94 + iColorDisplay, erneut die Testbilder zur Beurteilung zu benutzen.
Ergebnis: Ernüchternd - keinerlei Änderung im Paneltest, Verschlechterung im Gamuttest, es werden gerade mal noch so die Farbstreifen für sRGB angezeigt.
Das hätte ich so nicht erwartet, zumal im Vergleich der erstellten Profile zum Apple-Profil die eigenen etwas umfangreicher waren. Was könnte die Ursache sein?

Insgesamt vertraue ich jedoch den selbst erstellten Profilen, die meinen Monitorfarbraum auf farbrichtige Wiedergabe getrimmt haben, was ja über das udact-Modul auch auslesbar ist. Eigene Ausdrucke mit Canon MP 980 sind nahezu übereinstimmend mit den Softproof-Ergebnis. Das ist doch schon mal was.

Danke und Gruß
Wolfgang
 
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Ergebnis: Ernüchternd - keinerlei Änderung im Paneltest, Verschlechterung im Gamuttest, es werden gerade mal noch so die Farbstreifen für sRGB angezeigt.
Das hätte ich so nicht erwartet, zumal im Vergleich der erstellten Profile zum Apple-Profil die eigenen etwas umfangreicher waren. Was könnte die Ursache sein?
Ich gehe mal davon aus, dass Du auf eine bestimmte Farbtemperatur und nicht auf den nativen Weißpunkt kalibriert hast; dann ist das Ergebnis des Gamuttests klar: weil mit dem Weißpunkt ja auch alle Farben in "eine Richtung verschoben" werden, stoßen sie auf einer Seite somit früher an ihre Grenzen; dort wird ein visueller Gamuttest also schlechter ausfallen. (Dass es auf der gegenüberliegenden Seite des Farbraums dafür besser aussieht, ist bei einem solchen Test nicht unbedingt erkennbar.)

Bei dem Paneltest hingegen sollte das Ergebnis eigentlich wirklich besser werden und Farbstiche verringern.

Kann es sein, dass von dem Problem nur sehr dunkle Grautöne betroffen sind? In diesem Fall könnte das Problem darin bestehen, dass zu einer Farbkorrektur eine der drei Farbkomponenten dunkler werden müsste, aber gar kein Spielraum nach unten mehr besteht. Für diesen Fall könntest Du damit experimentieren, den Schwarzpunkt benutzerdefiniert >0 zu setzen und zu sehen, ob es dann besser wird. Dann müsstest Du ggf. abwägen, was Dir wichtiger ist, neutrales Grau oder tiefes Schwarz.

Möglicherweise solltest Du diesen visuellen Test aber auch nicht allzu ernst nehmen (siehe unten).

Ergebnis: Zart zu ahnende Farbanteile für DTP, mehr für Adobe RGB, klar für sRGB bei Profileinstellung Cinema Display von Apple, etwas besser in Profilwahl Adobe RGB, wobei das natürlich ein Fehler war, wie ich jetzt weiß. Der Unterschied zwischen Profil und Farbraum war mir damals noch nicht so bewußt. Aber - es funktionierte. Warum?
Das wirft ein Licht auf den begrenzten Sinn solcher visuellen Tests, mit denen Du ja keine absoluten Farbwerte bestimmen kannst (unser Auge sieht ja keine L*a*b*-Werte oder so), sondern nur Differenzen zwischen zwei Farbtönen.

Arbeitsraumprofile wie Adobe RGB (1998) sind mathematisch extrem simpel gestrickte Konstruktionen eines rein theoretischen Farbraums, weil sie ja keine Unregelmäßigkeiten eines real existierenden Gerätes beschreiben und kompensieren müssen. Eine Folge davon ist, dass die relativen Abstände zwischen einzelnen Farbtönen bei der Konvertierung in so einen Farbraum praktisch nicht verändert werden. In Tests, die sich nur auf diese relativen Farbabstände beziehen, schneiden solche Profile daher immer sehr gut ab. Überspitzt gesagt: Es werden zwar die falschen Farben dargestellt, die aber sehr nuanciert.

Grundsätzlich musst Du bedenken, dass Farbwiedergabe ein sehr komplexes Phänomen ist und Farbmanagement immer so etwas wie den "Versuch zum besten Kompromiss" darstellt. Dreht man am einen Ende, damit da etwas besser wird, gibt es prompt woanderes unerwünschte Nebeneffekte. Ein gutes Profil ist immer ein ausgewogener Kompromiss.

Farben sind keine "exakte Wissenschaft"; am Ende zählt, dass sich ein möglichst ähnlicher Eindruck einstellt, wenn man ein Bild durch verschiedene Medien (zwei verschiedene Monitore, zwei verschiedene Drucker, oder gar ein Monitor und ein Drucker) betrachtet. Das, was die von Dir genannten visuellen Tests erfassen, ist davon nur ein Mosaikstein. Nicht ohne Grund kann man gute Profile nur mit Messtechnik und ausgeklügelter Software erstellen, nicht nach Augenmaß.

Insgesamt vertraue ich jedoch den selbst erstellten Profilen, die meinen Monitorfarbraum auf farbrichtige Wiedergabe getrimmt haben, was ja über das udact-Modul auch auslesbar ist. Eigene Ausdrucke mit Canon MP 980 sind nahezu übereinstimmend mit den Softproof-Ergebnis. Das ist doch schon mal was.
Exakt! Genau genommen ist es sogar das einzige, worum es geht. ;)

Tschau

Uli
 
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Ich hoffe ich darf mich hier mal einklinken in den Thread.
Vor ein paar Tagen habe ich mir ein Spyder 3 Pro System gekauft um den Monitor meines notebooks zu kalibrieren. Hat auch ganz gut geklappt, aber ich moechte mir jetzt einen externen Monitor zulegen und habe mich fuer einen NEC P221W-BK 22" Multisync entschieden.

Den gibt es einmal 'nackt' zu kaufen, einmal im bundle mit 'SpectraViewII Color Calibration Solution' fuer $250 Aufpreis. Habe ich das jetzt auf ein paar Seiten vorher richtig verstanden, dass ich mit dem Spyder 3 Pro diesen Monitor nicht kalibrieren kann (da das Spyderding keine Hardwarekalibrierung kann)? Laut Beschreibung geht es.

Ich koennte das Spyderpaket noch zurueckgeben und das Geld zurueckbekommen, sollte er aber doch fuer den Monitor gehen, koennte ich mir das sparen.
 
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Ich hoffe ich darf mich hier mal einklinken in den Thread.
Nö, das ist strikt untersagt. :hehe:

Den gibt es einmal 'nackt' zu kaufen, einmal im bundle mit 'SpectraViewII Color Calibration Solution' fuer $250 Aufpreis. Habe ich das jetzt auf ein paar Seiten vorher richtig verstanden, dass ich mit dem Spyder 3 Pro diesen Monitor nicht kalibrieren kann (da das Spyderding keine Hardwarekalibrierung kann)? Laut Beschreibung geht es.
Öhm, laut welcher Beschreibung geht was? Der Spyder 3 kann keine Hardwarekalibration. Du kannst natürlich auch einen hardwarekalibrierbaren Monitor nur via Software kalibrieren, aber so richtig sinnvoll ist das nicht.

Von der 'SpectraViewII Color Calibration Solution' würde ich Dir freilich genauso abraten, denn das ist de facto das i1 Display 2, das qualitativ dem Spyder 3 doch deutlich unterlegen ist.

Leider weiß ich nicht, ob iColor Display kompatibel zu dem von Dir gewählten NEC-Monitor kompatibel ist (prinzipiell kann es Hardwarekalibration, aber das muss nicht zwingend für alle Modelle am Markt gelten), aber falls es das ist (da müsstest Du Quato fragen), dann wäre das zusammen mit einem DTP94 wohl die beste Lösung für Dich, wenn Du auf Umgebungslichtmessung verzichten kannst.

Kannst Du das nicht, musst Du einen Kompromiss machen:
- Spyder 3: keine Hardwarekalibration
- SpectraViewII Color Calibration Solution: schlechtes Messgerät
- DTP94: keine Umgebungslichtmessung
- i1 Pro: viel zu teuer nur für Monitorkalibration

Tschau

Uli
 
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Öhm, laut welcher Beschreibung geht was? Der Spyder 3 kann keine Hardwarekalibration. Du kannst natürlich auch einen hardwarekalibrierbaren Monitor nur via Software kalibrieren, aber so richtig sinnvoll ist das nicht.

Sorry, ich steh da glaube ich auf dem Schlauch. Bei dem Spyder 3 steht, dass ich saemtliche Monitore damit kalibrieren kann (in der Beschreibung), also Laptop und externe Monitore.
Kann der Spyder 3 das nicht? Ist Hardwarekalibration nicht das Benutzen des Spydergeraets? Ich glaub ich hab da irgendwas nicht/falsch verstanden.
Und warum ist es nicht richtig sinnvoll, den Monitor via Software zu kalibrieren?

Ich will das Ganze nicht gewerblich nutzen, sondern privat. Sollte es da nicht fuer meine Hobbyverhaeltnisse ausreichen? Diesen Monitor habe ich kalibriert mit dem Bundlekalibriergeraet gesehen, sah fuer mich als Laien absolut top aus.
Koennte es sein, dass deine Ansprueche da ein wenig hoeher sind als meine?

Vielen Dank auf jeden Fall fuer die ganzen Info die du lieferst.
 
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Unter Hardwarekalibration versteht man, dass die Korrekturwerte in der Elektronik des Monitors hinterlegt werden.
Bei der Softwarekalibration erfolgt die Korrektur über den Grafikkartentreiber.
 
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