Das muß nicht immer schlecht sein - siehe Harley Davidson's neue Auferstehung.Leider sehe ich momentan bei Nikon mehr die Kunst der Iteration als die Kunst der Strategie.
Das muß nicht immer schlecht sein - siehe Harley Davidson's neue Auferstehung.
Leider sehe ich momentan bei Nikon mehr die Kunst der Iteration als die Kunst der Strategie.
Ich weiß ja nicht, was Du von den neuen Produkten, die Nikon letztens auf den Markt gebracht hat, mal ernsthaft ausprobiert hast; wenn ja, könntest Du den obigen Satz eigentlich nicht aufrecht erhalten.
..Bevor sich Nikon die Finger verbrennt, werden halt die DSLR evolutioniert, auch so hält man Kunden..
Aber ich muss präzisieren, meine Aussage bezog sich auf die Kameras. Und ja, ich fotografiere mit einer aktuellen Kamera (D810).
O.K., danke. Den AF der D500 mal mit nem langen Tele (z.B. 5.6/800mm) ausprobiert? Ich wäre froh, wenn davon eine "Iteration" in die D810 gesteckt würde.
Oh ja. Andererseits wäre es eine wundervolle Iteration gewesen, wenn sich einer der 500 Nikon-Ingenieure in den vergangenen Jahren um die langsame Entwicklung des Video-AF der APS-C- und FX-Kameras gekümmert hätte. Da gab es leider nur einen Stillstand – oder ist das auch irgendeiner Marketingstrategie geschuldet?
Sans Ear grüßt
Man kann mit modernen SLRs filmen, aber wer in dem Bereich wirklich Qualität will, nutzt spezialisierte Videokameras. Ich filme nicht, aber ich könnte mir die Argumentation so vorstellen.
Leider lief es für Nikon wohl finanziell im letzten Geschäftsjahr nicht so gut - Meldung vom 17.11.
Ich wünsche Nikon, dass sie wieder Tritt fassen.
Mike
(...)
Wohin die Reise geht habe ich keine Ahnung, und vielleicht haut Nikon ja wirklich zum 100sten den totalen Oberhammer raus, was auch immer das sein mag. Fakt bleibt für mich aber, das sie sich durch dumme Kundengängelung (zur fehlenden spiegellosen kommen ja noch die inakzeptabelen Funktionskastrationen bei den 3xxx/5xxx) in eine schwierige Situation gebracht haben anstatt das Marktpotential auszuschöpfen und aus einer Position der Stärke angreifen zu können.
Diese Frage steht schon länger im Raum, ich selbst unterstellte schon, das sie es womöglich nicht täten. Es gab aber seinerzeit auch noch andere DX-Sensor Hersteller, falconeye hatte mich diesbezüglich mal korrigiert, das Sony bei den DX-Sensoren eben kein Monopol hätten.
Zudem sind und waren die Top-Sensoren schon immer Nikon-Entwicklungen, die dann als Auftragsfertigung rausgingen. Sie hätten genausogut auch einen DX-Sensor bringen können
Ich muß grad an eine -zugegeben höchstgradig unwissenschaftliche- Marktbeobachtung vom letzten Jahr denken. Einer meiner jüngeren Mitarbeiter wurde zum ersten Mal Vater und bat mich um Beratung beim Kamerakauf.[...]
Und Du führst diese Beispiele an, um Deine Stinkwut auf Nikon zu untermauern, dass Nikon noch keine Spiegellose auf den Markt gebracht hat. Das ist nur unwissenschaftlich, das ist unsachlich, sogar polemisch.
Ich habe keine Stinkwut auf Nikon, jedenfalls nicht als Kunde, da kaufe ich dann halt bei einem Anbieter, der mir -für meine Wünsche- das bessere Produkt liefert. Ich bin da inzwischen recht schmerzfrei, bzw. komplett markenunabhängig. Nach vielen Jahren mit Audi, BMW und Mercedes steht inzwischen ein anderes Fabrikat vor der Haustür. Als Aktionär frage ich mich schon ob die in J noch alle an der Waffel haben. Zum Glück ist meine Position in Nikon Aktien nicht gar so groß und es gibt bei den anderen Nikon-Branchen fähige Manager, die die Verluste der Photo-Sparte derzeit noch übertynchen können.
Ich postulierte auch keinen Wunsch nach einem sündteuren VF-mirrorless-System, sondern nach einem konkurrenzfähigen System, das auch Neukunden ansprechen könnte.
Derzeit lebt Nikon mehr schlecht als recht von den Bestandskunden, die ihre D300 endlich durch eine D500 ersetzen konnten. Oder dei D4 durch die D5.
Realistisch betrachtet gibt es im derzeitigen Nikon-Programm nichts womit ein "aufstiegswilliger" Smartphone-Fotograf zu Nikon kommen müßte. Klar gibt es immer noch ein paar, die sich eine D3400 oder D5600 zulegen, die große Masse wird aber bei einem der Wettbewerber landen, da dort einfach geeignetere Systeme verfügbar sind.
Ich wiederhole die Frage gern nochmal: Warum sollte ein Smartphone-Fotograf, für den es natürlich ist in ein hochgehaltenes Display zu blicken auf einmal auf den von ihm als unnatürlich empfundenen Blick durch ein kleines Guckloch umschwenken?
(...)
Weil er sonst - überspitzt formuliert - gleich bei seinem Smartphone bleiben kann? Ich denke, man kann nicht immer davon ausgehen, dass der Kunde das Gewohnte sucht, eventuell ist es ja gerade die komplett andere Bedienweise DSLR vs Smartphone, die ihn das Produkt kaufen lässt.
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