spiegellose nikon als echter slr-ersatz - wann kommt sie?

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msk

NF Mitglied
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Ernsthaft, wann kommt sie denn nun, die Nikon
"Vollformat" 24x36 spiegellose Systemkamera

Auflagemaß herkömmlich zur sofortigen Verwendung aller Objektive
(okay, kein Nutzen kompakterer Objektive)
oder noch besser mit preiswertem, unintelligentem "Zwischenring"
Stacked Sensor mit AF-Phasendetektion Sony 6500
(also einem schnellen Autofokus - okay, es wird vermutet, dass Sony die letzte Sensorgeneration nicht hergibt und/oder immer noch Lieferschwierigkeiten/Verzögerungen durch das Erdbeben hat.

Zweitens, ich vermute dass spiegellose Kameras ohne Stacked Sensor mit AF-Phasendetektion schon bald nutzlos in der Ecke liegen werden. Meistens ist der Kontrastautofokus deutlich langsamer bzw. zu langsam für schnelle Action.

Und ich will eine echte Nikon, mit dem Handling einer D800 oder D5!

Ich will die Diskussion nicht wieder von vorn anfangen und es ist mir bewusst, dass gute Aufnahmen nicht durch eine neue Kamera entstehen.

Gut Licht - Mike
 
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D'accord Stefan.

Die "digitale Revolution" passiert ja nicht nur hier, sondern macht sich in vielen Bereichen breit.

So kann man den Aufstieg von digitalen Platformen wie Uber oder AirBNB betrachtet werden.

Viele glauben noch immer, daß Uber eine "Revolution" des globalen Taxigeschäftes darstellen könnte. Diese Betrachtung und Zielsetzung würde aber nicht die derzeitige Börsenkapitalisierung von ca. 70 Mrd rechtfertigen, denn der globale Taximarkt wird auf ca. 100 Mrd geschätzt (mit einer hohen Dunkelziffer in vielen Ländern).

Die Strategie von Über ist es jedoch eine "digitale Platform" in einem anderen Bereich des Lebens zu werden - Mobilität. Damit geht es auf einmal u.a. um den globalen Automobilmarkt. Der ist ca. 12.000 Mrd groß.

Vereinfacht ausgedrückt:
1) Gesellschaftlich verändert sich derzeit der klassische Wunsch, auf jeden Fall ein eigenes Auto zu haben sobald man es sich leisten kann (siehe junge Generation in der Stadt). Die weltweite Verstädterung, verbesserte öffentliche Netze, teure oder beschränkte Komplementärgüter (Autobahnmaut, CO2 Steuern, Parkraumbewirtschaftung, Luftreinraumzonen, etc) sind nur ein paar Faktoren
2) Die sich absehbare Zunahme von selbstfahrenden Autos wird das ad-hoc "Bestellen" von Mobilität wird voraussichtlich zu einer dramatischen gesellschaftlichen Veränderung führen.
3) Ähnlich wie Apple's kaufmännisches Marktdesign bei der Einführung von Smartphones die jahrzehntelange Beziehung der Kunden zu den Telefongesellschaften revolutionierte (Billing relationsship, offenere Innovationsplatform als bei den Telcos, zentrale Datensammelung über Kundenverhalten), kann man im Mobilitätsbereich ebenfalls antizipieren. Mit entsprechend massiven Auswirkungen in der klassischen Autobranche, die eher in eine Zulieferrolle für allgemeine und individuelle ad-hoc Transportkapazität gedrängt werden könnte.

Unglücklicherweise ist Nikon's bisherige Stärke auch zugleich in dieser Situation ihre größte Schwachstelle. Wir. Die Stammkunden. Ansonsten wäre es für sie einfacher.

LG, Andy

PS:
Ich bin noch immer ein zufriedener Stammkunde. Akzeptierend, daß ich nicht die Zukunft der gesuchten Nikon Kunden verkörpere und werde vermutlich eh jedwedes Zeugs kaufen, daß sie in nächster Zeit auf den Markt bringen und mir gefällt :)

Ich bin mir derzeit nur nicht sicher, ob das Segment der spiegellosen Kameras tatsächlich für eine Firma wie Nikon "die Zukunft" darstellt, oder eher als ein letztes aufzucken des klassischen Kameramarktes gesehen werden sollte, dar als Markt an sich Bedeutung verlieren wird - weil die Transformation des Kundenverhaltens ganz woanders stattfindet. Wird wohl nicht komplett verschwinden, aber massiv an Bedeutung verlieren. Ob diese Option des Nischenmarktes mit den Vorstellungen der Nikon Eigentümer zusammenpasst, wird die Zukunft zeigen.
 
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Innovation kann auch disruptiv sein (eine neue Geschäftsstrategie zu finden, die die geänderten Marktverhältnisse und Kundenverhalten berücksichtigt, die noch kommenden demographischen und technischen Entwicklungen halbwegs korrekt antizipiert und über Jahrzehnte durchgehalten werden kann - technisch, kaufmännisch und kundenorientert)

Nikon steht aus meiner Sicht vor der zweiten Variante, nicht vor der ersten. Verwenden sie den Lösungsansatz der ersten Variante für die zweite, wird das Unternehmen Schiffbruch erleiden.

Das sehe ich auch als einzig erfolgversprechenden Weg.

OK, das ist jetzt ein bisschen Äpfel mit Birnen vergleichen, aber eigentlich
müsste Nikon so einen Coup landen wie Jägermeister es vor einigen
Jahren gemacht hat.

Durch eine spektakuläre Werbe/Marketingstrategie haben die aus
ihrem 'Alte-Männer-Eckkneipen-Kräuterlikör‘ ein weltweites Szenegetränk
gemacht. Sensationell finde ich dabei, dass weder das Produkt, der Name,
der Schriftzug noch das Logo geändert wurde.

Das Problem der Kamerahersteller ist doch, dass die heutigen Digitalkameras
so wahnsinnig gut in dem sind was sie machen sollen, nämlich Fotos machen,
und dort nach oben kaum noch Entwicklungsspielraum ist.
Gleichzeitig erleben wir ein geringeres Interesse an hochwertigen Fotos.
Die breite Masse ist glücklich mit dem, was ihr Smartphone liefert.

Was tun in dieser Situation? Also entweder pfropft man den DSLRs noch
mehr Funktionen auf, die eigentlich niemand wirklich braucht, oder man
ändert das System und bringt eine spiegellose oder eine was weiß ich für
eine Kamera. Am Ende des Tages hat man auch nur wieder ein Gerät in
der Hand, mit dem man Fotos und Videos macht, und die Sackgasse der
Hersteller bleibt die gleiche.

Da bleibt doch eigentlich nur eine kluge Werbe/Marketingstrategie
und wahrscheinlich müsste man auch an der Preispolitik schrauben.
Der Slogan 'I am a Nikon' ist da viel zu wenig und suggeriert nicht
unbedingt das Fotografieren cool und sexy ist.

Grüße
Heiner
 
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Nikon könnte zum Beispiel mal damit anfangen, einige der seit Jahren vorgetragenen Kundenwünsche über Firmwareupdates anzubieten - das wäre billig und trotzdem innovativ.
Ich denke da an die maximal mögliche Belichtungszeit, mehr Komfort beim Bracketing, internes Fokusstacking, Verbesserungen bei Doppelbelichtungen, überhaupt mehr Konfigurationen, u.v.m.
Warum die ISO-losigkeit nicht eine Anwendung in Nikons RAW-Konverter findet, bleibt mir ebenfalls schleierhaft - das wäre der Gag des Jahres...

Stattdessen werden eins, zwei Gimmicks verbessert und eine neue Kamera auf den Markt gebracht, so langsam wird's albern.

Zum Einen sind die meisten Funktionen, die Du hier aufzählst, ziemliche Spezialanwendungen, die nur sehr wenige Fotografen benötigen; na gut, schaden würden sie nicht, zum Zweiten besteht natürlich das Problem, dass das Hinzufügen von Funktionen in die Firmware den Umfang der Software erheblich steigert, und dafür muss ausreichend Speicherplatz vorgesehen sein. Ich habe keine Ahnung, wieviel Speicherplatz für die Firmware in den Kameras verbaut ist, aber beliebig vergrößern lassen sich die Programme sicher nicht.

Ich verstehe nicht, warum um das Thema so ein Gewese gemacht wird. Eine Spiegellose ist nicht schon alleine deshalb besser, weil sie keinen Spiegel hat. Es ist ein anderes Konzept, dass dünnere Bodies ermöglicht, aber diesen Vorteil mit bestimmten Nachteilen erkauft. Dünnere Bodies sind aber auch kein Wert an sich. Ich habe manchmal den Eindruck, dass hier eine andere Technologie zwanghaft als besser gehypt wird, obwohl sie doch nur das ist: eine andere Technologie. Und eben nicht unbedingt eine bessere Technologie.

Ich für meinen Teil wüsste nicht, welche Vorteile mir eine spiegellose Kamera bieten würde. Bei meiner D500 kann ich im Display im Liveview einstellen, ob ich immer ein gleich helles Bild sehen möchte oder lieber die Auswirkungen der gewählten Belichtung.
Das nutze ich aber ganz selten, so selten, dass es nicht wirklich ein gravierender Vorteil ist. Meistens gucke ich ja doch durch den Sucher. Mit dem Gewicht der D500 komme ich gut klar, wenn ich meine alte Minolta XD-7 in die Hand nehme, kommt mir die wie ein Spielzeug vor, selbst mit angesetztem Motor.

Auf Nikon als Firma als Ganzes zu schimpfen, weil sie nicht genau das herstellt, was ich als Verbraucher möchte, ist nicht wirklich zielführend. Das ist ungefähr so, wie auf BMW zu schimpfen und die Firma für immer von der Liste der für mich in Frage kommenen Autohersteller zu streichen, nur weil sie heute (und vermutlich auch in Zukunft) keine Lieferwagen herstellt, wo ich doch gerade jetzt eine Couch transportieren muss.
 
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Das ist ungefähr so, wie auf BMW zu schimpfen und die Firma für immer von der Liste der für mich in Frage kommenen Autohersteller zu streichen, nur weil sie heute (und vermutlich auch in Zukunft) keine Lieferwagen herstellt, wo ich doch gerade jetzt eine Couch transportieren muss.


Nun als ich jung war baute heckgetriebene BMW Limousinen und Coupes mit -für die jeweilige Zeit- leistungsfähigen Benzinmotoren.

Heute finden sich da nicht nur Diesel, sondern auch Kombis, Allrad-SUV's, mit dem 2er Active Tourer sogar sowas wie einen Lieferwagen und demnächst bekommt sogar der 1er einen Frontantrieb. Dazu dann noch ein Elektroauto, ausgerechnet von BMW ...

... Hätten sie ihre Produktpalette nicht an die sich ändernden Käuferwünsche angepaßt wären sie pleite/geschluckt worden.
 
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Nun als ich jung war baute heckgetriebene BMW Limousinen und Coupes mit -für die jeweilige Zeit- leistungsfähigen Benzinmotoren.

Heute finden sich da nicht nur Diesel, sondern auch Kombis, Allrad-SUV's, mit dem 2er Active Tourer sogar sowas wie einen Lieferwagen und demnächst bekommt sogar der 1er einen Frontantrieb. Dazu dann noch ein Elektroauto, ausgerechnet von BMW ...

... Hätten sie ihre Produktpalette nicht an die sich ändernden Käuferwünsche angepaßt wären sie pleite/geschluckt worden.
Stefan,
all diese Optionen sind für mich Beispiele an evolutionärer Innovation.

Disruptive (digitale) Innovation ist für mich, daß zwischen BMW und ihren Kunden eine digitale Platform wie Uber steht, die die hauptsächliche Kundenbeziehung zu allen Transportsuchenden hat und als eine Option am Auswahlbildschirm BMW anbietet. Damit hat BMW keine direkte und holistische Kundenbeziehung mehr, auf der sie die Marke aufbauen und weiterentwickeln können.

Anders ausgedrückt:
Wenn in Zukunft Fahrzeuge autonom fahren, ist die "Freude am Fahren" schwerer umsetzbar. Oder wenn in Deutschland der Bestand an von Einzelkunden gekauften Fahrzeuge von derzeit 56 Millionen auf zum Bespiel 10 Million schrumpt, weil das "Ad-hoc Mobilitätsservice" - den dann der Großteil der Bevölkerung nutzt - den restlichen Fahrzeugbestand "verwaltet". Dann wird es für Firmen wie BMW weniger darum gehen, evolutionär zu agieren und Marktanteile in diesem klassischen Markt zu gewinnen, sondern sich um ganz andere Probleme zu kümmern und dafür eine tragfähige und langfristige Strategie zu entwickeln.

LG,
Andy
 
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Zum Einen sind die meisten Funktionen, die Du hier aufzählst, ziemliche Spezialanwendungen, die nur sehr wenige Fotografen benötigen; na gut, schaden würden sie nicht, zum Zweiten besteht natürlich das Problem, dass das Hinzufügen von Funktionen in die Firmware den Umfang der Software erheblich steigert, und dafür muss ausreichend Speicherplatz vorgesehen sein. Ich habe keine Ahnung, wieviel Speicherplatz für die Firmware in den Kameras verbaut ist, aber beliebig vergrößern lassen sich die Programme sicher nicht.
...
Auf Nikon als Firma als Ganzes zu schimpfen, weil sie nicht genau das herstellt, was ich als Verbraucher möchte, ist nicht wirklich zielführend.

Nein, das tue ich nicht. Ich bin im Wesentlichen recht zufrieden bei Nikon, aber in manchen Bereichen erscheint mir das Beharren auf Althergebrachtem doch etwas starrsinnig.

Spiegellose und DSLR unterscheiden sich ja nicht nur hinsichtlich der Gehäusegröße (die mir egal ist), sondern in ihrem grundsätzlichen Konzept. Die Gehäusegröße ist dabei noch der nebensächlichste Aspekt.

Aber: viele Spiegellose bringen aber auch deutlich individualisierbare Funktionstasten und Benutzermenüs mit sich (könnten DSLR auch), warten mit hohen fps per elektronischem Verschluss auf (könnten DSLR auch), bieten internes Fokusstacking (zugegeben: eine Spezialanwendung, aber für Tausende Makrofotografen interessant; könnten DSLR auch) und Live Composite im LV (könnten DSLR auch).
Das sind alles Dinge, die eine DSLR mit ihrem Konzept ebenfalls umsetzen könnte. Inwieweit hier der Speicherplatz ein Problem ist, kann ich nicht beurteilen - aber soooo viel kann das nicht sein (der Chip eines modernen 256 GB-USB-Sticks ist so winzig, und die Erweiterung wird vielleicht ein paar MB oder GB verschlingen).

Erst dann kommen Verbesserungen, die mehr Entwicklungsarbeit benötigen, aber bei denen Nikon auch schon sehr lange hinterherhinkt: gescheiter LV, gescheiter Kontrast-AF, internes WLAN und GPS, etc.

Mir ist bewusst, dass sich dieses nicht im Handumdrehen lässt, aber die zuerst genannten Punkte wären für Nikon echte Neuerungen und scheinen mir nicht sonderlich aufwändig.
Stattdessen kommt die ~ 20. Kamera in 5 Jahren auf den Markt, und deren Neuheit war so unspektakulär, dass ich sie gleich wieder vergessen habe...

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die unteren Modellreihen in 10 Jahren noch existieren, wer braucht die denn? Ich würde keinem ambitionierten Einsteiger mehr zu einer 4-stelligen Nikon raten, da gibt es anderswo Kleineres für das gleiche Geld aber mit mehr Funktionen.
 
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Daniel,
wir wissen nicht, wie derzeit (und in den letzten Jahren) das Entwicklungsbudget aufgeteilt wurde.

Wenn zum Beispiel seit 5 Jahren die nächste "große Sache" aus der Sicht von Nikon entwickelt wird und 80% des jährlichen Entwicklungsbudget verschlingt, dann bleibt noch immer das Problem, daß man in dieser Zeit etwas auf den Markt bringen muß. Entsprechend den vorhandenen Resourcen halt zuweilen etwas sparsamer, da die große Richtung auf der "das Unternehmen gesetzt wird" sowieso in eine andere Richtung geht.

Aber wie gesagt: Derzeit ist es nur ein raten. In 5 Jahren können wir dann wissend zurückblicken und vielleicht die einzelnen Schritte besser nachvollziehen (oder auch nicht).

LG, Andy
 
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Ein Problem liegt wirklich darin, dass Oberklassekameras heute bereits so viel können (Auflösung und Empfindlichkeit/Rauschen/Korn besser als es Film je war), dass man so recht nicht weiss, wozu der nächste Kamerawechsel jetzt genau nötig wäre. Vor fünf und - mehr noch - vor zehn Jahren hätte ich die Frage alle drei Monate neu und sehr präzise beantworten können, aber seit 2013 oder 2014 ist die Luft raus; der Fortschritt passiert in kleinen Schritten, nicht mehr in Sprüngen.

Nur für eine höhere Bildrate würde ich jetzt auch nicht zwingend eine EVIL kaufen ...
 
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Es gab Zeiten (im letzten Jahrhundert), da konnte man jahrzehnte lang mit dem gleichen Kamerabody arbeiten... und trotzdem gab es Innovation ;) Es braucht nicht ständig neuen Kram, nur des Krams wegen.

Aber das selbstfahrende Auto, das Andy E ins Spiel gebracht hatte, ist ein gutes Stichwort. Es ist schon vergleichbar, wenn man einen Rennfahrer in ein selbstfahrendes Auto setzt, oder einem Fotografen ein Smartphone in die Hand drückt.

Das Wesentliche ist, daß es dem Smartphonebesitzer überhaupt nicht um die Fotografie geht, für die er meist weder eine Leidenschaft, noch irgendein Interesse hat. Das Smartphone 'macht' die tollen Bilder, die auch nur noch den Zweck der Dokumentation/Erinnerung, oder z.B. der Selbstdarstellungun sozialen Medien, haben.

Alles was die Fotografie eigentlich ausmacht, also das Handwerkliche, sowie der kreative Schaffensprozess selber, die bewußte Auseinandersetzung mit einem Thema, die Technik, eine gewisse Bildsprache, Ästhetik, Inhalt und Form spielen dabei kaum noch eine Rolle.

Warum der Rennfahrer lieber selber fährt und der Fotograf lieber bewußt arbeitet, geht im allgemeinen Geschrei nach Innovation meist unter.

VG
 
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Ich habe den Eindruck, dass Nikon i.A. das Schrumpfen des traditionellen PC Marktes aufgreift. Diese Generation der Geräte wird, genau wie der Kameramarkt, zunehmend ein Nischenbereich werden.

Die großen Gewinner sind die Mobilgeräte. Die Möglichkeit, Bildchen schnell aufzuhübschen und in wenigen Sekunden/Minuten fertig auf der Plattform der Wahl geposted zu haben, scheint für den Großteil der heutigen Nutzer wichtiger zu sein, als die Möglichkeit, ein Billboard bedrucken zu können.
Dabei geht es auch nicht alleine um Hardware. Auch die Services werden immer wichtiger. Wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis so umschaue, nutzen bestimmt 40% keine PCs mehr oder nur noch selten. Daten werden in der "Cloud" gespeichert und von dort verteilt. Datensicherung? In der Cloud oder gar nicht. Ein Teil dieser Nutzer hatte früher noch Interesse an einer DSLR der Einsteiger/Mittelklasse. Heute interessieren sie sich nicht mehr dafür. Für Urlaubsbilder und Schnappschüsse sind die Smartphones/Tablets einfach inzwischen gut genug. Und der PC wird zunehmend als zentrales Arbeits -und Kommunikationsgerät zu Hause verdrängt.

Durch das Schrumpfen des PC Marktes muss einfach eine Änderung stattfinden, wie Daten aus den "produzierenden" Geräten wie Kameras an die entsprechenden Services weitergereicht werden. Anfangs habe ich noch etwas über SnapBridge geschmunzelt, aber es würde zumindest in meinem Umfeld schon Sinn machen, den PC zu umgehen und die Bilder direkt zur Verteilung auf die Mobilgeräte zu spielen. RAW/JPG spielt in dem Umfeld eh keine Rolle. Wenn die Technik funktioniert, war es vielleicht ein cleverer Zug um auch für die Smartphone Generation, also die Generation, für die das Smartphone das zentrale Datenverarbeitungsgerät ist, einen kleinen Anreiz zu schaffen noch einmal in eine dedizierte Kamera zu investieren.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass noch etwas auf dem eh technisch hohem Niveau für den Nischenbereich der "klassischen" Fotografie entwickelt wird, parallel dazu aber Geräte kommen werden, die sich durch eine einfache Vernetzung und eine hohe Automatisierung auszeichnen werden, also als verlängerter Arm der Geräteklasse Smartphone/Tablet.
 
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Warum der Rennfahrer lieber selber fährt und der Fotograf lieber bewußt arbeitet, geht im allgemeinen Geschrei nach Innovation meist unter.

Ich versuche gerade, mir das lange Gesicht eines Segelsportlers vorzustellen, den man im Zuge einer Regatta in eine sich selbst optimierende und steuernde Jolle setzt :D Die Reit-Sportler sind sowas ja eher gewöhnt: Ein Pferd das, dem eigenem Kopf gehorchend, schon mal an der entscheiden Stelle die Mitarbeit verweigert ist ja nicht so ganz was Neues. :D :D
 
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Es gab Zeiten (im letzten Jahrhundert), da konnte man jahrzehnte lang mit dem gleichen Kamerabody arbeiten...

So mag es uns in der Verklärung erscheinen, aber der Profi (und der "ernsthafte" Amateur) haben in den

60ern auf SLR
70ern auf TTL Messung
80ern auf Belichtungsautomatik
90ern auf Autofokus
00ern auf DSLR

umgestellt. Damit gingen nicht nur neue Gehäuse sondern auch immer neue Objektive einher.

An die SLR passten die Messucher-Objektive nicht dran, denn die TTL-Messung verlangte nach einer Springblende. Der eingestellte Blendenwert musste für eine Belichtungsautomatik zur Kamera hin übertragen werden können, und wenn man dann endlich sein Geld in Linsen mit Stangen-AF versenkt hatte, kamen Gehäuse auf den Markt, die nur mit objektivseitigen Ultraschallmotoren fokussieren konnten. Da Capo al fine.

Und nicht, dass jetzt Jemand denkt, im Mittelformat wären sie schlauer gewesen. Hasselblad bot mit der 2000er Serie ab ca. 1980 eine Möglichkeit, kurzfristig und parallel zur 500er ein Vermögen in Kameras mit Schlitzverschluss und Objektive ohne Zentralverschluss zu versenken. Alles Unsinn, denn nix davon macht an den aktuellen H-Modellen wirklich Spass...

Man könnte stundenlang so weiter machen ... und am Ende zu dem Schluss kommen, dass man ja auch mit einer 2005er DSLR immer noch Photos machen kann, die kein bisschen schlechter sind, als sie es 2005 waren.... wenn ich das jetzt richtig durchdenke, könnte man auch heute noch gute Bilder mit einer jahrzehntealten DSLR machen. Will man aber vielleicht nicht; so wie man in den 80ern nicht mit einer Kamera ohne Belichtungsautomatik oder - Gott bewahre - zumindest TTL Belichtungsmessung unterwegs sein wollte.
 
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@ shovelhead

Ich meinte damit auch eher Mittel- und Großformat Kameras. Mit einer 500er Hasselblad haben wirklich viele 20 Jahre lang gearbeitet, mit einer Sinar sowieso...

VG
 
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Ich kann nichts zu SnapBridge sagen, da keine meiner Kameras diese Funktion unterstüzt. Ansonsten sollte man SnapBridge eher aus den Augen von Anwendern betrachten, die ansonsten das Smartphone nutzen würden und nicht aus Sicht der "technisch interessierten" oder "Ambitionierten" Hobbynutzern.
Das Mitglied [MENTION=63867]Wuxi[/MENTION] hatte geschrieben, dass es eigentlich recht brauchbar unter dieser Sichtweise läuft.
 
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...eine andere Technologie. Und eben nicht unbedingt eine bessere Technologie.

Diese Einschätzung dürfte recht individuell sein. Für mich pers. ist ein EVF mittlerweile ein Vorteil und ich möchte ihn nicht mehr gegen einen optischen Sucher eintauschen.

EVF gibt es bei Nikon nicht, also bin ich mittlerweile nicht mehr Nikon-Kunde, ganz einfach. Jeder der eine DSLM einsetzen und nicht zweigleisig fahren möchte wird sich von Nikon verabschieden.

Es wäre ja schon mal ein Anfang wenn Nikon so etwas wie ein Canon M5 im Programm hätte.
 
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Diese Einschätzung dürfte recht individuell sein. Für mich pers. ist ...

Ist doch bei uns allen so, Conrad, oder?
Ich habe zwischen 2004 und 2012 fast im Jahresrhythmus neue Kameras gekauft, weil sie Verbesserungen mitbrachten, die mich wirklich weitergebracht haben. Seit der D800(E) war erst mal Ruhe im Karton.

Ich persönlich kann zum Beispiel das Geschrei nach EVF überhaupt nicht nachvollziehen.
Solange es keine wirklich hoch auflösenden Sucher gibt (ok der SL Sucher ist ein Schritt in die richtige Richtung), sind EVILs ein absolutes UNding für mich. Ich tu mich selbst am 24" Eizo schwer, punktgenau scharf zu stellen, da ist der EVF noch Lichtjahre weg davon.
Das einzige, wohin ich da neidvoll blicke, ist das fehlende Spiegelgeklapper beim Einschalten des Videomodus´ und LV. Aber nur für die 10 oder 15 Videodrehs im Jahr würde ich sicher nicht parallel in andere Gehäuse investieren, selbst wenn sie von Nikon wären...
 
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Wenn man so die anderen Hersteller betrachtet, zB Fuji, dann fahren die nebenbei ja auch eine ganz interessante Marketing Schiene.
Haben die X-Fotografen aufgebaut die immer ihre persönlichen emotionalen Geschichten mitbringen, Blogger transportieren wie bei Sony ihre Wechselstorys und ich denke so zieht auch die Fangemeinde dieser User nach. Aus meiner Sicht, neben der Technik, auch ein Faktor für den Wandel.

Viel spielt sich doch heute bei Facebook und youtube ab und welcher der dort angesagten Blogger steht denn noch für die Marke Nikon?

Ich persönlich fahre erstmal zweigleisig, Nikon und Fuji und für den jeweiligen Zweck kommt das gerade bessere (gefühlt) Gerät mit.


Mobile Grüße von Andreas
 
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