Innovation kann auch disruptiv sein (eine neue Geschäftsstrategie zu finden, die die geänderten Marktverhältnisse und Kundenverhalten berücksichtigt, die noch kommenden demographischen und technischen Entwicklungen halbwegs korrekt antizipiert und über Jahrzehnte durchgehalten werden kann - technisch, kaufmännisch und kundenorientert)
Nikon steht aus meiner Sicht vor der zweiten Variante, nicht vor der ersten. Verwenden sie den Lösungsansatz der ersten Variante für die zweite, wird das Unternehmen Schiffbruch erleiden.
Nikon könnte zum Beispiel mal damit anfangen, einige der seit Jahren vorgetragenen Kundenwünsche über Firmwareupdates anzubieten - das wäre billig und trotzdem innovativ.
Ich denke da an die maximal mögliche Belichtungszeit, mehr Komfort beim Bracketing, internes Fokusstacking, Verbesserungen bei Doppelbelichtungen, überhaupt mehr Konfigurationen, u.v.m.
Warum die ISO-losigkeit nicht eine Anwendung in Nikons RAW-Konverter findet, bleibt mir ebenfalls schleierhaft - das wäre der Gag des Jahres...
Stattdessen werden eins, zwei Gimmicks verbessert und eine neue Kamera auf den Markt gebracht, so langsam wird's albern.
Das ist ungefähr so, wie auf BMW zu schimpfen und die Firma für immer von der Liste der für mich in Frage kommenen Autohersteller zu streichen, nur weil sie heute (und vermutlich auch in Zukunft) keine Lieferwagen herstellt, wo ich doch gerade jetzt eine Couch transportieren muss.
Stefan,Nun als ich jung war baute heckgetriebene BMW Limousinen und Coupes mit -für die jeweilige Zeit- leistungsfähigen Benzinmotoren.
Heute finden sich da nicht nur Diesel, sondern auch Kombis, Allrad-SUV's, mit dem 2er Active Tourer sogar sowas wie einen Lieferwagen und demnächst bekommt sogar der 1er einen Frontantrieb. Dazu dann noch ein Elektroauto, ausgerechnet von BMW ...
... Hätten sie ihre Produktpalette nicht an die sich ändernden Käuferwünsche angepaßt wären sie pleite/geschluckt worden.
Zum Einen sind die meisten Funktionen, die Du hier aufzählst, ziemliche Spezialanwendungen, die nur sehr wenige Fotografen benötigen; na gut, schaden würden sie nicht, zum Zweiten besteht natürlich das Problem, dass das Hinzufügen von Funktionen in die Firmware den Umfang der Software erheblich steigert, und dafür muss ausreichend Speicherplatz vorgesehen sein. Ich habe keine Ahnung, wieviel Speicherplatz für die Firmware in den Kameras verbaut ist, aber beliebig vergrößern lassen sich die Programme sicher nicht.
...
Auf Nikon als Firma als Ganzes zu schimpfen, weil sie nicht genau das herstellt, was ich als Verbraucher möchte, ist nicht wirklich zielführend.
Warum der Rennfahrer lieber selber fährt und der Fotograf lieber bewußt arbeitet, geht im allgemeinen Geschrei nach Innovation meist unter.
Es gab Zeiten (im letzten Jahrhundert), da konnte man jahrzehnte lang mit dem gleichen Kamerabody arbeiten...
Nikon braucht wie gesagt nicht ein neues Produkt, sondern eine Strategie
Anfangs habe ich noch etwas über SnapBridge geschmunzelt, aber es würde zumindest in meinem Umfeld schon Sinn machen, den PC zu umgehen und die Bilder direkt zur Verteilung auf die Mobilgeräte zu spielen.
...eine andere Technologie. Und eben nicht unbedingt eine bessere Technologie.
Diese Einschätzung dürfte recht individuell sein. Für mich pers. ist ...
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