Rein theretisch und vielleicht auch praktisch ist der Sprung von 45,7 auf 61 MP nicht sehr viel, aber die Fotozeitschriften und Blogger werden Euch schon davon überzeugen, wie sehr eine solche 61 MP-Kamera Euch das Fotografieren erleichtert und wie viel besser die Fotos sind. Ich habe die Z6 und die Z7. Die Z6 macht mit wenig Aufwand und weniger Sorgfalt sehr ansprechende Fotos, während die Z 7 für wirklich bessere Fotos sehr viel anspruchsvoller in Sachen Bedienung und Sorgfalt ist, sowohl beim Fotografieren, als bei der Bearbeitung der Bilder. Das wird sich auch im Verhältnis Z7 zur 61-MP-Z fortsetzen, weil es immer so ist (Habe mit der D70 begonnen und alle Entwicklungsstufen der Nikon-Digitalkameras mitgemacht). Sicher braucht außer ein paar spezialisierten Profis keiner die 61 MP-Kamera, aber das ist nicht das Thema. Für die Leute, die sie wirklich brauchen, ist es wichtig, dass auch möglichst viele, die sie nicht brauchen, sie trotzdem kaufen, denn so wird die Auflage so groß, dass der Preis nicht ins unermessliche steigt. Problematisch scheint mir eher, dass Nikon mit den Objektiven nicht hinterher kommt. Nikon hat groß über die Vorteile des großen Z-Bajonetts schwadroniert. Ich denke, spätestens mit dem Erscheinen der 61-MP-Kamera sollten die professionellen Objektive mit Z-Bajonett zur Verfügung stehen, denn wenn es ohnehin nur F-Objektive mit FTZ gibt, kann man eigentlich auch F-DSLR benutzen. Ein professionelles Z-Equipment solltezumindest folgendes beinhalten: Brennweiten von 14-200 mm in drei Zooms (am besten 4er und 2,8er Ausführung, ein professionelles 300er mit 1,4er TC, mindestens ein Macro 1:1 Objektiv und ein Shift/Tilt-Objektiv, bei letzerem gibt es wieder deutliche Konstruktionsvorteile gegenüber dem F-Bajonett). Das anbieten zu können, wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen, weil Nikon eine vergleichsweise kleine Objektivschmiedeabteilung hat. Und genau hier ist der Knackpunkt: Wenn einer der Mitbewerber mehr oder besseres zur Verfügung stellt, beginnt sofort ein größerer Teil der Nkon benutzenden Fotoamateure kräftig mit den Hufen zu scharren. (Vielleicht sollte Nikon hier auch die Zusammenarbeit mit einem anderen Objektivspezialisten wie Tamron suchen, die sich bestimmt auch auf lage Sicht auszahlen dürfte.)