Ausgezeichnet! Sabine und Sam, eine Bilderfreundschaft ...

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Kiel, 10.10.2020​
Lieber Sam,

Du bist zurück! Danke für Deine ersten Eindrücke von Eurer Reise!
Ich freue mich, hier wieder von Dir zu lesen und Deine Fotos anzuschauen, und bin gespannt, was Du noch zeigen und berichten wirst.

Ja, der Umbruch ... Hier wächst die Zahl der voll gepackten Bananenkisten langsam, aber kontinuierlich an.
Ich habe übrigens einen anderen Namen für unsere Übergangswohnung gewählt: Ich nenne sie ab jetzt Ferienwohnung! Das klingt doch gleich viel entspannter und macht mehr Lust auf den Umzug.

Ab dem 15. Oktober können wir in die Ferienwohnung. Danach haben wir noch bis zum 25. Oktober Zeit, unsere Wohnung möglichst leer zu bekommen. Unser Endspurt hat begonnen.

Dazu habe ich ein passendes Kinderbild von mir aus meiner Grundschulzeit, von 1976 oder 1977, wahrscheinlich aus 1976, zu den Olympischen Sommerspielen in Montreal.


"Apfelsaft macht fit"




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Passend zum Urlaub habe ich noch ein Kinderbild. Amrum, die Insel mit mehr Parkplätzen als Bäumen. Und mein Nachname ist mal wieder falsch geschrieben ...

Schade, dass es mit Eurem Ferienhäuschen noch nicht geklappt hat.


"Auf Amrum!"



#1073​
 
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Du hast ja wirklich viel geschlafen im Urlaub. Hoffentlich hält das bisschen Erholung wenigstens etwas an. Da scheint ja wirklich eine Menge Arbeit und Mühe auf Dich zuzukommen. Pass bitte gut auf Dich auf und sorge für genug Pausen, Ablenkung und Entspannung.

Vielleicht ungefähr so wie diese Möwe, die ich gestern mit 'nem Tele aus unserer Küche heraus fotografiert habe.




#1074​
 
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Einfach nur sitzen. Die Farbe der Stühle ist sicher Geschmackssache. Die Farbkombination mit der Wand dahinter finde ich aber ganz schön.

Vielleicht sind die rosa Stühle für mich ein Pendant zu Deinem roten Hydranten ...




#1075​
 
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Da ich es gestern kräftemäßig leider nicht mehr zur Bünte geschafft habe, habe ich noch dieses Bild vom Jahrmarkt für Dich von gestern.
Jahrmarkt hilft ja manchen als Ablenkung. Für mich ist das gaaar nix. Viel zu laut, viel zu hektisch.
Allerdings haben wir den Jahrmarkt in Sichtweite, so gut wie direkt vor unserer Haustür. Da kann ich so ein Foto in der Dämmerung locker riskieren.


Damit wünsche ich Dir einen schönen Abend, in jedem Fall ruhiger als hier aufm Rummel.

Liebe Grüß nach Riniken,
Sabine


BIG ONE



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Riniken, 11. Oktober 2020

Liebe Sabine

Besten Dank für dein Postkarten. Deine Kinderzeichnungen sind sehr berührend. Ich habe, obwohl mein Patenonkel, nebenberuflich Maler war, immer schwer mit meinen zeichnerischen-/malerischen Fähigkeiten auseinandergesetzt. Im Studium habe ich gelernt, Kinderzeichnungen "lesen" zu lernen, was mir immer suspekt und sehr einseitig vorkam.

Und ich bin sehr froh hast Du ein paar Zeichnungen als Erinnerung für Dich fotografiert und so für Dich behalten.

Colmar hat mir Eindruck gemacht. Ich finde solche Städte sehr faszinierend, auch wenn ich nach zwei Stunden an Reizüberflutung leide. Zum Glück war das meiste französisch angeschrieben, so hatte ich eine "Entschuldigung" nicht alles lesen zu müssen .....



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Ich erlebe mich ohnehin in den geschichtsträchtigen Orten überfordert. Und ich muss mich schon sehr zusammen nehmen, dass ich nicht "hängen bleibe" .....

Und so wirken manchmal die Farben, machmal aber die Kontraste. Nicht die fotografischen, sondern die zeitlichen ....



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"Der Tunesier": ein wunderbares kleines Restaurant in das wir ein vorzügliches Mittagsmahl gegessen haben .... Wir hatten Hunger und steuerten die erste "Beiz" an ....

Der charmante Koch und vermutlich auch Besitzer hat uns ein hervorragendes Menu zusammen gestellt.....



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Die Fachwerkbauten sind ja schon der Hammer. Von aussen betrachtet sind sie genau so schräg wie wohl von innen. Ich kenne das. In unserem Haus gibt es kaum einen rechten Winkel und eben ist gar nichts. "Erlebnis-wohnen" nenne ich das ....



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Ich hätte wohl Mühe in diesen Häusern zu wohnen. Die kleinen Fenster, die niedrigen Räume würden mir wohl sicher zu Beginn Mühe bereiten ....
Ich bin mir, wie Du weisst, Höhe und grosse Flächen gewohnt.....



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Und nun wären wir hier, im "kleinen, französischen Venedig"....
Ich mag die Vergleiche nicht besonders, weil es rein äusserlich ist und mit der Geschichte kaum etwas gemeinsam hat. Dennoch: zum Betrachten ist es schon sehr eindrücklich ....



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Ich habe mich zuwenig mit der Geschichte von Colman befasst. Mit Venedig, auch wenn ich noch nie dort war, bin ich etwas bewanderter. Das hat mich meinen vielen Büchern über die Musikstadt zu tun....



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Aber dieses Dreieck, dort wo der Rhein den grossen Bogen gegen Norden macht, mit Mühlhausen, Strassburg und Colmar, ist schon sehr geschichtsträchtig. Und ich hoffe, dass ich mich später noch intensiver mit ihr beschäftigen kann.



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Und so schliesse ich für heute. Morgen gehts los. Und ich trage das Bild vom Hydranten in mir.....

Nächste Woche, Liebe Sabine, ist der 15. Oktober. Dann wirst Du und Sandra eure Wohnung für eine bestimmte Zeit verlassen Für diesen Moment wünsche ich Dir und auch Sandra ganz viel Glück und Kraft....

Ich werde Euch mit meinen Reisepostkarten den Übergang hoffentlich etwas erleichtern ....

Herzliche Grüsse nach Kiel, an Dich und Sandra.

Sam



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Riniken, 12. Oktober 2020

Liebe Sabine

Ich hoffe Dir geht es gut. Ich fahre für einen kurzen Moment fort mit Postkarten.
Und - womit wir ja wieder beim Thema sind, was uns alle seit Monaten beschäftigt ....



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Farbenprächtig ist Colmar wirklich. Auch wenn ich insbesondere die oft zu sehenden farbigen Plastikblumen nicht mag. Im Übrigen auch in den Kirchen. Das betrifft nicht nur Colmar. Die Plastikdinger habe ich auch an den entlegensten Orten im Tessin gesehen. Ich finde sie ästhetisch so ziemlich daneben ... Da schlägt halt mein altes Gärtnerherz ...

Hingegen gefallen mir die bunten Blumenkistchen, auch wenn hie und da die Fassadenfarbe nicht dazu passt ...



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Und bevor ich meine Mittagspause schliesse, noch dies:

Ich habe das noch nie gesehen: einen Monats-Sonnenkalender...Wäre es nicht schön und würde uns alle etwas entschleunigen, wenn wir statt den Minuten hinterher jagen würden, uns auf Monate einigten?

Frage: wann soll ich zu Dir kommen? Antwort: heute, im Oktober ....

In diesem Sinne: bis zum nächsten Mal. Herzlich. Sam



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Riniken, 15. Oktober 2020

Liebe Sabine

Mit dem Elsass mache ich einen Unterbruch. Und wie Du geschrieben hast, wirst Du mitten im "Zügelstress" sein .... Trag Sorge auf Dich und fühl Dich nicht unter Druck nur irgend etwas anderes zu denken als an diesen Moment ....

Ich erzähle, so wie Du mich kennst, frei von der Leber und das mit Postkarten ....

Die Covid-Betroffenen in der Schweiz steigen ins Exorbitante und wir hätten eigentlich Ende Oktober einige Geburtstage zu feiern. Das fällt nun gänzlich ins Wasser. Für uns, also für Claudia und mich weniger ein Problem aber für unsere (ehemalige) Pflegekinder schon. Alles läuft bei uns seit Wochen ad hoc. Keine fixen Termine, keine Planung und vieles das ich zu Beginn des Jahres gespürt habe, ist eingetreten ...

Nun. Seit gestern haben wir ein krankes Hühnchen und diesmal sieht es schlimmer aus. Sie hat einen Virus, welcher in der Regel tödlich endet. Aber wir geben nicht auf. Nicht in diesen Zeiten, wo Respekt und Einfühlsamkeit das oberste Gebot ist. Und in Claudias Nähe hat es die grösste Chance, gesund zu werden ....

So verbleibe ich mit nachdenklichen Grüssen. Trage Dir Sorge und ein gutes Ankommen in den neuen, vorübergehenden vier Wänden .... Herzlich. Sam



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Riniken, 17. Oktober 2020

Liebe Sabine

Ich hoffe Dir geht es gut und Du/Ihr seid gut angekommen im "Provisorium". Die Woche nach meinen Ferien war so streng wie wie die letzten Wochen. Es reisst nicht ab bei uns und eigentlich hätte ich schon am Montagabend wieder in die Ferien gehen können ....

Die Zeit bricht viel auf bei den Menschen. Dies bestätigte mir auch meine Schwester, Ärztin und und Alternativmedizinerin, welche eine eigene Praxis führt. Die Themen werden immer komplexer und Systeme, welche sich noch vor Corona so einigermassen aufrechterhalten konnten, brechen nun ein.

Meine dauernden Rückenschmerzen zeigen mir, dass es selbst für mich nicht sehr einfach ist, einen guten und für mich gesunden Weg zu finden.

Aber nun zu einer ganz andern Geschichte: Ein krankes Huhn von uns, ich habe es Dir schon geschrieben. Und sie lebt und trinkt und frisst. Und geniesst es von Claudia im Tragtuch herumgetragen zu werden.

Das Trinken ist ja zum Zuschauen ein Erlebnis. Wir haben ihr zuerst mit einer Pipette Wasser gegeben. Das ist nicht sehr einfach, da man immer genau schauen muss, dass kein Wasser in die Atemwege gelangen. Aber weil Claudia gesehen hat, dass das Huhn - übrigens heisst sie Ronia - auch aus der Hand isst, hat sie es mit Wasser auch so probiert .... Und es klappt ....



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