Sabine und Sam, eine Bilderfreundschaft – 2022

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Der Mann mit der langen Nase ...



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Kiel, 28. Februar 2022​
Lieber Sam,

vielen Dank für Deine vielen Postkarten. Ich habe mich sehr darüber gefreut. :6874:
Danke insbesondere auch für Deine Sandkastenträume.

Ja, die Zeit ist wirklich nicht einfach. Mir geht es ähnlich wie Dir. Aufgewühlt. Sprachlos. Entsetzt. Voller Mitgefühl mit den Menschen in der Ukraine und allen, die anderswo um ihre Liebsten bangen ...

Mein Tagesprojekt mache ich weiter. Im Moment noch ausschließlich in Gelb-Blau. Wie hier auf dieser Postkarte ganz einfach mit Papier.

In der letzten Woche habe ich meine Website aus ihrem einjährigen Winterschlaf geholt. Ich habe viele neue Fotos online gestellt und mehrere neue Blog-Beiträge zu meinem 365-Tage-Projekt veröffentlicht.

Das alles ist angesichts der Geschehnisse in der Ukraine total nebensächlich. Viel wichtiger ist mir im Moment die Frage, wie wir den Menschen in der Ukraine helfen können!

Wo ich schon meine Website aufgeweckt habe, habe ich dort heute auch einen Blog-Beitrag mit Links zu Unterstützungsmöglichkeiten veröffentlicht. Das kann ich zumindest tun: Hilfsmöglichkeiten für die Ukraine online stellen, spenden, Solidarität zeigen, zur Mahnwache gehen.

Anja hat im Forum ja auch schon den Aufruf von Skylum erwähnt:
@AnjaC, danke dafür!


Sam, ich wünsche Dir eine gute Woche. Ganz liebe Grüße bitte auch an Claudia -- und Sandra grüßt zurück!
Herzlich,
Sabine


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Heute, so kurz vor 18 Uhr, war ich im Schrevenpark spazieren und die X-E4 war mit.
Nach einer kleinen Runde um den Schreventeich habe ich mich mit ihr auf eine Bank gesetzt.
"Scharf stellen?" "Och, nee, zu anstrengend. Lass uns lieber ein bisschen die Augen ausruhen und in die Ferne träumen ..."

Zurück zuhause habe ich Sandra und mir mein momentanes Lieblingsessen gekocht: Spaghetti mit veganer Bolognese. Sooo lecker und soooo tröstlich! :love:

Jetzt sitze ich also genudelt vor dem PC und schicke Dir von hier aus ganz liebe Grüße nach Riniken!

Herzlich,
Sabine


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Riniken, 2. März 2022​

Liebe Sabine

Danke sehr für deine Postkarten. Sie freuen mich sehr.
Heute Morgen habe ich im Online Magazin "Republik" einen Beitrag von einem Fotografen aus Kiew gesehen. Er ist dort mit seiner Frau und seinem Kind. Auf der Fensterbank auf einem Foto ist ein Bild einer Heiligen. Und ich erinnerte mich an das Val Vergoness, im Tessin. Das Bild ähnelt dieser Heiligen.
Und so schicke ich es Dir. Leider kann ich es dem Fotografen nicht schicken.


Somit wünsche ich Dir einen zuversichtlichen und friedvollen Start in den Tag.

Herzlich. Sam



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lommi
lommi kommentierte
Kiel, 2. März 2022​
Lieber Sam,

danke für Deine Postkarte mit der Heiligen aus dem Tessin und Deine guten Wünsche für den Tag.
Danke auch für den Link zu dem Fotografen aus Kiew. Alles sehr erschütternd und sehr, sehr traurig. :cry:

Ich halte mich weiter (weiter soll heißen wie auch schon zu Corona) an den Rat von Psychologinnen und Psychologen. Ich informiere mich regelmäßig, aber nicht ständig, über den Krieg in der Ukraine in seriösen Medien und versuche ansonsten, meinen Alltag mit Routinen und bewusst genossenen schönen Dingen (Fotografie, Musik, Bücher, Lieblingsessen, Spaziergänge ...) aufrecht zu erhalten.

Hier, ich schreibe Dir mal ein Zitat aus einem Interview vom 26.2.2022 in der ZEIT mit Angelika Erhardt, Oberärztin und Leiterin der Ambulanz für Psychiatrie und Psychotherapie am Max-Planck-Institut in München (Hervorhebung von mir):

"Das wissen wir auch aus der Pandemie. Dosiert sich mit Informationen beschäftigen und Sorgen mit anderen Menschen, Familie und Freunden besprechen, ist hilfreich.​
Den Rest des Tages sollte man sich auf die Aufgaben konzentrieren, die für einen wichtig sind. Die werden ja nicht plötzlich unwichtig, weil es diesen Konflikt in der Ukraine gibt. Wir haben weiter unsere Aufgaben und hilfreichen Routinen.​
Man sollte sich also eher auf Dinge fokussieren, die man machen kann, und nicht ins Grübeln verfallen, was sein könnte. Und dabei geht es nicht ums Ausblenden, sondern darum, zu entscheiden, wie man die aktuelle Situation am besten verarbeiten kann."​

Das fand ich aktuell zum Krieg in der Ukraine sehr hilfreich. Vor allem in Bezug darauf, dass unser Alltag eben weiter geht, weiter gehen darf.
Ja, mehr an Gedanken dazu ist für eine Postkarte zu viel (ist ja eh schon eher ein Brief mit beigelegter Postkarte).

Noch kurz zur heutigen Postkarte: Mein Fotorucksack! Er hat schon immer Farbe bekannt.

Ich wünsche Dir trotz der Lage ebenfalls weiter eine gute Woche. :6874:

Herzlich,
Sabine


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lommi
lommi kommentierte
Riniken, 3. März 2022​

Liebe Sabine

Ich danke Dir für die "Fotorucksack-Postkarte". Der Rucksack bekommt in dieser Zeit noch eine weitere Bedeutung. Und danke Dir für die weiterführenden Links. Vielleicht werde ich Herr Berezovskiy einmal schreiben, wenn er dann die Post auch erhält.

Danke auch für den Text der Oberärztin. Ich muss mich auch sehr abgrenzen, aber es geht wohl vielen Menschen so. Und darum gehe ich dieses Wochenende in den Jura. Tina bleibt mit Claudia zuhause, sie führt noch Gespräche. Und ich werde mich daran machen, unsere alten Obstbäume dort oben genauer zu begutachten. Vor allem muss ich das dürre Holz wegschneiden und den einen oder andern Baum etwas schneiden.

Ich schicke Dir eine Postkarte, welche ich Dir schon per Mail geschickt habe. Ich habe sie aber etwas der aktuellen Situation angepasst.

Starte gut in den Tag, schau' gut auf Dich.

Herzlich. Sam



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Riniken, 4. März 2022​

Liebe Sabine

Mit dieser kleinen Spielerei verabschiede ich mich fürs Wochenende. Aufgewühlt und bedrückt fahre ich in den Jura und versuche mich zu erholen und etwas abzulenken.

Heute Morgen habe ich diese Stimmung aufgenommen. Und die kleine Taube Gwendolin als Friedenstaube hinzugefügt. Sie kam vor Jahren bei uns vorbei, erschöpft und wir haben sie aufgefuttert. Unser Freund der Tierarzt hat sie noch medizinisch versorgt. Nach ein paar Tagen kam sie nicht mehr.

Ich wünsche Dir ein schönes und friedvolles Wochenende.

Herzlich. Sam



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Kiel, 4. März 2022​
Lieber Sam,

danke für deine beiden Postkarten mit den besonderen Zeichen! 🇺🇦🕊️
Ich hoffe, dass Du inzwischen im Jura angekommen bist und dort etwas zur Ruhe kommen kannst.

Aufgewühlt und bedrückt bin ich auch, aber ansonsten geht es mir soweit ganz okay.

Gestern hatten wir sonniges, aber doch recht frisches Wetter in Kiel. Ich bin zur Kiellinie geradelt und habe mich dort mit drei Fotofreundinnen getroffen. Wir hatten uns lange nicht gesehen und es war toll, sich endlich wieder zu treffen.
Wir sind die Kiellinie entlang Richtung Innenstadt spaziert, wo ich diese zwei abgerockten Gestalten gesehen habe. Einen quadratischen Ausschnitt davon habe ich ja auch schon als Tagesfoto gezeigt, aber ich wollte Dir dies hier auch noch als Postkarte schicken.


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Wir hatten heute wieder schöne Sonne in Kiel. Alles scheint so friedlich ...

Gegen späteren Nachmittag habe ich mich für ein paar Besorgungen aufgerafft. Ich war auch kurz in der Bünte! Der Frühling ist hier und da schon im Gange.
Anschließend bin ich weiter zu meiner Patentochter geradelt und habe ihr ein paar Leckereien aus der Bäckerei vor die Tür gelegt. Das Kind wurde von Corona erwischt und ist seit Sonntag in Quarantäne. Zumindest körperlich geht es ihr inzwischen zum Glück etwas besser. Jetzt schlägt ihr halt die Quarantäne auf die Stimmung. Verständlich, zumal mit Anfang 20.

Nochmal zum Thema Bünte: Wir sind ja jetzt nur noch zu dritt dort und wollen morgen zusammen überlegen, was dieses Jahr wohin kommen soll. Darauf freue ich mich schon.

Diese Postkarte schicke ich Dir als Vorgeschmack auf den Frühling und als Hoffnungsbringer! 🇺🇦🕊️
Das Foto ist übrigens wieder ein JPEG direkt aus der Kamera (mit 'nem JPEG-Rezept von Thomas B. Jones).

Alles Liebe für Dich, hab' eine gute Zeit im Jura,
herzlich,
Sabine


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Riniken, 7. März 2022​

Liebe Sabine

Danke für die gelb-blauen Postkarten und die Schneeglöckchen-Postkarte. Möge sie helfen, der Hoffnung einen Platz zu geben.
Ein intensives Wochenende war es. Meine Tochter hat Türen geschliffen, ihr Freund musste eine Arbeit schreiben und eines unserer Pflegekinder kam auch mit und erholte sich, half bei den Ästen weg transportieren. Andy hat eine Durchgangstüre gezimmert und ich habe Bäume geschnitten.
Am Sonntag kam noch mein Sohn, und hat sich den Obstbäumen angenommen. Er ist Gärtner und hat das professionell gemacht. Mein erste Beruf ist zwar auch Gärtner, aber das Wissen ist nicht mehr auf dem neuesten Stand und vor allem fehlt mir die Erfahrung.

Nun, ich habe wenig geschlafen, viel gearbeitet und hab' es mir aber nicht nehmen lassen, mit meiner Tochter jeweils am Morgen früh zum Teich zu fahren und die Morgenstimmung einzufangen. Die Postkarten von den Aufnahmen habe ich noch nicht gesichtet, aber ich schicke Dir andere Bilder, mit dem Handy gemacht.

So trafen wir jeweils um sieben Uhr die Stimmung an....



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Und so sassen meine Tochter und ich jeweils zwei Stunden in der Ansitzhütte. Es war kalt und wir mussten uns warm anziehen. Trotz vielen Kleidern froren wir nach zwei Stunden.
Das weisse Nutria habe ich nicht gesehen, aber ein Kollege von ihm. Ich schicke Dir dann die Postkarte, wenn ich die Bilder gesichtet habe.

In der Hütte hat man fast eine Rundumsicht. Die Distanz zum Wasser ist weit genug, so dass sich die Vögel nicht stören lassen.



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Nach dem Morgenessen ging es dann an die Arbeit. Die Bäume wurden sicher zehn Jahre nicht mehr geschnitten. Letztes Jahr haben wir uns Zeit genommen, das Haus wohnbar zu machen. Und dieses Jahr ist der Garten dran. Es gibt noch einiges zu tun.
Links siehst Du eine Zierkirsche, rechts von der Treppe einen Mirabellenbaum. Ganz fertig ist es noch nicht, aber zumindest wieder Licht hat er.



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Das Vorher und Nachher war schon beeindruckend. Unser Sohn hat ganze Arbeit geleistet. Manche Bäume sind in einem erbärmlichen Zustand. Mein Sohn meint zwar, dass sie sich erholen können, wenn sie jetzt wieder Licht haben. Aber im Vergleich zu vorher sehen sie richtig kahl aus.
Nächstes Wochenende gehen wir wieder hin und räumen auf. Die Äste werden wir zu einem Teil zu Häcksel machen. Mit einem Teil werden wir aber auch einen Haufen machen für die kleinen Säugetiere.
Unser Sohn ist sich am Überlegen, ob er sich als Imker weiterbilden möchte und im oberen Grundstück ein paar Bienenvölker pflegen möchte. Ein spannendes Projekt. Honig vom eigenen Garten ... ein schöner Gedanke.

So, das wärs. Ich wünsche Dir einen guten Start in die neue Woche. Die Postkarten vom morgendlichen Shooting schicke ich Dir dann wenn ich dazu komme.

Herzlich. Sam



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Ja ein radikalen Schnitt ist bei alten Bäumen nicht verkehrt, der Holzwuchs wird dadurch tüchtig angeregt.
Allerdings hat der vordere Baum am Stamm einen großen Rindenschaden der wird wohl kaputt gehen.
 
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sam25
sam25 kommentierte
Danke für deine Bemerkung, Otto. Ja, der Schnitt ist sehr gut und tut den Bäumen gut. Leider sind viele Obstbäume, welche nun mein Sohn geschnitten hat in einem schlechten Zustand ... aber vielleicht können wir das komplette Absterben noch ein paar Jahre hinauszögern ... :)
 
Riniken, 8. März 2022​

Liebe Sabine

So, nun habe ich ein paar Postkarten vom "Wasserloch". Ob ich viel sehe oder nicht, ob viel läuft auf und neben dem Teich ist eigentlich völlig egal. Ich sitze dort auf der Holzbank, bewege mich etwas in der Hütte. Die Ruhe, das Beobachten, das Warten, das Hören, das Riechen. Alle Sinne kommen zusammen, und ich gerate jedes Mal in eine grosse Entspannung....



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