Für diese Kundengruppe wäre es wohl ausreichend gewesen, die Z50 mit F-Mount auszustatten. Nikon hätte so seine bestehenden DX-Objektive verkaufen können, ohne Entwicklungskapazität in Z-DX-Objektiven zu binden. Wirtschaftlich sicherlich der attraktivere Ansatz.
...Wie man es dreht und wendet, Nikon ist (wieder mal) in der Situation, wo sie dem Markt hinterher rennen müssen und hoffen, dass es gut ausgeht.
...würde gerne diese Denkweise mal verstehen wollen?
Was hat das mit der Fotografie zu tun?
Ich verstehe nicht, was die Kamera schlecht machen soll. Und warum ein technisches Gerät Schrott sein soll, wenn es auf dem Papier „nur das Gleiche“ bietet wie die Konkurrenz. Und wie ne D500, so am Rande.
Selbstverständlich ist die Z50 nicht mit der D500 gleichzusetzen. In den wichtigsten Leistungsdaten allerdings schon. Die von Dir genannten Punkten jedoch halte ich jedoch für eher zweitrangig, zumal in der Preisklasse kaum zu leisten.
Dann haben wir eine sehr unterschiedliche Auffassung von "wichtigsten Leistungsdaten". Bei der D500 halte ich z.B. alles was mit AF und FPS zu tun hat für ein herausragendes Modellmerkmal. Wenn da ein Gehäuse schon mal diesbezüglich nicht in dieser Klasse spielt, käme ich nicht auf die Idee da irgendwas gleichzusetzen.
Ich verstehe nicht, was die Kamera schlecht machen soll. Und warum ein technisches Gerät Schrott sein soll, wenn es auf dem Papier „nur das Gleiche“ bietet wie die Konkurrenz.
Niemand hat die Kamera bisher schlecht gemacht.
Im Eröffnungs-Thread schrieb ich: "Schaut man nur auf die Kamera und lässt die aktuelle Markt-, Wettbewerber- und Kundensituation unbeachtet, dann ist die Z50 eine handlich Kamera mit sehr ordentlichem Sensor und brauchbarer Ausstattung. Keine Frage, damit kann man schöne Urlaubsbilder machen, Bergtouren und auch Selfies für Instagram. Insgesamt ein gutes, aber unauffälliges Durchschnittsprodukt, ohne besondere Stärken, aber auch ohne USP und mit einer sehr eingeschränkten Objektivauswahl."
Ist das schlecht gemacht, oder eine realistische Einschätzung?
Aber es steht doch außer Frage, dass die Z50 ein Marketing-Kastrat ist und Nikon damit eine bestimmte Verkaufsstrategie verfolgt, @Furby hat es recht gut zusammengefaßt:
"Die Käufer wissen das auch und warten daher, wenn sie es können und wollen auch mit dem Kaufen ab, zumal die Z50 eigentlich nichts hat, was man unbedingt sofort braucht. Nikons Problem ist auch die Konkurrenz, (Fuji /Sony), die mit entsprechenden Preisen den Verdrängungswettkampf am kleiner werdenden Markt beflügelt, und die letztlich auch auf Grund ihrer Größe einen längeren Atem hat.
Die Rechnung, zunächst mal fleißig Z50 zu verkaufen und dann eine Z60 mit Ibis nachzuschieben, die die Kunden dann auch noch kaufen, dürfte bei Nikon also in zweifacher Hinsicht nicht aufgehen."
Kritisiert wird doch nicht die Z50 an sich, die ist brauchbar und gute Bilder kann man mit der Kamera ganz sicher machen, alles andere wäre auch eine höchst negative Überraschung. - Kritisiert wird die Produktstrategie von Nikon. Nikon ist ein sehr später Nachzügler im spiegellosen Segment und ist bei den jungen SmartFone-Knipsern eher ein NoName-Unternehmen. Wenn man dann in einem schrumpfenden Markt mit sehr gut etablierten Platzhirschen Marktanteile gewinnen will, dann muss man einen "Kracher" launchen, den jeder Verkäufer gerne empfiehlt und der sich einfach verkaufen lässt, weil substanziell besser und günstiger als der Wettbewerb. Mit einem unauffälligen Durchschnittsprodukt und zwei Dunkelkit-Objektiven schwimmt man irgendwo mit, aber unterhalt der Sahne.
Wenn der Trend bei Spiegellosen, durch Sony vorgegeben, zu eher höherpreisigen Kameras geht, wird Nikon sicher nicht anfangen, das erheblich nach unten zu öffnen und sich der Margen zu berauben. Das Segment der technikseitig nicht so anspruchsvollen Fotografierer wird mehr und mehr von den hochwertigen Smartphones à la Huawei besetzt, da ist nur noch wenig zu holen, deswegen bin ich nicht mal so sicher, ob dieses "Systemkamera mit Objektiv für 399,- EUR auf dem Media Markt-Wühltisch"-Konzept noch lange Bestand haben wird...Was ich allerdings auch sagen muss: Die Z50 ist hinsichtlich Äußerlichkeiten tatsächlich eine Kamera für die typische D5x00-Klientel. Auch wenn die Technik locker eine Klasse höher anzusiedeln ist. Ob das letztendlich aufgeht, wird spannend. Denn die Kamera ist für die adressierte Kundschaft doch recht teuer. Aber warten wir es ab. Immerhin langt Sony mit der A6500 kräftig und selbstbewußt hin. Das sollte für Nikon dann auch gehen.
Auch Hochhäuser haben mit einem Keller begonnen. Aber wir stehen vor dem Kellergeschoß, schauen hinunter und sagen "Das wird doch niemals ein Haus!"- Zu kleines Objektivprogramm
Auch Hochhäuser haben mit einem Keller begonnen. Aber wir stehen vor dem Kellergeschoß, schauen hinunter und sagen "Das wird doch niemals ein Haus!"
Damit hast Du voll und ganz recht! Schon vor 30, 40 Jahren galt Nikon zwar als solide, aber sehr zurückhaltend...ohne Spektakel. Das ist aber eigentlich genau das, was Nikon-Fans seit Generationen und Jahrzehnten schätzen.
Die FA wurde hauptsächlich deswegen kein großer Erfolg, weil sie anfangs kaum zu haben, relativ teuer und letztlich recht schnell "veraltet" war: die Zeichen standen auf AF, Minolta hat 1985 krachend die 7000 vorgelegt. Die FA mit AF wäre DIE Kamera der gehobenen Mittelklasse geworden, die später die F801(s) zumindest im Maßstab der noch vorhandenen Nikon-Marktdurchdringung wurde, aber so blieb sie eher ein Nischenmodell für den Connaisseur.Daß sie dann fortschrittliche Kameras wie die FA auf den Markt gebracht haben, hat zwar Respekt hervorgerufen, war aber der Nikon-Gefolgschaft auch wieder nicht recht. Eine so moderne Kamera von Nikon konnte nur suspekt sein.
und als Amateurkamera (schlimm!) galt, die suspekte Belichtungsprogramme hatte (sogar P - sehr schlimm!)Die FA wurde hauptsächlich deswegen kein großer Erfolg, weil sie sehr teuer war
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