Manch treffe ich dabei auf Fotografen, die sich einen Dreck um
technische Perfektion oder optimale Bildgestaltung kümmern,
aber trotzdem Bilder liefern, die mich irgendwie berühren.
Also so gesehen, find ich die Ausgangsfrage nicht schlecht, denn
nicht alles was unperfekt ist, ist automatisch Müll.
30 Sekunden sind verdammt viel. Für mich wäre es genug Zeit gewesen, mich dem Herren zu nähern, ihm ins Gesicht zu fotografieren, ihn danach zu locken „Hey, Anselm ...“ und noch ein Bild zu machen.
Bis ich die Kamera in Position hatte , war leider schon die Hälfte der Zeit rum
Dabei mit weit kürzerer Brennweite, damit Tasche und die Fußgänger hinten auch mit drauf sind.
Das würde ich heute auch so machen... wie oben schon angemerkt
Dass diese Bewegungsunschärfe zeigen finde ich gut. Das Licht ist gruselig, die Lichtstreifen sind unvorteilhaft im Motiv verteilt.
Leider konnte ich die Sonne und auch die Bäume nicht verrücken - musste das Licht also so nehmen wie wie es war
Mein Lieblingsthema: Wieviel wurde geschnitten, wieviel ist wirklich drauf gewesen auf dem Foto. Das würde mich interessieren, auch wenn es mich nicht zu interessieren hat
nichts
Es ist das typische DSGVO-Angst-Foto, auf dem man niemanden erkennen kann. Das finde ich besonders doof
Es ging bei dem Bild nicht um die Erkennbarkeit der Personen, sondern um das zeigen einer witzigen Situtation im Gesamtzusammenhang einer Bilderserie (siehe oben)
Die Tasche stört mich nicht, gehört zum Motiv dazu. Aber es ist mir viel zu eng beschnitten, sodass ich echte Probleme mit der Gestaltung habe.
ganz Deiner Meinung
Ich gehe am liebsten mit 28mm auf die Straße, dann habe ich Platz das Hauptmotiv (den Knipser) und sein Zubehör, sowie die gesamte Umgebung genau so im Bild zu verteilen, dass ein stimmiges Motiv entsteht. Die Leica hat den Vorteil, dass man keine Messfelder verschieben muss. Einfach eine kleine Blende wählen und nach Lust und Laune verschwenken.
Natürlich muss man dann einen schnellen Gesamtüberblick behalten, um nicht Dinge mit ins Bild zu nehmen, die später stören.
Eine ganz andere Variante ist natürlich die, die das Motiv des Herren mit ins Bild bringt.
richtig, dazu hatte ich weiter oben schon was geschrieben
Ich habe aber die Vermutung, dass auch er hier keine alten Damen mit Hut und Pelzmantel, oder junge Fotomodelle im Minirock ins Visier nahm, sonst hättest Du die doch bestimmt mit in Bild genommen, oder?
Nö
Fazit: Ich hätte ein Bild gemacht, aber sicher nicht dieses.
Fazit: ich würde das Bild heute auch anders machen
Ok.
Wenn keiner will, dann ich:
Ein Schnappschuss, der relativ typisch ist für meine Art zu fotografieren:
Motiv gesehen, draufgehalten, ausgelöst. Viel Zeit zum "Komponieren" bleib da nicht.
Im Nachhinein gesehen: Lichter ausgefranst, teilweise unscharf ( nicht nur in den Bewegungen)und zumindest ein "störendes Element" nämlich die Fototasche, die auch durch Beschnitt nicht zu elemenieren ist.
Einzige Bearbeitung; Leicht nachgeschärft und das Bild der Farbe beraubt, weil so die Kontraste besser rauskommen und der störende rote Turnschuh im Hintergrund verschwindet.
Würde ich es heute nochmal machen, hätte ich den Fotografen wohlmöglich mehr an den linken Bildrand gerückt und auch den Ausschnitt nach oben weiter gewählt.
Ich auch.Ohne den Kontext der Situation zu kennen, habe ich sofort an Up-Skirting (dt. unter'n Rock knipsen) gedacht, was justiziabel ist bzw. werden soll.
Zum einen fand ich die Situation witzig (ich würde mich genausowenig wie Sam auf de Bürgersteig werfen , um ein Bild zu machen) und zum anderen hatte ich die Idee, in der Bilderserie nicht nur die Musiker zu zeigen, sondern auch ein wenig "drumherum".
Da kam mir das Motiv gerade recht.
Wenn man Zeit hätte alles richtig in Szene zu setzten, auch Einstellung der Kamera, ist es dann noch ein Schnappschuss ?. Würde sagen es ist dann ein gestelltes Bild. In einer Momentaufnahme können immer ein paar fotografische Fehler vorkommen.
Gruß Werner
Endlich einer, der es merktDer einzige wirkliche Fehler an dem Foto ist sowieso, daß er nicht mit einer Nikon fotografiert.
Hättest Du nicht noch eine Zweitkamera dabei gehabt?
Grüße, Christian
Wenn man Zeit hätte alles richtig in Szene zu setzten, auch Einstellung der Kamera, ist es dann noch ein Schnappschuss ?. Würde sagen es ist dann ein gestelltes Bild. In einer Momentaufnahme können immer ein paar fotografische Fehler vorkommen.
Gruß Werner
Die Frage ist ja auch, was überhaupt ein Schnappschuss ist. Man kann dem Wort auch einen negativen Beigeschmack geben, allein z.B. durch „nur ein Schnappschuss“.
Richtig!
Für mich hat Schnappschuss aber nix mit Kameraeinstellungen und in Szene setzen zu tun, das dauert drei Sekunden.
bei entsprechender Übung
Für mich ist ein Schnappschuss ein im Vorbeischlendern gemachtes Foto. Ein guter Schnappschuss hat das Zeug ein Bild zu sein. Natürlich auch eines, bei dem ein Augenblick zählt, in dem es mal schnell gehen muss. Aber die Zeit zur Gestaltung und zur halbwegs korrekten Belichtung hat man eigentlich immer. (Natürlich nur dann, wenn man schon ein wenig Erfahrung gesammelt hat. Vielleicht ist es falsch das hier vorauszusetzen, es lesen ja womöglich auch Einsteiger mit.)
Aber dazu gehört halt auch Erfahrung und (viel) Übung:
Das Motiv erkennen, Position finden, Kamera einstellen und im richtigen Moment abdrücken.
(Und ich gebe zu, die hat mir damals noch etwas gefehlt, als dieses Bild entstanden ist. Das war einer meiner ersten Versuche in Richtung Street. Heute würde ich da wohl etwas anders herangehen)
Es geht doch hier um das gezeigte "Nikonfoto" - ob das "am Boden liegend" gemachte Foto was geworden ist ist uns doch schnuppe - oder?Der einzige wirkliche Fehler an dem Foto ist sowieso, daß er nicht mit einer Nikon fotografiert.
Hättest Du nicht noch eine Zweitkamera dabei gehabt?
Grüße, Christian
Sechseinhalb Jahre.Wie lange ist es denn her? @schwyps
Die Frage ist ja auch, was überhaupt ein Schnappschuss ist.
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