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... noch der Blaustirnamazone vorwerfen. Die Letztere wird mittlerweile leider schon als „near threatened“, also als nahezu bedrohte Vogelart eingestuft.
Ich finde „Schwefelmaskentyrann“ einen fürchterlichen Namen für diesen hübschen und sehr agilen Vogel, den ich auch schon in Kolumbien, Panama und Costa Rica fotografieren konnte. Sein englischer Name, „Great Kiskadee“, ahmt den Ruflaut des Vogels nach (kis-ka-die) und passt viel besser, wie ich finde. Er hatte hier wohl versucht, einen Wasserläufer zu fangen, kam aber ergebnislos wieder hoch.
Der Rothalsguan ist mit “vulnerable” leider schon als stärker gefährdet eingestuft und entsprechend seltener. Sein blauhalsiger Verwandter sieht fast genauso aus, ist aber häufiger anzutreffen und uns auch hier öfters über den Weg gelaufen.
Der Nacktgesichthokko scheint dagegen völlig ungefährdet. Wir haben diese fast einen Meter großen Vögel überall auf der Reise gesehen. Der linke ist das Männchen.
Nach zwei Nächten ging es weiter Richtung Süden. Zunächst mal fuhren wir wieder ein Stück die Transpantaneira entlang. Diese Straße ist fast schnurgerade, durchweg ungeteert und SEHR staubig, so dass bei Gegenverkehr Gesichts- und Kameraschutz ein Muss waren.
Dann und wann fand sich am Straßenrand ein lohnendes Objekt, wie etwa dieser Goldstirnsittich. Wie bei vielen Papageienarten gibt es auch bei dieser keinen Geschlechtsdimorphismus. Männchen und Weibchen sehen also gleich aus.
An der nächsten Lodge angekommen, befuhren wir mit kleinen Booten, jeweils nur mit zwei oder drei Fotografen besetzt, an zwei Tagen mehrfach den Rio Claro.
Als erstes kreuzten wir dabei den Weg eines beeindruckenden Vogels, der z.B. in Costa Rica eine Seltenheit, hier im Pantanal aber in Hülle und Fülle zu finden ist, wie wir noch feststellen würden:
Der Jabiru. Nach dem Kondor, den ich auch schon Anfang dieses Jahres in Kolumbien und Chile fotografieren durfte, ist er der zweitgrößte Flugvogel des amerikanischen Kontinents.
Wie überall in Lateinamerika war es ein Segen, einen aufmerksamen Naturführer, in unserem Fall eine Naturführerin, dabei zu haben. Hätten wir sonst den Grünen Leguan gesehen? Wohl kaum.