Lappland: Im Sarek NP

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Hallo Sylvia,

nein, ich hab hier noch keine Bilder einer Nordlandtour gezeigt - dazu sind die Fotos Anderer immer soooo viel besser.
Herbst in Nordskandinavien ist dann, wenn der erste Frost da war und den Pflanzen das eindeutige Zeichen gibt, nicht nur die Nährstoffe, sondern auch die Farbstoffe der Blätter zum Speichern zu verlagern (ist das Chlorophyll eingelagert, kommen die gelben und roten Carotinoide zum Vorschein). Dieser Zeitpunkt beginnt meistens Ende August, kann sich aber auch bin in die erste Septemberhälfte hinziehen. Aber der September ist immer ein sicherer Monat für eine schöne Herbstfärbung (die natürlich auch nicht in jedem Jahr gleich farbenfroh ist). Vor einigen JAhren war ich in der ersten Oktoberhälfte auf der Hardangervidda und wir hatten auch noch eine tolle Färbung. Aber ansonsten kann es am Ende der Herbstfärbung schon sehr trist und grau werden. Das kann eine regnerische Zeit bis zum Winterbeginn werden. Im kontinentaleren Osten im Bereich von Kuusamo/Kuhmo ist die Herbstfärbung nicht ganz so ausgeprägt wie im Norden, kann aber natürlic hauch toll sein. Wie sich die kontinentalere Lage ansonsten auf die Herbstfärbung auswirkt, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht kannst Du ja einfach im Internet relativ kurz vor der geplanten Abreise nachschauen, wie Wetter und Herbstfärbung sind.

Hier noch ein Argument, dass sich ein Finnlandbesuch im Herbst lohnt ...

 
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Vielen Dank weiterhin für eure Rückmeldungen, vor allem in Worten!

Hier noch ein Argument, dass sich ein Finnlandbesuch im Herbst lohnt ...

Klaus, ich würde mich freuen, häufiger so herrliche Bilder von dir zu sehen, gerne mit ein wenig Text dazu!

Ich bin mir ganz sicher, dass sich der Herbst im Norden lohnt!
Leider ist es eben so, dass ich im September so gar nicht verreisen kann, erst wieder Mitte/Ende Oktober. Und da ist es eben, wie von dir erwähnt, schon gerne etwas winterlich im Norden. Nicht nur, dass die wunderbare Herbstfärbung vorbei ist, man muss auch schon mit Schnee rechnen.
Darauf bezog sich die Frage nach der Kontinentalität. An den Küsten hält das Meer noch eine Weile die Wärme, im Landesinneren kann es schnell kalt und weiß werden. Es lässt sich für ein bestimmtes Jahr schwer voraussagen, wann das beginnt, jedoch gibt es sicher statistische Erfahrungswerte.
Das hat mich bislang abgehalten ab Mitte Oktober nach Skandinavien zu fahren.

Viele Grüße,
Sylvia


Fleckenweise begann die Herbstfärbung im Sarek Mitte August schon.
Wenn hier das ganze Fjäll so rot brennt, dass muss phantastisch aussehen!
Dazu dann gelbe Birkenwälder - und im Idealfall blauer Himmel, der sich in den Seen spiegelt, ein paar Deko-Wölkchen dazu, dunkle Bergwände mit restlichen Schneeflecken ...

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Hallo Sylvia,

jetzt habe ich endlich Zeit gefundenen und mich durch den interessanten Text und schönen Bilder durchgearbeitet. Danke für die vielen Infos - auch wenn ich dort nicht hinkommen werde - es sei denn, man baut dort eine Autobahn :lachen:;)
 
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Hy Sylvia,

Hab jetzt auch mal die Zeit gefunden, deinen Bericht komplett zu lesen. Wir sind nach (nur) einer Nacht im Fjäll weiter gefahren. Die Kinder wollten unbedingt noch ans (Polar)Meer. Dort die ersten Polarlichter und jetzt sind wir gerade am Nordkapp.
Aber dafür gehts wieder südwärts und das bedeutet noch ein paar Tage schwedisch Lappland. Mal sehen , was da noch geht...

Gruss, Martin
 
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Hallo Sylvia,
vielen Dank für diesen wunderbaren Bericht aus dem Saren NP, den ich zuletzt 1989 mit 4 Freunden "durchquert" habe. Da geht es mir so wie Norbert, und es werden Erinnerungen wach. Die Dias allerdings müsste ich suchen. Aber in meinem "globalen Tagebuch" sind sie so gespeichert, wie du es hier zeigst. Es ist wie Island ... wenn man einmal dort war, lässt es einen nie wieder los!

Vielen Dank dafür.
 
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Das stimmt, Rainer.
Kaum ist man weg, will man sofort wieder hin!
Dummerweise geht mir das a) mit sehr vielen Gegenden so und b) will ich ja auch immer wieder Neues sehen. Ganz schön schwierig.
Und wenn ich dann noch Glück mit dem Wetter hatte, denke ich oft: Da kann ich nie wieder hin, denn so toll kann es gar nicht wieder werden. Da sind die Erwartungen viel zu hoch.

Martin, schöne Tour noch, tolle Erlebnisse und bring uns schöne Bilder mit!

Viele Grüße,
Sylvia
 
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Hallo Sylvia,

jetzt habe ich endlich Zeit gefundenen und mich durch den interessanten Text und schönen Bilder durchgearbeitet. Danke für die vielen Infos - auch wenn ich dort nicht hinkommen werde - es sei denn, man baut dort eine Autobahn :lachen:;)

Hi Sylvia,

vielen Dank für Deinen tollen Bericht und die tollen Fotos. Leider geht es mir ebenso wie Christoph :)
Ein paar Tage wandern ist okay, aber so eine Tour! Deswegen bewundere ich Dich immer für Deine tolle Touren und dass Du uns hier teilhaben lässt. Danke.

Gruß Timo
 
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Hallo Sylvia,

danke für den Bericht und die Bilder.:up: Ich hatte für dieses Jahr eine ähnliche Route im gleichen Zeitraum geplant, allerdings ging es sich arbeitstechnisch dann doch erst Ende September aus. Von daher, ein Jahr verschoben.
Mich würde aber noch interessieren, auf wieviel Gewicht Dein Startrucksack es brachte und wieviel Fotoausrüstung Du Deinem Rücken gegönnt hast?

Gruß
Alex
 
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Hallo Alex!

Noch ein Wildnis-Wanderer hier unter uns!?

Ja, mach das nächstes Jahr! Der Sarek ist herrlich! Ich denke, der August ist statistisch ein ziemlich guter Monat dort, wettermäßig.

Mein Rucksack hat für solche Touren ein Basis-Gewicht von ca. 13-14 kg (incl. Zelt, Kocher, Brennstoff).
Das Essen für 19 Tage brachte noch einmal 10 kg auf die Waage.
Am Anfang ist das schon nicht wenig, aber je mehr du isst, desto leichter wird der Rucksack :)

Wasser trage ich auf Touren in solchen Gebieten gar keines. Es fließt genug durch die Landschaft.

Da bleibt für die Fotoausrüstung nicht mehr viel Raum.
Ich hatte nur die D7100 mit dem 18-105er dabei, in der Regel griffbereit vorne im elastischen Brustgurt stecken. Dazu natürlich ein paar Akkus und Speicherkarten.

Ich drücke dir die Daumen, dass es nächstes Jahr klappt!

Viele Grüße, god tur,
Sylvia
 
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Hallo Sylviä,

beinahe wäre mir dieser großartige Reisebericht entgangen.
Deine für dich typische Art zu reisen erweckt meine Bewundering und Erstaunen.
Wie immer bin ich tief beeindruckt.
Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast, uns mit diesem sehr ausführlichen Thread an deiner Reise teilnehmen zu lassen, und ich weiß wieviel Arbeit und Zeit man dafür investieren muss.
Texte in einer solchen Ausführlichkeit lese ich nur, wenn sie von dir sind und deine Bilder sind nicht mehr steigerungsfähig.
Eine bessere Werbung für das 18-105' gibt es nicht.

LG Charli
 
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Ich denke, der August ist statistisch ein ziemlich guter Monat dort, wettermäßig.
Nicht nur das, Ende September fährt das Bötchen nicht mehr und irgendwann nehmen sie auch die Brücke wieder mit.

Mein Rucksack hat für solche Touren ein Basis-Gewicht von ca. 13-14 kg (incl. Zelt, Kocher, Brennstoff).
Das Essen für 19 Tage brachte noch einmal 10 kg auf die Waage.
Wie befürchtet. Spricht für Stöcke und eine seeehr schlanke Fotoausrüstung.

Wasser trage ich auf Touren in solchen Gebieten gar keines. Es fließt genug durch die Landschaft.
Wie zu sehen und zu lesen war. :D
Aprospos, warst Du in Wanderschuhen oder Gummistiefeln unterwegs? (Im Sarek wohl eine Glaubensfrage)

Ich drücke dir die Daumen, dass es nächstes Jahr klappt!
Merci! Wenn es klappt, mach ich einen Ergänzungsthread auf.;) Dir bis dahin weitere schöne Touren, über die Du dann hoffentlich hier wieder berichten wirst.
 
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Vielen herzlichen Dank, Charli, für deine Komplimente!

Sofern das Licht gut ist, deckt das 18-105er tatsächlich ganz ordentlich meinen Bedarf.
Natürlich hätte ich gerne mal ein Makro oder ein Tele, aber das kann ich nicht noch mitschleppen.


[MENTION=51153]lenspingo[/MENTION]

Richtig, Boote, Sommerbrücken und auch bewirtschaftete Hütten gehen Mitte September in den Winterschlaf.
Und wenn du zu früh im Jahr kommst, hast du noch mehr Schnee bzw. Schneeschmelze.
Auch das Wetter soll statistisch gegen Ende des Sommers am stabilsten und freundlichsten sein.

Ich bin in (GoreTex) Wanderschuhen gelaufen. In Gummistiefeln bin ich noch nie gewandert, die skandinavischen sollen hier aber ziemlich geeignet sein. (Auf keinen Fall mitteleuropäische Garten- und Baustellen-Gummistiefel!) Besonders beliebt sind dort oben die Lundhags, lederne Trekkingstiefel mit einer Schafthöhe von Gummistiefeln. Die sollen tatsächlich auch wasserdicht sein, was meine Lederschuhe nie dauerhaft waren, egal wie viel ich gewachst habe.

Stöcke sind m.E. ein Muss, allein schon wegen der Flussquerungen.

Viele Grüße,
Sylvia
 
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Wow! Vielen Dank für den schönen und lesenswerten Bericht. Bin viel zu selten in den Bilderforen unterwegs, stelle ich gerade fest.

Und ja, Skandinavien im Herbst ist der Hit. Ich war letzten Herbst, zum ersten Mal, für zwei Wochen dort (Mitte September bis Anfang Oktober). Zwar 'nur' in Südnorwegen (also ganz andere Baustelle), aber was ich da an Landschaften und Farben gesehen habe, hat mich schwer beeindruckt. Teilweise total surreal. Und extrem hartes Licht. Nicht gerade leicht zu Fotografieren, aber total schön. Ich muß auf jeden Fall nochmal dahin (Norwegen und Schweden) und finde es deshalb umso interessanter die Berichte anderer zu lesen.

Hier noch ein paar Herbstfarben aus Valle (Norwegen)

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VG
 
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Ich habe deinen Bericht urlaubsbedingt erst jetzt entdeckt... gestern saß ich mit Claudia sprachlos davor!
Wie du es schaffst, bei 1,56m Körpergröße und geschätzt weniger Körpergewicht als ich Verpflegung für 19 Tage mitzuschleppen, bleibt uns beiden ein absolutes Rätsel. Bist du Terminator? :D Mein Rucksack in Nepal wog ein Drittel meines Körpergewichts, das war meine absolute Grenze, aber in diesem Fall... müssen es 35kg gewesen sein?
Davon ab würden uns keine zehn Pferde dazu bewegen, eine solche Tour auf uns zu nehmen, Gletscherflüsse in Neoprenschuhen zu furten oder im regenreichsten Gebiet Schwedens zelten zu gehen.

Mein allergrößter RESPEKT! Und dann schaffst du es auch noch "nebenbei" zu fotografieren, und das so gut!

Hattest du keine Angst vor einem Notfall, hattest du ein Satellitentelefon dabei?
 
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Vielen Dank weiterhin für eure Antworten!
Es freut mich sehr, dass euch mein Bericht gefällt!

... Verpflegung für 19 Tage ... müssen es 35kg gewesen sein?

Hi Daniel!
Das Startgewicht meines Rucksackes muss so bei 23-25 kg gelegen haben.
Davon waren ziemlich genau 10 kg Essen und noch einmal 2 kg Brennstoff (3x 450g Gaskartuschen; 2 hätten gereicht, Gas ist noch relativ neu für mich und ich habe mich verschätzt). Wasser braucht man in solchen Gegenden glücklicherweise nie zu tragen.

Gletscherflüsse in Neoprenschuhen zu furten oder im regenreichsten Gebiet Schwedens zelten zu gehen.

Ich habe einiges an Schuhen ausprobiert. Meine ersten Touren waren in Tevas, wobei mir die Zehen abgefroren sind im Wasser und es brauchte nach jeder Furt lange, die wieder aufzutauen.
Dann habe ich darin meine Reserve-Socken angezogen. Das war beim Furten besser, aber ich hatte keine trockenen Socken mehr fürs Zelt. Außerdem trocknen die natürlich auf Tour schlecht wieder, tropfen herum und sind schwer.
Seit ich für mein kleines Wildwasser-Kajak knöchelhohe Neoprenschuhe habe, nehme ich die auch zum Furten mit. Ich finde sie super. Sie halten die Füße warm, Beine sind weniger problematisch. Sie trocknen schnell, wiegen kaum etwas, haben eine griffige, leicht profilierte Sohle (allerdings recht dünn, bei spitzen Steinen unangenehm, aber im Fluss liegen meist runde Steine), werden nicht vom Fuß gespült, ... Kann ich nur empfehlen!

Das Wetter war nach anfänglichen Regentagen doch ziemlich schön :)


Hattest du keine Angst vor einem Notfall, hattest du ein Satellitentelefon dabei?

Angst habe ich nicht. Aber ich habe immer gehörigen Respekt, besonders vor der Macht der Natur. Wasser, Schnee, Eis, Hitze, Sturm, Nebel, ... darf man nie unterschätzen.
Dazu sollte man seine eigenen Möglichkeiten und Grenzen ganz gut kennen.

Es DARF einfach nichts passieren. Dort nicht. Das beeinflusst Entscheidungen schon mit. Man darf nichts riskieren, was schief gehen kann. Alles, was schief gehen kann, muss mit einkalkuliert werden. Werde ich "nur" nass, wenn ich in einen Bach falle, oder spült es mich den nächsten Wasserfall hinunter? Wie sieht das Ufer aus? Käme ich im Notfall irgendwo raus? ...
Da sind auch mal größere Umwege drin oder die Entscheidung, auf einen Berg unter den Bedingungen nicht zu steigen, eine andere Furt zu suchen, Pläne zu ändern und eine andere Route zu suchen. Ich verlasse mich hier auch nur auf mein eigenes Urteil. Wenn jemand anderes durch den Fluss gekommen ist, heißt das noch längst nicht, dass ich da auch durchlaufe. Bei der Einschätzung von Risiken ist es ganz hilfreich, wenn man schon ein wenig Erfahrung mitbringt. Aber auch die muss man schließlich irgendwo gesammelt haben.

Ich hatte auf all meinen Touren durch weglose "wilde" Gegenden bisher - knock on wood - noch nie eine Situation, wo ich dachte, das nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Wichtig finde ich genug Zeit einzuplanen. Für eine geplante Route von min. 14 Tagen hatte ich 19 Tage Zeit. Für Umwege, für Tage, die ich im Zelt abwettern muss, ... Braucht man diese Puffertage nicht, kann man immer noch mal einen Abstecher, einen Gipfeltag, einen "Wellness-Tag", ... einlegen.

Ein (Iridium-)Telefon oder sonstigen Draht zur Außenwelt hatte ich nicht dabei.


Viele Grüße und auch für euch noch viele wundervolle Touren!
Sylvia
 
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