...die Komposition.
Wäre die Richtung so ok, oder wieder falsch? Eher zuviel See, gell?
Die Frage, diese Zweifel - ja so sind sie, die Frauen.
Nein, nein, nichts falsches denken bitte. Ich mag Frauen sehr gerne und ich traue ihnen viele zu - sogar alles. Und wenn sie etwas anfangen, machen sie es meist besonders gut, sind besonders ehrgeizig darin, es besonders gut zu machen. Das finde ich ja sehr sympathisch. Aber dieses bei Frauen weit verbreitete stetige Hinterfragen der eigenen Fähigkeiten bis hin zu (zerstörerischen) Selbstzweifeln, das hat - wie alles - zwei Seiten. Einerseits ist es natürlich gut und richtig, sich zu hinterfragen, das eigene Tun kritisch zu betrachten, damit man aus eigenen Fehlern lernen und besser werden kann. Die andere Seite ist aber, daß es auch stören kann, einen lähmen, wenn man (zu viel) hinterfragt.
Wie Ernst es schon gesagt hat: halte deine Selbstkritik zurück, wenn Du ein Foto vorstellst und frage einfach nur: Wie findet ihr dieses Foto? Damit weist Du nicht gleich auf mögliche Schwachpunkte hin.
Und noch zu deinem Foto: Schöne Stimmung, schöne Spiegelung. Gut gesehen. Das Schilf im Vordergrund entweder weg oder mehr davon. Mehr vom Himmel wäre zu überlegen, aber wenn ich mir die flächigen Wolken so ansehe, ist es wohl außerhalb des Bildausschnittes nicht interessanter geworden, sondern so weiter gegangen.
Was mir gerade einfällt: Wenn du an der unteren Grenze deiner verfügbaren Brennweite warst, hättest Du eventuell vom Schilf mehr ins Bild bekommen können, indem Du die Kamera niedriger hältst.
Die dunklen Bereiche im Foto könntest Du noch leicht aufhellen, aber bitte nicht zu sehr (wie es einige Spezialisten hier wohl machen würden), denn dann würde es zu einem Nachmittagsfoto werden, und das ist es ja nicht.
Und noch konkret zu deiner Frage 'Eher zuviel See, gell?'. Nein. Solche Spiegelungen verlangen geradezu nach Symmetrie zwischen oben und unten. Dies wäre einer der Fälle, in denen so Kochrezepte wie die Drittelregel oder der goldene Schnitt nicht für die Gestaltung des Fotos taugen.
Man kann mit Spiegelungen im Wasser auch nette Späßchen treiben, das Bild umdrehen (See nach oben) und dem unvorbereiteten Betrachter präsentieren: Die meisten werden im ersten Moment stutzen, aber nicht sofort erkennen, was daran falsch ist.
