Jordanien - Alte Steine am Toten Meer

Thread Status
Hello, There was no answer in this thread for more than 30 days.
It can take a long time to get an up-to-date response or contact with relevant users.
Vielen Dank für Eure netten Kommentare.
Leider geht es momentan nur langsam voran.
Mir fehlt momentan die Zeit und die erforderliche Lockerheit. ...

Hugo meint, er weiß woran das liegt : Da fehlt etwas vom letzten Bericht ...

Jordanien Tag 7-1: Wadi Rum am Morgen ( !!! )
 
Kommentar
Anzeigen

Lieber Bernd,
vielen Dank für diesen wunderbaren Reisebericht.
Ich bin gerade in Brasilien ( zum Arbeiten u. eine Woche Urlaub ) und habe bei diesem Post so lachen müssen wie schon lange nicht mehr.

Auch musste ich bei den Bildern von den vielen Geländewagen spontan an Jericoacoara denken, wo auch an jedem Hotspot zig Toyotas und Strandbuggys stehen.

ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.
 
Kommentar
Lieber Rainer, vielen Dank für das viele Lob.
Die Anzahl interessanter Orte auf der Welt ist groß aber auch endlich.
Immer mehr Menschen sind in der Lage die Welt zu erkunden.
Folglich sind die schönsten Plätze überlaufen.
Manche Länder begrenzen die Touristenzahlen über den Preis (z.B. Botswana, Ruanda)

Hugo meint, Rum am Morgen ( !!! )
Lieber Kay, lieber Hugo, heute Morgen konnte ich ungestört am Rechner rum-hängen und etwas dichten.

Jordanien Tag 7-3: Wadi Rum
Kiboko hat die Spuren des liebestollen Dromedars von der Frontlinse und der Gegenlichtblende entfernt.
Dann rumpelt der Geländewagen wieder durch die Wüste.



Bild 297: Ab in die Wüste​

Bilderbuchwüste
Wir fahren durch den Wadi Rum nach Süden.
Hier ist es einsamer als auf dem Rummelplatz im Norden.
Es sind weniger Fahrspuren im Sand.
Begegnungen mit anderen Fahrzeugen sind sehr selten.
Die Wüste zieht an Kibokos Augen vorbei.
Wüste, wie aus dem Bilderbuch.



Bild 298: Im Wadi Rum



Bild 299: Im Wadi Rum



Bild 300: Im Wadi Rum



Bild 301: Im Wadi Rum



Bild 302: Im Wadi Rum​


Unserer Fahrer sind Schattenparker.
Im Schatten einer Felswand machen wir eine Pause.
Die Felswand sorgt für etwas Abwechslung bei den Fotomotiven.



Bild 303: Blick aus dem Schatten​
 
Kommentar
Jordanien Tag 7-4: Wadi Rum, Mahama Canyon

Der Geländewagen stoppt an einer Felswand.
Die Fotogruppe steigt zum Fotografieren ab.
Dann sausen die Geländewagen davon.
Wir sind alleine in der Wüste.
Von hier aus geht es nur zu Fuß weiter.
Über ein paar Klippen und enge Spalten steigen wir in eine Schlucht.
Ein paar Engstellen sind nicht nilpferdtauglich.
Mit vereinten Kräften wird Kiboko durch Ziehen und Schieben durch die Engstellen gepresst.

Mahama Canyon

Sehr schnell weitet sich die Schlucht.
Im Schutz der Felswände ist frisches Grün.
Wir sind im Mahama Canyon.


Bild 304: Im Mahama Canyon​

Canyonbewohner

An den Felswänden sonnen sich Sinai-Agamen.
Sie sind sehr scheu und flüchten vor der Fotogruppe.
Die Weibchen sind auf den Felsen sehr gut getarnt.
Die Männchen sind zur Paarungszeit blau.
Leider haben sie sich gerade nicht gepaart oder Kiboko hat nur die Weibchen vor die Kamera bekommen.


Bild 305: Gut getarnte Sinai-Agame​

Moderne Felszeichnungen

Trotz strengen Verbots haben hier moderne Künstler ihre Spuren hinterlassen.
Holzkohlezeichnung auf orangenem Sandstein.
Ob das auch einmal ein Weltkulturerbe wird?


Bild 306: Moderne Kunst​

Am Ende der Schlucht

Der Mahama Canyon weitet sich.
Das Ende ist bereits in Sicht.


Bild 307: Im Mahama Canyon​

Am Ende des Mahama Canyons wartet der Geländewagen auf die Fotogruppe.
Der Fahrer ist der kleine Junge von Salem.
Der reicht gerade so mit seinen kurzen Beinen an die Pedale.
Mit Mühe kann er über das Armaturenbrett schauen.
Aber er kann fahren!


Bild 308: Der Fahrdienst wartet am Ende der Schlucht​

Teepause

Der junge Fahrer sitzt hier links im Bild.
Er musste den Fahrdienst für die Fotogruppe machen,
da die beiden regulären Fahrer für uns Tee gekocht haben.
Für Salem ist sehr wichtig, dass seine Kinder früh das Autofahren lernen.
Sollte er sich in der Wüste verletzen, kann ihn ein Kind ihn nach Hause fahren oder Hilfe holen.
Das ist überlebensnotwendig.


Bild 309: Teepause in der Wüste​
 
Kommentar
Jordanien Tag 7-5: Wadi Rum, Um Frouth Bogen

Weiter geht die Fahrt durch die Wüste.


Bild 310: Felsen im Wadi Rum​

Um Frouth Bogen

Das Hauptziel der Vormittagstour ist erreicht.
Gegen Mittag sind wir am Um Frouth Bogen.
Die Sonne steht jetzt im Zenit.
Die Schatten sind härter als der Sandstein.
Weitere Reisegruppen sind schon da.
Zahlreiche Touristen stehen auf, unter und neben dem Bogen.
Es braucht schon viel Geduld beim Warten auf den besten Moment.
Dann müssen nur noch wenige Leute aus den Bild gestempelt werden.
Die rote Chinesin hat Kiboko als Maßstab im Bild gelassen.



Bild 311: Rote Chinesin unter dem Um Frouth Bogen​

Der Um Frouth Bogen ist eine der größten natürlichen Brücken im Wadi Rum.
Er hat eine Spannweite von 11,4m und eine Höhe von 16,4m.
Am rechten Bildrand befindet sich der Beginn des Kletterweges auf den Bogen.
In den Stein gehauene Tritte erleichtern den Aufstieg.
Oben stehen die Touristen Schlange, um sich auf dem Bogen fotografieren zu lassen.
Auch hier hat Kiboko das Bild von Touristen befreit.


Bild 312: Von Touristen befreiter Um Frouth Bogen​


Auch von der anderen Seite sieht man einige Touristen auf dem Bogen.
Sie lassen sich aber gegen den Himmel leicht wegstempeln.
Aus dieser Perspektive sieht der Bogen nicht so vertrauenserweckend aus.
Ob er ein Nilpferd trägt?
Kiboko hat nach negativen Erfahrungen mit maroden Brücke auf den Selbstversuch verzichtet.


Bild 313: Selbe Brücke, andere Seite​

Jetzt fehlt nur noch die Ansicht von unten.
Kiboko schraubt das 8mm Fischauge auf die Kamera und legt sich unter den Bogen.


Bild 314: Um Frouth Bogen von unten​

Rückfahrt zum Camp

Leider können wir nicht so lange an der natürlichen Brücke verweilen.
Das Mittagessen ruft.
Wir fahren zurück zum Camp.


Bild 315: Rückfahrt zwischen Felsen​

Der Sand wechselt wieder die Farbe nach rosarot.
Das Camp kann jetzt nicht mehr weit entfernt sein.


Bild 316: Rosaroter Sand​

Kurz nach 13 Uhr ist Kiboko wieder zurück im Camp Salem.
Mittagspause!


Bild 317: Zurück im Camp Salem​
 
Kommentar
Hallo Hans-Jürgen,
vielen Dank für die Vogelbestimmung.
Dank Deines Hinweises habe ich den Piepmatz sogar im Vogelbestimmungsbuch gefunden.
Ich werde meinen Reisebericht auf meiner Heimseite korrigieren. Im Forum geht es leider nicht mehr.

Jordanien Tag 7-6: Wadi Rum, Fenster und Pilze
Die Mittagspause zieht sich in die Länge.
Es ist schon nach 16 Uhr.
Das Licht wird weicher und wärmer.
Die Sonne befindet sich schon wieder im freien Fall.
Endlich bricht die Fotogruppe zur Nachmittagsexkursion auf.

Mini-Bogen
Das erste Ziel ist eine weitere natürliche Brücke.
Diese ist aber eine Miniaturausgabe und eher ein Fenster im Felsen.
Die Öffnung ist maximal zwei meter hoch.
Eine weitere Reisegruppe turnt bereits darauf herum.



Bild 318: Ein Fenster im Felsen​

Der Blick von der anderen Seite ist auch wenig spektakulär.
Die Fotogruppe hat ihren Spaß.
Sie fotografieren sich gegenseitig beim Fensterln



Bild 319: Das Fenster von der anderen Seite​

Steinpilztour
Kiboko hat in der Umgebung einen dickstiliger Steinpilz entdeckt.
Kiboko muss eine Weile warten, bis die andere Reisegruppe das Feld und den Pilz geräumt hat.
Die Fotogruppe wird schon ungeduldig.



Bild 320: Dickstiliger Steinpilz​

Nach rund 15 Minuten Fahrt steht Kiboko vor dem nächsten Steinpilz.
Der ist mit antiken und moderen Zeichen verziert.
Salem zieht die Schlappen aus und demonstriert seine Kletterkünste.



Bild 321: Steinpilzkletterer​

Nach etwas zögern folgt auch der zweite Fahrer.
Die Fotogruppe steht staunend daneben und darf die beiden auf dem Steinpilz knipsen.



Bild 322: Stolze Bergsteiger - staunende Zuschauer​

Raufklettern ist eine Sache.
Runterkommen ist eine ganz andere Sache.
Während Salem geschmeidig wieder vom Steinpilz steigt, traut sich der zweite Fahrer nicht.
Da hilft nur springen!



Bild 323: Sprung vom Steinpilz​

Mit einem Satz landet der Fahrer auf dem Dach vom Geländewagen, den Salem passgenau vor den Steinpilz geparkt hat.
Durch eine geschickte Perspektive wirkt das Bild spektakulär.
Da wir beim Sprung überrascht waren, durfte der Fahrer noch einmal hochklettern und für uns runterspringen.

Kiboko spielt noch etwas mit dem Steinpilz.
Eine Einkerbung im Fels dient als unscharfer Rahmen für ein Wüstenbild.
Dafür hat Kiboko die Kamera am ausgestreckten Armen über den Kopf gehalten.



Bild 324: Eingerahmte Wüste​
 
Kommentar
Bisher kannte ich Deine Foto-Reisen in Tier-Safari Umgebungen und war schon immer begeistert
Deshalb war ich erst einmal erstaunt über das Land - aber wie immer hat sich das Lesen gelohnt
und man erhält einen tollen Eindruck in eine mir nicht bekannte Gegend

Vielen Dank für diesen ausführlichen Reisebericht und die schönen Fotos
 
Kommentar
Bisher kannte ich Deine Foto-Reisen in Tier-Safari Umgebungen

Hallo Frank, vielen Dank für das viele Lob.
Ich versuche pro Jahr 4 Reisen zu unternehmen:
1. Eisenbahnfotoreise
2. Naturfotoreise
3. Kultur, Land und Leute
4. Fotografische Abenteuerreise
Dabei werden Kontinente und Klimazonen hübsch durchgetauscht.
Aber es lässt sich nicht immer alles realisieren.

Leider schaffe ich es nicht von allen Reisen eine Fotoreportage zu erstellen.
Es gibt aber bereits Fotoreportagen von Kulturreisen hier im Forum:
Edit: Links eingefügt
Ghana, Togo, Benin: Voodoo Inside
Kirgistan: Stadtbummel durch Bischkek
Kuba: Fideles Kuba (angefangen)

@Kay: Bitte sage Hugo es gab keinen Rum am Nachmittag. Wir sind nur am Nachmittag im Wadi rum-gekurvt.

Jordanien Tag 7-7: Wadi Rum am Nachmittag

Weiter geht die Fahrt zum nächsten Steinpilz.
Die Sonne steht tief.
Die Schatten werden immer länger.
Das Sonnenlicht hebt die Felsen plastisch hervor.


Bild 325: Auf dem Weg zum nächsten Steinpilz​

Etwas 45 Minuten vor Sonnenuntergang halten die Geländewagen wieder an einen Steinpilz.
Dieser Steinpilz ist durchlöchert.
Dieser Fels wird schon seit Urzeiten von den Beduinen als Nachtlager genutzt.
Zahlreiche Inschriften verzieren den Steinpilz.
Einige Inschriften weisen auf einen Schatz hin.
Daraufhin wurde die ganze Umgebung des Felsens umgegraben und durchwühlt.
Einen Schatz hat niemand gefunden.


Bild 326: Das Steinpilzhotel​

Einsamer Baum

Keine hundert Meter vom Steinpilz entfernt steht ein einsamer Baum.
Der Stamm ist schräg geneigt.
Es ist der einzige Baum im weiten Umkreis.
Die Sonne verschwindet hinter den Bergen.
Salem hantiert unter dem Baum herum.
Er steht dabei im Bild rum.
Die ganze Fotogruppe steht zu dicht am Baum.
Hier wären andere Fotos möglich gewesen.
Dann ist die Sonne weg.


Bild 327: Baum im letzten Abendlicht​

Karawane

Die weiter entfernten Berge und Felsen werden noch von der Sonne angestrahlt.
Wir wollen schon losfahren.
Aber da sehen wir eine lange Reihe von Dromedaren durch die Wüste ziehen.
Kiboko sieht schon wieder große feuchte Lippen.
Aber die Dromedare halten respektvollen Abstand und ziehen vor der Felswand vorbei.



Bild 328: Karawane in der Wüste



Bild 329: Dromedare



Bild 330: Die Karawane zieht weiter​

Durch die Dromedare und den Baum haben wir viel Zeit verloren.
Ob wir es noch bis zum Sonnenuntergangspunkt schaffen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Kommentar
Jordanien Tag 7-8: Wadi Rum, Sonne und Sterne

Zum Abschluß der Tour fahren wir zu einem Aussichtspunkt.
Wir sind spät dran.
Die Fahrer drücken auf die Tube.
Die Geländewagen hüpfen über die Rüttelpiste und ziehen eine Staubfahne durch die Wüste.
Kiboko hüpft auf der Ladefläche wie ein Flummi.
Das Sitzkissen hat ein Eigenleben und ist nicht mehr da, wo es hingehört.
Jeder Stoß geht über den Nilpferdhintern auf den Rücken bis in die letzte Haarspitze.


Wettfahrt mit der Sonne

Nachdem wir das Bergmassiv umrundet haben, sehen wir die Sonne wieder.
Wir fahren nach Osten.
Kiboko knipst den zweiten Geländewagen gegen die untergehende Sonne.



Bild 331: Wettfahrt mit der Sonne​


Noch ca. 10 Minuten bis zum Sonnenuntergang.
Die Fahrer geben Vollgas.
Die Sonne gibt auch Vollgas.
Das wird knapp.


Bild 332: Staubschlucken für den Sonnenuntergang​

Am Horizont zieht eine Wolkendecke auf.
Die Sonne versteckt sich frühzeitig hinter den Wolken.
Das ist unfair.
Eine Weiterfahrt zum Sonnenuntergangspunkt ist sinnlos.
Nach wildem Klopfen halten die Fahrer endlich an.
Kiboko purzelt von der Ladefläche.
Für den Sonnenuntergang gibt es keine Motivauswahl.
Das hat sich Kiboko anders vorgestellt.



Bild 333: Unmotivierter Sonnenuntergang​

Zurück im Camp

Zurück im Camp ist die Blaue Stunde schon fast vorbei.
Die Lümmelwiese ist bereits eingerichtet.
Das Lagerfeuer ist entzündet.
Der Teekessel hat seinen Lieblingsplatz im Lagerfeuer schon gefunden.
Diese Nacht werden außer der Fotogruppe nur wenige Gäste im Camp sein.


Bild 334: Lagerfeuer im Camp Salem​

Sterne am Himmel

Nach dem Abendessen zieht es die Fotogruppe nochmal in die Wüste.
Die Sterne locken.
Die ersten Wolken ziehen auf und sorgen für einen dramatischen Nachthimmel.


Bild 335: Wolken ziehen auf



Bild 336: Camp Salem bei Nacht​

Immer mehr Wolken verdecken die Sterne.
Kiboko bricht die nächtliche Fotosession ab.
Kiboko will am nächsten morgen früh aufstehen, um wieder einen schönen Punkt für den Sonnenaufgang zu suchen.
Aber es kommt ganz anders als geplant.
 
Kommentar
Jordanien Tag 8-1: Wadi Rum im Regen
Der Wecker klingelt Kiboko aus den tiefsten Träumen.
Es ist noch dunkel.
Aber was ist das für ein merkwürdiges Geräusch?
Es hört sich so an, als würde jemand auf das Zelt von Kiboko pinkeln.
Ob das liebestolle Dromedar hier sein Unwesen treibt?
Kiboko wagt einen Blick nach draußen.

Es regnet!

Kiboko ist einmal im Wadi Rum,
da regnet es Wasser und keinen Rum.
Zu dumm!

Kiboko verkriecht sich unter die Bettdecke.

Abfahrt im Regen
Im Regen wird das Gepäck verladen.
Interessant ist die Lichtstimmung bei Regen.
Der Regen hat den Staub aus der Luft gewaschen.
Es ist klarer. Der Sand ist dunkler.
Die Farben der Wüste wirken intensiver als bei Sonnenschein.
Die verregnete Wüste zeigt ein ganz anderes Gesicht.



Bild 337: Gepäckverladung im Regen​

Kurz nach Acht fahren wir durch den Wadi Rum zurück zum Ort.
Es ist nasskalt.
Trotz dicken Pulover und Regenjacke zieht die Kälte durch den Körper.



Bild 338: Rückfahrt im Regen​

Auf dem Rückweg machen wir einen kleinen Umweg über den Mars.
Das ist gar nicht abwegig.
Der Wadi Rum ist Kulisse einiger Science Fiction Filme.



Bild 339: Marslandschaft​

Kein Kamelreiten im Regen
Die Beduinen warten auf Kundschaft.
Das Interesse auf Kamelreiten im Regen hält sich bei den Touristen in Grenzen.


Bild 340: Wenig Betrieb beim Kamelreiten​

Regenstimmungstief
Die Fotogruppe ist zurück am Touristenzentrum.
Ein letzter Blick zurück in den wolkenverhangenen Wadi Rum.


Bild 341: Regenzeit im Wadi Rum​

Wir fotografieren noch etwas im verregneten Touristenzentrum.
Unser Reiseleiter hat noch eine stille Reserve in der Reisekasse.
Die wollen wir jetzt plündern.
Wir könnten eine Zusatztour in den nördlichen Teil des Wadi Rum unternehmen.
Das Wetter scheint sich etwas zu bessern.
Wollen wir es wagen?
 
Kommentar
Jordanien Tag 8-2: Wadi Rum im Norden
Die Farben der Wüste an diesen verregneten Morgen locken mehr,
als uns der Regenschauer und der kalte Wind bremsen.
Wir hauen die Reste aus der Reisekasse auf den Kopp
und buchen eine Extratour in den nördlichen Teil vom Wadi Rum.

Extratour
Dieser Bereiche des Wadi Rum gehört einen anderen Beduinenclan.
Zwei Beduinen warten mit ihren motorisierten Dromedaren auf uns.
Kiboko hat Glück uns sitzt wieder auf der Ladefläche vom ersten Wagen.
Wenig später ist Kiboko auf Abwegen in der Wüste.
Der Geländewagen rumpelt durch die Wüste.
Kiboko knipst wieder währen der Fahrt.



Bild 342: Fahrt in den Norden vom Wadi Rum​

Die Fahrt führt an zerzausten Sandsteinfelsen vorbei,
die von Wind und Wetter skuril geformt wurden.
Es haben sich Terassen gebildet.
Die Erosion hat die Terassen mit Rippen und Säulen verziert.
Je weiter wir nach Norden fahren, desto schöner wird das Wetter.
Der Himmel ändert die Farbe von grau auf blau.



Bild 343: Felsformation mit Erosionsspuren​

Unendliche Weiten
Während Kiboko sich noch im Schatten unter der Wolke befindet, wird davor der Himmel blau.
Ein paar Wölkchen dekorieren den Himmel.
Die Sonne scheint auf die Wüste.
Der Wadi Rum - unendliche Weiten.
Die Weite der Landschaft lässt sich kaum fotografisch erfassen.



Bild 344: Unendliche Weite im nördlichen Wadi Rum​

Felsformationen aus beigefarbenen Sandstein ragen aus der Wüste heraus.


Bild 345: Fels in der Wüste​

Der Blick zurück.
Gegen das Licht wirken die Felsformationen dunkel und bedrohlich.
Die Berge im Hintergrund sind noch im Einflußbereich der Regenwolken.



Bild 346: Dunkle Wolken über Wadi Rum​

Ohne Halt geht es durch die Wüstenlandschaft.
Eine weitere Felsformation gleitet am schaukelnden Geländewagen vorbei.



Bild 347: Jede Felsformation ist anders​
 
Kommentar
Jordanien Tag 8-3: Wadi Rum mit Noname Bogen

Hauptattraktion im nördlichen Wadi Rum sind zwei große, natürliche Brücken.
Der Namen des ersten Bogens ist Kiboko leider nicht bekannt.
Die Erosion hat hier durch einen schmalen Felsvorsprung eine große Öffnung geschaffen.
Die Öffnung ist 23,1m breit und 14,4m hoch.
Das menschenleere Übersichtsbild ist noch aus dem fahrenden Geländewagen entstanden.


Bild 348: Fahrt in den Norden vom Wadi Rum​

Beduinen aus dem Nichts

Kaum stehen die Geländewagen tauchen zwei Beduinen mit ihren Dromedaren auf.
Sie kommen aus dem Nichts.
Entweder haben sie einen sechsten Sinn oder sie haben den heranrumpelnden Geländewagen gehört.


Bild 349: Beduinen mit ihren Dromedaren​

Die Beduinen hoffen auf zahlungskräftige Touristen.
Sie bieten ihre Dromedare für eine Reittour an.
Kiboko reicht aber ein Bild für ein kleines Entgeld.
Das Dromedar trägt eine grüne Gesichtsmaske.
So bleiben Gegenlichtblende und Frontlinse sauber.
Der Beduine küsst keine Touristen und braucht daher keine Gesichtsmaske.



Bild 350: Beduine ohne und Dromedar mit gehäkelter Gesichtsmaske​

Dieses Dromedar trägt keine Gesichtsmaske.
Es schaut Kiboko groß an.
Kiboko macht aus sicherer Distanz noch schnell ein Bild.
Dann flüchtet Kiboko auf die andere Seite des Bogens.
Das Dromedar bleibt zurück.


Bild 351: Noname Dromedar vor Noname Bogen​

Rückseite vom Noname Bogen

Auf der Rückseite vom Bogen gibt es keine Dromedare.
Manu und Fabian von unserer Fotogruppe stellen sich in den Bogen.
Erst durch den Vergleich werden die Dimensionen sichtbar.


Bild 352: Imposanter Bogen in der Wüste​

Die Beiden posieren im Bogen.
Immer wieder müssen sie springen, bis jeder der Fotogruppe ein Hüpfbild im Kasten hat.


Bild 353: Hüpfen für den Fotografen​
 
Kommentar
Jordanien Tag 8-4: Wadi Rum, Kharaz-Brücke
Zwei Felsvorsprünge weiter befindet sich die nächste natürliche Brücke.
Die Kharaz-Brücke ist die längste Brücke im Wadi Rum.
Die Spannweite beträgt 31,9m.
Die maximale Höhe ist 9m.
Die Brücke ist sehr flach und wirkt daher weniger imposant als der vorherige Bogen.



Bild 354: Kharaz Brücke​

Nadine und Fabian setzen sich in der Bogenmitte auf die natürliche Brücke.
Erst dadurch werden die Dimensionen des Sandsteinbogens sichtbar.
In der gewählten Fotoposition wird die Bergkette am horizont durch den Bogen eingerahmt.



Bild 355: Durch den Sandsteinbogen eingerahmte Bergkette​

Nach uns folgen weitere Reisegruppen.
Sie klettern alle auf den Bogen.
Hier stehen sie schon Schlange, um sich gegenseitig zu fotografieren.
Kiboko versteckt sich unter der Brücke und macht ein Rundumbild mit dem Fischauge.
Neben der Brücke stehen auf beiden Seiten Zelte.
Dort werden die Touristen mit Tee angelockt und dann zum Kauf von gekühlten Getränken und Souvenirs animiert.


Bild 356: Sandsteinbogen von unten​

Rückfahrt im Eiltempo
Kiboko möchte immer noch keine Souvenirs kaufen.
Die Beduinen drängen zum Aufbruch.
Die Abholzeit für die nächste Reisegruppe rückt heran.
Die Beduinen geben Gas.
Beim passieren des Nonamebogens gelingt noch ein Bild mit Dromedaren.
Die Beduinen sitzen im Schatten.


Bild 357: Dromedare von dem Noname-Bogen​

Die Wüste fliegt am Geländewagen vorbei.
Bei heftigen Bodenwellen hebt der Geländewagen ab.
Auch Kiboko reisst es von der Bank auf der Ladefläche.
Die Landung ist hart.
Ungerührt geben die Beduinen weiter Gas.
Wir nähern uns wieder der Regenfront im südlichen Wadi Rum.



Bild 358: Der Weg durch die Wüste


Bild 359: Wir sausen rechts am Felsen vorbei​

Jeder Fels sieht anders aus.



Bild 360: Felsen, Felsen, Felsen ...​
 
Kommentar
Jordanien Tag 8-5: Wadi Rum, Filmkulisse und Bahnhof
Weiter geht der wilde Ritt auf der Ladefläche des Geländewagens.


Bild 361: Fahrt durch die Wüste​

Plötzlich stoppen die Geländewagen irgendwo im nirgendwo.

Filmkulisse
Stolz präsentiert der Beduine den Ort, an dem Szene eine neue Episode von Star-Trek gedreht wurde.


Bild 362: Hier wurden Szenen für Star-Trek gedreht​

Hinter uns sind zwei Felsen.
Es sind keine aufgelassenen Raumschiffe.
Aber mit etwas Fantasie gleichen die Felsen einem in der Wüste gestrandeten Schiff.



Bild 363: Steinschiff in der Wüste​

Die Regenfront ist jetzt nach Osten weitergezogen.
Jetzt hängt sie über einer Gebirgskette mit schroffen Felsen.



Bild 364: Die Regenfront zieht weiter​

Wir sind zurück und wechseln die Ladefläche vom Geländewagen gegen die Sitze im Bus.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Bahnhof Wadi Rum.
Kibokos Wunsch wurde erhört.
Wir leben eine kurzen Fotostopp ein.
Kiboko kann den Bahnhof und die abgestellten Fahrzeuge anschauen.


Auf dem Bahnhof
Die Schienen sind ziemlich verrostet und teilweise unter Sand vergraben.
Im Bahnhof steht eine heruntergekommende Diesellok und ein
Personenzug mit einer kalten Dampflok herum.
Des Weiteren stehen hier ein paar Schotterwagen und ein paar Wagen, die mit Planen abgedeckt sind.
Aus der Dampflok tropft aus einer Leitung noch Wasser.
Sollte sie kurz vorher gefahren sein?
Oder stammt das Wasser vom Regen der letzten Nacht?
Hinter der Lok sind ein paar Personenwagen eingestellt.
Dazwischen sind Flachwagen mit Sandsäcken und Lafetten.

Touristenbahn
Ein Kind am Bahnhof zeigt auf dem Handy eine Filmsequenz mit einer fahrenden Dampflok.
Dieser Zug wird sporadisch für Touristengruppen eingesetzt.
Die Flachwagen sind dann mit Soldaten besetzt.
Der Zug wird von Beduinen überfallen.
Mit Platzpatronen wird dann für Touristen eine große Show gemacht.



Bild 365: Herumstehnde Eisenbahn in Wadi Rum​

Die Dampflok ist nummern- und namenlos.
Vermutlich handelt es sich um die Lok 85.
Es ist eine Personenzuglok mit der Achsfole 2-C-1 (4-6-2), eine "Pazifik".
Die Lok wurde 1959 von Sharyo in Japan gebaut.



Bild 366: Dampflok mit Touristenzug in Wadi Rum​

Die Diesellok war mal schwarz mit grünem Führerhaus lackiert.
Die Farbe blättert bereits großflächig ab.
Darunter kommt die großflächig die darunterliegende orange Lackschicht durch.
Die Lok wurde früher für die Phosphatzüge eingesetzt.
Auch diese Lok ist namenlos und nummernlos.



Bild 367: Die Diesellok hat schon bessere Tage gesehen.​

Das Fabrikschild verrät die Identität.
Die Lok ist vom Typ U17C und wurde 1974 von General Electric mit der Fabriknummer 39955 gebaut.
Sie könnte daher als Lok 955 bei der Aqaba Railway im Einsatz gewesen sein.



Bild 368: Fabrikschild der GE U17C​
 
Kommentar
Jordanien Tag 8-6: Aqaba, Stadtbummel

Der Reiseleiter setzt die Fotogruppe vor einem mittelprächtigem Hotel in Aqaba aus.
Dann verschwinden Bus und Jordanischer Reiseleiter auf Nimmerwiedersehen.
Sie düsen zurück nach Amman.
Dort wartet bereits die nächste Reisegruppe.
Kiboko checkt ins Hotel ein.
Dann macht die Fotogruppe einen Stadtbummel durch Aqaba.

Strandleben

Aqaba ist eine Hafenstadt am Roten Meer.
Jordanien hat nur einen 19km langen Küstenstreifen.
Der Strand befindet sich zwischen dem Jordanischen Hafen
und dem Hafen von Eilat im benachbarten Israel.
Die Fotogruppe macht dem South Beach seine Aufwartung.
Ausflugboote warten auf Kundschaft.
Ein paar Touristen planschen im blauen Wasser vom Roten Meer.
Eine Einheimische im Burkini macht sie die Füße nass.
Es gibt schönere Strände auf dieser Welt.


Bild 369: Strandleben am Südstrand von Aqaba​

In einer Bude in Strandnähe wird Kaffee gekocht.
Der Kaffee wird im heißen Sand zubereitet.


Bild 370: Jordanische Kaffeezubereitung​

Wir laufen durch die Gassen von Aqaba.
Am frühen Nachmittag ist es heiß.
Viele Geschäfte sind geschlossen.


Bild 371: Nix los in der Gasse​

Touristenladen

Ein Laden hat geöffnet.
Es ist ein typischer Touristen-Nepp-Laden.
Das Personal quatscht die flanierenden Touristen an.
Die Sprachgewandheit ist beeindruckend.
Auch Russisch und Chinesisch sind kein Problem.
Die Fotogruppe wird in den Laden gelockt.
Besonders fotogen sind die bunten Gewürze in loser Schüttung.


Bild 372: Im Gewürzladen​

Im und vor dem Laden stapeln sich Behälter mit Tee und Süßigkeiten.
Kiboko hat noch kein Souvenir.
Eine kleine Pappschachtel mit Süßigkeiten für umgerechnet zwei Euro wechselt den Besitzer.
Die eingeprägte Zahlenkolonne könnte ein Datum sein.
Das Datum liegt in der Vergangenheit.
Ist es das Herstelldatum oder das Maximumhaltbarkeitsdatum?
Beim Probieren im Familienkreis findet Kiboko kleine weiße Klumpen in der Schachtel.
Diese Klumpen haben eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Zähne, Messer und Bügelsäge.
Kiboko sieht nur noch versteinerte Gesichtsausdrücke.
Am libesten würden sie dafür Kiboko steinigen.
Die Süßigkeiten sind steinalt und steinhart.
Mit einem einzigen Klumpen könnte Kiboko im Wadi Rum eine Sandsteinfelswand einritzen, durchdringen und einen weiteren großen Bogen herausarbeiten.
Ob der Tee im Touristenneppladen eine bessere Alternative gewesen wäre?


Bild 373: Teedosenpyramiden​
 
Kommentar
Jordanien Tag 8-7: Aqaba, Schaufenster

Kiboko hat keine Lust auf Touristenneppläden und schaut sich die Schaufenster an.
Hier gibt es starke Männer, Leicht- und Vollmatrosen.
Ganz rechts steht @Captn Marc .


Bild 374: Seemänner zum Mitnehmen​

Männerträume

Seemänner sind auch Seh-Männer.
In der ersten Etage stehen die Puppen im Schaufenster.
Sie zeigen was die Jordanische Dame so alles unter der Burka trägt.


Bild 375: Unter der Burka wird es bunt getrieben​

Auch nackte Damen stehen hier zur Schau.
Offensichtlich kommen sie aus der Schmuddelecke.
Sie machen einen kopflosen Eindruck und sehen ziemlich mitgenommen aus.
Beim Anblick der eingedrückten Plastikbrüste kommt keine Freude auf.
Das kann auch einen Seh-Mann erschüttern.


Bild 376: Damen aus der Schmuddelecke​

Stimulanzien

Da helfen nur Stimulanzien.
Vielleicht werden die Damen nach Teegenuss ansehnlicher.
In einer Geschäftsauslage ist eine große Tonne mit getrockneten Blüten.
Darauf steht ein Pappschild "Love Tea"?
Ob man nach dem Teegenuss die Puppen tanzen lassen kann?
Bestimmt ist das wieder so ein Nepp, wie mit den Süßigkeiten.
Kiboko fällt diesmal nicht darauf herein.


Bild 377: Liebestrank​

Wenn das mit dem Tee nicht klappt, geht es in den Rauchsalon.
Wer möchte eine Shisha rauchen?


Bild 378: Rauchsalon für ganze Kerle​
 
Kommentar
Jordanien Tag 8-8: Aqaba am Abend

Die Fotogruppe läuft kreuz und quer durch Aqaba.
Bei Kiboko sinkt die Motivation.
Die ganz großen Fotomotive scheint es hier nicht zu geben.
Für die kleinen Dinge fehlt Kiboko die Muße.
An einem Kreisverkehr bricht Kiboko den Stadtbummel ab.


Krankenhauskreisel

Im Abendlicht erreicht Kiboko den Krankenhauskreisel (Hospital Circle).
Es ist ein großer Kreisverkehr.
Im Kreisel ist eine Wasserlandschaft mit Palmen.


Bild 379: Wasserspiele am Krankenhauskreisel​

Die Moschee am Krankenhauskreisel möchte auch mit auf das Bild.


Bild 380: Moschee am Krankenhauskreisel​

Der letzte Sonnenuntergang

Erschöpft erreicht Kiboko das Hotel.
Kiboko fällt mit platten Füßen ins Bett.
Was ist das eigentlich für ein Lichtschein der durch die Gardine scheint?
Die Sonne geht über Eilat unter.
Die Schiffe warten vor dem Israelischen Hafen.
Die Berge am linken Bildrand gehören schon zu Ägypten.
Es ist der letzte Sonnenuntergang auf dieser Reise.


Bild 381: Der Hafen von Eilat bei Sonnenuntergang​

Abends gehen wir nochmal in die Altstadt zum gemeinsamen Abschlussessen.
Ein Teil der Reisegruppe hat noch eine Badeverlängerung.
Kiboko wird am nächsten Tag nach Hause fliegen.
Aber vorher muss Kiboko nochmal auffallen.
Im Hotel gibt es noch eine Deckenleuchte.
Kiboko liegt mit dem Rücken auf dem Boden.
Das Hotelpersonal staunt.
Kiboko hätte etwas weiter nach rechts halten sollen, um den Lichtbogen über der Rezeption besser ins Bild zu integrieren. Schade!


Bild 382: Deckenleuchte mit Lichtbogen​

Die Reise ist noch nicht ganz zu Ende. Es folgt noch der Rückflug, Fazit, ...
 
Kommentar
-Anzeige-