Frage iPhone statt DSLR im Urlaub

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OK, ein paar Beiträge zuvor meine Geschichte mit dem Taschenbuch war nicht ernst gemeint, aber nun werde ich doch ernsthaft.

Irgendwie erinnert mich diese Diskussion an die Zeit, als die ersten Digitalknipsen auf den Markt kamen, und engagierte Fotografen
diese Technik noch als Spielerei abgetan haben. Nur es kam eigentlich sehr schnell anders, als manch einer seinerzeit vermutet hätte.

Ich glaube, dass wir jetzt eine ähnliche Entwicklung erleben und irgendwann unsere geliebten Schätze im Schrank verstauben.
Die Hersteller von IPhones und Smartphones und Tablets sind so erschreckend innovativ.
Sehr gerne schaue ich mir Fotos von anderen Fotografen auf Flickr, 500px (natürlich auch hier) oder sonst wo an.
Immer öfter stoße ich dabei auf beindruckende Fotos, die tatsächlich mit einem IPhone/Smartphone geschossen wurden.
OK, ich sehe mir die Bilder nicht mit einer Lupe an, aber ich lasse mich von den Bildern begeistern, weil dort jemand überlegt
und gekonnt solch ein Gerät genutzt hat. Das sind dann Momente wo ich mich frage, ob ich nicht verrückt bin, weil ich ein
paar 1000 EUR zu viel ausgegeben habe, und ein paar Kilo zu viel mit mir rumschleppe.

Aber keine Angst, ich habe meine DSLRs und Objektive trotzdem lieb.

LG aus HB
Heiner
 
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... ich mich frage, ob ich nicht verrückt bin, weil ich ein
paar 1000 EUR zu viel ausgegeben habe, und ein paar Kilo zu viel mit mir rumschleppe. ...

Wenn ich sehe, was die Leute - auch junge Leute mit eher weniger Einkommen -
für ständig neue Geräte, neue Verträge, neue ... ausgeben,
dann frage ich mich, warum es denn so wichtig ist, dass alles sofort kommuniziert werden muss.

Gestern saßen wir beim hamburger Stammtisch. Bernd (kiboko) hatte sein Laptop aufgebaut
und erzählte von seinen Reisen.
Das geht ,
das geht auch nachher,
das geht sogar Wochen später !

Alles muss ständig neu sein : Das neueste Handy, die neueste Ausgabe von PS, der neueste Fernseher, ...
alles andere ist Schrott von gestern für alte Leute,
die nichts peilen.
Zur Not wird gemietet, oder auf Raten gekauft und wenn es auf den eigenen Namen nichts mehr gibt,
wird in den neuen Vertrag die Oma, oder der Enkel eingesetzt.

Überblick : Nein, danke - neu muss schließlich sein !
 
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Das Smartphone ist heute Kult und ein MUSS für junge Leute.
Selfies sind IN! Prominente und selbst die Kanzlerin machen da mit...

Die schlimmste Katastrophe, die einem Jugendlichen heute passieren kann:
Er ist außer Haus und stellt fest, dass der Akku seines Smartphones nur noch 10% aufweist...:mad:

Gruß
Hans
 
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„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, 470-399 v.Chr.)

O.k., Probleme mit'm Akku kannten die halt noch nicht.
 
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Mir ist niemand persönlich bekannt, ob im Verein oder sonst der auf den Gedanken käme seine Fotoausrüstung gegen ein Smartphone zu tauschen, weil es einfach nicht dasselbe ist.

Tauschen zwar nicht, aber 2015 war ich auf einer Fotoausstellung, die ein bislang eingefleischter Perfektionist im Rentenalter per iPhone getätigt hatte. Und oh Wunder: seine Werke waren erheblich ansprechender, als das, was er all die Jahre mit GF, MF und (D)SLR abgeliefert hatte. Nicht die technisch perfekte Pixelsammlung, die Bildaussage war's! :up:
 
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Welche Verschwendung. Ich hätte mir vor lauter Frust in den A.... gebissen ✌

Gesendet von meinem SM-G388F mit Tapatalk
 
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Stimmt! Der kleinere Sensor rauscht schneller. Dieser Argumentation nach dürfte aber auch keiner hier MFT, APS-C oder Kleinbild nutzen, sondern müsste ausschließlich mit Mittelformat rumrennen.
Warum? Wenn man von einem individuell akzeptierten Niveau des Rauschens bzw. Nicht-Rauschens ausgeht, leisten APS-C-Kameras heute so viel, dass damit "rauschfreie" Bilder in den meisten üblichen Situationen machbar sind. Wem das nicht genügt, der greift eben zu Vollformat. Was aber die Handykameras leisten, entspricht dem Niveau einer APS-C von vor 10-12 Jahren, und das ist nach heutigem Geschmack eben oft nicht mehr prickelnd.

Keineswegs. Eher Ausdruck dessen, welches Niveau an Rauschfreiheit heute der breiten Masse ambitionierter Foto-Hobbyisten genügt.

CB
 
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Tauschen zwar nicht, aber 2015 war ich auf einer Fotoausstellung, die ein bislang eingefleischter Perfektionist im Rentenalter per iPhone getätigt hatte. Und oh Wunder: seine Werke waren erheblich ansprechender, als das, was er all die Jahre mit GF, MF und (D)SLR abgeliefert hatte. Nicht die technisch perfekte Pixelsammlung, die Bildaussage war's! :up:
Dann hätte er vermutlich die gleiche Ausstellung mit einer SLR und einer einzigen FB, z.B. 35mm, ebenso hinbekommen, weil er anstatt ein Bild zu gestalten mit der Auswahl zwischen seinen offensichtlich zu zahlreichen Werkzeugen beschäftigt war - ein wohlbekanntes Phänomen und in vermutlich jedem Fotoclub zu erleben, wenn solvente Herrschaften ihre mäßig vorhandenen fotografischen Fähigkeiten mit dem Kauf irre teurer Kameras und Objektive zu kompensieren versuchen, aber trotzdem hinterher nicht sehr viel Besseres herauskommt.

CB
 
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Hätte er definitiv nicht. DSLR ohne Stativ, für ihn ein Unding und somit wäre jegliche Dynamik bereits vor der Aufnahme gestorben.
 
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Tauschen zwar nicht, aber 2015 war ich auf einer Fotoausstellung, die ein bislang eingefleischter Perfektionist im Rentenalter per iPhone getätigt hatte. Und oh Wunder: seine Werke waren erheblich ansprechender, als das, was er all die Jahre mit GF, MF und (D)SLR abgeliefert hatte. Nicht die technisch perfekte Pixelsammlung, die Bildaussage war's! :up:

Dieser Mann hat offensichtlich im Laufe seines Lebens immer besser fotografieren gelernt.

Soll ja vorkommen...

Gruß
Hans
 
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Ja, gelegentlich sollte man zumindest den Versuch wagen über den eigenen Schatten oder den ewig vordiktierten Rahmen zu springen. IMO eine Grundvoraussetzung auf dem Weg zur Kreativität.

Ok, zurück zum eigentlichen Thema.

Ermöglichen doch Smartphone und Co. den Zugang für ansonsten kaum erreichbare Fotomotive, da sie von der Umwelt als solches kaum wahrgenommen werden. Selbst an Orten, die für klassische Fotogeräte praktisch tabu sind, kümmert sich kaum noch jemand darum.
 
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Ermöglichen doch Smartphone und Co. den Zugang für ansonsten kaum erreichbare Fotomotive, da sie von der Umwelt als solches kaum wahrgenommen werden. Selbst an Orten, die für klassische Fotogeräte praktisch tabu sind, kümmert sich kaum noch jemand darum.

Stimmt 30 Leute die am ausgestreckten Arm ein Ei-Smartphone durch die Gegend tragen
fallen nicht so auf wie ein Mensch mit DSLR:D
 
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Ermöglichen doch Smartphone und Co. den Zugang für ansonsten kaum erreichbare Fotomotive, da sie von der Umwelt als solches kaum wahrgenommen werden. Selbst an Orten, die für klassische Fotogeräte praktisch tabu sind, kümmert sich kaum noch jemand darum.

Absolut richtig.

Selbst an Orten wo Kameras verboten sind (zB Museen) wird kaum etwas gegen Handy Knipser unternommen, das konnte ich bereits mehrfach feststellen. Es wird gerade von der älteren Generation (Aufsichtspersonal) noch nicht als "Bedrohung" wahrgenommen. Ist ja nur ein Telefon, oder....? :eek:

LG
Wolfgang
 
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Für unauffällige Street-Fotografie würde ich anstatt eines IPhones besser die ebenfalls sehr kleine Nikon 1 J5 empfehlen.

Denn die J5 braucht man nicht am ausgestreckten Arm vor sich her zu tragen wie eine Monstranz, sondern man kann mit ausgeklapptem, waagrecht gestelltem Display sozusagen "aus der Hüfte schießen".

Gruß
Hans
 
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Für unauffällige Street-Fotografie ......
........braucht man nicht am ausgestreckten Arm vor sich her zu tragen wie eine Monstranz, sondern man kann mit ausgeklapptem, waagrecht gestelltem Monitor sozusagen "aus der Hüfte schießen".

Ich weiß zwar nicht auf welchem Planeten ihr lebt, aber als Fotograf kann ich mit einem Handy genauso wie mit jeder DSLR fotografieren. Ich käme nie auf die Idee mit ausgestreckten Arm zu fotografieren.

Im übrigen gibt es genügend Menschen die aufgrund ihrer Alterssichtigkeit ihre DSLR ebenso entsprechend weit vom Gesicht weghalten, weil sie sonst die Details am Monitor nicht mehr erkennen können. :fahne: :hehe:

LG
Wolfgang
 
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Absolut richtig.

Selbst an Orten wo Kameras verboten sind (zB Museen) wird kaum etwas gegen Handy Knipser unternommen, das konnte ich bereits mehrfach feststellen. Es wird gerade von der älteren Generation (Aufsichtspersonal) noch nicht als "Bedrohung" wahrgenommen. Ist ja nur ein Telefon, oder....? :eek:

... und im Zweifelsfall war es ein Selfie und das geht keinen Dritten was an. :p
 
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Schade, dass du alles, was nicht DSLR entspringt, als "niveaulose Massenware" bezeichnest.

Ich hatte ihn anders verstanden. Die Telefonfotografiererei und die einfache Möglichkeit der Publikation im Internet bringt Leute dazu, Fotos zu machen, die vorher im Traum nicht daran gedacht hätten. Und mit ausreichender Ehrlichkeit kann man das meiste davon als "niveaulose Messenware" bezeichnen. Das sind zum größten Teil Bilder, die vor der Ära der Telefonfotografiererei nicht gemacht worden wären.

Wer sich bewusst eine höherwertige Kamera zulegt, macht sich um die Bilder, die er/sie macht, mehr Gedanken. Was nicht unbedingt heisst, dass dabei nicht auch "niveaulose Massenware" entsteht, da reicht ja ein Blick in meine Fotosammlung zuhause, um das zu erkennen :D Aber die Tendenz zu besseren Bildern ist sicher da.
 
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Ich weiß zwar nicht auf welchem Planeten ihr lebt, aber als Fotograf kann ich mit einem Handy genauso wie mit jeder DSLR fotografieren. Ich käme nie auf die Idee mit ausgestreckten Arm zu fotografieren.
Also wenn ich mir mein Telefon direkt vors Auge halte, dann sehe ich nichts mehr. ;)

Im übrigen gibt es genügend Menschen die aufgrund ihrer Alterssichtigkeit ihre DSLR ebenso entsprechend weit vom Gesicht weghalten, weil sie sonst die Details am Monitor nicht mehr erkennen können. :fahne: :hehe:
Das kommt noch hinzu, fürs Handy gibt es keinen Dioptrinausgleich.

PS.: Ich habe einen Urlaub lang schonmal nur mit dem Handy fotografiert, das kann auch Spaß machen. Nur auf Dauer ist mir das Ding nicht griffig genug und die Brennweite zu weitwinkelig.
 
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