Lösung Ich schmiere von .nef zu .jpg ab .... und find's gut!

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Ich fotografiere auch mit der D80 (und will auch erstmal dabei bleiben). Die RAW-to-JPEG-Engine der Kamera ist aber nicht ganz so fehlerfrei.
Ich hab das mit meiner D80 jetzt getestet. Abgesehen davon, dass die JPGs aus ViewNX wegen der von mir eingestellten minimalen Komprimierung deutlich größer sind als die JPGs OOC, sind die Qualitätsunterschiede eher akademischer Natur. Bei einer 1:1-Ansicht sieht man tatsächlich einen leichten Schärfevorteil bei den VNX-JPGs gegebenüber OOC. Ich wage aber zu behaupten, dass man diese Unterschiede bei klassischen Verwendungszwecken (Bildschirmpräsentation, Prints bis 50x60) nicht sehen wird.
 
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Ich hatte letztes Wochenede eine Fototour in den Bergen.
http://cid-4b4ccc7261261aed.photos.live.com/browse.aspx/Sonntagsausflug Trollheimen
Mit dabei meine D700 mit der kleinen 28er Festbrennweite. Das Objektiv erwies sich wieder mal als außerordentlich Ziggich. Zu Hause konnte ich dann eine ganze reihe Fotos in den Mülleimer werfen. Da gab es in Jpeg nichts mehr zu retten. Das muß man wissen wenn man mit Jpegs fotografiert. :)
 
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...

Die D5000 neigt auch nicht zur Überbelichtung (wie noch D40 und D90)
Dazu ADL an, Picture Control mit ein paar guten presets versehen und ich mache fast nur noch JPGs, bzw, ich mache RAW+JPG aber fasse die RAWs nicht an.
...
/QUOTE]

Das mit der Überbelichtung der D90 kann ich bestätigen.
Daher interessieren mich Details zu den von dir erwähnten Presets für Picture Control.
Mit ADL habe ich an der D90 weniger gute Erfahrungen gemacht und von daher z.Zt. aus.

Danke,
Axel
 
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Ich kann den Themenstarter schon verstehen:
Nach 2,5 Jahren, in denen ich ausschließlich im Rohdatenformat fotografiert habe, überlege ich nun, mehrheitlich JPG+NEF zu fotografieren und meine Arbeitsweise dahin gehend zu ändern.
Ferner nutzen wir beide Linux als OS, d.h. wir bewegen uns beide Software-seitig etwas abseits des Massenmarktes (Aperture/Lightroom/CNX).

Warum?
Oft genug entwickle ich ein Bild nach Vorlage des eingebetteten Vorschaubildes. Wenn dies doch eh häufig das Ziel einer Entwicklung ist, warum nicht das Kamera-JPG nutzen? Ein Bild im Ausgabeformat ist für sich genommen zum archivieren genauso ungeeignet wie ein Bild im Rohdatenformat. Erst beide zusammen enthalten alle vollständigen Informationen (Rohdaten+Bearbeitungen). Somit archiviere ich beides. Ferner muss ich feststellen, dass die Kamera-JPGs schon ziemlich gut sind. Wenn ich eine solche Entwicklung aus dem Raw hinbekommen möchte, muss ich mich manchmal ganz schön strecken. Dazu kommen z.B. noch automatische CA-Korrektur, die keiner meiner Raw-Konverter unterstützt, oder ein recht ausgefeiltes ADL, welches für mich oft genug sehr gut funktioniert.

Mir persönlich reicht die Bildqualität des JPG oft genug aus, ansonsten bearbeite ich es mit Gimp. Der Qualitätsverlust durch das einmalige Speichern mit 100% Qualität ist mit Sicherheit optisch nicht erkennbar (Referenz: Druck bis 60x40cm) wenn das Ausgangsmaterial brauchbar ist.
Wenn ich einen bestimmten Stil erreichen möchte, den ich mit den Kameraeinstellungen nicht erreichen kann oder ich andere Gründe für eine manuelle Entwicklung habe, stehen mir die Rohdaten immer noch zur Verfügung.

Software-seitig wird das Leben mit JPGs auch einfacher: Kompatibilitätsprobleme gehören der Vergangenheit an, JPG ist ein dokumentierter Standart, Metadaten werden in der Datei verwaltet. Sprich auf Seite der Software werden einige Knackpunkte mit einem Schlag gelöst und zwar in einem Standartformat, welches meines Erachtens auf jeden Fall zusätzlich zum Raw archiviert sein sollte, wenn man keine parametrische Konverter wie LR oder AP benutzt (hier kommt halt im Falle des Wechsels zu einer anderen Software der große Batch-Run).

Dies sind nur einige der Gründe, warum ich JPGs haben möchte und wenn man seine Kamera im Griff hat, so gibt es keinen Grund warum nicht auch (technisch) super Bilder entstehen können, die auch qualitativ hochwertig sind. Wenn man meint, dass man es manuell besser kann, hat man ja immer noch das Raw zur Verfügung.

Fazit ist für mich seit meinem letzten Urlaub, dass die Raw-Bearbeitung nur in Einzelfällen für mich Sinn macht, ich aber bei großen Mengen an Bildern, bis auf wenige Ausnahmen mit den Kamera-JPGs besser fahre. Meinen Workflow unter Linux passe ich die Tage noch an und werden meinen Beitrag noch entsprechend abändern.



Gruß
Michael
 
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Michael, nur als Hinweis: in den Raw-Dateien stecken auch noch Full-Size-JPGs, die bis auf die Kompressionsrate den JPGs OOC entsprechen. Diese können auch unter Linux mit dem exiftool extrahiert werden:

exiftool -b -JpgFromRaw -w jpg dsc_xxxx.nef

Die Exif-Daten kopierst du folgendermaßen vom NEF auf das extrahierte JPG:

exiftool -overwrite_original -TagsFromFile dsc_xxxx.nef dsc_xxxx.jpg

(Bitte erstmal an einer Kopie ausprobieren. Ich übernehme keine Verantwortung.)
 
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Ist es ein Glück, dass ich Mac User bin, oder habe ich ohne es zu wissen ein Zusatztool installiert, das mit eine NEF-Vorschau bereits im Finder darstellt? Leertaste drücken und ich seh's groß ... also das "Zeig mal her" Problem ist bei mir (oder Macianern überhaupt?) keines.

nein, das ist ganz normal, ab 10.6

wunderbar, gell?

:)
 
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Ich glaube, heute hat JEDES OS einen Viewer dabei, der aus beliebigen RAW Dateien die JPEGs ausliest und anzeigt (so funktioniert ja auch die Anzeige der Thumbnails).

@ Norden: sind die Ergebnisse gemäss deinem Beispiel mit exifviewer anders als die Ausgabe von

dcraw -e dsc_xxxx.nef

oder bleibt hier Alles beim Alten? Die dcraw Option -e (extrahieren) übernimmt auch gleich die EXIF Daten - da braucht's keinen weiteren Bearbeitungsschritt
 
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@ Norden: sind die Ergebnisse gemäss deinem Beispiel mit exifviewer anders als die Ausgabe von

dcraw -e dsc_xxxx.nef

oder bleibt hier Alles beim Alten? Die dcraw Option -e (extrahieren) übernimmt auch gleich die EXIF Daten - da braucht's keinen weiteren Bearbeitungsschritt

Keine Ahnung, da ich dcraw nicht auf meinem Mac habe, aber ich gehe davon aus, dass das gleiche Vorschaubild ist, das beide extrahieren. Einen Unterschied würde ich hier nicht erwarten.
 
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Michael, nur als Hinweis: in den Raw-Dateien stecken auch noch Full-Size-JPGs, die bis auf die Kompressionsrate den JPGs OOC entsprechen. Diese können auch unter Linux mit dem exiftool extrahiert werden:

Hallo Norden,

danke für die Hinweise. Bist Du sicher, dass Du ein Full-Size-JPG bekommst?
Meine D300 NEFs mit verlustfreier Komprimierung liegen im Bereich 11 MB. Immer wenn ich diese mit CNX geöffnet habe und etwas gespeichert habe, vergrößerte sich die Filegröße auf ca. 17 MB. Neben einigen Header-Informationen hat also CNX ein größeres Vorschaubild eingebettet (jedenfalls bin ich immer davon ausgegangen).
Zu Mac-Zeiten habe ich genau dass gemacht: Bilder mit CNX bearbeitet und unter Photomechanic die Vorschaubilder wieder ausgelesen. Allerdings habe ich nie den Vergleich gemacht zwischen NEFs, die CNX bereits angefasst hat und Bildern, die noch "jungfräulich" sind.
Daher gehe ich davon aus, dass nur CNX ein Full-Size JPG einbettet.

Ansonsten kenne ich exiftool inzwischen recht gut, nutze es ausgiebig und freue mich auch darüber, dass es inzwischen immer mehr Anwender findet.

Gruß
Michael
 
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In den NEFs steckt immer auch ein "Basic Large JPG" drin.
Es ist *dasselbe* File, dass man auch erhaelt, wenn man NEF + "Basic Large JPG" waehlt, IIRC!

NEF + JPG kann man sich also sparen - es sei denn, man waehlt eine geringere Kompressionsrate und/oder moechte ohne Extraktion direkt auf ein JPG zugreifen koennen ...
 
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CNX blaest nichts auf.
CNX berechnet ein JPG in der besten Qualitaet aus den RAW Daten.
Die Groesse der RAW/NEF Dateien ist Sensor- und Bit-Tiefen-abhaengig.

Das JPG von CNX kannst Du dann immer noch mit Qualitaet 1 abspeichern, um kleinere Dateien zu erhalten :D
 
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Gut, dann habe ich bisher alles richtig verstanden ("aufblasen" war etwas missverständlich ausgedrückt).

CNX ersetzt das vorhandene Vorschaubild in Basic-Quality mit einem Vorschaubild in Fine-Quality.

Als jemand, der CNX nicht einsetzen kann/möchte, ist das Extrahieren von JPGs keine Option, da diese lediglich Basic-Quality haben.
In der Einstellung Fine (L)+Raw erhalte ich brauchbare JPGs in maximaler Qualität und zusätzlich noch die Raws ohne von irgendeiner Software eingeschränkt zu sein.

Die gleichen Informationen (Fine JPG+NEF) erhalte ich nur, wenn ich entweder aus dem Raw entwickele oder aus einem NEF extrahiere, nachdem dieses einmal mit CNX gespeichert worden ist, was wie gesagt, keine Option für mich ist.
 
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Nicht ganz.

Die JPGs via RAW-Konverter entsprechen nicht denen aus der Kamera!
Sollten aber aehnlich sein :)

Aber der RAW Konverter kann "bessere" JPGs erzeugen als die Kamera ...
 
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Nicht ganz.

Die JPGs via RAW-Konverter entsprechen nicht denen aus der Kamera!
Sollten aber aehnlich sein :)

Aber der RAW Konverter kann "bessere" JPGs erzeugen als die Kamera ...

Ziemlich ähnlich :)

Ein guter Raw-Konverter kann mit Sicherheit bessere JPGs produzieren als die JPG-Engine der Kamera, daran habe ich überhaupt keinen Zweifel.

Allerdings bin ich immer noch davon überzeugt, dass die JPG-Engine schon sehr gute Ergebnisse liefert, die es erst einmal zu schlagen gilt. Das gekonnte manuelle Entwickeln setzt schon etwas Zeit und vor allem Wissen/Können voraus.
Und das ist genau die Essenz meines Ursprungsbeitrages: Nicht immer lohnt sich für mich der manuelle Eingriff und der damit verbundene Zeitaufwand, da ich oft genug mit den Fine-Jpgs aus der Kamera zufrieden bin.
In Einzelfällen oder bei kleineren Gruppen von Bildern, werde ich weiter manuell entwickeln. Das sollte mir mehr zeitlichen Spielraum für die Bilder lassen, die mir besonders wichtig sind (getreu dem Motto: "10 gute Fotos in einem Jahr sind eine gute Ausbeute").

Aber wie auch schon so oft gesagt: Wir haben hier viele unterschiedliche Ausgangssituationen in Form verschiedener Hardware, Software, verfügbarer Zeit, Können, Wissen, etc.
Wer will hier entscheiden, was im Einzelfall falsch oder richtig ist? Alle vorgetragenden Argumente haben ihre Berechtigung und jeder muss für sich selber entscheiden, wie man sie gewichtet.
 
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Mir gelingt es nur selten aus den NEFs etwas besseres zu machen als es die D5000 ohnehin schon tut (nachdem ich mich einmal intensiv mit den Kamera Einstellungsmöglichkeiten vertraut gemacht habe)
Oft wird mein NEF Gebastel schlechter als das JPG.

Für mich einziger Grund am NEF zu schrauben: massive Korrektur des Weißabgleichs oder der Belichtung.
Alles andere bekomme ich im JPG leichter hin.

Allerdings habe ich nur ViewNX2, Rawtherapee und Capture One (das was es letzt billig in einer Zeitung gab und mit dem ich nicht klarkomme und das die NEFS nicht vernünftig interpretieren kann)
DXO habe ich getestet und es macht im Default ganz klar schlechtere Bilder als es die D5000 kann (wenn ADL und Autoverzeichnungskorrektur an ist)
Die NEFs der D40 hat DXO hingegen gut gewandelt.

Das sieht aber wohl für andere Kameras (andere JPG Engines) und für Leute mit z.B. CNX2 oder PS und entsprechendem Können womöglich ganz anders aus.
 
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Ich mache auch nicht "viel" mit CNX2.

Meist folgende Sequenz als Basis:

Ggf. Weissabgleich (Blitz oder Graukarte)
Bildoptimierung auf Portrait (ich fotografiere meist Menschen)
Scharfzeichnung auf 0
Ggf. Belichtungskorrektur
Ggf. Lichter retten
Ggf. Schatten retten
Ggf. an Saettigung und/oder Kontrast spielen
Ggf. an der Kurve bzw. Minima/Maxima in den Schnelleinstellungen spielen (z.B. um den Hintergrund rein-weiss zu bekommen)

All dies mit der Doppel-Schwellwert Anzeige ueberpruefen.

Auto-Verzeichnungskorrektur EIN

Ggf. den Dynamic Skin Softener (konservativ) verwenden

Und schliesslich Unscharf maskieren mit 100/3/0 als Basis-Schaerfung (nicht vergessen, oben auf 0 zu stellen).

Meist werden nur die fett markierten Schritte verwendet!

Die Bilder sind *allemal* besser und schaerfer als die JPGs aus der Kamera.

Danach kommen dann andere Programme fuer den Beschnitt, Groessenveraenderungen und passende Output-Schaerfung hinzu.

Evtl. kombiniere ich obiges noch mit einer Schwarz/Weiss Konvertierung - obwohl ich immer noch nicht so recht weiss, welches der 3 bis 4 Tools in CNX2 ich dafuer einsetzten sollte :)
 
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Hier ein Beispiel:

Zuerst OoC, dann mit CNX2-Basis Bearbeitung:

picture.php
picture.php


CNX2-SW Konvertierung:
picture.php


Sowas bekommt man nicht direkt aus der Kamera :)

UND, eine solche fast Vollautomatische Basis-Bearbeitung kostet keine Zeit - ausser der, die halt die Konvertierung benoetigt.
Aber 50 Bilder sind in wenigen Minuten durch - bei 500 dauerts halt was laenger.
Meist mache ich sowas aber ohnehin erst NACH der ersten Auswahl, also schon bei deutlich weniger Bildern.
 
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Ok Thomas,

aber Du setzt hier sowohl CNX als auch ein OS veraus, welches CNX unterstützt....

Niemand sagt, dass die CNX-Ergebnisse nicht extrem gut sind, bzw. dass so automatisiert gearbeitet werden kann.
Aber es gibt nun einmal Anwender, die weder CNX nutzen können oder wollen.
Genau für diese Anwender ist das Kamera-JPG u.U. ok (wenn auch das CNX Ergebnis zunächst einmal mit Sicherheit besser ist).

Im Batch nachschärfen kann ich übrigens auch per imagemagick. Das funktioniert auch gut.

Hätte ich eine Windows oder Mac-Plattform, so würde ich mit Sicherheit wieder Photomechanic und CNX einsetzen. Da ich aber aus verschiedenen Gründen mit Linux arbeite, muss ich mir halt etwas anderes überlegen und eben damit leben, dass ich nicht an die Qualität von CNX herankomme. Trotzdem sind die Kamera-JPGs für meinen Geschmack für viele Fotos bereits gut geeignet.

Danke trotzdem für die Beispielbilder: Es ist schon sehr beeindruckend, wie gut die Ergebnisse mit CNX sein können.
 
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