Fotografie als Fetisch - Edelkameras als Status Quo ?

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Randle P. McMurphy

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Fotografie als Fetisch für Technikversessene ?
Oder Edelkameras für den Status Quo ?


Ich fotografiere also bin ich und fängt die wirkliche Fotografie
erst ab einer Kamera von mehreren Tausend Euro an ?


Gut ich geb´s zu mal wieder ein Tritt ins Hornissennest
weil sich sicherlich einige hier angepieckst fühlen aber
mal ehrlich oft bleibt mir vor Staunen nur noch die Klappe
offen stehen.

Canon hat vor kurzem eine neue Kamera mit über 50 MP angekündigt.
Leica eine mechanische Messucherknipse mit 50er Jahre Technik für 4000 Euro
rausgebracht die nicht einmal einen Belichtungsmesser hat und verkündet die Rückkehr
damit zur Fotografie Pur.

Was kommt als Nächstes ? Wer braucht was noch und weshalb wofür ?

Ich stelle diesen Tread beabsichtigt in das Einsteigerforum weil
sich hier noch die Leute tummeln die primär nur "Bilder machen"
wollen und noch nicht vom Markenfetischismus zum Kaufrausch
angefixt wurden.

Und weil es hier auch ein paar alte Hasen gibt die sich vielleicht
erinnern mit welchem "Krempel" sie ihre Karriere gebonnen haben !

Angestoßen hat mich hierzu ein Mitforent aus dem Analogen Bereich
der mich mit einem Objektivvorschlag Nikon Objektivreihe E mal
wieder ins Grübeln gebracht hat - was braucht man(n) um gute Bilder
zu machen ?


Eines meiner Lieblingsbilder wurde mit einem Nikon Serie E 1,8/50
aufgenommen - ein anderes mit meiner ersten Digiknipse der Canon
EOS 350D und einem günstigen Sigma 55-200 (siehe unten).




Brauchen wir wirklich mehr ?
 
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Aber ist es denn wirklich wichtig, womit ein gutes Foto aufgenommen wurde...?

Sicher - das Bild ist ein Meisterwerk wenn es mit einer Nikon D4, Canon EOS 1
oder Leica Monochrome und lichtstarker Festbrennweite aufgenommen wurde und ein Zufallstreffer
wenn es nur eine günstige Consumerknipse mit Kit-Optik war.

Spass beiseite - das wollte ich ja gerade ausdrücken und weil ich es hier
im Einsteigerforum steht wäre es toll gewesen es hätten mehrere etwas
in Richtung Gut und Günstig statt einer Rechtfertigung für ihre Sammlung
teurer Fotogeräte geschrieben..........
 
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Sicher - das Bild ist ein Meisterwerk wenn es mit einer Nikon D4, Canon EOS 1
oder Leica Monochrome und lichtstarker Festbrennweite aufgenommen wurde und ein Zufallstreffer
wenn es nur eine günstige Consumerknipse mit Kit-Optik war.

Spass beiseite - das wollte ich ja gerade ausdrücken und weil ich es hier
im Einsteigerforum steht wäre es toll gewesen es hätten mehrere etwas
in Richtung Gut und Günstig statt einer Rechtfertigung für ihre Sammlung
teurer Fotogeräte geschrieben..........

Muss man das so generell? Bei konkreten Fragen von Einsteigern in der Vergangenheit war, so weit ich das mitbekommen habe, die Tendenz in den Antworten sowieso eher, dass man mit den Einsteigergehäusen und den Kitlinsen schon sehr viel abdecken kann...
 
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Bei konkreten Fragen von Einsteigern in der Vergangenheit war, so weit ich das mitbekommen habe, die Tendenz in den Antworten sowieso eher, dass man mit den Einsteigergehäusen und den Kitlinsen schon sehr viel abdecken kann...

Das stimmt ja auch, ist aber schrecklich langweilig ... und irgendwie auch desillusionierend. Als Stimmungsaufheller kann da eine FX Knipse mit heller Festbrennweite echte Wunder wirken!
 
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…wäre es toll gewesen es hätten mehrere etwas in Richtung Gut und Günstig statt einer Rechtfertigung für ihre Sammlung
teurer Fotogeräte geschrieben...

Ich bin ja eigentlich der Ansicht, dass sich niemand für seine Fotogeräte rechtfertigen müssen sollte.
Weder derjenige, der mit der Ixus von 2006 noch der mit der Leica M von 2015.

Aber gefühlt ist der Rechtfertigungsdruck hier im Forum auf die Benutzer teuerer Geräte höher, als der auf die Benutzer günstigerer Kameras... ;)
 
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Letztlich geht es ja wie immer um die Frage, was dann eigentlich ein gutes Foto/Bild ist.

Und zum gefühlten hundertersten Male sage ich das gleiche. Mich interessiert es überhaupt nicht mit was ein gutes Foto gemacht wurde.

Und das hat weder mit Anfänger noch mit Technik noch mit Marken noch mit irgend was zu tun. Vielmehr verweile ich an deinem Bild, lasse mal all die Beschreibung weg und frage Dich, ob Du es magst, weil es mit "altem Equipment" aufgenommen worden ist, oder ob Du es magst, weil es Dich fotografisch anspricht?

Ich mag den Blick des Kindes, der leicht schräge Blick von Unten nach Oben, auch das Format finde ich schön. Ich hätte es nicht mittig gestellt, dem Blick hätte ich mehr Freiraum gegeben.

Ich hab' mal einem Sozialpädagogen auf der Abteilung gesagt, dass ihn die Kinder nicht an seinen Papieren und Ausbildungen misst, sondern an dem was es gegenüber hat ... Und so ist es in der Fotografie auch.
 
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Ich bin ja eigentlich der Ansicht, dass sich niemand für seine Fotogeräte rechtfertigen müssen sollte.
Weder derjenige, der mit der Ixus von 2006 noch der mit der Leica M von 2015.

Aber gefühlt ist der Rechtfertigungsdruck hier im Forum auf die Benutzer teuerer Geräte höher, als der auf die Benutzer günstigerer Kameras... ;)

Jeder "Druck" entsteht allein im Kopf desjenigen, der bei diesem Thema einem inneren Rechtfertigungszwang folgt.
 
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Ich habe Freude an guten Fotoapparaten, ist doch mein Hobby. Komischerweise gibt es in meinem Fotoclub auch Leute die meinen FX ist Luxus und es kommt nicht auf die Technik an um gute Bilder zu machen. Aber dann sich Stereoanlagen für Zigtausende Euros ins Wohnzimmer stellen, schicke Autos fahren und um die halbe Welt jetten zur Location suche. Versteh ich auch nicht. Musik kommt auch aus einem alten Röhrenradio, mit 80 km/h kommt man auch ans Ziel und ich tapp gerne duch den Zoo zum fotografieren.
Ich verzichte gerne auf anderen Luxus, aber bei meiner liebsten Beschäftigung nicht.
 
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Hallo,

Ich begann bei Nikon mit einer D90, dann gab es eine D300s, dann eine D4 und jetzt noch eine D810.
Ist es abartig, dass ich jedes Mal Freude habe, wenn ich mit der D4 arbeite?
Und ist es abartig, wenn ich jedesmal sprachlos bin vor Freude, wenn ich die ultra-hochauflösenden Aufnahmen der D810 bewundere?

Felix
 
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Hallo,

Ich begann bei Nikon mit einer D90, dann gab es eine D300s, dann eine D4 und jetzt noch eine D810.
Ist es abartig, dass ich jedes Mal Freude habe, wenn ich mit der D4 arbeite?
Und ist es abartig, wenn ich jedesmal sprachlos bin vor Freude, wenn ich die ultra-hochauflösenden Aufnahmen der D810 bewundere?

Felix

Nein, ganz und gar nicht. Und dazu noch bei dem Belichtungsumfang, der digital gewordene Kodachrome 25 mit 100 ISO sozusagen (und dass mir jetzt bitte nicht wieder jemand mit 1600 kommt). :fahne:
 
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was braucht man(n) um gute Bilder
zu machen ?

Das richtige (passende) Werkzeug zur Aufgabe und das Wissen damit umzugehen.

Bei wenig Licht und bewegtem Motiv kann eine Kombi wie bei dem Kinderbild ggf. auch mal epischen Ausschuß generieren. Für Wildlife in der Morgendämmerung ist ein Sigma 55-200 vermutlich auch nicht die beste Wahl usw.

Es ist egal was man(n) braucht, wichtig ist nur was "ich" selbst brauche um die Fotos zu machen die ich machen möchte.

btw Ich bin mal an einer Tanke gefragt worden ob man so ein Auto wirklich braucht, ich habe gesagt. das habe ich nicht gekauft weil ich es brauche sondern weil ich es haben wollte :D
 
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btw Ich bin mal an einer Tanke gefragt worden ob man so ein Auto wirklich braucht, ich habe gesagt. das habe ich nicht gekauft weil ich es brauche sondern weil ich es haben wollte :D

Jetzt musst Du uns natürlich auch sagen, was für ein Auto das ist. ;)

Gerne auch per PN. ;)
 
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... als Fetisch für Technikversessene ? ... Oder ...

Brauchen wir wirklich mehr ?

Weder noch, als auch!

Ich war knappe vier Jahrzehnte in der "Motorrad- Szene" aktiv.
Mag für den einen oder anderen ein unpassender Vergleich sein, aber auch dort geht es um:
  • Technik (Alte, Neue, Spitzen...)
  • Spass haben
  • Besessenheit
  • Statussymbole
  • Image
  • Hobby
  • Berufung
  • Dabeisein
  • Hipp, Hopp, Flop, Top, In, Out, Style, Old School...
  • usw. ect. pp.

Triviales Beispiel Reifen.
Für die einen Lebenswichtig im Bezug auf seine Eigenschaften, und nie Gut genug.
Für die anderen "Lebenswichtig" im Bezug auf Aussehen und Style, und nie Schön genug.

Auch die Argumente Für und Wieder ähneln denen von "Hier":
So lange ich Lebe..., Käme mir nie ins Haus..., Würde ich nie anfassen..., Potthässlich..., usw. ect. pp.

Und Ja: Der eine kann den anderen mit seiner jeweiligen Einstellung nicht verstehen und zum Teil auch nicht akzeptieren. Und trotzdem leben alle (meist) friedlich mit- und nebeneinander, oder gehen sich halt aus dem Weg wo es nötig ist.

Ähnlich wie hier. Oderrr? :hehe:

Auch wenn ich mich manchmal wundere, ist mein Fazit und Motto mit diesem "Hintergrund" zu dieser Frage:
Mir doch Egal! Leben und Leben lassen. Jeder soll nach seiner Façon selig werden.
 
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